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Hallo,

kurz zu nur. Ich schlage mich seit ein paar Jahren mit Depression und Ängsten rum. Ich war Ende letzten Jahres bis Anfang diesen Jahres für ca. 4 Monate in Behandlung beim Psychiater wo ich ein Anti Depressivum für diesen Zeitraum auch genommen habe.

Hatte nicht wirklich das Gefühl das es half und habe es dann auch wieder abgesetzt da ich auch irgendwie das Gefühl hatte das es mir wieder besser geht da sich beruflich auch ein paar neue Türen öffneten und ich mich so mehr oder weniger in die Arbeit stürzte.

Vor ein paar Wochen nun fing es wieder an das ich ständig ins grübeln kam, Orte meide die ich als bedrohlich unangenehm empfinde z.B Stadt (Menschenansammlungen) usw.

Nun war ich vorhin kurz in der Stadt mit dem Ziel dagegen anzugehen und habe ein T-Shirt gekauft, wo mir in der Umkleide bereits schlagartig schwindelig wurde. Herzrasen und Schwitzen. Ich das Shirt gekauft und sofort raus, in der Fußgänger Zone dann plötzlich wurde es noch schlimmer, das ich starke Atemnot empfand und Herzrasen ohne Ende.
Dann bin ich zum Auto gerannt und sofort nach Hause gefahren, auf der Fahrt nach Hause legte sich das schon wieder ein Bißchen.

Ich habe keine Ahnung mehr wie ich mit diesen Situationen umgehen soll, da ich mich total einschränke und kaum noch was unternehme.

Es war richtig schlimm vorhin, so hab ernst war es echt selten seit Langem wieder. Habe die Situation als lebensbedrohlich empfunden und bin nur noch zum Auto gerannt.

Nun möchte ich gerne doch weiter eine Psychotherapie machen. Habe nächste Woche Termin bei meinem Psychiater und wolte ihn darauf hin noch einmal ansprechen.

Hat Jemand Erfahrung damit, evtl. ähnliche Symtomatik und kann mir sagen welche Art von Therapie gut ist bei generalisierten Angstörungen und depressivem Verhalten. Auf Medikamente möchte ich mich dabei ungern weiter verlassen.

Gruß

04.09.2009 13:22 • 21.09.2009 #1


6 Antworten ↓


S
hallo romu22! Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum. Du bist hier genau richtig. Ich hatte auch schon mehr mals Panikattaken auf öffentlichen Plätzen. Mir ging es damals so ähnlich. Ich habe Anfangs diese Orte gemieden, aber je mehr ich diesen Situationen aus dem Weg ging, umso stärker wurde dann die Angst. Mir hat die sogenannte Verhaltenstherapie sehr geholfen. Ich bin jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren in Therapie. Ich finde das gut, das du es mit der Therapie noch mal versuchst. Wichtig ist nähmlich, das man das behandelt. Ich habe damals auch ein angstlösendes Medikament bekommen- Amitriptilin.
Vieleicht könnte dir das ein Arzt verschreiben? Also mir hat es damals geholfen. Wichtig ist aber, das man diese Tabletten bis zum Ende nimmt. Ansonsten kann man das nähmlich unter Umständen nur verschlimmern. Ich hoffe, ich konnte dir etwas die Angst nehmen.
ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und gutes Gelingen.

04.09.2009 13:37 • #2


A


Ratlosigkeit - Generalisierte Angsstörung!

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A
Hallo romu22,

mir ging es genauso wie dir! Hab' mich irgendwann gar nicht mehr aus dem Haus getraut! Habe Therapien gemacht, die aber auch unterstützt wurden/werden von Medis, ohne ging es gar nicht mehr! Ich nehme CITALOPRAM, was mir sehr geholfen hat bzw. immernoch hilft! Welches hast du genommen? Vielleicht auch nicht die richtige Dosis? Ich hab' damals eine Gesprächstherapie gemacht, wo man viele Dinge über sich selber lernt und die Vergangenheit verarbeitet wird! Kann dir nur dazu raten! Lass' dir helfen, es lohnt sich! Habe heute wieder Spaß am Leben und gehe überall hin! Ohne Angst!! Alles Gute!

04.09.2009 13:51 • #3


R
oh danke für die schnellen Antworten.

Ich weiß nicht mehr den genauen Namen aber der Wirkstoff zu letzt war Serotonin und vor ein paar Jahren wo das ganze angefangen hat und ich auch erstmalig 4 Wochen in staionärer Behandlung war (was nicht so der Bringer war) habe ich Paroxetin bekommen.

Ich habe diese Medikamente beide nicht sehr lange genommen und das damals wie auch zu letzt abgebrochen nach ein paar Monaten.
Auch nicht runtergefahren sondern schlagartig von Heute auf Morgen das eingestellt habe diese Medikamente zu nehmen, was nicht so gut wohl ist aber hatte zum Glück da keine großen Probleme eigentlich bis auf ein wenig Schlafmangel am Anfang.

Ich kann gar nicht genau sagen ob die was bewirkt haben in dem Zeitraum oder nicht, habe nur die ständige Müdigkeit in Erinnerung. Gegen die Angst hat dieses serotonin schon ganz gut geholfen denk ich und es war auch teilweise besser aber ich bin halt kein Mensch der zu Medikamenten großes Vertrauen hat und kann mir auch nicht vorstellen das nur Medikamente es allein richten. Der Körper gewöhnt sich ja irgendwann daran.

Verhaltenstherapie, ja das ist denk ich ein ganz guter Weg, Werde meinem Psychiater das auch sagen.

Ich mache dauernd den Fehler glaub ich das wenn es mir gut geht mir das alles so ziemlich egal ist und ich dann aufgebe und denke Ich schaffe das schon irgendwie alleine.

Nun habe ich aber festgestellt das ich mich da alleine wohl nur noch immer weiter und weiter reinreite und ich mich schon total selbst blockiere und wie gesagt immer weiter einschränke und Sachen meide dich ich als vermeidlich bedrohlich einschätze.

Das läuft ja alles so im Unterbewusstsein ab und hat sich da glaub ich auch schon ganz schön stark gefestigt

Habe irgendwie tierische Angst zur Zeit das es nie wieder Berg auf geht und bin ziemlich frustriert und schon mit den kleinsten Alltags Sachen überfordert, was Freunde und Bekannte, Familie schwer einschätzen können und nachvollziehen.

Am meisten qüalen mich echt diese körperlichen Symtome. Ich bin oft erschöpft obwohl ich gut geschlafen hab, die letzten 4 Wochen war mir stätig schwindelig und ich steiger mich auch gern in diese Sachen rein und dann wird es meistens noch schlimmer.

Erleichterung finde ich dann meistens nur in den gewohnten sicheren Umgebungen oder ich fahr zum Sport (geht oft gerne schwimmen). Wo ich mir dann wieder denke wenn ich 50 Bahnen schwimme, wow das schaffst du ja auch noch und ganz ohne einen Herzinfakt bekommen zu haben trotz Herzrasen .

Früher waren es so konkrete Ängste, mitlerweile ist es eher so ein ständiges Begleiten von defusen Ängsten / Zukunftssorgen und Angst davor krank zu sein oder es zu werden.

Ich denke auch das beste was man vielleicht ein Schritt weg schon mal selbst für sich tun kann sind Schritte durch die Angst. Also versuchen sich nicht all zu sehr einschränken zu lassen durch Angst und einfach trotz Angst seine Wege zu gehen. Es holt mich nur ständig wieder so runter wenn Ich eigentlich was schönes vorhab und wie schon beschrieben in der Stadt was kaufen möchte und ich dann total ausflippe dort und denke ich sterbe jeden Moment wenn du hier nicht weg kommst

Auch das ich dadurch kaum Zeit für Freunde finde und Ihnen oftmals einfach absage weil ich Angst davor hab das mir die Situation irgendwie bedränglich wird und diese körperlichen Symtome auftauchen und ich dort dann nicht weg kann. Das macht mich am meisten fertig, das man nich mal mehr die schönen Dinge des Lebens so richtig genießen kann, da man ständig in Sorge ist. Und ich weiß es ist ein Fehler sich diesen Situationen zu entziehen aber ich mache es doch immer wieder bis auf ein paar Ausnahmen (das muss dann schon ein verdammt guter Tag sein )

04.09.2009 14:52 • #4


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@romu,

ich bin eigentlich auch kein Freund von Medikamenten, aber ohne sie geht es manchmal nicht! Man nimmt sie ja auch nur unterstützend zur Therapie! Sie helfen dir, dein Leben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen! Du wirst gelassener und lässt dich somit auf viele neue Dinge ein, die du dann auch ohne die Medis machst (kannst)! Welche Therapie für dich in Frage kommt, kannst nur du entscheiden! Du musst es wollen! AG!

04.09.2009 15:01 • #5


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@Aphrodite

Ja das mag sein. Habe aber jetzt schon einige Medikamente getestet und muss leider sagen das ich keine spürbare Verbesserung damit feststellen kann.

Habe verschiedene Anti Depressiva getestet und das Ergebnis war

- Gefühlsausbrüche schlimmer als vorher
- Müdigkeit (nicht so der Sinn von Anti Depressium oder?)
- Emotionslosigkeit

War nun wieder letzte Woche bei meinem doc und der hat mir noch mal ein anderes Medikament speziell gegen die Spannungen, Unruhe, Ängste verschrieben. Nennt sich Opiparamol

Das habe ich nun eine Woche getestet (Arzt meinte das hat eine kurze Wirkungszeit im Gegensatz zu einem Anti Depressiva)

Nun leider fühlte ich mich damit nun nur noch schlechter statt besser.
Extreme Müdigkeit (hätte im Stehen einschlafen können)
Totale Unruhe und Gefühlsausbrüche.

Ich kann mir das leider nicht leisten tagsüber müde zu sein da ich selbständig bin und so absolut nichts mehr auf die Reihe bekomme so.

Ich habe einen Termin für eine Verhaltenstherapie gemacht, nur das kann noch dauern bis ich da anfangen mit kann. Ich möchte auch in kein Krankenhaus mehr gehen und mich da mit Medis vollhauen lassen. Das kanns ja nicht sein alles. Ich schränke mich immer weiter ein und habe das Gefühl den Alltag bald garnicht mehr Stand zu halten, tu ich jetzt schon manchmal kaum noch und sage wichtige Termine ab und alles, weil ich mich einfach total ausgebrand fühle und ständig in Gedanken bin.

Ich mache mir auch Sorgen das ich noch daran komplett den Verstand verliere und bald nur noch gaga durch die Gegend laufe und garnichts mehr auf die Reihe krieg

17.09.2009 15:06 • #6


A
@romu

Opipramol habe ich auch eine zeitlang genommen, aber nur zur Beruhigung. Unterstützend zum Psychopharmaka habe ich es auch genommen. Gegen Depressionen helfen die nicht wirklich! Frag' doch mal deinen Arzt nach CITALOPRAM. Es ist meist so, dass erstmal verstärkte Symptome auftreten, aber die vergehen und dann geht es nur noch Bergauf! Dein Text hört sich sehr nach Depression an! Ich war genauso drauf wie du, und heute keine Spur mehr von solchen Gedanken!

21.09.2009 12:42 • #7





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