Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll aber ich weiß langsam nicht mehr weiter.
Ich finde keinen Psychologen und ich habe wirklich sehr viele angerufen, sogar diese eine Kammer extra dafür.
Es hat alles Anfang dieses Jahres angefangen, als mein Onkel plötzlich verstarb beim Fahrrad fahren.
Mich haben solche Ereignisse mein ganzes Leben verfolgt. mein Opa, meine Schwester, jemand aus der Schule und mein Nachbar und bei meinem Nachbar hieß es sogar "Er war ein Tag vorher beim Arzt und es war alles okay" trotzdem starb er mit 30.
Ich war dort 8 Jahre und seitdem habe ich immer Angst gehabt. ich dachte immer, dass ich auch bald einfach so sterben werde. jedes ziehen in der Brust hat mir solche Angst gemacht, sodass ich in den Himmel geschaut habe und einfach Angst hatte. ich habe es natürlich nie jemandem erzählt, da ich meiner Mama keine Sorgen machen wollte, da meine Schwester zu dem Zeitpunkt auch verstarb an einer seltenen Krankheit.
Irgendwann habe ich mich in die Computer Welt versteckt und dort ging es mir immer gut. Ich hatte keine Angst und auch kaum schlechte Gedanken.
Die Realität verschwand aber immer mehr in meinen Augen, da das normale Leben nur voller Angst und Tod ist.
Ich war mit 16 das erste mal in einer Psychiatrie, da ich selber nicht mehr konnte, da ich am HBF auf einmal einen Anfall hatte, wo mir ganz komisch wurde und ich totale Panik bekam. Die Wochen danach waren ganz schlimm, sobald ich das Haus verlasse habe, hat der Boden gewackelt und ich bekam kaum Luft und sofort schlechte Gedanken.
Nach dem Klinik aufenthalt bin ich normal zur Schule gegangen und habe meinen Abschluss gemacht.
Mir ging es aber nie gut. Dazwischen hatte ich ein paar Panikattacken und viele Probleme in der Familie.
Jetzt bin ich 22 und wohne alleine in meiner süßen Wohnung, weiß aber nicht wirklich mit mir anzufangen.
Ich fühle mich schlecht. Sobald ich die Wohnung verlasse, schießen mir tausend schlechte Gedanken in den Kopf wie z.B, dass ich jede Sekunde umkippen könnte oder mein Herz stehen bleibt oder ich eine Panikattacke kriege oder dass mir schwindelig werden könnte.
Es wurde in den letzten Monaten immer schlimmer und jetzt sitze ich seit 3 Monaten fast nur noch Zuhause und traue mich nicht in die Realität, da ich sogar schon beim Filme gucken total gestresst bin und anfange zu zittern und mich unwohl fühle, nur weil es sich "Real" anfühlt.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll.
Ich bin eigentlich immer total gut drauf und lustig aber das verschwindet leider langsam und ich werde schneller sauer und verzweifelt. Zum Glück habe ich einen Freund, der für mich da ist aber da denke ich auch sofort "Was ist, wenn ich aufeinmal sterbe, dann ist er traurig" und dann werde ich schlecht gelaunt und lasse es an ihm aus. Versuche es ihm ja auch zu erklären aber das ist ja nicht so leicht bei Leuten, die sowas nicht haben/kennen.
Ich habe angefangen ein wenig Sport zu machen aber da habe ich auch Angst, dass ich einfach umkippe beim joggen oder meine Lunge zusammenbricht, da ich im Sommer mal einen Vorfall hatte, wo es aufeinmal total eng wurde für ein paar Sekunden und ich total panisch wurde.
Man ich weiß einfach nicht mehr weiter
