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7

B

Bugs
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Sammelthema
Hallöchen,

ich kann keinen Abend beruhigt einschlafen, sobald ich im Bett liege mache ich mir Gedanken oder spür hier und da etwas, schrecklich.

Wenn ihr das auch habt, was tut ihr dagegen? Nehme Citalopram und möchte eigentlich keine zusätzlichen Medis zum einschlafen nehmen!

LG

Bugs

09.09.2021 #1


75 Antworten ↓
M

moo
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Willkommen Pacino zwinkern - das waren noch Zeiten (Profilbild)...

Zitat von Pacinomino:
Was mir so große Angst bereitet, ist das Schlafen an sich, die Angst vor dem Kontrollverlust


Wenn Du also routinierter Angst- und Zwangspatient bist, ist Dir eh klar, dass der Wunsch nach Kontrolle die mittlere Ursache des (vermeintlichen) Kontrollverlustes ist?

Du musst also ein Stück zurückgehen und diesen Wunsch untersuchen - nämlich dahingehend, ob er gerechtfertigt ist oder nicht.

Parallel könntest Du Dir Gedanken über das Wesen des Schlafes und des Wachens machen. Bedenke, dass es diese "Person", die Du im Wachzustand glaubst zu sein, während des Schlafes gar nicht gibt. Das gilt für sämtliche bereits vollzogenen Nächte in Deinem Leben. Gleichzeitig wacht auch nicht genau derselbe Pacino am Morgen wieder auf, der am Abend zuvor zu Bett gegangen ist. Die "Nachtperson" ist im Grunde eine eigene Art von Existenzerleben, die zwar in Sachen Sinneseindrücke mit der "Tagperson" ein Verbindung steht, aber es sind trotzdem zwei verschiedene Baustellen (Bühnen). Beide "Personen" befinden sich in ständiger Abhängigkeit. Sie ist dem "Personellen" inhärent.

Du darfst nun nicht den (sehr üblichen) Fehler machen und versuchen, über beide Ebenen die Kontrolle zu erlangen.

Der, der Kontrolle will, ist der, der nicht einschlafen kann.
Der, der schläft, ist die unvermeidbare Rückseite der einen Medaille.

Gerade die Tatsache, dass Schlaf existiert, ist der Beweis für nie vorhanden (und vonnöten) gewesene Kontrolle.

Kontrolle ist eine der großen und schwerwiegendsten Illusionen des Egos.

Zitat von Pacinomino:
Ebenfalls habe ich Angst vor dem Träumen und Klarträumen.


Angst vor Träumen und Träumereien stehen für nicht eingestandene und somit unakzeptierte Wesenszüge. Du fürchtest Dich vor "dunklen" oder zumindest unbeliebten Seiten Deines Charakters. Letztlich gibt es weder gute noch schlechte Charakterseiten - sie sind einfach aktuell ein Teil Deines Erlebenshaushaltes. Dieser Erlebenshaushalt ist von vielem abhängig und somit auch veränderlich. Er ist durch Veränderung Deiner Lebenssicht und Lebensführung veränderbar. So wie sich der Charakter nicht von heute auf morgen entwickelte, ist er auch nicht auf die Schnelle zu "optimieren". Mit genügend Leidensdruck und/oder Motivation ist das jedoch möglich.

Deine Ängste könnten ein Anfang sein und somit ihren letztendlichen Sinn erfüllen.

11.07.2021 09:31 • x 2 #71


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A


Schlafstörungen / Angst beim Einschlafen

x 3


fourofour

fourofour
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Schlafhygiene ist ein Begriff um seine Schlafqualität zu verbessern. Wird auch im Zusammenhang mit Schlafapnoe verwendet, da kann sich aber jeder ein Beispiel daran nehmen.
Auch wenn wir einen suboptimalen Schlaf oft kompensieren können, auf Dauer ist das aber ungünstig und kann folgen haben.

Grobe Auflistung:
- Bett nur zum schlafen oder entspannen benutzen. Nicht im Bett lesen oder gar Fernsehen. Der Status des Bettes wird im Unterbewusstsein verändert. Worst Case - im Bett Streitgespräche führen.
- Regelmäßige Schlafzeiten und Weckzeiten einhalten. Der Schlafbedarf ist bei jedem unterschiedlich und hängt auch von Faktoren wie der Jahreszeit ab. Liegt aber om Bereich 6-8 Stunden.
- Kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr Essen. Gewisse Speisen sind sehr ungünstig. Kalte Milch ist sehr schlecht. Der Rachen verschleimt und man kann mehr Atemausetzer haben als normalerweise.
- Das Schlafzimmer so dunkel wie möglich halten. Wenn man nachts aufstehen muss, sollte man vermeiden das Licht anzuschalten. Eine stark abgedunkelte Taschenlampe ist gut.
- Das Zimmer gut vorher Lüften, falls man in der kalten Jahreszeit mit geschlossenem Fenster schläft. Offene Fenster nur wenn von aussen nicht zu viel Licht eindringt (Straßenlaternen, Autoscheinwerfer).
- Direkt vor dem Schlafengehen sollte man nicht Fernsehen. Mindestens eine halbe Stunde Differenz sollte sein, damit die sich Gehirnwellen sich wieder Richtung Schlaf ausrichten können. 1h+ wäre besser.
- So flach wie möglich (und es angenehm ist) schlafen. Erhöt nur wenn es medizinisch notwendig ist.

30.01.2017 01:48 • x 2 #23


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D
Wovor hast du konkret Angst. Dunkelheit, dass da jemand sein könnte. Oder spürst du dann eher jede zelle im körper mit der evt. was nicht stimmt?

#2


B
Naja, ich denk immer darüber nach, dass ich gleich weg bin (wenn ich schlafe) und kann mir das ganze nicht so recht vorstellen und steigere mich da oft rein oder spüre mal wieder wie etwas weh tut und hab Angst es könnte etwas schlimmes passieren.

#3


Sunray
Ich kann dich beruhigen, du bist nicht allein mit diesen Sorgen.
Was mir in diesen Situationen immer geholfen hat: Ich habe mir einen schönen Tee gekocht, mich mit meiner Wärmeflasche ins Bett gekuschelt und habe entweder fernsehen geschaut oder auf meinem Laptop gespielt, bzw gelesen...so lange bis ich so totmüde war, dass ich einfach eingeschlafen bin.

Die einzige Methode die hier hilft ist ablenken, ablenken, ablenken..irgendwann schläfst du von ganz allein ein...und glaub mir, das schlimmste was du in so einer Situation machen kannst ist auf das Einschlafen zu warten, denn dadurch steigerst du dich nur immer mehr rein.

Hast du denn vielleicht jemanden, der bei dir ist und dich ablenken kann??

LG Sunray

x 1 #4


B
Hi Sunray,

ja, Du hast Recht, ich warte gerade zu immer auf das einschlafen. Mein Schatz schläft schon, der ist immer nach ein paar Sekunden am träumen und meine zwei Katzen sind noch da.

Werde mal eine warme Milch mit Honig probieren!

LG,

Bugs

#5


Sunray
Hast du dieses Problem mal mit deinem Freund besprochen?? Ich habe meinem Freund mal davon erzählt und wenn es mal wieder so weit ist versucht auch er mich davon abzulenken, obwohl ich immer in solchen Situationen hoffe, dass er es nicht mitbekommt, denn dann halte ich ihn nur auch noch vom schlafen ab..

#6


TheSaint
hi Bugs,

warme milch mit honig hab ich kürzlich nach über 25 jahren auch mal wieder probiert und es hat geholfen

wenn ich aber diese innere unruhe habe und so gar nicht einschlafen kann oder immer wieder aufschrecke und die gedanken nur so "vorbeifliegen", dann mache ich meist den fernseher an, stelle den abschalt-timer auf eine stunde - das reicht mir dann meistens zum einschlafen...

und meine katze hab ich auch, wenn die schnurrend neben mir liegt, is es meist auch schon ein bisschen besser

wünsch dir ne gute nacht heut und erholsamen schlaf
lg TheSain

#7


B
ja, er weiß über meine Probleme Bescheid, wenn er mitbekommt wie ich mich wieder aus dem Schlafzimmer schleiche ruft er mich u nimmt mich in den Arm, hat gestern geholfen aber meistens schläft er gleich ein und tief und fest u bekommt nichts mit.

ich werde es wohl auch so versuchen thesaint, werde wohl vorm tv bleiben, wenigstens habe ich dann keine angst an sich... und spüre vielleicht gar nicht wie ich einschlafe....

bin auch froh, dass ich meine schnurrer habe, die geben mir sehr viel.

lg

#8


Sunray
Stimmt..den Tipp mit dem Fernseher hatte ich auch vergessen..das mache ich auch jeden Abend, ich stelle immer den Timer meines Fernsehers..hilft Wunder..

#9


B
werde jetzt "ein amerikanischer quilt" schauen und dann mal schauen... danke euch...

wünsche euch schon mal eine gute nacht und schöne träume

#10


TheSaint
kenn ich auch, mit dem aus dem schlafzimmer schleichen... manchmal hilft in den arm genommen werden, manchmal aber auch nicht...

heute isses auch mal wieder ne heiße milch mit honig, die ich grad schlürfe - war vorhin noch arbeiten, weil ich rufbereitschaft habe und muss nu ein wenig runterkommen, bevor ich ins bettchen husche

*schlürfend* gute nacht
TheSaint

#11


Sunray
Na dann wünsch ich dir viel Spaß dabei Bugs..und vergiß net den Timer anzustellen..

Wünsch euch ebenso eine gute Nacht.

LG Sunray

#12


C
Hey Leute.

Es freut mich, dass ihr beruhigt schlafen koennt !!
Denn ich schaff es einfach immernoch nicht.
Ich hab einfach Panikattacken und sehe Leute aus Horrofilmen, die ich unfreuwillig mitschauen musste.
Ich schlafe aus Gewohnheit immer auf der Seite und kann nicht einschlafen, wenn ich Fernsehschaue, weil ich das halt dann nciht sehe.
Nur das zuhoern hilft auch nich.
Tee trinken und alles andere hilft auch nicht. Ich habe gestern ne Schlaftablette genommen aber es hilft einfach nicht!!
Koennt ihr mir bitte helfen mit Ideen, etc?
p.s. ich habe keinen Freund weil ich momentan ein austauschjahr in den usa mache. Katze macht mich nur noch nervoeser, weil wir neulich the black cat von Poe gelesen haben. und so richtig reden kann ich darueber hier auch nicht.
kann ich antidepresiva nehmen?

lg, schlaflos...

#13


S
Ich habe auch immer wieder Einschlafstörungen, sei es aus Angst oder sonst was. Ich lese z.B. sehr viele Thriller, da kann man schon mal etwas paranoid werden.

Mir hilft es dann von meinem Freund in den Arm genommen zu werden, ansonsten nehme ich eine Baldriantablette oder lese halt so lange, bis ich richtig müde bin. Beim fernsehen einschlafen kann icfh auch nicht so gut, dass sind mir zu viele Geräusche.

#14


S
Puh, ich konnte letzte Nacht wieder nicht einschlafen. Habe zwar rechtzeitig eine Baldriantablette genommen, aber die hat auch nicht wirklich geholfen.

Bin immer wieder hochgeschreckt und dachte mein Herz rast und schlägt ganz hart. Komischerweise schlägt es aber zum Glück ganz normal, wenn ich meinen Puls fühle. Ausserdem habe ich diese ständige Unruhe, so ein kribbeln im ganzen Körper, total nervig.

Jetzt bin ich natürlich ziemlich müde und geschlaucht...

#15


M
Hallo scrat,

geht mir momentan auch so. Nerviges Vibrieren...ständige Unruhe.
Versuche momentan Schüssler Salze, Magnesium, und Ferritinwerte im Keller daher auch noch Eisen.

Grüssle Claudi

#16


C
Hallo ihr Lieben,

mich plagen mittlerweile seit einigen Wochen insbesondere Einschlafstörungen. Ich schildere Euch kurz, wie das in der Regel abläuft:

Am Abend, nachdem ich meine Tochter ins Bett gebracht habe, gehe ich meistens an den PC und spiele noch ca. 1-2 Stunden.

Danach esse ich meist noch ne Kleinigkeit, gehe ins Bad und dann ins Bett. Zum Einschlafen höre ich in der Regel über Kopfhörer einen Podcast.

Jetzt zum Problem: meistens kurz bevor ich einschlafe, werde ich wieder hellwach. Nicht immer kann von einem regelrechten "Aufschrecken" die Rede sein, aber es manifestiert sich dann eine nicht ganz greifbare Angst, in Ansätzen auch Zeichen einer Herzphobie, obwohl ich diesbezüglich dann keine Symptome wie Herzrasen oder Stiche habe. Es scheint alleine das Angstgefühl zu sein, dass mich abhält einzuschlafen...

In der Regel schlafe ich dann irgendwann ein, werde noch einmal nachts wach mit ähnlichen Symptomen und schlafe dann durch. Wenn ich aufwache, könnte ich gerade im Bett liegen bleiben, weil ich mich genau dann am entspanntesten fühle (also dass, was ich gerne schon beim Einschlafen hätte).

Neulich kam es unter der Woche auch einmal vor, dass ich mehr wach war als geschlafen zu haben; bin dann auch zwei Mal nachts aufgestanden und habe gedacht, ich schaffe den Arbeitstag nicht... Hat aber glücklicherweise geklappt.

Medis nehm ich abgesehen von Lasea (wirkt bei mir eher tagsüber etwas) keine.
Psychotherapie bisher keine, aber geplant.

Habt ihr Tipps für mich?

Liebe Grüße gähnen

Michael

#17

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H
Lieber Michael,
mir hilft es immer, wenn ich mir sage, ich muss nicht schlafen, ausruhen ist auch ok. Manchmal stehe ich auch auf oder höre mir auf yt eine Einschlafmeditation an. Vielleicht hilft es Dir auch, an Deine Tochter, einen geplanten Urlaub oder etwas anderes, was Dir gut tut, zu denken. Wichtig ist, den Druck rauszunehmen, nicht zu denken, ich muss jetzt schlafen, um zu funktionieren.
Liebe Grüße

x 1 #18


petrus57
Vielleicht solltest du mal das Spielen am PC sein lassen. Würde da eher ein Buch lesen oder was anderes entspannendes machen. Das blaue Licht vom PC Monitor ist auch eher anregend.

x 1 #19


C
Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!

Ich begrüße sehr, dass ich nicht direkt mit dem Tipp "Medikamente" konfrontiert werde, da diese meiner Meinung nach die Ursache nicht bekämpfen...

Ich glaube, ich werde die Vorschläge von euch beiden mal ausprobieren. Kann ja tatsächlich sein, dass das Computerspielen (auch wenn es am Abend eigentlich zu meiner Entspannung beiträgt) den Schlaf stört... Die Frage, die ich mir stelle ist halt, warum das ausgerechnet seit einigen Wochen so ist... vorher hat das auch immer geklappt.

Den Druck rauszunehmen finde ich gut, glaube, dass schaff ich auch! Ich mach mir auch keine Gesanken im Sinne "oh je, wann schlaf ich endlich", sondern es kommen einfach diese Ängste, diese innere Unruhe, die mich blockiert...

#20


A


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Mira Weyer
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