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Crossi
Mitglied

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Hallo, mein Name ist Sophia und ich bin 28 Jahre alt. Seit mehreren Jahren leider ich an einer dissoziativen Störung und einer Angststörung. Zusätzlich habe ich mit Aufregung zutun. Ich mach mir über verschiedene Situationen zu sehr einen Kopf, steigere mich da hinein und mach mir zu sehr negative Gedanken. Dadurch wird die Situation immer schlimmer und ich reagiere mit verschiedensten körperlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und Schwindel. Manchmal ist es so schlimm, dass ich eine Panikattake bekomme.
Körperlich wurde bei mir alles durchgecheckt, wo zum Glück alles in Ordnung ist. Ich begann 2023 mit einer Verhaltenstherapie wo ich Einzeltherapie bekam. 2024 war ich stationär in einer psychosomatischen Klinik. Danach ging es mir viel besser und ich hatte alles gut im Griff.
Mitte 2025 ging es mit Kreislaufproblemen, Schwindel und der Angststörung wieder los. Ich setzte die Einzeltherapie fort aber diese lief dann aus. Nun habe ich Gruppentherapie, die aber nur sehr selten stattfindet. Ich habe mir eine Selbsthilfegruppe gesucht aber auch diese findet nur unregelmäßig statt. Habt ihr Tipps oder Ideen was man sonst noch machen kann?

22.01.2026 #1


13 Antworten ↓


Binchen95
Wenn du stationär warst hast du ja sicher auch Achtsamkeit und Entspannungsübungen gelernt oder? Falls nicht kann ich dir das empfehlen, nach meinem klinikaufenthalt ging es mir damals auch am besten aber irgendwann musste ich einfach für mich lernen das nicht mein Umfeld ( Klinik, Therapeute, Gruppen etc ) für meinen Erfolg verantwortlich war sondern ich, schlechte Phasen werden immer wieder mal kommen wir müssen nur alles was wir gelernt haben umsetzen. 😊 mir hilft aber zb auch der Austausch hier immer sehr, man fühlt sich immer so alleine mit den Krankheiten dabei sind wir so viele und können uns so toll gegenseitig unterstützen.

x 3 #2


A


Suche Möglichkeiten im Umgang mit Angststörung

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MoniHofft
Hallo Sophia, willkommen im Forum! Deine Symptomatik kommt mir sehr bekannt vor, ich leider auch unter einer Angststörung und einer dissoziativen Störung. Bist du bei einem Psychiater in Behandlung? Meiner Erfahrung nach können Medikamente eine gute Unterstützung im Heilungsprozess sein.

Wenn du keine Medikamente nehmen möchtest, würde ich dir (neben den von meiner Vorrednerin empfohlenen Achtsamkeits- und Entspannungsübungen) auf jeden Fall leichte sportliche Betätigung empfehlen. Das kann gut dabei helfen, sich wieder mehr zu spüren und Adrenalin bzw. Energie abzubauen. Allerdings würde ich dir raten, dich davor einmal beim Hausarzt durchchecken zu lassen und körperliche Erkrankungen auszuschließen, gerade bei Schwindel und Kreislaufproblemen will man ja kein Risiko eingehen, dass der Sport das verschlimmert.

Es kann auch nicht schaden, einmal ein großes Blutbild machen zu lassen. Mangelerscheinungen (vor allem bei Vitamin B, Vitamin D, Eisen und Magnesium) können viele blöde Symptome hervorrufen oder verstärken.
Alles Liebe für dich🌸

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C
@Binchen95
Hey, ich danke dir für deine liebe Antwort.
Ja, ich hab Achtsamkeits- und Entspannungsübungen gelernt. Nutze dafür auch eine App (7 Mind) mit der ich sehr zufrieden bin und die mir gut weiter hilft.
Ich denke, dass mir momentan eine Einzeltherapie nochmal viel bringen würde. Kennst du dich damit aus, wie ich vielleicht nochmal eine bekommen könnte?

#4


Logo
So ein Rückfall, setzt ja immer voraus, dass es auch mal vorwärts ging.
Also überlege, was dir beim Vorwärtskommen geholfen hat und nutze diese Erfahrungen.

Wie geht man allgemein damit um?
Manche kämpfen wie wild dagegen an, andere versuchen sich damit zu arrangieren.
Das Effektivste ist so ein Mittelweg, ein seelisches Gleichgewicht und am erfolgreichsten ist so eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamente.

Es gibt immer mal wieder Dinge, die man nicht beeinflussen kann und die bringen dieses Gleichgewicht durcheinander, also sind Rückfälle vorprogrammiert, aber nicht zum verzweifeln.

Wenn dir die Einzeltherapie geholfen hat, dann versuche eine zu bekommen und dich so wieder mental zu stabilisieren.

x 1 #5


C
@MoniHofft
Hey, vielen Dank für deine liebe Antwort.
Nein ich bin derzeit in keiner Behandlung bei einem Psychiater. Ich hatte damals ein Medikament (Escitalopram) aber das hat meine Symptomatik leider nur noch verschlechtert.
Mein Hausarzt hat mich damals komplett durchgecheckt und ist der Meinung, dass ich körperlich komplett fit bin und es was Psychisches ist.
Ich wünsche dir ebenfalls Alles Gute lachen

#6


Binchen95
@Crossi falls du gut englisch kannst empfehle ich dir auch die Dare App und eventuell das dazu gehörige Buch. Das hat mir beides ungemein geholfen. Für eine einzeltherapie würde ich dir empfehlen die Therapeuten in deinem Umkreis abzuklappern, die Wartelisten sind leider überall lang und man muss sich ja auch mit dem Therapeuten verstehen, manchmal passt die Sympathie einfach nicht.

x 2 #7


C
@Logo
Ich danke dir für deine Antwort.
Diesen Mittelweg versuche ich gerade noch für mich herauszufinden.

x 1 #8


C
@Binchen95
Danke für deinen Tipp. Ich kann bloß leider nicht so gut Englisch zwinkern Kannst du zufällig auch was in Deutsch empfehlen?

#9


Binchen95
@Crossi eine App habe ich noch die heißt Rootd

x 1 #10


Darkshadow
Hallo @Crossi,

du kannst direkt eine neue Psychotherapie beantragen, wenn du die Therapieform wechselst. Wenn du vorher Verhaltenstherapie gemacht hast, kannst du direkt auf tiefenpsychologisch fundierte Therapie wechseln oder andersherum.

Außerdem kannst du deinen Hausarzt bitten, dir ambulante psychiatrische Pflege zu verschreiben. Da bekommst du dann einen Betreuer zugeteilt, der zu dir nach Hause kommt und mit dem du die Zeit ganz nach deinen Bedürfnissen nutzen kannst (Gespräche, Spaziergänge, Post und Behörden und noch vieles mehr). Diese Maßnahme ist zumeist auf 3 bis 4 Monate begrenzt, hilft aber erstmal bei der Stabilisierung und bei der eventuellen Wartezeit auf einen neuen Therapieplatz.
Du warst ja schonmal stationär: Das ist so eine Art Co-Therapeut/ Bezugspfleger für zu Hause.

Ansonsten möchte ich auch nochmal unterstützen, was @Binchen95 geschrieben hat: die Umsetzung von dem, was man bereits gelernt hat. Das fällt manchmal schwer, ich weiß. Aber ganz oft hat man schon viel mehr an Kompetenzen erlernt, als man sich zutraut. Gerade wenn dann die therapeutische Unterstützung wegbringt, kann das zunächst sehr verunsichernd sein. Aber du hast schon einiges gelernt, die praktische Umsetzung wird mit Übung und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zunehmend leichter.

Alles Gute für dich 🍀! LG

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C
@Binchen95 vielen Dank, die werde ich mir mal anschauen.

#12


A
Mir geht es gerade genauso.

Rückfall nach Jahren.
Derzeit arbeitsunfähig. Mit Medis angefangen. Termin beim Psychiater gemacht. Suche jetzt aktiv nach Therapeutin.

#13


Binchen95
@Crossi gerne, ich drücke dir beide daumen das es schnell wieder bergauf geht

#14


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