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hallo an Alle
ich bin die Mutter einer 15 Jährigen Tochter (Sie geht nicht alleine vor die Tür), ein echt tolles Mädel.
Aber Sie ist krank-angstkrank. Letztes Jahr war Sie in ambulnter Behandlung, war und ist aber leider nicht einsichtig, nach 3 Wochen hatte ich keine Chance Sie weiter zur Behandlung zu bewegen, eine Zwangseinweisung wollte ich nicht. Ich fühlte mich wie ein Schlächter
Nun ist es soweit, das Ihre Lebensqualität leidet, alleine geht Sie nicht mal in den Garten, und ich will nicht Ihr Bodygard sein.
Nun habe ich mich heute an das Jugendamt gewand, und kann dort am 30.04 vorsprechen, dort will man meiner Tochter und mir helfen. Nur sieht mein Kind nicht ein das ihm geholfen werden muß (ich bin doch nicht gaga)
Sie glaubt ich will sie abschieben, versteht nicht das ich nur helfen will und muß.
Hat jemand von euch ähnliche Probleme mit seinem Kind?
Könntet ihr mir Ratschläge geben?
LG eine sehr verzweifelte, besorgte Mutter
tattooline

25.04.2008 11:27 • 14.06.2008 #1


8 Antworten ↓


Christina
Hallo,

vielleicht hilft Deiner Tochter ja die Erkenntnis, dass sehr viele Menschen Angsterkrankungen haben und dass die keineswegs "gaga" sind. Auch "Promis" sind dabei: Sigmund Freud, Barbara Streisand, Sally Field, Woody Allen, Charles Darwin, Goethe und die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Es gibt auch jede Menge Bücher, die Angststörungen laienfreundlich erklären, u.a. das von Doris Wolf (siehe links).

Weiter kann ich Dir nicht helfen, aber damit Ihr nicht möglicherweise aneinander vorbeischreibt, hier ein Link zu einer anderen Mutter: Mama Bebieh.

Liebe Grüße
Christina

25.04.2008 14:55 • #2



Tochter hat Angst alleine vor die Tür zu gehen

x 3


danke Christina
LG tattooline

25.04.2008 17:42 • #3


Liebe tattooline,
kann deine Not und Verzweiflung gut verstehen. Unsere Tochter 19 Jahre, leidet seit 3 Jahren an einer starken generalisierten Angststörung, und wir wissen oft alle nicht mehr ein noch aus. Würde mich gerne austauschen. Melde dich, wenn du das auch möchteste. Dir und deiner Tochter ALLES GUTE; Calypso

27.04.2008 10:21 • #4


ichundAngst
ich habe keine Tochter, die an dieser Erkrankung leidet, aber ich leide selber darunter und das seit ca. 12 Jahren.
mal spüre ich die Angst sehr sehr intensiv, mal geht es und mal geht gar nichts.
Es ist immer - und auch situationsbedingt

Ich weiß genau, was Ihre Tochter durchmacht und wie sie sich fühlt.

Ich sage Ihnen zwar nicht, dass Sie für Ihre Tochter alles tun sollen, aber lassen Sie sie auch nicht im Stich, wenn sie Sie braucht und Ihre Hilfe benötigt.
Geben Sie Ihr das Gefühl, dass Sie für sie da sind, egal was passiert, denn in solchen Momenten fühlt man sich wirklich nicht angenommen.
Depressionen und das Gefühl, nicht geliebt zu werden kann ihre Situation verschlechtern.

erfahren, dass man beim sozial-psychiatrichen Dienst eine EINZELFALLHILFE beantragen kann!
Die Zeit Leistung (egal ob die Gehilfin im Haus bleibt oder mit ihr raus muss oder einkaufen gehen soll) hängt von Ihnen ab, aber die Stunde legen die wohl fest

Das wäre doch auch was für Ihre Tochter oder

Ich würde als Mutter alles Mögliche für meine Tochter tun, aber leider sind nicht alle Mütter so sensibel in der Hinsicht!

soo, ich wünsche Ihnen alles Gute, hoffentlich kriegen Sie alles in Griff.

Und Ihre Tochter kann wirklich froh sein, dass ihre Mutter sich Sorgen macht und ihr helfen will aber verstehen wird sie das natürlich nicht, weil es wirklich ein weiter Weg ist, bis man einsichtig ist.

Falls Sie was wissen möchten oder so, schreiben Sie einfach

29.04.2008 19:33 • #5


hallo tattooline,

ich kenne das was deine tocher durchmacht.... kenne diese horror tage... so ging es mir vor 4j. also ich ca. 17j. war.

und bei mir brach es aus als meine mutter in kur, horror.

bei mir dauerte es auch echt monate bis ich mich raus traute....und in einem punkt musste ich raus, mein hund muss eben auch mal...

und so ging ich mit ihm pro runde 5-10min. raus (nicht toll für den hund aber es ging nicht anders) diese min. waren horror aber auch stolz war bisschen dabei als ich es schaffte... ab und zu musste aber auch meine mutter mit.
und so habe ich nach bestimmter zeit immer 5min,. dazu und so konnte ich auch bald in therapie und dann später in eine klinik und tagesklinik (das ist klasse bei so problemen).

sie brauch deine unterstütungen.... dreh mit ihr jeden tag (am besten wenn es nicht so heiß ist) eine kleine runde....stell dich auf sie ein und gib ihr das gefühl wie eine stütze zu ein... das gibt so viel kraft!
und wenn sie sich mal weigert raus zu gehn, trotz deiner hilfe... nehm es ihr nicht böse... das ist so ein übler kampf wenn die angst ein in der hand hat...man hat angst, ist sauer auf sich selbst und weiss nicht was richtig und falsch ist....

wünsch euch beiden viel kraft und es ist zu schaffen
OHNE medis... man soll sowas besiegen und nicht mit medis wegschrieben....

17.05.2008 18:07 • #6


Hallo,
die Redaktion von Akte 08 ist immer auf der Suche nach Betroffenen ungewöhnlicher Ängste oder Phobien. Wenn du dir vorstellen könntest über deine Erfahrungen auch vor der Kamera zu berichten, würden wir uns freuen, wenn du dich bei uns meldest. Viele Grüße Beatrice

13.06.2008 18:45 • #7


Huhu, ich bin zwar keine Mutter aber kann mich noch sehr gut daran errinern, wie lange ich mich geweigert habe zu glauben das es bei mir die psyche ist. Da meine Mutter auch schon sehr lange unter ähnlichen Problemem gelitten hat wie ich, viel es mir doppelt schwer, als es mich selber dann auch getroffen hat. Ich habe 2 Jahre damit verschwendet von Arzt zu Arzt zu laufen, weil ich immer sicher war das es rein Körperlich ist. Man kann leider niemanden zwingen eine behandlung in klinik oder Therapie zu machen und ich denke das deine Tochter leider erst selber es annehmen muß. Dabei wird ihr leider keiner helfen können. Solange wie sie aus eigenen Stücken nicht an einer behandlung interessiert ist, wird auch nichts erfolg haben. Ich denke das wichtigste ist, dass du ihr die möglichkeit zur information gibst. Vielleicht durch Ratgeber, Bücher, videos oder auch einfach mal diese internet adresse ihr auf einen zettel schreibst und sie ihr ins zimmer legst. Drängen wird auch hier nicht viel helfen, kenne das von mir ich habe da immer total dicht gemacht. . Es war für uns beide ein harter langer weg aber es hat sich sehr gelohnt. Natürlich ist das kein patentrezept und es muß nciht bei jeden funktionieren aber die einsicht und den ersten schritt machen muß egal wie, eben immer deine Tochter. Hab geduld mit ihr und biete ihr jede Hilfe bis zu einem bestimmten punkt und sie wird Ihren ersten Schritt bestimmt bald machen. Aber aus erfahrung würde ich sagen, dass sie diesen alleine machen muß. Mit den besten wünschen

14.06.2008 15:17 • #8


was ich völlig vergessen habe, ist natrürlich, dass eine Professionelle Hilfe bei solchen Problemen immer wichtig wäre. Vielleicht kannst du ja kontakt zu einem Therapeuten oder einer selbsthilfegruppe für angehörige aufsuchen. Ob das jugendamt viel helfen kann weis ich nicht. Und ganz wichtig ist auch, dass deine tochter keine Selbstmord gedanken hat, da müßtest du natürlich umgehend reagieren.

14.06.2008 15:24 • #9




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