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B

Badibu
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Hey, ich lese schon seit einiger Zeit hier im Forum mit und dachte mir, ich stell auch mal eine Frage Smile

Ich habe seit dem ich 15 oder so bin, eine Generalisierte Angststörung im vollen Ausmaße, Depression, Panikstörung, Somatoforme Störung, und was weiß ich noch alles.
Damit zu leben ist sehr schwierig, dennoch muss ich sagen, das die Verlagerung der Angst und der Probleme auf den Körper für mich das allerschlimmste ist.
Ich lese des öfteren, dass Menschen mit einer Generalisierten Angststörung, eben auch gewisse Symptome haben, aber die kann man meistens an ein oder zwei Händen abzählen.
Bei mir ist das nicht so. Ich könnte es nichteinmal aufzählen, da es so viele sind.
Jedes Organ, jeder Sinneseindruck, quasi jeder Bereich meines Körpers ist von Symptomatiken betroffen.
Seien es die Augen, Ohren, Nase, Mund, Haut, Magen, Herz, Kopf, Beine, Blase
Überall habe ich Symptome.
z.B. Ich habe sehr schwere Sehstörungen, ich hatte in der Vergangenheit auch ein Erlebnis wo ich kurzzeitig erblindet bin, ich habe Visual Snow, ich sehe tausende Punkte vor meinen Augen ständig flackern, ich habe oft Migräne Aura artige Zustände, wo ich totale Sehstörungen habe, wie zb der Himmel der ja blau ist, verfärbt sich nach dem Blinzeln in rot/rosa für eine Sekunde. Oder ich habe ein Flackern in den Augen, Bewegende Objekte ziehen Lichtschweife hintersich her. Formen brennen sich quasi ein, und verbleiben im Gesichtsfeld, oft als negativ abdruck. Nach dem Aufwachen sehe ich oft matrix ähnliche formen, als wäre ich auf einem DMT Trip. Total wahnsinnig. Alleine bei den Augen/Sehen habe ich so viele Symptome, ich kann sie gar nicht aufzählen.
Augen arzt sagt alles ok, neurologe sagt alles ok, mrt/ct unauffälig
Dann gibts natürlich auch die Symptome die die meisten haben, Schwindel, Bewegungsstörungen, das Gefühl das der Boden wegkippt, Sinustachykardien, Extrasystolen, das Gefühl keine Luft zu bekommen, Kalte Füße, Zittern, Brain Fog, Reizdarm, Reizblase und Magen. Ein ziehen in der Brust. Das komplette Programm eigentlich. Und das geht jetzt seit fast 10 Jahren schon so und es hört einfach nicht auf. 24/7!
Ich leide noch an anderen Symptomen wie, keine Energie, ständige Angst, Muskelzucken, generelles Zucken, Schmerzen am Körper, Hörstürze, Tinnitus, Kribbeln in Gliedmaßen, Konzentrationsprobleme, Probleme bei der Wortfindung/beim Sprechen, ständig Müde, Verwirrtheit, Schwitzen, Nachtschweiß, Temperaturempfindlichkeit. . und so weiter
Ich muss dazu sagen dass die Symptome immer rotieren. Das heißt gewisse Symptome treten auf, sagen wir Neurologische Probleme, bis ich zum Arzt gehe und es abklären lasse, und er mir sagt dass da nichts ist, dann verschwindet es, und etwas anderes tritt auf, zB extremes Herzstolpern, ständiger puls um die 120-140, also eben kardiovaskuläre Symptomatiken. Wenn das abgeklärt ist, dann kommt eben wieder was anderes. Und zu dem habe ich halt meine Grundsymptome die nicht rotieren, und generell immer anhaltend sind, wie zB so ein Nervenziehen im Solarplexus.

Körperlich bin ich gesund laut Internisten/Kardiologen

Was könnte man da am besten machen?
Hat jemand ähnliche Probleme und kann mir tipps geben?, bzw gibt es Medikamente die bei so einer Vielzahl an Symptomen helfen können?

Liebe Grüße

20.05.2020 x 3 #1


55 Antworten ↓
A

anxiety24h
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Hallo Forum

Nachdem ich hier viel gelesen habe, möchte ich meine Erfahrungen mit euch austauschen. Bei mir wurde vor 5 Jahren eine generalisierte Angststörung mit Panikattaken diagnostiziert. Ursache und Auslöser unbekannt. Möglicherweise Stress und einige negative Erfahrungen, die das Fass schlussendlich zum Überlaufen gebracht haben. Der Grundzustand variert von einigermassen OK und erträglich bis miserabel - wohlbemerkt 24h am Tag. Die Lebensqualität ist deutlich beeinträchtigt und erfordert extrem viel Kraft und Durchhaltewillen.

Welche Angst-Symptome habe ich durchgehend:
- Benommenheit
- Verschwommene Wahrnehmung der Umgebung
- vereinzelt Übelkeit
- Klos im Hals
- Unruhe, manchmal als würde der Körper von Innen her zittern
- Erhöhter Puls (anfänglich Ruhepuls von 100-120 über Wochen und Monate), teilweise Herzrasen
- Empfindungsstörungen wie Kribblen, Wärme-/Kältegefühle etc.
- in ruhigen Phasen vermehrtes Aufschrecken, auch vor dem Einschlafen gelegentlich
- gelegentlich leichte und ausgewachsene Panikattacken
- viele andere Symptome, welche ich aber als vernachlässigbar empfinde

Meine aktuelle Medikation:
- Escitalopram (10mg SSRI)
- Mirtazapin (30mg SRNI)
- Valdoxan (25mg)
- Laitea Lavendelölkapseln (4 Stück täglich pfanzlich)
- Lorazepam 0.5-2mg als Notfallmedikament (Benzo)

u.A. schon probiert :
- Setralin (SSRI)
- Opipramol (trizyklisch)
- CBD Öl (pflanzlich)
- Vitango (pflanzlich)
- und viele SSRI und SRNI Gifte mehr

Ich habe festgestellt, dass viele SSRI und auch andere AD's als Nebenwirkung eben die Angst, Unruhe etc. weiter pushen können. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass AD's bei mir lediglich in halbwegs humaner, i.d.R. die halbe empfohlene Maximal-Dosierung eine gewisse Wirkung erzielen.
Escitalopram hatte ich seinerzeit bis 50mg hochgefahren, die Folgen waren schwerwiegend, absolut nicht zu empfehlen. Bei 10mg ist zwar die Angst nicht viel besser, allerdings ist eine gewisse Antriebssteigerung auszumachen.
Mirtazapin war mein erstes AD überhaupt und wurde mir ruck zuck ambulant verschrieben. Zeigte bei mir keinerlei Wirkung gegen die Angst, ich nehme es lediglich noch zum Ein- und Durchschlafen. Die Sedierung tritt bei mir 60 Minuten nach der Einnahme ein.
Setralin zeigte keine positive Wirkung, die Unruhe und Angst wurde noch stärker, daher wieder abgesetzt.
Opipramol ein älteres AD musste ich infolge angeblicher Kontraindikation zu Escitalopram/Setralin wieder absetzen. Zeigte bei mir keinerlei Wirkung.
Valdoxan und Lavendelölkapseln hat zu einer deutlichen, spürbaren Verbesserung geführt. Nehme aktuell 25mg Valdoxan und 4 Kapseln Lavendelöl von Laitea (Laisea).
CBD-Öl kann ich aus meiner eigenen Erfahrung nur davon abraten. Nach 2-wöchiger Einnahme traten bei mir vermehrt ausgewachsene Panikattacken auf. Möglicherweise hat dies einen Zusammenhang mit dem geringfügigen Anteil THC zu tun - ich weiss schon, die Menge ist sehr gering. Für mich hat sich CBD definitiv erledigt.
Vitango keinerlei Wirkung

Was hat mir sonst noch oder eben nicht geholen:
- Psychotherapie: NEIN, nach 2 Jahren intensiver Behandlung wieder aufgegeben
- Gut schlafen: absolut wichtig in meinen Augen, damit die Energiereserven aufgeüllt werden können.
- Gesunde Ernährung und Gewichtkontrolle: definitiv JA und meines Erachtens elementar. Aktuell ergänze ich zusätzlich Eisen, Magenesium und sonstige Vitamine. In schlechten Phasen neige ich dazu, vermehrt ungesundes Zeug in mich reinzustopfen. Back to the roots!
- Kein Alk., am besten auch auf Nikotin und Koffein verzichten. Bei starken Rauchern habe ich gehört, dass der Plasmaspiegel der Medikamente gedämpft werden kann (ab ca. 10-15 Zig. pro Tag). Ich selber Raucher, habe meinen Konsum massiv zurückgefahren, leider komm ich davon (noch) nicht ganz weg.
- Bewegung, Kraft- und Kardiotraining: definitiv JA, die freigesetzte Energie bei Angst und Panik sollte man für sich nutzen! Viele Symptome bei sportlicher Aktivität sind mit deren der Angststörung zu vergleichen. Das Hirn und das Unterbewusstsein checkt dann auch, dass es nicht immer schlecht sein muss, einen erhöhten Puls zu haben und etwas intensiver zu atmen.
- Ablenkung: Insbesondere zu Anfang einer GAZ hat mir das ziemlich gut über den Tag geholfen. Macht etwas, was euch Freude bereitet - ganz egal was und was andere darüber denken. Macht das, worauf IHR Lust habt. Nur auf der Couch rumliegen und Symptome beobachten macht die Situation nicht besser!
- Neurogenes Zittern: absolut empfehlenswerte Erfahrung! Insbesondere für Menschen, die ein traumatisches Erlebnis hinter sich haben. Mir hilft es recht gut, auch die einsetzende Entspannung nach dem Zittern ist genial.
- Panikattacken: versuchen ruhig zu bleiben und für mich ganz wichtig länger aus- als einatmen. Auf keinen Fall nervös rumirren, dies verschlimmert die Situation.

Das war ein Schnelldurchlauf meiner gemachten Erfahrungen. Natürlich sehr oberflächlich und keineswegs abschliessend. Wünsche hier allen viel Kraft, SELBSTVERTRAUEN und ein starkes Kämpferherz! Möglicherweise werden wir die Symptome respektive die Krankheit nie ganz loswerden aber zumindest sollte man alles daran setzen, die Lebensqualität zu steigern und Freude am Leben wieder zu erlangen.

10.02.2020 11:58 • x 7 #23


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So viele somatoforme Symptome durch Angststörung?

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Bernd64

Bernd64
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Guten morgen,

gestern habe ich mich durch eure Beiträge in dieser Rubrik gelesen.

Erst wollte ich nur Interesse halber in dieser Rubrik lesen.

Dann wollte ich erst auf die vielen Symptome eingehen aber sagte mir dann schlafe mal eine Nacht drüber.

Und jetzt wird es bestimmt ein etwas längerer Text... Sorry...

@Badibu ... Dein Einstieg (erster Beitrag in dieser Rubrik) hätte von mir sein können, vor 30 Jahren, ob wohl ich sicher bin das du eine ganz andere Kindheit hattest als ich.

Nun fällt mir in vielen Beiträgen auf, das es viel um die Angst die Panik und die Symptome geht aber wenig um die Ursachen.

Ich meine die wirklich tiefen Ursachen die sogar möglicherweise bei den meisten Menschen ähnlich sind.

Dazu betrachte ich in meinem Fall das alltägliche Verhalten das geprägt ist von Entstehung (Mutterleib auch da bekommen wir schon so einiges mit) Kleinkindzeit, Kindsein, Pupertät, erwachsen werden und erwachsenen sein.

Innerhalb dieses Pfades bekommen wir und damit meine ich nicht den bewussten Teil von uns so einiges an "Informationen", Erlebnissen, Traumata nicht nur über uns sondern auch über unsere Umwelt, Familie das dasein.

Und eines Tages bekommen (nicht alle aber es scheint mir immer mehr) wir ein ziepen hier ein drücken da, Angst, Panik , Unruhe und oder Depressionen.

Und wie Menschen so sind, versuchen sie verständlicherweise das Probleme erst von den Symptomen her zu begreifen.

Wenn dann soweit geklärt ist das es nicht durch etwas Organisches ist, wird dann die " Keule der Psyche " bemüht ohne zu klären was das eigentlich ist.

Ich versuche mal mit diesen Gedanken eine Anstoß zu geben ...

Wie glauben wir eigentlich, wie sich unser innerstes ich sich bemerkbar machen soll, wenn wir es Tag für Tag übergehen, ignorieren vielleicht sogar misshandeln.

Das Unterbewusstsein die "Seele" ist nicht in der Lage zu sprechen, sie kann Gefühle machen und auch via Nervensystem alle Arten an Symptomen bereiten. Sie kann das autonome System in uns steuern.

Evolutionär ist sie viel älter als das Bewusstsein und diese Form hat rund 400 Millionen Jahre mehr Lebenserfahrung aber eben kein Bewusstsein!

Früher haben die Menschen geglaubt die Seele ist im Herzen.

Wenn man der Seele zu wieder lebt dann spürt nan das oft in der Brust.

Es atmet sich schwer, es gibt so ein Druck, das Herz kopft stark und so weiter.

Aber auch gehen Gefühle durch den Bauch.

Wir kennen die Sprüche.. "Das ist mir auf den Magen geschlagen"

Werden die ersten der kleinen Symptome übergangen dann wird das "Seelengeschrei" größer bis hin zu Symptome die man sich nicht wünschen kann.

Die Erfahrung der letzten 100 Jahre was die psychische Betrachtung angeht hat sehr viele Fortschritte gemacht.

Aber wie wir alle mittlerweile merken auch ihre Grenzen.

Denn ohne unsere Seele oder wenn man so will unser unbewusstes ich mit ins Boot zu nehmen werden wir es schwer haben diese Symptome zu verstehen.

Früher haben die Menschen noch von Berufungen gesprochen daher ja auch der Name Beruf.

Und da hat auch noch jeder wahrscheinlich eine andere Berufung...

Vielleicht hilft es mal zu sehen was man selber für eine hat unabhängig von Geld und dem n.ckten überleben.

Dabei lasse ich es erst einmal und mache mir mal ein Heißgetränk...

Wahrscheinlich ein nicht Koffeinhaltigen Kaffee... Nicht das mein Herzklabastern sich wieder mehr meldet weil Koffein mir nicht gut tut.

Lieben Gruß an euch...

Ps: Symptome habe ich immer

11.04.2020 08:26 • x 2 #47


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Anuschka1102
Guten Morgen

Bist du in Behandlung? Psychiater oder Therapie? Nimmst du Medikamente ?

#2


B
Guten Morgen, ich habe nächste Woche endlich einen Termin beim Psychiater.
Therapie habe ich eine Zeit lang gemacht, eine Gesprächstherapie leider ohne Erfolg.
Medikamente nur einen leichten Betablocker, der Hilft ein wenig mit den Symptomen, da die Nerven ein wenig entlastet werden. Aber Hauptsächlich eben für die Extrasystolen und Sinustachykardien.

LG

#3


Anuschka1102
Ich hab auch somatoforme Störung.
Ich nehme seit September AD und das hilft auch bisschen gegen diverse schmerzen oder Symptome. Dazu habe ich angefangen mit Krafttraining und das hilft auch etwas.

#4


K
Zitat von Badibu:
Guten Morgen, ich habe nächste Woche endlich einen Termin beim Psychiater. Therapie habe ich eine Zeit lang gemacht, eine Gesprächstherapie leider ohne Erfolg.Medikamente nur einen leichten Betablocker, der Hilft ein wenig mit den Symptomen, da die Nerven ein wenig entlastet werden. Aber Hauptsächlich eben für die Extrasystolen und Sinustachykardien. LG

Gibt man Betablocker einfach mal Herzgesunden? Und davon sind die Extradystolen weniger?

#5


saga1978
Hallo habe auch ein somatoforme Störung nehme ADs und Neuroleptika dadurch sind viele Symptome gedeckelt

#6


B
Man kann Betablocker wohl nehmen, im Endeffekt ist die Wirkung bei meiner Dosis sehr gering. Dadurch dass ich am Tag sehr oft und lange Tachykardien hab, ist es für das Herz natürlich nicht gerade gut. Das ist so als würde ich dauernd laufen, und das "leiert" das Herz aus. Anhang der EKG´s die über die Zeit gemacht worden sind, ist wohl aufgezeigt worden, dass das Herz durch den Jahrelangen schnellen Puls einen drang zum wachsen zeigt. Was ja nachvollziehbar ist, aber auch nicht tragisch. Durch den Betablocker, habe ich den Puls in einem total normalen Bereich, und das Herz kann sich entspannen. Bei Extrasystolen helfen die Betablocker auch, da ich durch die Angst einen sehr hohen Adrenalinspiegel habe, welcher durch den Betablocker aber gesenkt wird, bzw das Herz wird abgeschirmt.
Dauereinnahme ist laut Ärzten unproblematisch, aber nicht nötig. Ich nehme es wenn ich starke ES episoden habe oder einfach merke das ich ausgebrannt bin.

Danke auch für die anderen Beiträge. Ich muss ehrlich sagen ich hab ein wenig angst vor Antidepressiva, ich will meine Sexualität nicht kaputt machen. Mir schwebt eher so pregabalin vor, obwohl es mich davor auch ein wenig scheut. Ich denke da muss man sich eben aussuchen, pest oder cholera.

Krafttraining hab ich auch schon probiert, hilft wirklich sehr gut, aber durch die überlastung, bekomme ich beim schlafen sehr starken nachtschweiß. Ich wache oft schon eine halbe oder stunde nach dem einschlafen auf, und mein ganzer Körper ist total nass.
Mein Nervensystem ist durch die ganzen Störungen überhaupt nicht belastbar.

x 1 #7


meryem
Hallo Badibu,
Es geht mir ähnlich wie Du.
Ich habe auch das Gefühl das mein Nervensystem blank liegt.
Bist Du denn überhaupt arbeitsfähig?
Pregabalin wäre eventuell eine gute Lösung bei deinen ganzen Symptomen.
Ich selber bin jetzt wieder mit meinen Antidepressia angefangen.
Lg

#8


B
Hi, arbeitsfähig bin ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich mein ich gehe arbeiten, aber es ist eben jeden Tag wirklich eine Qual.
Ich sitzt oft in der Arbeit, und bekomme sehr starke ES, das ich wirklich im Kreis laufe. Oder Schwindelanfälle, oder einfach Panikattacken. Ich habe in meiner Arbeit sehr viel Verantwortung und muss auch vieles bedenken und wirklich sorgfältig arbeiten, da darf kein Fehler passieren, weil es sonst zu Personenschäden kommen könnte. Der Druck ist also auch noch.
Ich bin erst Anfang 20, gehe Vollzeit arbeiten, habe einen Haushalt, arbeite auch nebenbei, und bilde mich fort. Will auch jetzt noch nebenbei Studieren. Ich bin total Zielstrebig weil ich aus ärmlichen Verhältnissen komme, und nie mehr so etwas erleben will. Ich kann auch durch diesen Druck der vergangenen Armut einfach nicht abschalten.
Auf der einen Seite schreit mein Körper dannach, dass ich runterfahre, auf der anderen Seite habe ich totale Ängste eben durch die Situationen die ich erlebt habe, kein Geld für essen zu haben und sonstiges.
Ich bräuchte einfach ein Medikament dass mir die Symptome nimmt, damit ich mich wirklich für meinen Traum arbeiten kann. Ich will nicht versagen, und irgendwann meinen Kindern sagen müssen, ja tut mir leid, ich kann euch nichts bieten,ich war halt zu schwach.

Bei Pregabalin habe ich einfach Angst dass ich dadurch neben der Spur stehe, und meine ganzen Aufgaben nicht erfüllen kann. Es ist wirklich ziemlich kompliziert.

Ich hoffe dir helfen die Antidepressiva : )

LG

#9


Anuschka1102
Das ist sehr interessant. Ich hatte viele Jahre Ruhepuls von 100 und mein Hausarzt war gegen die betablocker. Er hat mich animiert den Puls mit Ausdauer Training runter zu bekommen. Am besten hat das aufhören zu rauchen geholfen. Jetzt ist mein Puls normal.

Bist du in eine feste Beziehung? Frage wegen deinen Sorgen mit Ad.

#10


saga1978
Du könntest auch ein Neuroleptika erstmal versuchen wenn du Solche Bedenken hast wegen dem AD.

#11


Hännah
Zitat von Badibu:
Hi, arbeitsfähig bin ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich mein ich gehe arbeiten, aber es ist eben jeden Tag wirklich eine Qual.Ich sitzt oft in der Arbeit, und bekomme sehr starke ES, das ich wirklich im Kreis laufe. Oder Schwindelanfälle, oder einfach Panikattacken. Ich habe in meiner Arbeit sehr viel Verantwortung und muss auch vieles bedenken und wirklich sorgfältig arbeiten, da darf kein Fehler passieren, weil es sonst zu Personenschäden kommen könnte. Der Druck ist also auch noch. Ich bin erst Anfang 20, gehe Vollzeit arbeiten, habe einen Haushalt, arbeite auch nebenbei, und bilde ...


Hallo,

hast du eine Idee, warum die die Therapie nicht geholfen hat?
Ich finde, nachdem, was du über dich so erzählt hast, du solltest dringend wieder eine Therapie machen und deine...wie soll ich sagen....Grundeinstellung überarbeiten. Das wird natürlich nicht einfach sein. Du sagst ja selbst, du bist sehr zielstrebig. Vielleicht zu sehr. Du setzt dich permanent unter Druck, aus Angst zu versagen. Da müsste man vielleicht ansetzen. Einfach ein Medikament zu nehmen und die Probleme verschwinden wird nicht funktionieren, jedenfalls nicht auf Dauer. Und ein kompetenter Arzt wird auch eher keine Medikamente verschreiben ohne eine begleitende Psychotherapie.

Zu deiner Eingangsfrage: Ich habe auch schon seit meiner Kindheit alle möglichen körperlichen Symptome und so gut eure nie könnte eine Ursache festgestellt werden. Also alles die Nerven. Es ist ähnlich eure bei dir, sobald Dr Arzt sagt, es ist nichts, verschwinden die Symptome und die nächsten kommen.
Mittlerweile kann ich in der Beziehung aber schon über mich selbst lachen.

#12


B
Hallo, zu der Frage mit der Beziehung
Nein ich bin in keiner. Ich habe aber durch die Angststörung des öfteren mit meiner Libido zu kämpfen, und ich muss sagen dass hat mir echt vieles verhaut. Ich hab einige Frauen kennengelernt, die mit mir schlafen wollten, manche wollten auch eine Beziehung, aber es hat irgendwie immer im Bezug mit der Sexualität nicht geklappt. Ich habs wohl ein paar mal ausprobiert, manchmal ging gar nichts, manchmal mit viel Anstrengung ein wenig, was aber dazu geführt hat dass ich gewisse Annäherungsversuche von Frauen direkt abgelehnt habe, bzw nur zu einen Gewissen punkt zugelassen habe. Für die Frauen ist es wschl komisch rübergekommen, warum ich mich so verhalte. Es ist halt so, ich hab eben die Erfahrung gemacht, dass Frauen damit nicht locker umgehen. Sie denken dann eben sofort, dass ich sie nicht attraktiv finde und das es wegen ihnen ist, was ja nicht der Fall ist. Nur wenn ich einer Frau nicht irgendwie vertrauen kann, und mich nicht entspannen kann, dann geht eben nicht viel.
Ich hab es mit viel Meditation geschafft, dass es jetzt wieder normal funktioniert, das heißt, ich bekomm wieder ganz normal Erektionen und werde auch wieder erregt, ich will das jetzt nicht wieder kaputt machen durch die AD.

Die Therapie hat nicht geholfen, da ich eine sehr schlechte Therapeutin erwischt habe, leider. Ich hatte damals wahnsinnig viel private Probleme, auch berufliche Probleme. Die Therapie war sehr teuer, und leider hatte ich auch den Eindruck dass die bezahlte Zeit nicht ernstgenommen wurde. Eine Stunde wurde bezahlt, aber Behandlungsdauer waren dann vl 40 Minuten da die Therapeutin noch irgendwelche Sachen gemacht hat, bevor sie sich im Endeffekt zu mir gesetzt hat und Anfing mit mir zu reden. Sie drang mich auch dazu Termine schon Wochen vorher festzusetzen, als ich das verneinte, meinte sie das müsse so sein aus irgendwelchen gesetzlichen gründen.
Sie schrieb dann auf, weiß nicht, diese Woche 2 Termine am so und so vielten, nächste woche dann und dann, und das eben für mindestens einen Monat jeweils.

Dann kam es so dass ich meinen Job verlor, und auch total Probleme mit meiner Familie hatte, da sie mir eingeredet hat ich müsste dies und jenes machen. Was daraus resultierte war, dass ich plötzlich ohne Geld und Unterstützung in irgendeiner Form dastand.
Ich konnte dadurch nicht mehr zur Therapie gehen, und ich rief sie an, erklärte ihr dass ich meinen Job verloren habe, und niemanden mehr habe, und auch leider nicht mehr zur Therapie kommen kann, da ich nicht einmal weiß wie ich mir die nächsten Tage was zu essen leisten solle.
Sie meinte dann nur am Telefon, ja ich muss die nächste Therapieeinheit trotzdem zahlen, auch wenn ich nicht komme. Ich hab dann gesagt dass ich das leider nicht kann, und ich finanziell riesige Probleme habe. Sie sagte nur, dass ich das zahlen muss und legte auf. Kurze Zeit später kam schon der Anwaltsbrief von ihrer Seite.
Sie war eben die einzige Bezugsperson die ich irgendwie zu der Zeit hatte, und diese Anzeige ihrerseits hat mich echt erschüttert.

Freut mich dass du in einer Beziehung bist und es dir besser geht
Ich hätte auch gern eine, aber dafür muss ich noch an mir arbeiten

LG

#13


Anuschka1102
Ich kann deine Bedenken im Bezug auf die Sexualität und ad verstehen. Ich hab auch keine Ahnung ob es Unterschiede bei Mann und Frau gibt. Ich selbst habe erst mein Libido nach 4 Monaten zurück bekommen. Ich will dich auch nicht zu ad überreden.

Da du jetzt keine Beziehung hast wäre das jetzt nicht schlimm mit dem Libido Verlust. Es wäre vielleicht sogar vom Vorteil. Kein Druck Wink
So könntest du dich vielleicht in erste Linie um dich kümmern und eine Genesung für Kopf und Körper.
Wenn sich alles stabilisiert kann man die Medikamente absetzen und sich auf andere Sachen konzentrieren.
Nur mal so ein Gedanke

#14


B
Ich verstehe deinen Ansatz Smile
AD können aber auch nach absetzten Impot. verursachen, und ich will aus einer Kopfsache keine körperliche machen.
Sonst würde ich sie ja nehmen, so wie du sagst, erst den Kopf in Ordnung bringen, und dann wenns mir besser geht, die AD absetzen, dann gehts mir wieder gut, und meine Sexualität wäre auch wieder in Ordnung.

Deswegen hoffe ich wirklich dass Pregabalin für mich das passende ist, wirkt bei Frauen zwar gegen die Libido, bei Männern aber meistens sogar Libidofördernd

#15


Anuschka1102
Verstehe
Ich drück dir die Daumen Smile

#16


koenig
Zitat von Badibu:
Ich bräuchte einfach ein Medikament dass mir die Symptome nimmt, damit ich mich wirklich für meinen Traum arbeiten kann. Ich will nicht versagen, und irgendwann meinen Kindern sagen müssen, ja tut mir leid, ich kann euch nichts bieten,ich war halt zu schwach.


Du hast sehr hohe Ansprüche an dich. Es ist nur normal, dass du all diese Symptome hast etc.
Den Weg, den du gehen möchtest, nämlich dich mit Medikamenten sozusagen in den Griff bekommen, ist nicht gut. Er wird dich einholen.
Ich rate dir, eine Therapie zu machen. Such dir einenTherapeuten, dem du vertraust.

x 1 #17

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Hännah
@Badibu wurde deine Therapie denn nicht von der Krankenkasse übernommen? Es ist echt schlimm. was für schlechte Therapeuten es zu geben scheint....

#18


B
Hallo, nein wurde nicht übernommen.
Ich wollte nocheinmal ein Update schreiben, ich hatte mittlerweile meinen Termin beim Psychiater, und die Diagnosen die ich vermutete wurden auch bestätigt. Nur dass es eben keine Depression sei, sondern nur eine depressive verstimmung oder sowas.
Vermutlich da ich keine Suizidgedanken habe, und noch einen einigermaßen hohen Antrieb.

Mir wurde jetzt ein Antidepressivum verschrieben, und nehme das jetzt auch, aber zurzeit gehts mir echt sehr sehr schlecht. Ich habe am Tag vor der ersten Einnahme schon leichte Magen Darm Probleme gehabt, und in der Früh nahm ich dann die erste Tablette, und dann gings auch sofort los in der Arbeit. Bauchschmerzen, schwere Übelkeit, extrem starke Extrasystolen, ich hab gedacht mich haut es gleich um.
Hab mich dann für den Tag krankschreiben lassen, und ja jetzt gilt es abzuwarten. Ich hoffe so sehr dass die Tabletten bald wirken.
Es versteht irgendwie niemand wie ich mich fühle, in der Arbeit wurde wieder komisch geredet weil ich mich krankschrieben lies. Ich kann eben nicht den ganzen Tag still sitzen, wenn ich das Gefühl habe jemand würde mir in den Brustkorb treten. Und dazu die ganze Zeit die Angst, die Panik, die anderen Symptome.
Das versteht einfach niemand, dass da dann nichtsmehr geht, mein Körper ist in Todesangst und da gehts für ihm ums Überleben. Ich muss dann irgendwie mich ablenken, und rum laufen und keine Ahnung was.


Heute war sowieso total komisch, normalerweiße dürfte ich von den AD noch nichts spüren, ich nahm aber ein paar Dinge war. Meine Muskeln waren total entspannt, so wie nach einem Orga., außerdem fing ich grundlos an zu lachen und dann gings eher wieder in ein weinen. Was eigenartig ist, da ich nie weine, oder irgendwelche starken Emotionen habe. Die Farben kamen mir auch wieder viel intensiver vor.
Also entweder ist der Placebo Effekt extrem stark, oder die AD wirken schneller als angegeben.
Aufjedenfall tut sich irgendwas.
Leider spürte ich auch effekte bezüglich meiner sexualität. Ich merkte das mein Gl. sehr kribbelt, ich hatte dann auch mal ausprobiert ob es noch klappt, und ich hatte einen samenerguss bevor ich einen Orga. hatte. Was ich noch nie hatte und ehrlich gesagt ziemlich eigenartig war.

Ich werde in den nächsten Wochen noch einmal ein Update posten, wie es mit den Tablette so ist, und ob die Helfen
LG

x 1 #19


S
Hallo, eigentlich lese ich in diesem Forum nur und schreibe nicht selber irgendwas aber als ich dein Beitrag gelesen hab war ich erstaunt das du genau das schreibst was ich auch immer schreiben wollte. Ich habe auch eine generalisierte Angststörung mit massenweise körperlichen Symptomen also ich könnte selber nicht sagen mit welchem Körperteil ich seit meiner Angststörung noch kein Problem hatte. Ich bin auch Anfang 20, ich hab aber schon einige Medikamente ausprobiert und ich kann dir sagen ein Antidepressivum hat mir persönlich bei dieser Krankheit garnicht geholfen, kann ich fragen was genau du für eins bekommen hast ?

#20


A


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Mira Weyer
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