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Habe tierische Krankheitsängste...
Ist das eine Thema abgeklärt bzw. Erledigt habe ich eine kurzzeitige Beruhigung und dann suche ich mir wieder das nächste das ich beobachten muss, was sich zu einem regelrechten Zwang steigert...
Muss dann wieder zu einem Arzt und es abklären lassen, aber auch hier misstraue ich mittlerweile teilweise den Diagnosen...
Habt ihr evtl. Tipps wie man gerade mit den akuten Zwangssituation umgehen kann?

09.02.2018 13:22 • 13.02.2018 x 1 #1


7 Antworten ↓


koenig
Ich stecke auch gerade in einer solchen Angstspirale fest.

Du kannst vielleicht mal schauen was dir fehlt, was du brauchst, warum dich da so reinsteigerst.

09.02.2018 13:59 • x 2 #2



Angstspirale immer wieder was neues ein Zwang

x 3


Gegen Zwänge und Zwangsgedanken hilft im Grunde immer nur eines: Radikale Abkehr, immer genau das Gegenteil von dem tun, was der jeweilige Zwang verlangt. Das kann in deinem Fall zum Beispiel sein, sich zu zwingen, nicht zum Arzt zu gehen. Aushalten und sich beschäftigen. Rausgehen, sich bewegen und irgendwie seinen Geist zu beschäftigen. Die Gedanken werden immer weniger präsent sein, wenn man das diszipliniert durchzieht. Man darf aber eben wirklich nicht (!) nachgeben. Ich mache es z. B. so, dass ich grundsätzlich nur noch zum Arzt gehe, wenn es mir psychisch gut geht. Symptome nehme ich erst ernst, wenn sie auch ohne Angst auftreten. Einzige Ausnahme ist hier, wenn mein Partner mir bestätigt, dass Symptome abgeklärt werden müssen - der hat einen angstfreien Blick und kann das besser einschätzen als ich, wenn ich gerade Angst habe.

Alles Liebe!

09.02.2018 14:57 • x 2 #3


Vielen Dank für deine Tips, dann werde ich meine Selbstkontrolle des akuten Problems mal zu mindest seltener oder anfangs nur zu festen zeiten durchführen und diese Zeiträume immer grösser werden lassen... so die Theorie...
Was meinst du?

09.02.2018 22:33 • #4


Ja, genau so mache ich es auch. So ein bisschen wie rauchen aufhören - die Kontrolle anfangs immer für einige Minuten weiter aufschieben, wenn man das geschafft hat, gern auch nochmal weiter aufschieben usw. Solange man es eben aushält. Man kann es auch richtig übertreiben und dem Zwang mit einem anderen Zwang begegnen Sowas wie: Ich darf nur einmal am Tag kontrollieren. Ich hatte irgendwann mal den Spleen, immer gleichfarbige Wäscheklammern zu benutzen (ich weiß, richtig verrückt ) - irgendwann ist mir das so sehr auf die Nüsse gegangen, dass ich mit voller Absicht immer unterschiedlich farbige benutzt habe. War dann der "Gegen-Zwang" sozusagen.

Vor kurzem hatte ich so krasse Schluckbeschwerden. Also hab ich irgendwann zwanghaft immer wieder kontrolliert, ob ich schlucken kann und im Sekundentakt geschluckt. Da hab ich mich dann halt echt gezwungen, das nicht zu machen. Die Kontrolle immer wieder vor mir hergeschoben, solange ich es nur irgend ausgehalten habe. Nach wenigen Stunden hab ich schon gemerkt, dass ich weniger Druck hatte. Das geht wirklich schnell, wenn man sich einmal durchringt.

09.02.2018 22:50 • x 1 #5


charmander
So etwas wie Arzt-hopping hat mich am Ende wirklich krank gemacht...

Die letzte "Episode" fing im Dezember an, nachdem ich mir den Kopf gestossen hatte. Erst Angst vor Gehirnerschütterung, dann Hirnblutung.. wegen einer seit langem nicht mehr erlebten Panikattacke mit "schwarz vor Augen" und ein einseitiges Kribbeln, dass nimmer wegging, war ich der Meinung, an MS erkrankt zu sein.. oder doch Epilepsie? MRT vom Schädel war jdfls. unauffällig.

Am Ende war irgendwas mit der Niere. Dafür wurde ein CT mit Kontrastmittel gemacht und tja, die Niere ist kerngesund, nur leider habe ich jetzt vom Kontrastmittel eine Schilddrüsenüberfunktion entwickelt.
Das passiert bei jüngeren Personen eigentlich sehr selten, und trotzdem..
Die Schilddrüse war, wohl gemerkt, in den letzten Jahren alljährlich untersucht worden (auch wegen meiner Angst, an der Schilddrüse was zu haben...)
Das hab ich jetzt davon. Nun muss ich Tabletten einnehmen, die als Nebenwirkung meine gefürchtetste aller Nebenwirkungen auflistet: Agranulozytose
Wenn ich die nicht einnehme, droht allerdings eine Thyreotoxikose...
Ich begebe mich allwöchentlich zur Blutkontrolle, aber in Geduld muss ich mich noch üben.

Versuche, Deinem Körper zu vertrauen, jetzt, wo Dir körperlich eigentlich nichts fehlt und Du gesund bist. Schätze das!
Ich weiss, es ist mega schwierig aus der Spirale rauszukommen, aber wenn Du daran arbeitest (gestützt mit psychologischer Hilfe) wirst Du es bestimmt schaffen.

10.02.2018 01:09 • x 1 #6


Nur als kleines Beispiel....
Ich habe im moment ein entzündetes Zungenbändchen, da ist mir daneben ein kleiner weisser Punkt aufgefallen ( ich weiss ist bescheuert ), aber den beobachte ich jetzt ständig...
Tue ich das nicht, oder versuche es hinauszuschieben wird der Leidensdruck immer grösser...

10.02.2018 11:14 • #7


Zitat von webe83:
Nur als kleines Beispiel....
Ich habe im moment ein entzündetes Zungenbändchen, da ist mir daneben ein kleiner weisser Punkt aufgefallen ( ich weiss ist bescheuert ), aber den beobachte ich jetzt ständig...
Tue ich das nicht, oder versuche es hinauszuschieben wird der Leidensdruck immer grösser...


Der Leidensdruck wird erst einmal größer, das stimmt. Aber er nimmt auch wieder ab - zwangsweise, weil dein Körper rein biologisch gar nicht in der Lage ist, einen hohen Pegel an Anspannung über einen langen Zeitraum aufrecht zu erhalten.

13.02.2018 15:02 • #8




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