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Hallo, da ich im Grunde gar nicht sicher bin, unter welcher Angst ich leide, versuche ich es mal hier.
Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten. Habe erstmals Anfang 2006 Panikattacken gehabt mit den üblichen Symptomen. Bin dann ein halbes Jahr zu den Ärzten gelaufen, bis man mir sagte, daß ich unter einer Panikstörung leide.
ich nahm dann ein Jahr lang Citalopram und zwei Jahre Sulpirid, dass ich aber vor etwa zwei Wochen agbesetzt habe. Vor etwa fünf Wochen habe ich wieder Citalopram verschrieben bekommen, da es mir nicht so gut ging. Nach zwei Tagen Citalopram bekam ich einen heftige Panikattacke mit Anruf beim Norarzt. Ich habe dann das Citalopram nach fünf Tagen wieder abgesetzt, weil ich permanente Angszustände hatte. Man sagte mir, dass ich den fehler gemacht habe, dass ich das Medikament nicht "eingeschlichen" habe, sondern sofort die volle Dosis von 20 mg genommen habe.
Jedenfalls habe ich seitdem, also seit nunmehr fünf Wochen mitunter heftige Angszutsände und an manchen Tagen stundelnage unterschwellige Angst.
Inzwischen mache ich mir große Sorgen, da ich seit fünf Wochen Angst habe. Hinzu kommt, dass ich seit drei tagen herzrasen habe bzw. einen sehr starken Puls, wenn ich aufstehe und mich bewege.
Mein Hausarzt hat mich zur Abklärung zur Schilddrüsendiagnostik geschickt.
Vor zwei wochen habe ich mich an der Charite Berlin angemeldet, dort gibt es ein Angstambulanz. Man will mit dir im Rahmen eine Studie eine Verhaltenstherapie ohne Medis abhalten, die Therapie soll in wenigen Wochen beginnen.
Nun habe ich dort schon einmal angerufen, und denen gesagt, dass ich diese Angst nicht mehr aushalte, dass ich völlig verzweifelt bin, aber man hat mich auf die Therapie verwiesen und sagte mir, dass dies der langfristig bessere Weg sei, mit der Erkrankung umzugehen.
Ich wundere mich ein bißchen über das kathegortische ablehnen von Medis, komme mir vor wie ein Versuchskaninchen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Behandlung ohne Medis funktioniert.
So, jetzt habe ich mir alles von der Seele geschrieben.
Danke und Grüße an alle Betroffenen

18.11.2008 19:44 • 21.11.2008 #1


2 Antworten ↓


viele von uns waren völlig verzweifelt; ich selbst war oftmals kurz davor, in eine geschlossene abteilung zu gehen, weil ich der ansicht war, ich halte es einfach nicht mehr aus. mein erster anlaufpunkt damals war auch eine psychatrische ambulanz, ich bekam die gleiche aussage wie du : es ist besser, die angststörung ohne medikamente durchzustehen. auf dem höhepunkt der panik war ich bei einem psychiater, der mir tafil verschrieben hat, als notfallmedikament.
das ganze ist keine zwei jahre her, aus der sicht von heute bin ich froh, nur mit verhaltenstherapie ( plus emdr, plus hypnotherapie ) also ganz ohne medikamente aus dem panikstrudel herausgekommen zu sein. die tafil hatte ich in meiner hosentasche, sie gaben mir sowas wie sicherheit, ich habe sie nie benutzt und demnächst werde ich sie entsorgen. panik ist seit ostern nicht mehr aufgetreten, mit ca 50 stunden therapie bin ich ausgekommen. wenn du es irgenwie schaffst, versuch es ohne medis!

https://www.psychic.de/panikattacken.php

18.11.2008 23:08 • x 1 #2


Ich kann da aus eigener Erfahrung wenig sagen, da ich nie Psychopharmaka genommen habe. In der Literatur zur generalisierten Angststörung habe ich aber gelesen, dass gerade bei dieser Krankheit die Medikamente wenig bringen. Man braucht zur Überwindung der Krankheit wohl das Erlebnis, dass man es aus eigener Kraft geschafft hat. Und physiologisch hat die Krankheit wohl weniger organische Ursachen als z.B. Depressionen, wenn ich das richtig verstanden habe.

21.11.2008 17:24 • #3




Mira Weyer