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Hey!

Ich warte noch auf Beginn der Therapie. Ich leide an einer generalisierten Angststörung und Agoraphobie. Durch die generalisierten Angststörung leide ich täglich so gut wie den ganzen Tag an Symptome. Frei flottierende Ängste, Nervosität und vor allem innere Unruhe ohne Grund.

Mich interessiert die ganze Zeit schon brennend, wie mir die VT bei der inneren Unruhe und latenter Angst helfen kann. Wie wird das angegangen? Ich kann mir das so gar nicht vorstellen.

06.10.2017 18:59 • 11.10.2017 x 1 #1


2 Antworten ↓


Ich musste z.B.meine Grübelgedanken (also auch negative Glaubenssätze) aufschreiben und dann wird das besprochen und die meist unangemessen negativen "Denkfehler" können korrigiert werden,so dass sie einem auch weniger oder keine Angst oder Druck machen.Mit vielen Gedanken setzen wir uns z.B. selbst unter Druck und zuviel Druck auf Dauer macht Angst.

Dann wurde mir nahegelegt,einen Kurs in Autogenem Training zu belegen,indem man lernt,seine innere Anspannung selbst "herunterzufahren" (weiss auch noch nicht genau ,wie das funktioniert,mein Kurs beginnt erst Mitte Oktober).

Und das Selbstwertgefühl wird gezielt gestärkt,bei mir wird z.B. eine Art "Spur" im Gehirn angelegt,die das Selbstwertgefühl steigert.
Das funktioniert,indem ich mir 3,5 Monate lang 100 Mal täglich selbst sagen soll: "Ich bin o.k.,so wie ich bin".

Dazu kommt noch,dass nach Ursachen in der Vergangenheit geschaut wird und wenn in der Gegenwart wieder ein "Trigger" kommt (aus der Erinnerung heraus) wird man angeleitet,anders zu reagieren als sonst.
Z.B.,wenn ich Ablehnung erfahre,nicht schmollend in der Ecke zu sitzen sondern dem anderen das Recht zugestehe,mich nicht zu mögen,weil nunmal nicht jeder Mensch das gleiche mag.

Es wird also auf mehreren Ebenen der Hebel angesetzt.
Ob das bei Dir auch so ablaufen wird,weiss ich natürlich nicht.

06.10.2017 19:34 • x 1 #2


Hallo, in den Krankheitsphasen,
war unter anderem 2013 im Fliedner, Düsseldorf wurde einem Achtsamkeitsübungen gezeigt. Autogenes Training und vieles mehr kann helfen.

Ich hatte bei der Entlassung die gleiche motorische Unruhe wie auch vorher. D.h. ich konnte die Anspannung , auch durch Selbsthypnose kurz durchbrechen, danach
war sofort der Körper wieder am Schwitzen, ekliges permanentes Gefühl jederzeit könnte was passieren. Selbst mit meiner Tochter auf dem Arm, im Schwimmbad, wo ich
mich voll auf Sie fokussierte habe ich die Unruhe nicht abschütteln können.

Dann kam die Benommenheit. Alles abgeschaltet nach ca. 3 Monaten. Konnte wieder schlafen dadurch. Habe begonnen Computerspiele zu spielen, in der Bahn. Mir
direkt nach dem Aufwachen auf eine Seite Kopfhörer eingestöpselt und die Bibel (bin Christ) oder was wissenschaftliches gehört.
Was dann auch jetzt etwas hilft, die Dinge nicht nur anhören sondern auch durchdenken. Fragen im Geiste stellen , achso ist das gemeint. Wie bei einer Klassenarbeit.
Und das den ganzen Tag. Dadurch bin ich vom Körper und den Symptomen weg und es ging mir auf einmal wieder gut und war der Alte.
Hierdurch hatte ich fast zwei Jahre Ruhe, total Tiefentspannt wieder gelebt. Bis die nächste Episode gekommen ist.

11.10.2017 10:02 • x 1 #3




Mira Weyer