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hase87
Hey ihr da draussen,

meine name ist M. ich bin 26 und wohne in NRW.
Mit 18 wurde ich zum ersten Mal psychisch auffällig. Sprich: ich hatte meine erste depression.
Diese Phase dauerte ca 2 Jahre an bis ich 20 war.
Durch verschiedene einflüsse ausserhalb wurde ich dann halbwegs stabil. lehnte sogar eine psychotherapie ab.
bis 2011.
Im Jahr 2011 kam meine Angststörung so richtig durch und ich hatte plötzlich angst verfolgt zu werden, angst dass man mir alles klaut und mir mein hab und gut,
was nicht viel ist, entnimmt.
Ich war immer der in der klasse vorne sitzer weil man mich hinten nicht wollte.
Während der ausbildung, in einer klasse mit 15 Frauen und 2 weiteren Männlichen Kollegen wurde es mir dadurch nicht viel leichter gemacht.
Ich bekam von tag zu tag mehr angst dass man mich bewertet mich in eine schublade steckt und nichts mit mir zu tun haben will.
so kam es auch.
ich war der aussenseiter und jedem mit dem ich ein Gespräch anfing hat es direkt weiter erzählt egal wie unbedeutend es war.
Dies führte dann zwangsläufig zu einem kleinen Burnout indem ich durch die Hilfe einer aufmerksamen Sozial arbeiterin die ich aus meiner Jugend kannte quasi Hilfe bekommen habe.
ZWar nicht von ihr persönlich aber sie kannte da eine kollegin die sich auf den psychosozialen Bereich spezialisiert hatte.
Diese besuchte ich dann in regelmäßigen abständen und konnte meine angst in den Griff bekommen. Sie war immernoch da und immernoch aktiv aber ich konnte sie beherrschen.
dies ging dann soweit gut bis mein vater plötzlich verstarb und ich alles allein regeln musste. Meine Mutter war zudem zeitpunkt nicht für mich da.
Ende 2010 und mit beginn 2011 begann ich dann doch endlich eine Psychotherapie die ich bis heute habe.
Meine Angst beherrscht meinen alltag. Angst vor ablehnung durch arbeitskollegen, angst davor fehler zu machen, angst davor zu versagen.
Ich habe schon viele sitzungen in der einzeltherapie gemacht.
nun bin ich auf der suche nach einer gescheiten gruppentherapie um meine Angststörung endlich unter kontrolle zu bekommen.

Ich schaue sogar regelmäßig in den rückspiegel um zu sehen ob ich verfolgt werde.
Ich hinterfrage mich ständig ob ich etwas vergessen habe.
Ich habe angst ans handy zu gehen weil ich denke dass die arbeit anruft und mich kündigen will.

ich bin 2013 100km von meinem geburtsort gezogen weil ich dachte ich würde es dort einfacher haben. einfacher in einer fremden Stadt ohne freunde bei einem Fremden arbeitgeber in einer noch viel fremderen und größeren stadt als in der in welcher ich derzeit wohne.

Meine Tabletten die ich seid 2010 nehme habe ich im november leichtsinniger weise abgesetzt und seid februar 14 nehme ich sie wieder.
Grund: panikaatacken und ansgt ohne ende.
Ängste die ich weder erklären noch beschreiben kann.

es stellt sich ein gefühl von hilflosigkeit und allein sein ein. Ohne das ich wirklich alleine bin.

Kennt ihr das auch?
Bin ich doch normal oder doch einfach zu besonders?

würde mich über antworten freuen.

19.02.2014 13:08 • 06.03.2014 #1


13 Antworten ↓


Hallo hase,

kam die Angst verfolgt zu werden einfach so?
oder wurdest du echt mal verfolgt? Und wie ist das mit der Angst das du bestohlen wirst, ist dir das mal passiert?
das mit den Außenseiter kenne ich auch. ich habe mich wegen meiner sozialen Ängste sehr zurück gezogen in der Schule oder habe mich ängstlicher verhalten. leider ist es den Mitschülern sofort aufgefallen und da hatte ich diese Rolle schon. das ist echt fies wie manche dann mit einen umgehen in der Schule!
Aber es gibt auch ganz liebe Menschen die einen nicht schlecht bewerten, das muss ich mir aber auch immer wieder sagen!

das deine Ängste schlimmer geworden sind, nachdem dein vater gestorben ist, ist ja wohl klar. das ist ja auch heftig ein Elternteil zu verlieren. Und sehr sehr schlimm!
Es ist aber gut das du danach Hilfe bekommen hast und jetzt auch noch ein/e Therapeut/in hast.
das mit der gruppentherpie klingt ebenfalls sehr gut. hat dir das dein/e Therapeut/in vorgeschlagen oder kamst du alleine auf diese Idee?
Meistens findet man so Selbsthilfegruppen durch so gesundheitsämter oder so. Da habe ich auch mal eine Selbsthilfegruppe drüber gefunden, also ich hatte da mal nachgefragt ob es eine gibt für soziale Ängste...und habe da eine gefunden drüber..die wissen ja so wo so gruppen sind

ist es denn jetzt einfacher für dich in der fremden Stadt wo du hingezogen bist oder schwieriger für dich? Oder gleich schwer? hast du schon freunde gefunden? oder Kontakte?

Es ist gut, das du deine Tabletten wieder regelmäßig nimmst!Dann werden sie bestimmt auch bald wieder wirken richtig, wenn du sie erst seit diesem Februar nimmst, müssen sie ja erst einmal wirken!

ich habe auch viele Ängste, wo ich mich immer wundere wie die zu Stande kommen oder warum sie so heftig sind.
Du bist normal! Du hast halt nur ein paar Ängste und dadurch eine krankheit, aber du bist Normal!
Wie wir anderen hier in diesem Forum!


Mit lieben Grüßen,
Delphin

19.02.2014 16:46 • #2



Soziale Phobie und Angst missverstanden zu werden

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hase87
Hey Delphin,

ich wohne nun fast 5 monate hier und kenne keinen Menschen hier.
das macht die sache ja so unglaublich schwer. Ich hatte mir vorgestellt dass e einfacher werden würde dementsprechend waren meine erwartungen an mich auch hoch. Einen einzigen Kontakt hatte ich gefunden aber der verläuft grad auch mehr oder weniger im sande.

Die tabletten wirken naja solala. Meine ängste und die angst an etwas schuld zu sein bleibt stabil in ihrem level. Es ist mal mehr und mal weniger. Quasi wie bei einer manischen depression. Hatte meine Tabletten nach 1 monat hier sein willkürlich und unbedacht abgesetzt und bin seid januar wieder voll daneben.
Ich habe in der zeit von november bis januar regelmäßig andere substanzen auf pflanzlicher basis konsumiert, weil ich dachte die wirkung bzw das wirkungsspektrum sei das gleiche. Bis auf die Tatsache dass medikamente gezielt wirken und das andere zeuch halt nicht.

Meine Ängste sind begründet auf das verhalten meiner mutter in meiner kindheit, so mein Therapeut.
Und ich werde, so mein therapeut auch in meinem weiteren leben immer wieder damit zu kämpfen haben und oder immer wieder auf medikamente angewiesen sein die mich runter bringen.

Ich seh mich selbst mittlerweile nicht mehr wirklich als Krank an sondern viel mehr als gestört. Es ist ne störung für mich.
Ja cih weiß nach WHO ist eine störung nur 6 wochen aber durch die therapie habe ich viel gelernt.

was mir fehlt sind räume zum erproben wie ich auf andere wirke. Zu lernen dass auch meine Aussagen und Tätigkeiten hand und fuß haben, sodass ich mich selbst für voll nehmen kann.

ob ich verfoglt wurde weiß ich nicht genau kann auch ne nebenwirkung sein von irgendetwas.

ich weiß nur dass einen tag vor der beeerdigung meines vaters ein anruf kam der bedrohlich auf mich wirkte. Ich habe den damals nicht angenommen sondern mein stiefvater und anstatt mti mir darüber zu reden und mich zu beruhigen ging er zu bett und lies mich damit alleine.
Ich hab damals schon wieder begonnen mit dem Konsum von pflanzlichen mitteln aber nach einem jahr auch n jahr pause gehabt. dann 2012 nach den Prüfungen nach der Ausbildung habe ich wieder angefangen und seitdem mehr oder weniger regelmäßig autoaggressiv gehandelt.
Jetzt muss ich irgendwie damit klar kommen.

Ich danke dir für die anteilnahme Delphin
freue mich auf weitere nachrichten
LG
Hase87

21.02.2014 11:11 • #3


Hallo hase,

oh, ja das kann ich mir vorstellen, dass es ohne Kontakte so schwer ist. Aber wenn du so was wie eine gruppentherapie suchst, dann könnte es sein, das du da ja auch menschen kennen lernst. Könntest du dir sonst so was wie einen sportverein suchen vorstellen? Also macht die irgendwas an Sport spaß und könntest du es dir vorstellen irgendwo hinzugehen? ich weiß wie schwer das ist, habe mir auch mal Tanzen rausgesucht und gehe da immer noch hin. Also ich mache Zumba, das ist dann tanzen nicht als paartanz. Aber da kann man echt Menschen kennen lernen, also beim Sport...oder so was wie ein Fitnessstudio?
Warum verläuft der kontakt nicht ganz so gut?

Ich denke wirklich, das deine Medikamente erst einmal wieder richtig wirken müssen. haben die dir denn damals gut geholfen, bevor du sie abgesetzt hattest? Wenn ja, musst du echt warten bis die Wirkung wieder da ist...oder dann irgendwann erhöhen wenn das geht.
Ja bei manchen gehen bestimmt auch pflanzliche Medikamente, aber ich denke dafür muss man stabiler sein und nicht so starke Ängste haben.

Dann weißt du ja in etwa, woher deine Ängste kommen. bestimmt wirst du aber damit immer besser lernen umzugehen, mit deinen ängsten. man kann lernen mit seinen Krankheiten oder Ängsten umzugehen. Und vielleicht wird die eine oder andere Angst auch irgendwann besser. Das schwierige ist halt das man sich trauen muss, seine ängste zu besiegen bzw. nicht alles vermeiden kann und darf.
Viele müssen Medikamente nehme, und wenn sie helfen ist es doch okay sie länger zu nehmen.

Du kannst in gruppentherapien, wenn du es vor hast dothin zu gehen, dich ausprobieren. Wie du auf andere wirkst oder wie du dein verhalten ändern kannst ect.
wie du mutiger werden kannst und auf andere zugehen kannst..

Okay, das kann ja auch Ängste auslösen, so ein bedrohlicher Anruf. Wichtig ist immer dann natürlich darüber zu reden. Damit man nicht alleine ist damit. Was war es denn für ein bedrohlicher Anruf? Magst du darüber berichten?


Mit lieben Grüßen,
Delphin

21.02.2014 17:03 • #4


hase87
Du klingst so positiv und selbst sicher.
hast du so gar keine Beschwerden mehr oder Beschwerde frei?

22.02.2014 01:12 • #5


hallo hase,

danke, ich glaube ich werde rot !
Ja, es klingt vielleicht selbstsicher, aber so bin ich eigentlich gar nicht. ich bin die Unsicherheit in Person ! Aber ich versuche mit den Ängsten positiver zu denken langsam. In einigen bereichen ist meine soziale Angst schon besser geworden, das ist schön! daran sehe ich das es geht, aber halt nur Schritt für Schritt!

ich habe viele beschwerden und ängste noch. Zu viele. habe in den letzten jahren viel Therapie gehabt und werde es auch noch länger haben müssen, da ich einfach viele problembereiche noch habe.
Aber einige Dinge, wie meine Depression und meine sozialen Ängste sind schon ein wenig besser geworden. Und wenn ich mir das ab und zu mal vor Augen führe sehe ich halt das es gehen und klappen alles kann ! Und das kann mich positiv fühlen lassen !

Mit lieben Grüßen,
Delphin

22.02.2014 17:34 • #6


hase87
Hey delphin
Ich versuche auch mehr daran zu arbeiten dass meine Ängste weniger werden.
Glaubst du auch, dass wir Ängste minimieren können wenn die Ansprüche weniger werden?
Schau mal wenn ich weniger von anderen erwarte und dann froh bin wenn er mir etwas gibt womit ich ja dann nicht rechne
Ist es doch umso erfreulicher. Ok das wissen über Erwartungen kann man ja haben was man quasi erwarten könnte aber es von den meisten
Einfach nicht zu erwarten. Verstehst du was ich meine?

Positiver denken muss ich ebenso lernen aber ich kann es nur lernen wenn ich Erfahrung mit gewissen methoden und
Situationen habe. Das erproben von positivem denken muss vor dem ziel erst sein

Sprich der weg ist das ziel. Der weg stellt das erproben von positiven denken dar und die postive Haltung daraus ist das ziel eo man nie
ankommen wird da niemand perfekt sein kann also befinden wir uns stetig auf
Oft unbelannten wegen deren ziel nicht immer für jeden klar ist.

Hoffe du verstehst mich.

Liebe grüße
hase87

22.02.2014 23:12 • #7


Hallo Hase,

das ist gut, dass du daran arbeitest ! Du meinst, wenn wir an uns weniger ansprüche stellen? oder wenn andere menschen an uns weniger Ansprüche stellen? Also das letzte können wir ja nicht so ändern selbst. Nur anders damit umgehen. Und das erste, ja das könnten man ändern. Aber ich finde es schwer, bei mir den Anspruch zu senken. ich bin da sehr anspruchsvoll und erwarte viel von mir. ich wüsste und weiß auch das wenn ich lieber und nicht so anspruchsvoll mit mir umgehen würde, manchmal besser wäre, aber das bekomme ich ganz schlecht hin. ich habe dann immer ganz schnell das gefühl ich habe versagt oder mich nicht doll genug angestengt, deshlab ist da so ein hoher anspruch an mich selbst.
Mir haben schon viele gesagt, das wenn man nicht so streng mit sich umgeht, die Dinge leichter sehen kann.
Schaffst du es denn, netter mit dir umzugehen oder nicht so viel von dir selbst zu erwarten? Wenn ja, bist du schon einen großen Schritt weiter als ich

das stimmt, der Weg ist das Ziel. Wäre schön allerdings, wenn manchmal ein Ziel mehr erkennbar wäre. Bei manchen Situationen kann man das Ziel ja schon erkennen, aber bei einigen Dingen macht man sich auf den Weg und kann nur hoffen das man zum Ziel kommt und auch so wie man es sich erhofft...

Mit lieben Grüßen,
Delphin

23.02.2014 21:35 • #8


hase87
Hey Delphin,

ich bin in der letzten Zeit ziemlich tief gefallen so rein emotional und angst bedingt daher kam keine nachricht mehr von mir.

Wie es dazu kam weiß ich leider nicht. Irgendwie war mir alles zuviel und ich konnte mich nicht aufraffen irgendwas zu machen.
Zudem wirken meine Medis grad irgendwie noch nicht so richtig.

Wie ist es bei dir so?

04.03.2014 10:45 • #9


Hallo Hase,

das klingt bei dir jetzt aber nicht so super. Aber es ist sehr verständlich, dass du da nicht schreiben konntest. Können wir dir da irgendwie helfen? Du darfst hier gerne alles niederschreiben im Forum was dich bedrückt!

Warum war dir alles zu viel? hast du dir zu viel zugemutet oder einfach nur das gefühl es ist zu viel? Was hast du denn dann so gemacht, wenn dir alles zu viel war? Also hast du dir irgendeine Beschäftigung denn suchen können?
ich weiß das es ganz schwer ist sich dann noch aufzuraffen, aber es ist wichtig das man trotzdem seine Hobbys nachgeht. das gefühl spaß ist dann zwar nicht da, aber es wird irgendwann hinterher kommen. Es ist nur wichtig das du es trotzdem machst! ich weiß wie anstrengend das ist, musste das auch ne zeit lang machen und mich dazu immer wieder quälen.

ich hoffe das deine Medis mal so langsam wirken wieder. vielleicht solltest du noch zu mal zu deinem Arzt der die dir verschrieben hat, damit du mal erzählst das die noch nicht wirken. Vielleicht müssen sie noch höher gesetzt werden oder so..

Mir geht es gar nicht gut. habe sehr Angst um meine mutter. Diese Angst lässt mich kaum zur Ruhe kommen. Aber es muss ja irgendwie weiter gehen. Versuche meinen tagesablauf genauso weiter zu machen. ich merke aber das ich immer erschöpfter werde und auch mein Körper immer mehr sich einschaltet. Aber das könnte auch daher kommen, weil ich noch mehr mir in meinen tagesablauf gepackt habe als vor ein paar Wochen. mache das damit ich nicht nachdenken muss. und dabei weiß ich das es eigentlich nicht richtig ist. Aber es fällt mir schwer es sein zu lassen. Mache da immer wieder den gleichen Fehler und gehe schnell über meine grenzen im Moment.
Aber ich kann da so schlecht mit der Angst klar kommen...mir macht das alles angst wegen mama.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

04.03.2014 13:17 • #10


hase87
Hey Delphin, alles lag wohl am letzten Freitag.

Da ich Berufsanfänger bin kann ich mit gewissen Situationen im Arbeitsleben noch nicht so umgehen wie ich es gern würde. Dann nach Feierabend (ca 15 Uhr) kam noch hinzu, dass mein Bruder mir berichtete, dass meine Mutter am gestrigen Dienstag an der Lunge operiert wird. Sie haben den Verdacht auf Lungenkrebs. Und da ist am Freitag eine Welt zusammen gebrochen. Kannte das Szenario schon meinem Papa da hatte ich auch keinen Kontakt und zack Krebs und 5 Monate später verstorben. Da war der Freitag dann gelaufen. Ich hatte 7 Monate keinen Kontakt zu meiner mutter und war dann erstmal nur am heulen. Sie sagte meinem Bruder dass sie nun wo es ihr schlecht geht auch nicht bei mir angekrochen kommen möchte nur weil sie krank sei.
Ich hab dann beschlossen ich fahre die vielen km zu ihr und stelle mich dieser unglücklichen Situation. Das hat schon sehr viel Mut gebraucht. aber ich bin ein Mensch der das in solchen Situationen dann kann. Ich bin dann knapp 2 std auto gefahren und hab zwischendurch immer wieder geheult. Im Autoradio lief dazu PUR Abenteuerland. Das gab mir etwas Selbstvertrauen was ich sonst so gar nicht habe.
Bei meiner mutter angekommen stand ich vor der Tür klingelte und sie fragte wer da sei, darauf ich dass glaubste sowieso nicht. und dann war ich bis 23 uhr da. und dann erst um 00:30 zu hause und alles nach einem Frühdienst. insgesamt 20 Std wach. Und am Samstag war ich dann abends noch raus was trinken. Eigentlich unüblich für mich.

Vor Freitag hat mich viel mit der Arbeit beschäftigt. Ich habe dort 2 Monate ohne Medis gearbeitet. habe vieles direkt persönlich genommen weil mein Kopf eine Differenzierung nicht zugelassen hat und ich musste langsam durch die Medis lernen dass es nicht an mir sondern an meiner Beruflichen Rolle liegt die ich als Berufsanfänger noch nicht so ganz drauf habe aber stetig gute Fortschritte mache.

05.03.2014 11:19 • #11


Hallo hase,

das ist ja auch heftig, was du dann erfahren musstest. Klar, dass du da richtige Ängste hattest und dir das Horrorszenario schon vor Augen hattest!
Das tut mir Leid, das mit deinem Vater , ich hoffe deine Mutter wird den krebs dann besiegen !
Warum hattest du so lange keinen Kontakt mit deiner Mutter, wenn ich fragen darf? das muss schwer für dich sein, das du dann sowas erfahren musstest.

Mutig von dir, dass du da gleich hingefahren bist und dich der Situation gestellt hast. Hätten nicht viele gemacht!
Tja, manchmal können Lieder viel ausrichten in Momenten wo man sehr unten ist. Ich hole mir häufiger kraft aus Liedern, insbesondere wo du gerade die Gruppe Pur angesprochen hast, die haben texte die mich schon häufig wieder Hoffnung geben konnten.
das ist ja dann lange bei dir und deiner Mutter gewesen. habt ihr euch wieder ein wenig annähern können?
Das ist dann ja auch echt lange wie du wach warst.
Wie verlief ihre Operation? Ich hoffe doch mal gut?


das ist gut, dass dir die Medis da jetzt helfen und du sehen kannst, das du stetig gute Fortschritte machst. das heißt die Medis wirken langsam? Also wenn du es jetzt langsam so siehst, ist es doch ein Fortschritt finde ich.
Klar brauchst du als Berufsanfänger einen langsamen Anfang und kannst nicht sofort alles. keiner kann alles sofort wenn er irgendwo anfängt zu arbeiten!
Gebe dir da bitte zeit und versuche dich da nicht noch mehr unter Druck zu setzen!

Mit lieben Grüßen,
Delphin

05.03.2014 14:27 • #12


hase87
Hallo Delphin,

meiner mutter geht es soweit gut, mein Bruder hat mir heute morgen bescheid gegeben.
Tatsache ist jedoch, immer wenn wir uns angenähert haben, kam irgendwas von ihr was mich dazu veranlasst auf Distanz zu gehen oder mich schlecht zu fühlen.
Meine mutter ist mitunter ein Grund weshalb ich überhaupt diese ängste habe.
Wir hatte uns letztes Jahr zerstritten und daraufhin war ich genauso dickköpfig wie sie und habe mich auch nicht mehr gemeldet. Sie wusste auch nicht dass ich so weit weg gezogen bin.
Wir konnten das schon klären aber schuldgefühle bleiben immer noch etwas.
Ich höre eigentlich sehr viel musik. Casper Cro, dendemann, rammstein zum Abreagieren, usw.

Das größte Problem ist für mich die arbeitssituation. ICh bin dort immer sehr angespannt weil ich angst habe etwas zu vergessen was mir negativ ausgelegt werden könnte. DAs kenne ich so auch von meinen Eltern und der Schulzeit. Deshalb versuche cih es auf der Arbeit allen recht zu machen was mich natürlich unnatürlich und angespannt wirken lässt. ich versuche jedoch seid dieser woche weniger angespannt und lockerer zu sein. Versuche witze zu verstehen und mal mit zu lachen.
Es ist halt nicht alles so einfach zumal ich auch erst seid Mitte Dezember dort tätig bin.

Geht es dir denn soweit gut?.
Was machen die Ängste bei dir?

LG
Hase87

06.03.2014 11:43 • #13


Hallo hase,

das freut mich für dich, das es deiner Mutter soweit gut geht !
Das heißt du hast schon häufiger die Annäherung versucht? Wie meinst du es kam immer was von ihr, also das sie dich irgendwie verletzt immer hat mit Worten oder wie?
Okay, das klingt nicht nach einem einfachen verhältnis zu deiner Mutter. Das heißt ihr habt beide Probleme mit dem aussprechen nach einem Streit?
Wie hat sie da reagiert, das du weiter weg gezogen bist? Vielleicht tut euch dann auch Distanz beim Wohnort auch gut.
Warum hast du da Schuldgefühle?

Es ist gut, wenn du die Musik für dich als Ablenkung gefunden hast !So hast du dann etwas was dich beruhigen kann ! das ist sehr wichtig !

Wurde dir schon mal was negativ ausgelegt dort? Aber jeder Mensch kann mal was vergessen. und warum sollte es dir gerade passieren?! hast du wenn du pause bei der Arbeit hast, auch was zum ablenken was deine Anspannung wieder runter fährt? Du hast geschrieben du magst gerne Musik. Wäre das nicht etwas, dir in der Pause Musik anzuhören? Vielleicht senkt es deine Anspannung etwas.
Du musst es nicht allen Recht machen, auch wenn es früher von dir verlangt wurde! ich weiß das es schwer ist. ich versuche es auch allen recht zu machen.
Das freut mich das du versuchst mal mehr dann zu lachen, und mehr versuchst mit deinen Kollegen in gespräch kommen möchtest.
Klar, du brauchst noch Zeit um dort anzukommen !

nein, mir geht es überhaupt nicht gut. meine Ängste sind stark. ich mache mir viele Gedanken um meine Mutter.
habe angst das sie das alles nicht so schafft. gehe auch gleich wieder ins krankenhaus.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

06.03.2014 17:14 • #14



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Mira Weyer