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Ich wusste ja, dass ich trotz meiner guten therapie und trotz, dass es mir so viel besser ging, keine heilung geschehen war. ich wusste, dass ich immer mal wieder eine panikattacke bekommen könnte.
Aber das, was mich gerade ereilt, hätte ich mir nach den monaten, an denen es mir so gut ging, nicht vorstellen können.

Ich habe seit einer woche wieder jeden tag panikattacken. ich hoffe zumindest, dass es welche sind. In Momenten, an denen es nciht so schlimm ist, habe ich nur ab und an zitteranfälle, die ich nur schwer bis gar nicht unterdrücken kann. Aber immer wieder habe ich das gefühl nciht richtig einatmen zu können, mein herz ist wieder relativ schnell unterwegs (vor allem abends, wenn ich zur ruhe komme) und mir ist immer wieder schlecht (ein symptom, welches ich vorher gar nicht kannte).
Die meiste zeit es tages fühle ich mich wieder irgendwie, als stände ich neben mir, als wäre ich benommen, als gehören meine Körperteile nciht zu mir, wärn taub, obwohl sie es augenscheinlich nciht sind. Mein kopf drückt, auch mein gesicht. Ich weiß nicht ob das auch von meinen verspannungen kommen kann!?
allgemein fühle ich mich oft körperlich schwach. ich traue mich wieder kein sport zu machen, weil ich wieder eine hydnangst habe, dass etwas mit meinem herzen nicht stimmt, obwohl sich mein herz min. 10 verschiedene ärzte im letzten jahr angeschaut haben. es ist zm verzweifeln. ich fühle mich derzeit wieder wie gelähmt und habe angst, dass ich doch an einer schlimmen krankheit leide. aber dann wäre die symptome doch nciht in meiner psychoterapie doch nicht so vermindert bzw meist sogar weg, gewesen?!
ich bin verwirrt=(.


liebe Grüße,
träumerin

01.08.2011 16:48 • 02.08.2011 #1


2 Antworten ↓


Hallo liebe Träumerin,

da klingt wirklich ganz viel Verzweiflung raus. Und ich kann mir gut vorstellen, daß sich bei jedem der das so liest ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit ausbreitet. So nach dem Motto: "Ich habs ja gewusst, mir kann nichts und niemand helfen"

Obwohl liebe Träumerin, Du bist doch schon so weit, Du schreibst doch selber, Du warst - obwohl Du selber nicht daran geglaubt hast - schon symptomfrei gewesen.
Du kennst also den Zustand wie es ist, zumindest einige Zeit und sogar Monate ohne Symptome zu sein.
Du kennst den Weg, wie Du diesen Zustand symptomfrei erreichen kannst.
Da bist Du doch so vielen schon so viel voraus.
Und wer einmal diesen Weg gegangen ist, der kann ihn immer wieder gehen!

Das Rückschläge nach einer Therapie kommen ist gar nicht so unüblich. Seh es als zwei Schritte nach vorne und ein Schritt zurück an.

Immerhin gehts Du ja jetzt mit Deiner symptomfreiheit, diese Zeit ohne Angst in eine Dir unbekannte Welt. Das man sich da wieder in die Vertrautheit der Angstzustände (das mag sich merkwürdig anhören, ich weiss ) flüchtet, ist eine recht normale anzusehende Verhaltensweise.

Du machst eine Therapie, und weisst, das keine Heilung geschehen war. Und dann ereilen Dich wieder Panikattacken und Du hoffst sogar, daß es Panikattacken sind und keine ...vielleicht schlimme Krankheit?

Es wirkt auf mich so, das Du Deine Panikattacken schon als normal empfindest, nicht als Krankheit ansiehst, das ist Deine normale aufgebaute Welt, da fühlst Du Dich zu Hause und da beisst sich dann der Hund ein wenig in den *beep*.

Nun kenne ich liebe Träumerin ja Deine Geschichte nicht, alle Symptome haben bestimmte Funktionen, vielleicht haben Deine Panikattacken ja eine ganz bestimme Funktion die Du jetzt noch nicht aufgeben möchtest?

Ich bin sicher, daß Dir Dein Therapeut da weitere Unterstützung geben kann.

Ich grüsse Dich ganz herzlich
Angela

02.08.2011 13:18 • #2


liebe angei,

ja, natürlich war ich eine kurze weile verzweifelt, weil sich alles wieder so anfühlte wie früher. ja, natürlich habe ich gehofft, dass es nur die panik ist und nicht eine körperliche krankheit. schließlich habe ich auch noch hypochondrische ängste.
aber ich habe niemals behauptet, dass mir ncihts und niemand helfen kann. das verbitte ich mir! ich gebe große stücke auf meine tiefenpsychologische, stationäre, gruppentherapie und finde, dass sie mir eine menge geholfen haben. MEHR, als ich je erwartet hätte. nun ging es mir auf grund privaten stress einfach mal wieder schlecht und natürlich hat mich das etwas zurückgeworfen.

mir waren die angstzustände ebenso vertraut, wie schon eine weile die welt ohne angstzustände. ich fühle mich mehr als pudelwohl in meinem fast wieder alten leben. DARUM hat es mich so erschüttert plötzlich weider angst zu haben. nichts weiter.
meine panikattacken haben mich eher von wichtigen dingen abgehalten, als mich vor irgendetwas zu schützen. nichts ist gut an dieser panik und ich habe sie auch nie durch eine schutzfunktion entwickelt.

ich danke dir trotzdem für deine ausführliche und ehrlich antwort. du kannst ja nciht wissen, was ich für ein mensch bin, dass ich einfach nur kurzfristig in verzweiflung geriet, ohne irgendwelche großen hintergründe.


Ich habe für mich herausgefunden, dass es besser ist, mich nicht weiter in einem panikforum aufzuhalten. ich muss wieder das leben ohne angst leben und auch ohne mich großartig immer wieder mit dem thema angst auseinander zu setzen. je mehr ich dies tue, desto mehr gebe ich der angst weider die möglichkeit teil meines lebens zu werden, was ich auf keinen fall will und auch nie wollte.
ich wünsche allen menschen hier noch viel glück und durchhaltevermögen, um aus ihrem angstloch wieder herauszukommen. ich werde mich jetzt den dingen widmen, die ich im Leben für wichtig erachte.

Alles gute

02.08.2011 16:57 • #3




Dr. Hans Morschitzky