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201729.01




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Hallo ihr Lieben,

mich plagen mittlerweile seit einigen Wochen insbesondere Einschlafstörungen. Ich schildere Euch kurz, wie das in der Regel abläuft:

Am Abend, nachdem ich meine Tochter ins Bett gebracht habe, gehe ich meistens an den PC und spiele noch ca. 1-2 Stunden.

Danach esse ich meist noch ne Kleinigkeit, gehe ins Bad und dann ins Bett. Zum Einschlafen höre ich in der Regel über Kopfhörer einen Podcast.

Jetzt zum Problem: meistens kurz bevor ich einschlafe, werde ich wieder hellwach. Nicht immer kann von einem regelrechten "Aufschrecken" die Rede sein, aber es manifestiert sich dann eine nicht ganz greifbare Angst, in Ansätzen auch Zeichen einer Herzphobie, obwohl ich diesbezüglich dann keine Symptome wie Herzrasen oder Stiche habe. Es scheint alleine das Angstgefühl zu sein, dass mich abhält einzuschlafen...

In der Regel schlafe ich dann irgendwann ein, werde noch einmal nachts wach mit ähnlichen Symptomen und schlafe dann durch. Wenn ich aufwache, könnte ich gerade im Bett liegen bleiben, weil ich mich genau dann am entspanntesten fühle (also dass, was ich gerne schon beim Einschlafen hätte).

Neulich kam es unter der Woche auch einmal vor, dass ich mehr wach war als geschlafen zu haben; bin dann auch zwei Mal nachts aufgestanden und habe gedacht, ich schaffe den Arbeitstag nicht... Hat aber glücklicherweise geklappt.

Medis nehm ich abgesehen von Lasea (wirkt bei mir eher tagsüber etwas) keine.
Psychotherapie bisher keine, aber geplant.

Habt ihr Tipps für mich?

Liebe Grüße :gaehnen:

Michael

Auf das Thema antworten


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  29.01.2017 09:29  
Lieber Michael,
mir hilft es immer, wenn ich mir sage, ich muss nicht schlafen, ausruhen ist auch ok. Manchmal stehe ich auch auf oder höre mir auf yt eine Einschlafmeditation an. Vielleicht hilft es Dir auch, an Deine Tochter, einen geplanten Urlaub oder etwas anderes, was Dir gut tut, zu denken. Wichtig ist, den Druck rauszunehmen, nicht zu denken, ich muss jetzt schlafen, um zu funktionieren.
Liebe Grüße

Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
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  29.01.2017 09:35  
Vielleicht solltest du mal das Spielen am PC sein lassen. Würde da eher ein Buch lesen oder was anderes entspannendes machen. Das blaue Licht vom PC Monitor ist auch eher anregend.

Danke1xDanke




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  29.01.2017 11:37  
Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!

Ich begrüße sehr, dass ich nicht direkt mit dem Tipp "Medikamente" konfrontiert werde, da diese meiner Meinung nach die Ursache nicht bekämpfen...

Ich glaube, ich werde die Vorschläge von euch beiden mal ausprobieren. Kann ja tatsächlich sein, dass das Computerspielen (auch wenn es am Abend eigentlich zu meiner Entspannung beiträgt) den Schlaf stört... Die Frage, die ich mir stelle ist halt, warum das ausgerechnet seit einigen Wochen so ist... vorher hat das auch immer geklappt.

Den Druck rauszunehmen finde ich gut, glaube, dass schaff ich auch! Ich mach mir auch keine Gesanken im Sinne "oh je, wann schlaf ich endlich", sondern es kommen einfach diese Ängste, diese innere Unruhe, die mich blockiert...



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  29.01.2017 13:18  
Hallo crazymic,

ja, habe sogar vier:

- Schlafhygiene erlernen und einhalten.
- Das Bett nur zum Schlafen oder ausruhen verwenden. (Ruhe und Meditationsübungen sind ok)
- Auf Schlafapnoe testen lassen. Erst einmal Fragebogen, dann evtl. Lungenfacharzt/nächtliches Monitoring zu Hause.
- Imaginationsübungen, Entspannungsübungen.

Gruß
Cube

Danke1xDanke




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  29.01.2017 21:20  
cube_melon hat geschrieben:
Hallo crazymic,

ja, habe sogar vier:

- Schlafhygiene erlernen und einhalten.
- Das Bett nur zum Schlafen oder ausruhen verwenden. (Ruhe und Meditationsübungen sind ok)
- Auf Schlafapnoe testen lassen. Erst einmal Fragebogen, dann evtl. Lungenfacharzt/nächtliches Monitoring zu Hause.
- Imaginationsübungen, Entspannungsübungen.

Gruß
Cube


Danke für die Tipps! Was genau verstehst du unter Schlafhygiene erlernen und einhalten?



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  30.01.2017 01:48  
Schlafhygiene ist ein Begriff um seine Schlafqualität zu verbessern. Wird auch im Zusammenhang mit Schlafapnoe verwendet, da kann sich aber jeder ein Beispiel daran nehmen.
Auch wenn wir einen suboptimalen Schlaf oft kompensieren können, auf Dauer ist das aber ungünstig und kann folgen haben.

Grobe Auflistung:
- Bett nur zum schlafen oder entspannen benutzen. Nicht im Bett lesen oder gar Fernsehen. Der Status des Bettes wird im Unterbewusstsein verändert. Worst Case - im Bett Streitgespräche führen.
- Regelmäßige Schlafzeiten und Weckzeiten einhalten. Der Schlafbedarf ist bei jedem unterschiedlich und hängt auch von Faktoren wie der Jahreszeit ab. Liegt aber om Bereich 6-8 Stunden.
- Kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr Essen. Gewisse Speisen sind sehr ungünstig. Kalte Milch ist sehr schlecht. Der Rachen verschleimt und man kann mehr Atemausetzer haben als normalerweise.
- Das Schlafzimmer so dunkel wie möglich halten. Wenn man nachts aufstehen muss, sollte man vermeiden das Licht anzuschalten. Eine stark abgedunkelte Taschenlampe ist gut.
- Das Zimmer gut vorher Lüften, falls man in der kalten Jahreszeit mit geschlossenem Fenster schläft. Offene Fenster nur wenn von aussen nicht zu viel Licht eindringt (Straßenlaternen, Autoscheinwerfer).
- Direkt vor dem Schlafengehen sollte man nicht Fernsehen. Mindestens eine halbe Stunde Differenz sollte sein, damit die sich Gehirnwellen sich wieder Richtung Schlaf ausrichten können. 1h+ wäre besser.
- So flach wie möglich (und es angenehm ist) schlafen. Erhöt nur wenn es medizinisch notwendig ist.

Danke2xDanke


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  23.02.2018 17:12  
Hi,

das ist gar nicht so ungewöhnlich für eine Angststörung. Mir geht es genauso. Das Aufschrecken geschieht meist, sobald der Podcast wenige Sekunden beendet ist. Eine zeitlang dachte ich sogar, ohne nicht einschlafen zu können. Aber das geht - probier's mal.
Schlaflabor hatte ich übrigens deswegen auch... wurde mit Ausrüstung dazu zuhause überwacht. War aber alles im grünen Bereich.


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