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Hypoxonder
Moin an alle hier im Forum,

bin wie so viele hier wohl auch über Dr. Google in diesem Forum gelandet und finde es sehr sympathisch.
Nicht aufgesetzt, wenig bis keine Trolle, man fühlt sich direkt angekommen und angenommen unter Gleichgesinnten. Das ist schon etwas merkwürdig aber auch schön.
Ich habe etwas mit mir gerungen ob es notwendig ist und die Zeit wert ist hier einen Thread zu eröffnen aber am Ende blieb stehen: Schadet ja nicht

Ich bin Ende 30 (m), bin in einer Beziehung und habe zwei kleine Kinder.
Ich bin selbstständig im Einzelhandel tätig. Gerade zu Corona war das sehr sehr schwierig, mittlerweile hat es sich aber wieder einpendelt.

Meine erste Panikattacke hatte ich 2001 - wollte ich grad schreiben, aber das stimmt nicht fällt mir grad auf.
Das muss sogar schon etwas eher gewesen sein. Diese war Dro. (THC). Von jetzt auf gleich hat es im Kopf boom gemacht und ich war komplett in Panik. Es ist interessant das ich das jetzt quasi bemerke. Von daher hat die Niederschrift schon etwas gebracht.
Ursächlich ist die Angststörung aber denke ich in meiner Kindheit zu finden aufgrund familiärer Probleme (Vater Alk., Gewaltausbrüche, Scheidung etc.)
Das ganze gipfelte dann in einem quasi Zusammenbruch durch ein traumatisches Ereignis in 2001.
Hilfe gabs damals keine. Man war ja jung, da hat man nichts. Erinnere mich das es ein paar Betablocker und glaube ich auch Antidepressiva gab die ich nicht eingenommen habe.
Also ich dann aus dem Loch irgendwann wieder raus war, war die Welt eigentlich eine komplett andere als vorher.
Das prägt einen schon sehr.
Danach ging es viele Jahre, bis es 10 Jahre später (2012) wieder völlig im Kopf explodierte.
Käseglocke, Depersonalisierung, Angst, innere Unruhe etc pp
An dem Punkt hatte ich mich aufgerafft, allen Entschluss zusammen genommen und wollte eine Therapie starten.
Leider war ich wohl kein schwerer Fall genug und man legte mir nahe ich sollte mal eine Verhaltenstherapie in der Gruppe machen. Das kam für mich allerdings nicht in Frage und so war das Thema dann auch wieder schnell vergessen.
Ein paar Jahre später wurden meine wundervollen Kinder geboren. Aber Kinder brauchen 24/7 Betreuung und Unterstützung. Jeder der Kinder hat wird das kennen und es bringt einen an den Rande des Wahnsinns und der körperlichen Kräfte. Mittlerweile sind sie aber aus den gröbsten raus, aber mein Akku ist auch leer.
Wie oben beschrieben bin ich selbstständig im Einzelhandel und habe zwei kleine Geschäfte. Die Coronazeit war sehr sehr anstrengend. Was passiert morgen? Mit den Läden? Mit einem selbst? Die Existenz stand auf mehreren Ebenen auf der Kippe. Und zwar sehr. Zwischenmenschlich sank die Stimmung zu Hause natürlich auch.
Kaum hatte man das überwunden, kam der Angriffskrieg in der Ukraine. Dann die Energiekrise.
Am Ende merkte ich schon, wie mir alles zu viel wurde. Ich denke ich stand / stehe (geht besser mittlerweile) kurz vor einem Burnout - aber was bleibt einem übrig? Man MUSS als Elternteil funktionieren, zumal wir keine Unterstützung der Großeltern haben da alle weit weg wohnen (Keine gute Basis, schon gar nicht für selbstständige - sollte jeder VORHER überdenken )
Vor knapp 4 Wochen hatte ich dann einen Trigger, der meine Psyche wieder komplett aus der Bahn warf (wieder 10 Jahre später, Zufall?). Meine Tochter wollte auf dem Jahrmarkt Autoscooter fahren. Normal macht sie sowas nicht, weil sie auch eher ängstlich ist, aber da wollte sie. Während der Fahrt hat es dann wirklich sehr unschön gerumpelt und wir wurden komplett durchgeschleudert. Das fühlte sich für mich existenziell bedrohend an. Wahrscheinlich weil man es so gar nicht kennt und ich wusste gleich, da ist jetzt was passiert. Durch den Trigger hatte ich direkt schlechte Laune / depressive Verstimmung. Danach drehten sich natürlich die Gedanken um Hirnvenenthrombosen und ob das Kind auch was hatte. 1 Tag später erbricht das Kind in der Nacht, allerdings haben alle anderen auch einen nervösen Magen - evtl. Lebensmittel(vergiftung) auf der Kirmes.
Ein ärztlicher Check ergab keine neurologischen Auffälligkeiten oder Ausfälle.
Hatte auch kaum bis keine Symptome.
Eine Woche später hatte ich dann allerdings (denke durch den ganzen Psychostress) eine Migräneattacke mit Aura.
Hatte ich schon mal, aber jetzt länger nicht. Gesichtsfeldausfall von innen nach außen ÄUßERST unschön und da geht die Panik natürlich los, auch in Bezug auf das voraus gegangen Ereignis.
Ab da ging die Maschine richtig los. Kribbeln, eingeschlafene Arme, Spannungskopfschmerz, Gefühlsirritationen in Finger und Fuß, innere Unruhe, Konzentrationsstörung, Antriebslosigkeit, Angst (natürlich), 100 gegoogled Krankheiten und jetzt bin ich mittlerweile bei nervigen Extrasystolen angekommen (Habe ich schon länger, vor allem wenn ich sehr viel Stress habe. Vermute aber auch irgendwo eine Verspannung im Brustbereich). Ging vor 3 Tagen los, als ich aufstehen wollte. Plötzlich hatte ich aus dem nichts Herzrasen, seit dem benimmt sich der Körper komisch beim aufstehen. Das ist wirklich krank was einem der Kopf und Körper einem so erzählt.
Zum Glück addieren sich die Symptome nicht, sondern kommen und gehen.
Mittlerweile habe ich einen positiveren Umgang damit gefunden in dieser Episode und versuche aktiv gegenzusteuern.
Zum Beispiel habe ich heute versucht eine halbe Stunde eher aufzustehen um meinem Kopf/Körper mehr Zeit zum wach werden zu geben. Das hat ganz gut funktioniert. Gegen die Unruhe und die Extrasystolen versuche ich es mit gezielter Atmung in den Bauch. Das entspannt mich fühlbar beim ausatmen und reduziert auch das Herzstolpern sowohl in der Häufigkeit als auch in der Intensität.
Das ist der aktuelle IST- Zustand. Ich hoffe es bessert sich jetzt wieder stetig.
Tat gut das mal so aufgeschrieben zu haben.
Ich freue mich über nachfragen und Austausch und evtl. auch über Tipps wie man die ein oder andere Situation noch besser meistern kann.
Grüße an alle Angstgeplagten

11.11.2022 11:24 • 27.11.2022 x 4 #1


20 Antworten ↓


Lilolu
Hi, ich bin hier auch neu so viele Symptome das kenne ich. Auch bei mir geht es schon 9 Jahre mit der Angst. Zwischenzeitlich war es weg und jetzt volle Power wieder da. Habe 2 kleine Kinder 1jahr und 8 Jahre. Bei mir ist es momentan so dass ich von jetzt auf gleich, anfallsartig Bluthochdruck bekomme. Gestern erst wieder, dazu noch Herzrasen. Kardiologe sagt am Organ ist nix. Wohl der Stress. War deswegen auch beim HA sagt auch Stress,das ganze geht seit April. 2 mal RTWgerufen, konnte nix gefunden werden,so quäle ich mich durch jede Attacke bin danach völlig ko. und ja traurig od depressiv weil ich es nicht mehr aushalte. Dabei bin ich in Therapie und noch zu Hause mit dem Kleinen. Wenn ich eine Panikattacke bekomme dann merk ich das es sich langsam anschleicht, das hab ich dann recht gut unter Kontrolle, auch die Herzstolperer machen mich nicht mehr ganz so verrückt. Nur das jetzt, es ist zum verzweifeln. Alles fing nach der Covid Infektion an. Hatte darüber schon ein Thema gestartet aber Empfang die Stimmung da so als würde ich übertreiben,da habe ich nicht weiter geschrieben. Bei mir wurden Gallensteine diagnostiziert, weiß aber nicht ob das zusammenhängt. Wäre gut dann hätte ich eine Ursache. Ich muss ehrlich sagen,ich hasse diese Panik,sie sucht sich immer andere Wege. Ich wünsche dir viel Glück dass alles bald besser wird und wieder normal. Lg

11.11.2022 11:58 • x 3 #2



Suche Austausch zu meiner Angststörung

x 3


Hypoxonder
@Lilolu Danke, Wünsche zurück.
Ja, klingt auch alles klassisch bei dir.
Jeder muss irgendwie einen, seinen Weg damit finden.
Und damit klar kommen, dass es immer wieder kommen kann. Ich glaube jeden Falls nicht, dass es heilbar ist.
Das ist fest in der Psyche dann verankert und wird getriggert.
Corona ist natürlich ein Thema. Hatte im August auch meine Infektion (3fach geimpft). Das war nicht schön, aber auch nicht mega schlimm. Trotzdem weiß man nicht was die Infektion in deinem Körper macht. Zudem hört man ja auch viel von Long-Covid oder ME/CFS was dadurch getriggert werden kann.
In Kombi mit einer Angststörung ist das natürlich pures Gift, zumal wenn man , wie wir auch keine andere Option hat funktionieren zu müssen allein schon wegen der Kinder.
Naja, und der ganze andere Mist der Welt kommt dann eh noch oben drauf.
Kopf hoch!

11.11.2022 12:14 • x 2 #3


Lilolu
Es ist eine absolut vergiftete Zeit für Menschen mit Angststörung. Hoffe das sich alles bald mal regelt. Mein Trost ist dass mein Herz gesund ist. Die Blutdruck Entgleisungen nicht extrem hoch sind 155/103 Puls bei 130 bleibt. Ist schon ziemlich witzig woran man sich erfreut ja man muss funktionieren. Entspannung sollte man sich gönnen aber Zeit dafür ist knapp,eine Heilung glaube ich auch nicht dass es das gibt.

11.11.2022 12:25 • x 2 #4


moo
Ein nachträgliches Willkommen, Hypoxonder !

Deinen Schreibstil empfinde ich als ziemlich selbsterklärend und finde mich da in früheren Jahren durchaus wieder. Über die ganzen Symptome will ich jetzt nicht reden sondern nur ein paar Anmerkungen geben. Vielleicht bringt es Dich ein Stück weiter:

Zitat von Hypoxonder:
Ich habe etwas mit mir gerungen ob es notwendig ist und die Zeit wert ist hier einen Thread zu eröffnen aber am Ende blieb stehen: Schadet ja nicht

Zeit hat keinen Wert, man verleiht ihr Wert, indem man gegenwärtig ist.

Zitat von Hypoxonder:
Es ist interessant das ich das jetzt quasi bemerke. Von daher hat die Niederschrift schon etwas gebracht.


Schreiben, sprechen, denken - jegliche ehrliche Bemühung um Erkenntnis zahlt sich aus. Je älter ich wurde, umso deutlicher verschob sich meine interne Kalkulation von Zahlen in Richtung Erkenntnis.

Zitat von Hypoxonder:
Als ich dann aus dem Loch irgendwann wieder raus war, war die Welt eigentlich eine komplett andere als vorher. Das prägt einen schon sehr.

Ist es nicht bemerkenswert, wie das plötzliche Erleben von Veränderung einen prägt? Meistens sind es die extremen, traumatisierenden Erfahrungen, die uns Veränderung vor Augen führen. Obschon man - intellektuell - von der unvermeidbaren Unwägbarkeit des Daseins weiß, ist das praktische Erleben derselben etwas, was sich quasi unser Körpergeist einprägt.

Es verhält sich ein wenig wie mit zwei verschiedenen Sprachen: Körpersprache und Geistessprache. Beide laufen parallel nebeneinander her und haben aufgrund einer - insbesondere in unserer Kultur - stabil errichteten Mittelleitplanke nicht viel miteinander zu tun. Eine traumatische Erfahrung (egal ob neu oder getriggert) ist ein Megacrash, der die Leitplanke ganz oder teilweise beschädigt oder gar zerstört. Nun greifen Geist und Körper weitestgehend unkontrolliert (ungeleitet) aufeinander zu. Und zwar bidirektional!

In der Folge verschieben sich auch die Selbst- und Weltbilder, die uns einst eine (vermeintlich) stabile Ich-Basis gaben. Wie Du richtig siehst:
Zitat von Hypoxonder:
...war die Welt eigentlich eine komplett andere als vorher.

Die Welt sind aber letztendlich wir, beziehungsweise das, was wir als Selbst erleben bzw. erlebten.
Früher war die Welt (mit ihren Gefahren etc.) gefühlt etwas von uns separiertes - sowohl materiell als auch mental. Durch den o. g. Kurzschluss müssen wir nun erkennen, dass wir bis dahin in einer Illusion lebten, in die wir nicht mehr zurück können, weil wir die Wahrheit existenziell erlebt haben.
Wenn man mit Heilung eine Rückkehr in die Illusion herbei wünscht, belügt man sich selbst. Die Symptome sind lediglich Reibungspunkte inmitten eines Konflikts zwischen Geist und Körper angesichts der Wahrheit: die unvermeidbare Vergänglichkeit/Unwägbarkeit.

Zitat von Hypoxonder:
ich sollte mal eine Verhaltenstherapie in der Gruppe machen. Das kam für mich allerdings nicht in Frage und so war das Thema dann auch wieder schnell vergessen.

Ja, und das wolltest Du damals letztendlich: vergessen.

Bedenke: was man vergräbt, schlägt Wurzeln.

Theoretisch kann man binnen weniger Monate in diesem Forum so viel lernen, wie in 2 Jahren Therapie nicht. Ebenso wie in der Therapie kommt es auch hier zu 90% auf uns an, wie wir an die Sache rangehen. Je mehr Verständnis, umso mehr Akzeptanz. Je mehr Akzeptanz, umso weniger Leid.

12.11.2022 10:43 • x 2 #5


Hypoxonder
Danke für deine Worte.
Ich sehe, du hast (auch) schon viel über die Dinge des Lebens nachgedacht.
Ich habe das damals auch eher als erwachen wahrgenommen, auch wenn das ein ziemlich heftiges war.
Dann wünscht man sich irgendwann doch wieder etwas dümmer zu sein, nicht zu viel von allem zu wissen aber das ist ein point of no return. Das eröffnet dir viele Tore aber macht dich auch gleichzeitig anfälliger gegen eine Vielzahl von Einflüssen.
Kennt man ja, die Geschichten von durchgedrehten Intellektuellen. Da wird was dran sein. Irgendwann kann da Gehirn einfach nicht mehr. Da muss jeder für sich einen Umgang finden und das ist meist das Problem. Normal steckt man die Leute in eine Therapie und pumpt sie mit Medis voll nur damit sie in 5 Jahren das gleiche wieder von vorn beginnen müssen.
Daher finde ich die Anmerkung in Verbindung mit diesem Forum interessant. Deswegen habe ich mich hier auch angemeldet, etwas geschrieben, dazu beigeitragen, weil ich das Gefühl habe es hat einen Mehrwert.

12.11.2022 11:45 • x 1 #6


moo
Zitat von Hypoxonder:
Ich habe das damals auch eher als erwachen wahrgenommen, auch wenn das ein ziemlich heftiges war.
Dann wünscht man sich irgendwann doch wieder etwas dümmer zu sein, nicht zu viel von allem zu wissen aber das ist ein point of no return. Das eröffnet dir viele Tore aber macht dich auch gleichzeitig anfälliger gegen eine Vielzahl von Einflüssen.

Ein Weggefährte meinte mal: Neben der Entwicklung von Einsicht muss man auch lernen, sie zu verkraften.
Eine sogenannte Krise kann also in beide Richtungen führen: Entwicklung oder Zusammenbruch. Beide Wege haben ihre Etappen und ich kann behaupten, manche zumindest ansatzweise erlebt und daraus gelernt zu haben. Dabei wurde mir auch bewusst, dass gerade die dunklen Stunden entscheidende Qualitäten entwickeln können - u. a. Demut und Dankbarkeit.

Zitat von Hypoxonder:
Normal steckt man die Leute in eine Therapie und pumpt sie mit Medis voll nur damit sie in 5 Jahren das gleiche wieder von vorn beginnen müssen.

Ich würd´s jetzt inzwischen nicht mehr so pauschal formulieren, aber prinzipiell sehe ich es ähnlich. Vor allem sollte man sich fragen, warum man wieder so leben will wie früher, wenn es doch genau dieses Leben war, das einen soweit gebracht hat...

Zitat von Hypoxonder:
Daher finde ich die Anmerkung in Verbindung mit diesem Forum interessant. Deswegen habe ich mich hier auch angemeldet, etwas geschrieben, dazu beigeitragen, weil ich das Gefühl habe es hat einen Mehrwert.

In meiner Sucht-Selbsthilfegruppe sagte mal eine Kollegin: Hier ist der gefühlt einzige Ort, wo ich über für mich wesentliches sprechen kann.
Auch ich habe gelernt, wie wertvoll es für alle Beteiligten ist, sich auszudrücken (sic!)...

12.11.2022 12:01 • x 2 #7


Hypoxonder
Btw. Die Admins haben meinen Titel geändert.
Ursprünglich hieß der: Moin Angstörung!

Nunja. Was anderes.
Seit einiger Zeit wache ich verstärkt kurz nach dem einschlafen auf. Da kann ich die Uhr nach stellen.
Meist sind es exakt 30 Minuten, machmal bis zu ner Stunde. Wache dann mehr oder weniger verwirrt mit einer seltsamen Angst auf. Mittlerweile habe ich dafür nen ganz guten Umgang und versuche so scnell wie möglich klar aus der Situation zu kommen und mache direkt was anderes um mein Gehirn direkt zu kalibrieren.
Falls da jemand ne Erklärung hat wieso das so ist oder wem das bekannt vor kommt kann gern was schreiben.

Darüber hinaus hatte ich letzte Nacht noch einen sehr strangen Traum den ich hier einfach mal festhalten will.
Normalerweise erinner' ich mich schlecht an Träume, an den aber schon.

Den Start weiß ich nicht mehr ganz genau, aber ich hatte eine Auto und auf ein mal kamen Wespen. Immer mehr. Die waren nicht aggressiv, setzten sich aber rund ums Auto ab. Dabei bildeten sie immer größere Häufchen auf denen sie zusammen saßen, richtige Neste quasi. Das beunruhigte mich natürlich und ich überlegte wie ich die wegbekomme.
Irgendwann waren sie nicht mehr im Auto sondern in einem Schrank und da transformierten sich sich dann in mehreren Stufen zu: Hosen. Auf ein mal hatte ich da 30-40 Hosen hängen. Das war irgendwie lustig und natürlich erleichternd.
Irgendwelche Traumdeuter hier

14.11.2022 13:21 • x 1 #8


Hypoxonder
Grad nen Anflug einer PA bekommen und im Keim weggeatmet durch den Bauch.
Puh, so kann das gern bleiben. Für immer. Man weiß echt nicht wo wann und wieso die Dinger herkommen.

18.11.2022 20:12 • x 1 #9


Ladida
Ich kann grade nicht so ausführlich schreiben, aber mir kommt vieles so bekannt vor.

Auch diese Situation auf der Kirmes. Sowas hab ich auch oft, mich triggert was, meine Ängste kommen, meine Laune dreht sich und dann muss ich funktionieren, damit das Kind es nicht merkt. Es belastet mich extrem.

Frage mich auch, ob es jemals wieder anders wird.

18.11.2022 20:36 • x 2 #10


Hypoxonder
Die Antwort lautet wahrscheinlich nein.

Konnte die PA zwar akut vermeiden, aber dafür konnte ich die halbe Nacht nicht schlafen.
Extreme Unruhe und dann kommt das Kopfkino.
Was ist das? Wieso jetzt? Fühlt es sich anders an als sonst?
Diffuses kribbeln im Arm usw.
Man schiebt es aufs Wetter?!
Ich hoffe der Tag wird besser irgendwie.

19.11.2022 06:31 • #11


Ladida
@Hypoxonder

Bei mir sind es trigger. Kann alles mögliche sein und ich erkenne es auch, kann dann aber oft gegen die schlimme Angst nichts tun.
Bei mir äußert sich das dann so, dass ich quasi handlungsunfähig werde. Wie ein Reh auf der Straße, auf das ein Auto zukommt. Ich fühle mich dann vollkommen ausgeliefert.

Und es ärgert mich so sehr! Oft ist der Tag vorher einfach schön und dann seh oder höre ich etwas (oder rieche was) und Zack, da ist sie, die Panik.

Ich gehe ja zur Therapie, aber noch nicht allzu lange und habe noch nichts an die Hand bekommen, um mir selbst helfen zu können.

Ich kenne einige Dinge von früher, hatte ja wegen meiner Erkrankung vor 10 Jahren schon ein paar Termine bei eine Therapeutin, aber das hilft mir alles nicht mehr.

19.11.2022 21:43 • x 1 #12


Hypoxonder
@Ladida Das klingt belastend. Ich bin eher der Typ Flucht. Ich versuche eigentlich so schnell wie möglich die Situation zu verlassen. Bringt mich hintenraus aber auch nicht weiter weil dann das Kopfkino los geht.

19.11.2022 21:54 • #13


Hypoxonder
Gestern Abend hatte ich den hervorragenden Plan einfach mal eher ins Bett zu gehen. War schließlich auch schrecklich müde von der Nacht davor.
Lief auch alles Klasse, bis zum obligatorischen Zeitpunkt.
30 Minuten später wieder hochgeschreckt. Seltsame Schmerzen in der linken Brusthälfte. Diese ließen dann zum Glück allmählich nach. Einschlafen ging dann zum Glück auch wieder aber der Moment an sich war mal wieder ungut.
Ich frage mich wirklich woher das jetzt auf ein mal so vermehrt kommt und merke wie ich langsam wieder mehr und mehr in diese Spirale der Angst gezogen werden und auch wenig dagegen tun kann. Deprimierend.

20.11.2022 07:18 • #14


Hypoxonder
Körper sagt: Mach mal ruhig(er), chill dich mal.
Kopf sagt: Ok, dann mal los.
Life sagt: NOPE.

24.11.2022 22:27 • #15


KampfderAngst
@Hypoxonder das tut mir leid für dich. Keine Ruhepause möglich?

25.11.2022 07:16 • x 1 #16


Hypoxonder
@KampfderAngst Danke. Schon, aber scheinen aktuell nicht zu reichen. Zumindest nicht täglich. Es ist noch nicht dramatisch aber sehr nervig. Wie sagt man so schön: Ich bräuchte mal Urlaub.
Passt dann wieder zu den Burnout Symptomen und Überforderung.
Der Verursacher ist in erster Linie Stress, aber der lässt sich aus vielerlei Gründen nicht einfach so abstellen.

Zu viel Ausruhen fördert allerdings wieder nur das Gedankenkreisen.
Der übliche Teufelskreis, man kennts.

25.11.2022 07:21 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

KampfderAngst
@Hypoxonder was sind das denn für Gedanken, wenn ich fragen darf ?

Mir persönlich hilft ausruhen zur Zeit. Hatte aber auch Phasen, wo es mir ging wie dir - Angst vor meinen Gedanken.
Allerdings sollte man ab und zu auch mal hinhören.

25.11.2022 07:37 • x 1 #18


moo
Guten Morgen @Hypoxonder,

wenn ich diesen Fred nochmal komplett überfliege, fällt mir auf, dass es vielleicht mal angeraten wäre, zu einem guten Chiropraktiker zu gehen und Deine komplette Wirbelsäule mal checken und ggfs. justieren zu lassen. Bei mir wirkt das immer Wunder, wenn ich so diffuse Schmerzen hab.

Bzgl. Deinem Wespen-Hosen-Traum. Mit Träumen habe ich mich früher viel beschäftigt, von C. G. Jung über aktuelle Schulmedizin bis hin zu teils esoterischen Deutungssystemen. Bei mir blieb damals (für mich) hängen: Träume sind in der Summe eine akute Bestandsaufnahme Deiner Stimmung. Die Details (wie z. B. Wespen) sind weniger relevant, also sie stehen nicht als Metapher für irgendetwas oder so. Man soll sich nach dem Aufstehen Gedanken darüber machen, welche Stimmungen im Traum vorherrschend waren (z. B. Verwirrung, Ratlosigkeit, Unübersichtlichkeit, Zeitnotgefühl, Enge, Auswegslosigkeit etc.).

Der Traum drückt also eine akute Gesamtsituation Deines Erlebens aus. Sozusagen eine kurze SMS aus Deinem Unterbewusstsein . Das ist ja immerhin etwas.

Die Details sind lediglich z. T. völlig aus den bewusst erlebten Zusammenhängen gerissene Sinneseindrücke (zu denen auch Gedanken zählen), meist vom Tag vor dieser Traumnacht.

Du kannst ja mal mit dieser Hypothese Deinen oder einen künftigen Traum analysieren - vielleicht bringt´s Dich irgendwie weiter.

25.11.2022 07:51 • x 3 #19


Hypoxonder
Ich schick hier mal ein Track rein der mein Gefühlsleben ziemlich gut beschreibt. In Worte kann ich das nicht fassen.
Musik war schon immer ein starke Form für mich sich auszudrücken. Musik und Bilder (Fotografie). Beides selbst bis zum völligen Zusammenbruch exerziert.
Musik heilt meine Seele und kann meine Seele zerstören. Deswegen hab ichs auch gelesen (aktuell) selber welche zu machen weil das leider nicht gut endet im Output. Das ist zu anstrengend. Ich kann auch sehr gut nachvollziehen wie der gemeine Künstler an sich dazu neigt durchzudrehen. Hab btw. auch (freie) Kunst studiert

Bei dem Track könnte ich wirklich heulen und lachen zu gleich.
Der beschriebt perfekt auch meine Sehnsucht nach den 80ern und den frühen 90ern.
Den Kitsch nehme ich gern mit, wobei ich immer nie so richtig was mit dem Begriff anzufangen weiß / wusste.
Bitte schön:
PS: Ich kram jetzt mal meine Playlisten der letzten Jahre hervor die mir (gute Stimmung) machen. Vielleicht habe ich die und das zu sehr vernachlässigt.

25.11.2022 13:40 • #20



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Mira Weyer