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KleinerRob

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Hallo,

ich bin 17 Jahre alt. Vor ca. 2-3 Tagen, lag ich Abends in meinem Bett, konnte nicht einschlafen, und da kreisen dann ja manchmal die Gedanken. Irgendwann bin ich auf das Thema Tod gestoßen, und auf einmal, durchfuhr mich der Gedanke, dass ich irgendwann nicht mehr da bin, wie ein Blitz. Seit dieser Nacht, hab ich wirklich panische Angst davor, zu sterben. Ich habe mich bereits viel im Internet erkundigt, bin aber meist auf die gleichen Ergebnisse gekommen. Die Ergebnisse, die dann interessant waren, haben mich nur ein paar Minuten beruhigt. Es fühlt sich so an, als würde diese Angst im Magen liegen. Und die ganzen Aussagen, wie "Genieße dein Leben, denn man lebt nur einmal" machen mir dann noch mehr Angst. Mit meinen Eltern will ich nur ungerne drüber sprechen. Eins meiner Elternteile ist Atheist, und sagt immer, wenn wir sterben, gehen wir ins Nichts, und das ist auch einer der Kernpunkte meiner Angst. Dieser Atheismus hat teilweise auf mich abgefärbt. Ich wünschte mir so sehr, dass ich glauben könnte, an ein Leben nach dem Tod, aber das fühlt sich immer an wie Selbstbetrug. Auch die Menschen die sagen, ich solle mir da keine Sorgen drum machen, kann ich nicht nachvollziehen, da ich diesen Gedanken einfach nicht aus meinem Kopf rauskriege.
Und wenn das mal für nen kurzen Moment gelingt, dann kommt irgendwer oder irgendwas, was mich wieder an den Tod erinnert. Und jedes mal wenn diese Angst in mir aufsteigt, möchte ich nur weinen. Ich habe wirklich panische Angst vor dem Tod.

Momentan hab ich noch Sommerferien, aber da viele meiner Freunde nicht da waren, hatte ich nicht so viel sozialen Kontakt. Außerdem bin ich nicht unbedingt jemand der viel Sport macht (Bin zwar sehr schlank, und meine Fitness geht auch voll klar, aber mache halt nicht Sport). Ich freue mich daher sehr auf die Schule, da ich hoffe, dass dieser soziale Entzug an dieser Angst schuld ist.

MfG

23.08.2019 18:03 • 24.08.2019 #1


7 Antworten ↓


Elisabeth0705

Elisabeth0705


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Hallo!

Ich kenne das alles sehr gut.
1. mir half es dieses Gefühl "durch mich durch" zu lassen. Also den Gedanken in seiner ganzen Furchtbarkeit zu durchleben. Das war ein paar Sekunden furchtbar schlimm, aber danach ist es abgeebbt.
2.Ganz egal ob deine Eltern Atheisten oder sonst was sind, du kannst dein ganz eigenes finden. Schau dich um was dir am ehesten Halt gibt und was dir etwas gibt. Mein Vater hat mir immer suggeriert, dass alle die glauben doof sind, deswegen ist mir das mit dem Glauben auch so schwer gefallen, denn dumm sein wollte ich nicht. Aber niemand weiß ob Gott (oder die Quelle, oder eine Kraft oder die Göttin oder was auch immer) existiert. Und wenn ich es nicht weiß, wieso sollte ich nicht das annehmen was mir mehr gibt? Denn egal ob spirituell/gläubig oder atheistisch/agnostisch das Leben hier in Angst zu verbringen kann einfach nicht der Sinn der Sache sein.
Nach einer schweren Krise habe ich beschlossen, dass es mehr gibt als ich anfassen kann, wie das genau aussieht, weiß ich nicht, aber das muss ich auch gar nicht. Und auch in der Wissenschaft gibt es durchaus Ansätze, dass eben nicht alles so eindeutig ist wie es manchmal aussieht oder sich anfühlt. Also nochmal kurz: Wir wissen es nicht. Nimm das für dich, was dir mehr inneren Frieden gibt, ganz egal was deine Umgebung dazu sagt.
3. Das mit dem "keine Sorgen machen" "ist halt so" etc., damit hab ich auch nie viel anfangen können. Aber das ist deren Weg damit umzugehen. Du findest deinen eigenen.
4. Meine Erkenntnis zur Angst vor dem Tod: es ist eigentlich Angst vorm Leben. Dieses "ich bin dann nicht mehr da" "so als ob es mich nie gegeben hätte" "die Welt dreht sich einfach weiter" etc....bei mir war es so, dass ich in meiner Familie nicht wirklich wertgeschätzt und gesehen wurde. Das Sterben wäre dann also die Quadratur desselben und das ist natürlich schlimm. Wenn man eine schwere Krankheit hat, dann ist die Angst vor dem Sterben real. Hat man keine lebensbedrohliche Krankheit, dann will dich diese Angst wachrütteln: Was fehlt dir? Fühlst du dich gesehen? Fühlst du dich wertgeschätzt? Und ob du Sport machst oder schlank bist oder was weiß ich was noch, das ist nicht so wichtig.
Ich hoffe es hilft dir ein bisschen.

23.08.2019 18:28 • x 6 #2


IchWillPositiv

IchWillPositiv


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Lieber KleinerRob,

deine Angst kann ich gut nachvollziehen. Ich bin könnte dich jetzt trösten, in dem ich dir sage, dass die Angst mit dem alter abnimmt (bei mir zumindest). Ich war ungefähr in deinem Alter, als es bei mir begann. Es ist einfach etwas, was man sich nicht vorstellen kann, dass man irgendwann nicht mehr da ist. Mich hat damals Eine irrsinnige Panik erfasst, dass ich aufstehen musste und in der Wohnung umherlaufen musste. Auch ich hab darüber nie mit meinen Eltern -mit niemandem- drüber gesprochen. Es blieb immer ein paar Tage, dann war es vorbei und ich hatte wieder lange Ruhe mit dem Gedankenkarussell.
Ich glaube schon, dass es irgendwas gibt nach dem Tod, nur was? An Himmel und Hölle, wie es die Kirche lehrt, glaube ich eher nicht, aber dass am Ende Ende ist auch nicht.
Dir zu raten, dich mit schönen Dingen zu beschäftigen, ist Blödsinn, weil ich weiß, dass sich die Gedanken gerne selbständig machen, egal, was man gerade macht.

23.08.2019 18:30 • #3


rero

rero


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Erst mal herzlich willkommen hier im Forum.

Lieber angst vor dem Tod als angst vor dem Leben ....aber wenn ich Elisabeth zittiren Darf, die hat das so schön gesagt:
Zitat:
Meine Erkenntnis zur Angst vor dem Tod: es ist eigentlich Angst vorm Leben. Dieses "ich bin dann nicht mehr da" "so als ob es mich nie gegeben hätte" "die Welt dreht sich einfach weiter" etc....bei mir war es so, dass ich in meiner Familie nicht wirklich wertgeschätzt und gesehen wurde


Dem kann ich voll zustimmen.
Die Angst vor dem Tod hatte ich auch schon - du bist also nicht alleine.

Vielleich ist es ja wie im Film "the matrix" wo du wie aus einem Traum aufwachst .....Es kann vieles sein was nach dem Tod ist.
Dass es dann einfach zu Ende ist und nichts mehr kommt ist nur eine von vielen Theorien....wenn dich das tröstet.

LG

23.08.2019 20:20 • #4


Pipifax Forte

Pipifax Forte


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Also ich bin felsenfest davon überzeugt, dass der Mensch eine unsterbliche Seele hat. Selbst Kant hat das postuliert und der gilt als einer der größten Denker überhaupt. An deiner Stelle würde ich mich mal mit Nahtod-Forschung beschäftigen, denn es gibt ja viele Indizien, dass es nach dem physischen Tod weitergeht. Eines davon sind außerkörperliche Erfahrungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fe..._Erfahrung

24.08.2019 01:07 • #5


Ewald

Ewald


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Ich hab wahnsinnige Angst davor

24.08.2019 02:04 • #6


Ewald

Ewald


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Ich kann nicht mehr schlafen vor lauter Angst weil ich Angst hab vor einer ernsten Erkrankung leide unter einer massiven Angststörung und Depression Hypochondrie hab Verdauungsprobleme hatte im Juni eine Magenspiegelung und Darmspiegelung wurde untersucht aber ich meine ich hab was zu erst war es nur tagsüber jz auch nachts ich kann nicht mehr ich bin 50

24.08.2019 02:22 • #7


tuffie 01


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Hallo,

Es sind deine Depressionen die dich .lieber Ewald hinunter ziehen.
Diese können durch deine Angststörung ausgelöst sein.
Angststörung ist ja nichts wo man für das Handtuch schmeissen sollte.
Die Angst wird leider fehlt Interpretiert,mehr nicht.

Eine Verhaltenstherapie ist super , du hast die Möglichkeit durch eine kognitive Verhaltenstherapie ,deine Sicht umzuändern, es sind nicht die Dinge die uns Angst machen sondern die Sicht der Dinge.

Wenn du Angst vor dem Tod hast dann fange an dich endlich jetzt sofort zu Leben!

Das Leben ist einfach ,nur alles geschehen lassen ,dass schaffst du.
Wenn du meinst du könntest durch seine Angst ,den Tod aufhalten ,ne ich denke dass geht nicht ,eines Tages gehen wir alle Mal , ich finde es heute auch sehr schade und man kann auch darüber traurig sein , das traurig sein , darf oder sollte im besten Fall ,wieder weiter ziehen ,dass Gefühl , wie eine Wolke.
Spüre in dich hinein bestimmt fühlst du das Gefühl nach Angst und traurig sein, wut oder auch dann Lebensfreude,genau dass ist es dann ,
Dann gebjiei dass leben im vollen Zügen und wenn die Angst Mal wieder vorbei kommt dann sage ich mit herzlichen Unterton,

Ich brauche dich jetzt nicht. Da ich nicht in Lebensgefahr bin.
Ich bin zwar traurig das es den Tod nun Mal gibt aber ich werde mein Leben genießen und leben .
Bis ich eines Tages dahin gehen woher ich komme aber solange ich hier bin , genieße ich es .

24.08.2019 07:20 • #8



Mira Weyer


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