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Hallo liebe Leute,

schön, dieses Forum hier gefunden zu haben, ich hoffe, einige Leute hier können mir bei einer wichtigen Entscheidungsfindung weiterhelfen. (Falls der Thread in der falschen Kategorie ist, kann ihn ein Moderator gerne verschieben)

Es geht um folgendes: Mein bisheriger beruflicher bzw. studentischer Lebenslauf wirkt ziemlich katastrophal. Konkret sieht es so aus: Ich bin 33 Jahre alt und studiere bereits seit 11 (!) Jahren und bin immer noch nicht fertig. Ich habe lediglich einen Bachelor-Abschluss vorzuweisen. Geplant war (bzw. ist) eigentlich der Master-Abschluss.

Ich weiß, 11 Jahre lang studieren und noch immer nicht fertig zu sein mit dem Studium, ist eine extrem schlechte Leistung und unter aller Sau, auf gut Deutsch gesagt. Ich habe während des Studiums übrigens weder Praktika gemacht noch sonst irgendwie nebenbei gearbeitet, was den Lebenslauf noch zusätzlich schlechter erscheinen lässt.

Warum ich bereits solange studiere, ist auf eine unglückliche Verkettung einiger Umstände zurückzuführen. Hauptgründe waren jedoch private sowie gesundheitliche (psychische) Probleme. Dazu gesellte sich, je mehr Zeit verging und je länger das Studium dauerte, eine gewisse Antriebs- und Motivationslosigkeit was mein Studium betrifft und die immer stärker werdende Meinung, dass mein Lebenslauf ohnehin schon zum in die Tonne kloppen ist und dass das Studium ohnehin keinen Sinn mehr mache. Dies wiederum hat meine Antriebslosigkeit verstärkt usw. Ich kam also in eine immer stärker werdende Abwärtsspirale hinein.

Die momentane Lage sieht so aus bei mir, dass ich theoretisch (und unter guten Bedingungen bzw. keinen Störfaktoren) noch ungefähr 1 Jahr benötigen würde, um den Masterabschluss zu erreichen. Soweit, sogut, ich habe aber seit einiger Zeit quälende Gedanken was den weiteren Studiumsverlauf bzw. allgemein meine Zukunft betrifft. Denn die momentane Lage sieht so aus, dass meine Motivation und Lust am Studium stark zurückgegangen ist, ich in der letzten Zeit kaum Prüfungen gemacht habe und ich mich frage, ob das alles ohnehin noch Sinn macht.

Ich möchte anmerken, dass die Lust und Motivation fürs Studium nicht deshalb zurückgegangen ist, weil mich das Studium nicht mehr interessiert, vielmehr ist die Motivation deshalb verlorengegangen, weil ich mir denke, dass die Fortführung des Studiums eh keinen Sinn mehr macht und weil ich befürchte, dass ich weitaus länger brauchen könnte als 1 Jahr um das Studium abzuschließen, was mich zusätzlich belastet.

Ich spiele daher in letzter Zeit immer öfters mit dem Gedanken, das Studium abzubrechen und mir einen Job zu suchen.

Was für die Option des Studiumsabbruchs spricht, ist Folgendes:

1) Ich müsste mich nicht mehr mit dem Studium abmühen und quälen, für das ich wie gesagt ohnehin nur wenig Motivation habe.

2) Die Zeit und mein Alter: Ich müsste (unter guten Bedingungen) noch 1 weiteres Jahr studieren, sprich ich wäre dann schon mindestens 34 Jahre alt und meine Studiendauer hätte sich um 1 weiteres Jahr erhöht. Also ich würde dem Arbeitsmarkt erst 1 Jahr später zur Verfügung stehen und hätte im Lebenslauf 1 weiteres Jahr drinnen stehen bei meiner Studiendauer.

Was dagegen spricht, das Studium abzubrechen:

1) Ich habe jetzt schon soviel Zeit ins Studium investiert und mir fehlt "nur" noch 1 Jahr zum Masterabschluss, das Ziel ist also nicht mehr so weit entfernt

2) Breche ich ab, stehe ich zwar dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, aber ich habe dann nur einen Bachelorabschluss vorzuweisen , für den ich 11 Jahre lang studiert habe. Also macht sich auch nicht gerade toll im Lebenslauf.


Zusammengefasst spitzt sich die Entscheidung auf Folgendes zu: Da ist einerseits die sehr große Motivations- und Antriebslosigkeit was den weiteren Fortschritt meines Studiums betrifft, und auch die Angst, vielleicht doch länger als 1 Jahr zu benötigen was meine Lage weiter verschlimmern würde.

Und andererseits aber die Tatsache, dass wenn ich abbreche, mein Lebenslauf noch katastrophaler erscheint, weil ich dann 11 Jahre studiert hätte und nur einen Bachelorabschluss vorzuweisen habe.

Ich bin daher momentan ziemlich ratlos, weiß nicht was besser ist und würde mir daher gerne mal Meinungen von anderen Leuten anhören. Was würdet ihr mir empfehlen? Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Schon mal Danke an Alle fürs Lesen und ich freue mich über jeden ernst gemeinten Kommentar, Tipp usw.

Liebe Grüße
vitamin_d

27.01.2017 05:31 • 21.02.2017 #1


20 Antworten ↓


Jochanan
Ich finde das eine Jahr solltest du noch machen und das dann aber so gut wie möglich.
Du lebst und machst das Studium vor allem für dich und deshalb ist es absolut okay und angebracht, das eine Jahr noch dran zu hängen und das Studium zu beenden.

Wie finanzierst du eigentlich das Studium und was studierst du?

27.01.2017 06:08 • #2



Zukunftsangst Studium abbrechen oder weitermachen?

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Danke für deine Antwort.

Studieren tue ich etwas aus dem Naturwissenschaftlichen Bereich und ich muss dankenswerterweise sagen, dass mich meine Eltern und Großmutter bis jetzt immer finanziell unterstützt haben und sie würden es wahrscheinlich auch noch dieses 1 Jahr tun.

Klar mache ich das Studium für mich und Interesse fürs Studium ist ja wie gesagt grundsätzlich vorhanden. Es ist nur so, dass mich diverse Zukunftsängste und Gedanken plagen wie zB eben

"Was ist wenn ich das nicht in einem Jahr schaffe sondern länger brauche?"

Diese Gedanken sind gar nicht so abwegig, da ich schon im ganzen Studiumsverlauf immer länger brauchte für Prüfungen als ich ursprünglich geplant habe und wenn das bei den restlichen Prüfungen und bei der Masterarbeit auch so ist, dann gute Nacht...

27.01.2017 06:41 • #3


Hallo vitamin_d,

ich kann mir gut vorstellen, dass das eine sehr schwierige Entscheidung ist. Für mich war das Studium aufgrund meiner Erkrankung auch eine Qual und ich war einfach nur glücklich, als ich es endlich beendet hatte. Aber du solltest dir auch vor Augen führen, was du schon erreicht hast. So einen Bachelor bekommt man schließlich auch nicht geschenkt.

Wie ist denn momentan deine Motivation? Hast du nur Angst davor, es nicht zu packen, oder siehst du dich dadurch auch irgendwie bestärkt, mehr zu tun? Wenn du dich von deiner Angst so sehr gelähmt fühlst, dass du gar nicht mehr weitermachen kannst, würde ich mich auch nicht länger quälen. Woran liegt es denn, dass du keine Prüfungen mehr machst?

Dein Alter sollte aber kein Kriterium sein, es gibt sehr viele Leute, die lange studieren, oder die erst spät anfangen. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich werden so dringend Leute gesucht, dass die Arbeitgeber oftmals gar nicht aufs Alter achten.
Die Frage ist auch, was wären deine Alternativen. Gibt es eine Stelle, die du auch mit deinem Bachelor machen könntest und die dir Freude bereiten würde? Oder eine Ausbildung, die zu deinem Studium passen würde? Du kannst dich ja bewerben und trotzdem solange weiterstudieren, bis du was passendes gefunden hast.
Vielleicht würde es dir auch helfen, dir eine berufsbezogene Nebentätigkeit, bspw. als Werkstudent, für einmal pro Woche zu suchen. Dann steckst du schon mal in einem Unternehmen drin, das dir möglicherweise eine Perspektive bietet und du weißt wieder, wofür du das Studium eigentlich durchziehst.

Ich hoffe, die Gedanken helfen dir bei der Entscheidungsfindung. Weiterhin viel Erfolg!

Fröschlein

28.01.2017 21:45 • x 1 #4


Danke für die Antwort.

Für mich sind derzeit beide Optionen möglich, also Studium abbrechen und Job suchen oder Studium noch beenden. Und wenn sich bei der Variante "Studium noch beenden" herausstellen sollte, dass es doch wesentlich länger dauert als ich plane, dann würde ich versuchen, nebenbei ein Praktikum zu machen, als Werkstudent zu arbeiten, Teilzeit oder ähnliches.

Mir gehts derzeit nur mal prinzipiell darum, mich "umzuhören", wie andere Leute meine Situation beurteilen und was sie an meiner Stelle machen würden, und davon würde mich insbesondere interessieren, wie eben Unternehmen und Personalchefs meine Situation bewerten, danach würde ich dann meine Entscheidung ausrichten. Denn da ich jetzt schon so lange studiert habe, kann und will ich es mir nicht mehr erlauben nur noch zu studieren um des studierens willen sondern würde mich sehr stark danach orientieren mit welcher Entscheidung ich die besten Chancen am Arbeitsmarkt haben würde...

06.02.2017 09:21 • #5


Mag noch jemand etwas dazu sagen? Würde mich über möglichst viele Meinungen und Sichtweisen freuen, um eine möglichst breite Gesamtbeurteilung meiner momentanen Situation zu erhalten.

07.02.2017 13:27 • #6


Rosenroth
Ich kenne das Gefühl und die Angst, was danach kommt. Du machst es so gut du es kannst. Ich persönlich würde wahrscheinlich noch fertig studieren und mir dabei Hilfe suchen, also Lerngruppen, mit denen man verbindliche Zeiten ausmacht. Oder nette Leute in der Bib, an die du dich halten musst. Das ist ja ein bisschen wie eine Wanderung auf einen Berg. Natürlich kannst du umkehren, aber am besten wäre ja, du machst noch ein bisschen weiter und vielleicht fällt das in Gemeinschaft leichter.
Was ich noch herauslas, war ein bisschen eine Schwarz-Weiß-Sicht und ein Sich-Ausgeliefert-Fühlen gegenüber dem "strengen Arbeitsmarkt". Aus meiner Erfahrung ist der Arbeitsmarkt eine eher "willkürliche" Sache. Dem kann man sich zwar besser oder schlechter gegenüber stellen, das ist klar, aber wenn du in eine Branche reinrutschst, die dir gefällt und dort vielleicht Fuß fasst, dann wird keiner mehr nach der Studiendauer fragen. Klar ist ein 1,0-Master in Regelstudienzeit eher ein Türöffner. Aber auch Menschen, die das gemacht haben, können in eine Krise kommen, weil ihnen der Job nicht gefällt etc. und satteln nochmal komplett um. Also schreib' dich nicht ab, nur weil das länger gedauert hat, sondern hinterfrage die Angst vor diesem Druck. Es gibt Menschen, die noch viel länger brauchen und welche, die durchrasen. Irgendwo dazwischen ist dein Weg und er ist ein guter Ich wünsche dir alles Gute!

07.02.2017 13:42 • #7


alfred
Zitat von vitamin_d:
Klar mache ich das Studium für mich und Interesse fürs Studium ist ja wie gesagt grundsätzlich vorhanden. Es ist nur so, dass mich diverse Zukunftsängste und Gedanken plagen wie zB eben

"Was ist wenn ich das nicht in einem Jahr schaffe sondern länger brauche?"

Eine gute Zukunft ist mit einen erfolgreichen Studium sicher besser.
Diese Ängste haben viele und ich denke man muß dagegen ankämpfen ,
denn du bist ja einer von denen die ihre Zukunft gestalten wollen.
Hast es ja in der Hand wie deine Zukunft aussehen sollte.
Und wenn es etwas länger dauert ist es immer noch besser als aufzugeben.
Ein Abbruch kann auch eine Niederlage bedeuten und das möchtes du doch nicht.
Letztlich mußt du aber selber wissen was du möchtest.
Lg Alfred

07.02.2017 13:56 • #8


Luna70
Letztendlich ist es doch nun nicht mehr so entscheidend, ob du 11 oder 12 Jahre brauchst. Länger als der Durchschnitt ist es ohnehin und älter als der herkömmliche Absolvent bist du auch, jetzt oder in einem Jahr. Also ist das Kind quasi ohnehin in den Brunnen gefallen und auf ein paar Monate mehr oder weniger kommt es nicht mehr an. Wenn du grundsätzlich die Energie aufbringen kannst, würde ich auf jeden Fall weitermachen.

Vielleicht würde es dir helfen, wenn du mit deinen Eltern (die dich ja unterstützen) einen verbindlichen Plan aufstellst. Wann ist welche Prüfung, wann musst du mit der Vorbereitung beginnen usw. Wann muss das Thema für deine Abschlussarbeit feststehen (ich nehme an, es gibt eine Abschlussarbeit?), wann muss welcher Teilschritt dazu abgeschlossen sein. Bitte deine Eltern, dass sie sich regelmäßig mit dir zusammensetzen und den Plan mit dir durchgehen. Also so eine Art Coaching. Wenn du deine Eltern nicht bitten willst, dann könnte das vielleicht auch ein Freund machen.

07.02.2017 14:54 • x 1 #9


Daisho
Zitat von vitamin_d:
Klar mache ich das Studium für mich und Interesse fürs Studium ist ja wie gesagt grundsätzlich vorhanden. Es ist nur so, dass mich diverse Zukunftsängste und Gedanken plagen wie zB eben

"Was ist wenn ich das nicht in einem Jahr schaffe sondern länger brauche?"

Diese Gedanken sind gar nicht so abwegig, da ich schon im ganzen Studiumsverlauf immer länger brauchte für Prüfungen als ich ursprünglich geplant habe und wenn das bei den restlichen Prüfungen und bei der Masterarbeit auch so ist, dann gute Nacht...


Leider ist es völlig normal, wenn gute Dinge etwas länger brauchen. Das honoriert schon das Sprichwort "Gut Ding braucht Weile".
Ist nicht nur im Studium so, das wirst du - wenn du irgend welche beruflichen oder privaten Projekte startest - immer wieder feststellen müssen. Teils führt eigener Perfektionismus dazu, manchmal ist es auch nur, dass man sich selber zu wenig Zeit einräumte. Zuviel Zeit mit Nebenschauplätzen verbrachte.
Perfekt muss es jedoch erst gar nicht werden. Selbst die großen Kunstwerke eines Da Vinci oder Rembrandt sind nicht perfekt. (Manchmal sogar gewollt)
'Gut' reicht völlig aus. Und nur zu oft habe ich selber mehr Zeit mit Sorge oder Selbstzweifeln verbracht, als ich für die Erstellung eines 'guten' Ergebnisses benötigt hätte. (Was nicht heissen soll, dass ich mich nicht ab und an auch heute noch dabei erwische... )

08.02.2017 11:26 • #10


Nataraja
Denk doch mal selbst darüber nach, wie das klingt.
11 Jahre Bachelor gegen 12 Jahre Master. Definitiv ist der Master zu bevorzugen.
Das eine Jahr schaffst du noch..

Die Frage ist nur, wieso fehlt dir die Motivation? Bist du in Therapie?

Es gab bei uns - und ich glaube auch bei allen anderen Studentenwerken - eine psychotherapeutische Beratungsstelle.
Die können oft akut in solchen Studiumskrisen helfen.

08.02.2017 12:54 • #11


Danke für die weiteren Meinungen, Tipps und Sichtweisen von euch. In Therapie bin ich derzeit nicht, ist aber durchaus angedacht.

Ich bin auch in mich gegangen und habe nachgedacht in den letzten Tagen, und ich meine 2 wesentliche Gründe herausgefunden zu haben für meine Blockade:

1) Eine gewisse Perspektivlosigkeit. Ich denke mir, es ist eh schon alles egal. Mein Lebenslauf ist eh schon so schlecht, dass mir dann der Masterabschluss in 1 Jahr auch nicht mehr bringt als mich jetzt gleich mit Bachelorabschluss zu bewerben. Ich weiß, diese Gedanken sind nicht rational, aber so denke ich derzeit.

2) Nach wie vor meine Angst, es nicht in 1 Jahr zu schaffen sondern deutlich länger zu brauchen, was meine Lage weiter verschlimmern würde.

Wie kann ich aus diesen Gedanken rauskommen? Ich denke, wenn ich diese beiden belastenden Gedanken nicht mehr hätte, würde es mir auch deutlich besser gehen.

08.02.2017 14:28 • #12


Ich möchte noch ergänzen bzw. ausbessern:

Es ist bei Punkt 1) nicht nur diese Perspektivlosigkeit sondern vor allem auch dass ich mir die Frage nach dem Sinn eines Masterabschlusses stelle. Ich denke mir nämlich, dass mir der Masterabschluss jetzt auch nicht mehr soooviel mehr bringt, sondern dass für das was ich dann beruflich machen würde, auch der Bachelorabschluss reichen würde. Das heißt ich stelle mir da die Frage der Sinnhaftigkeit des Masterabschlusses.

08.02.2017 14:43 • #13


kleinerIgel
Weisst du denn was du arbeiten möchtest? Wäre das überhaupt aus dem Bereich, in dem du studierst? Wenn ja, brauchst du den Master-Abschluss dafür?
Wenn du ein Ziel für nach dem Studium hättest, würde dich das sicherlich motivieren.

Wenn du nur irgendwas arbeiten willst, nur um endlich sagen zu können, dass du arbeitest, wird dich das nicht zum Studium motivieren weil du ja nicht weisst wofür du das eigentlich machst.


EDIT:
Das hat sich jetzt überschnitten

Aber die Vernunft sagt eigentlich trotzdem: zieh das eine Jahr noch durch!

08.02.2017 14:47 • #14


Nataraja
In den meisten Berufen ist das Einstiegsgehalt nach dem Master höher. Was ist noch ein Jahr im Vergleich?

Ich denke zu wissen, was dein Problem ist. Denk noch mal darüber nach! Was ist der eigentliche Grund, warum du nicht weiter machen willst? Du hast es schon angesprochen, nur der Fokus liegt für dich momentan bei den Ausreden, um für dich eine Berechtigung zu finden, jetzt abzubrechen. Was hast du verloren, wenn du ein Jahr dran hängst? Und wenn es dann 1 1/2 werden.. das Geld kann nicht der Grund sein. Du hast gesagt, dass du finanziell unterstützt wirst. Warum hast du überhaupt den Master angefangen, wenn du von der Sinnlosigkeit überzeugt bist?

08.02.2017 14:54 • x 1 #15


Zitat:
Weisst du denn was du arbeiten möchtest? Wäre das überhaupt aus dem Bereich, in dem du studierst? Wenn ja, brauchst du den Master-Abschluss dafür?
Wenn du ein Ziel für nach dem Studium hättest, würde dich das sicherlich motivieren.


Es stimmt, wenn ich ein Ziel für nach dem Studium hätte, würde das sicherlich motivierender sein, weil man auf etwas hinarbeiten kann. Aber so weiß ich noch nicht mal ob der Masterabschluss überhaupt was bringen würde. Denn ich hab mir schon öfters Stellenanzeigen angesehen, da steht immer nur dabei "Studiumsabschluss in dem und dem Fach" Aber es steht nirgends dabei, ob damit auch schon ein Bachelorabschluss gemeint ist oder doch eher ein Masterabschluss. Oder ist das egal und es kommen beide dafür in Frage?

Zitat:
Warum hast du überhaupt den Master angefangen, wenn du von der Sinnlosigkeit überzeugt bist?


Weil ich am Beginn des Masters noch überzeugter und motivierter war, das ist mal der eine Grund und weil ich am Beginn des Masters noch nicht so lange studiert habe insgesamt. Die immer länger werdende Studiendauer hat schlussendlich wesentlich dazu beigetragen bzw. tut es immer noch, dass ich von der Sinnhaftigkeit des Masterabschlusses nicht mehr so überzeugt bin wie noch zu Beginn des Masterstudiums.

Zitat:
Ich denke zu wissen, was dein Problem ist.


@nataraja: Dann weißt du mehr als ich Magst du mir sagen was du denkst was mein Problem ist?

09.02.2017 14:15 • #16


Auraya
Hey vitamin_d

Was spricht denn für dich gegen den Vorschlag erst einmal weiter zu studieren und währenddessen einen Job zu suchen? Wenn du dich erst einmal auf die Suche begibst wirst du entweder merken, dass du auch so einen Beruf in dem du glücklich wirst bekommen kannst, oder dass der Master eben doch sinnvoll für dich wäre.
Im Endeffekt bringt einem jedes Jahr, in dem man etwas lernt doch etwas. Wenn nicht inhaltlich, dann eben persönlich. Natürlich wollen viele Firmen sehen: Hey, Master Abschluss in der Regelstudienzeit etc. Aber, man kann alles irgendwie so hindrehen, dass es doch wieder ganz gut aussieht. Wenn du jetzt zum Beispiel deinen Master noch machst, bedeutet das doch, dass du am Ball geblieben bist. Du hast gesagt du hattest privat und psychisch eine schwierige Zeit und deswegen hat dein Studium so lange gedauert. Dennoch hast du weiter gemacht und nicht aufgegeben, das ist doch eine sehr gute Eigenschaft oder nicht?

09.02.2017 14:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Nataraja
Zitat von vitamin_d:
Zitat:
Ich denke zu wissen, was dein Problem ist.


@nataraja: Dann weißt du mehr als ich Magst du mir sagen was du denkst was mein Problem ist?


Du hast vorherige Belastungen angesprochen. Ich denke die hängen dir noch nach und ich könnte mir vorstellen, dass unser aller Bekannter, die "Angst" gerade aus dir spricht.
Was ist es, was dich so bedrückt? Was ist in der Vergangenheit geschehen?

09.02.2017 17:21 • #18


Hallo,

vielen Dank für alle Antworten, die ihr mir gegeben habt. Ich bin in meinen Überlegungen nun auch schon etwas weiter.

Zitat:
Was ist es, was dich so bedrückt? Was ist in der Vergangenheit geschehen?


Großteils private Probleme, Beziehungsprobleme in Kombination mit einer psychischen Verfassung, die halt leider sehr anfällig ist für solche Probleme bzw mich leicht aus der Bahn werfen können, aber momentan ist es so, dass es mir damit besser geht bzw. ich das derzeit so halbwegs im Griff habe.

Nur einen Punkt gibt es noch, der mir noch Kopfzerbrechen bereitet und mich unschlüssig sein lässt, nämlich den bereits erwähnten hier:
Zitat von vitamin_d:
Ich möchte noch ergänzen bzw. ausbessern:

Es ist bei Punkt 1) nicht nur diese Perspektivlosigkeit sondern vor allem auch dass ich mir die Frage nach dem Sinn eines Masterabschlusses stelle. Ich denke mir nämlich, dass mir der Masterabschluss jetzt auch nicht mehr soooviel mehr bringt, sondern dass für das was ich dann beruflich machen würde, auch der Bachelorabschluss reichen würde. Das heißt ich stelle mir da die Frage der Sinnhaftigkeit des Masterabschlusses.


Ich habe mir nämlich in der letzten Zeit diverse Stellenanzeigen, Jobbeschreibungen etc. durchgelesen und bei doch nicht wenigen habe ich gesehen, dass den Firmen ein Bachelorabschluss auch reichen würde für die entsprechenden Jobpositionen. So, und das bestärkt natürlich meine Unsicherheit in der Frage, ob denn ein Masterabschluss wirklich noch viel Sinn machen würde, wenn denn ein Bachelorabschluss auch reicht? Ich meine, ich würde da jetzt, wenn ich mich aufraffe noch ca. 1 Jahr brauchen um den Masterabschluss zu haben, um dann im Endeffekt doch nur in einem Job zu landen, bei dem nur ein Bachelorabschluss nötig wäre. Ich hätte also mehr gemacht als notwendig, weil ich dann ja quasi "überqualifiziert" wäre. Dieses Argument würde dafür sprechen, mich jetzt gleich mit Bachelorabschluss zu bewerben und den Master NICHT fertig zu machen.

Andererseits, und das ist das Gegenargument, habe ich ja einen denkbar schlechten Lebenslauf und Werdegang vorzuweisen (so lange schon studiert, mein höheres Alter im Vergleich zu meinen Mitbewerbern usw.), dass ich mir denke, dass selbst wenn ich mich dann mit Masterabschluss nur für Jobs mit Bachelor-Anforderung bewerbe, ich wenigstens so punkten kann im Vergleich zu meinen Mitbewerbern die dann vielleicht nur einen Bachelorabschluss vorzuweisen haben. (Ich selbst hätte kein Problem damit, mit Mastertitel "nur" einen Job für Bachelor zu machen, sofern der Job passt). Also dieses Argument würde wiederum dafür sprechen, den Masterabschluss doch noch zu machen.

Wie ihr seht, bin ich in diesem einen Punkt noch ziemlich unschlüssig und hin- und hergerissen. Wie würdet ihr diesen einen Punkt sehen bzw. beurteilen?

20.02.2017 19:19 • #19


Nataraja
Das haben wir dir bereits gesagt. Der Master ist vorzuziehen.

Wie ich dir aber auch schon sagten; geh zur psychotherapeutischen Beratung vom Studentenwerk.
Oder wenn nicht da hin, dann zu einem Ansprechpartner in deinem Fachbereich. Es gibt genügend Anlaufstellen.
Ich würde dir das wirklich empfehlen.

21.02.2017 00:20 • #20



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