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@Maria1605 Achso, das mit Pregabalin wusste ich nicht. Wie lange hast du es genommen? Es braucht schon eine Zeit und bei GAS wirkt es auch erst ab ca. 200 - 300 MG am Tag. Vorher ist man nur etwas gedämpfter.
Es könnte natürlich sein, dass dann Gabapentin ebenfalls nicht anschlägt, was aber nicht sein muss. Es wirkt nur fast identisch. Gabapentin muss nur höher dosiert werden, um den selben Effekt zu haben.
Man muss nicht unbedingt positiv Denken, bzw. es erzwingen wollen. Das geht doch immer schief. Man kann es ruhig so benennen wie es ist. Nämlich Mist, unglaublich anstrengend und du fühlst dich hoffnungslos. Die Gedanken sind mit absolut bekannt und begleiten mich täglich. Sie zu verdrängen macht sie nur stärker. Ich meinte damit eher, nicht jetzt schon an ein Konzert zu denken und sich zu sagen "Das wird nix". Das kannst du jetzt noch nicht wissen, das ist Fakt und das alleine zählt. Aber nimm die negativen Gedanken ruhig an, sie sind ja real. Alles was man sich dann schön reden will, geht in die Hose.
Nur was mache ich dann mit den Gedanken wenn ich sie wahrnehme, darum geht es im Endeffekt.
Ich habe mir viele Youtube Videos einer Therapeutin angesehen, die gerade selbst mit einem Benzoentzug umgeht. Sie hat es damals bekommen, als sie Ciprofloxacin einnehmen musste und urplötzlich heftigste Unruhe bekam die nicht mehr wegging. Sehr interessant die Geschichte, allerdings auf Englisch. Sie macht wöchentliche Updates und sagt wie sie selbst als Therapeutin jetzt zu kämpfen hat. Gab aber im letzten Video ziemlich viele Tipps, die ich dir gerne mal aufschreibe.
Erstmal zu intrusiven Gedanken (wie z. B. ich werde niemals heilen, es wir nie besser werde, ich bin geliefert etc):
1. Den Tatsachen ins Gesicht sehen und unbedingt aufschreiben, was dich beschäftigt. Wichtig dabei ist, dich vom Gedanken an sich zu distanzieren. Das machst du in dem du "Ich denke / Ich habe den Gedanken" einbaust. Also schreib z. B. auf "Ich habe den Gedanken, das ich niemals heilen werde"
2. Akzeptieren, dass der Gedanke im Moment da ist und ihn nicht "weghaben" wollen
3. Den Zustand dann so wie er ist annehmen und erstmal im hier und jetzt bleiben. Es ist Mist, ja, aber ich kann es nicht ändern. Ich versuche jetzt mit dem Gedanken dies und das zu tun (Kleine Dinge)
4. Gib dir Zeit. Zeit heilt viel und wenn sie nicht heilt, dann macht sie es zumindest erträglicher. Auch wenn man jetzt denkt, damit kann ich nicht leben, wird der Gedanke irgendwann weniger werden, wenn du dir selbst Zeit einräumst. Nicht alles muss sofort weggehen, auch wenn man es sich so sehr wünscht.
5. Mitgefühl mit dir! Sei gut zu dir, oder versuche es zumindest. Was würdest du jemanden sagen, der das durchmacht? Was sagst du zu dir selbst? Ist da ein Unterschied? Meist hat man mit sich selbst wenig Mitgefühl.
Gedanken, Angst oder Untergangsgefühle müssen doch etwas bedeuten, redet man sich unterbewusst ein. Sie sind aber erstmal nur Gedanken und hier ist schritt 1 am wichtigsten. Mach das täglich und schau wie du dich fühlst.
Kennst du "The Work"? Die Methode ist auch sehr gut. Kannst mal danach googlen. Damit zerlegst du negative Gedanken relativ schnell. Wenn man nicht gut lesen kann (was ich nicht kann mit meiner Depression) dann gibts dazu auch ein Hörbuch. Aber es gibt auch viele Anleitungen im Internet.
Ich wünsche dir nur das Beste und hoffe, dass es mit Gabapentin klappt. Morgen wird das sicherlich noch kein Erfolg, aber in einer Woche könnte es doch sein, wenn du dir die Zeit dafür gibst.