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Hallo,

bin in einer psychosomatischen Klinik und nehme jetzt seit 1 Woche Opipramol 25mg.Seit heute 50mg. Mir geht es von Tag zu Tag schlechter. Was soll ich nur tun? Mir geht es schlechter als vor der Aufnahme in die Klinik. Soll ich das Opipramol weglassen? Oder kann es garnicht vom Opipramol kommen. Die Dosierung ist ja eigentlich lächerlich.

IcH bekomme seit ein paar Tagen auch Ohrakkupunktur. Mein Arzt meinte das es zu einer Anfangs Verschlechterung kommt. Geht es mir deswegen so schlecht?

Ich fühle mich sehr schlecht vom Körper. So schlecht habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Ich spiele schon mit dem Gedanken die Klinik vorzeitig abzubrechen. Bin jetzt schon 4 Wochen in der Klinik bisher hat sich eher alles verschlechtert. Hätte noch 2 Wochen vor mir.

Bitte gebt mir Ratschläge. Danke!

25.12.2016 15:47 • 29.12.2016 #1


8 Antworten ↓


F
Viele Antidepressiva führen besonders in den ersten 2 Einnahmewochen zu einer Erstverschlimmerung.
Das hat Dir Dein Arzt ja auch gesagt.
Natürlich ist das schwer zu ertragen,wenn es einem eh schon so mies geht aber das Durchhalten kann sich lohnen: nach spätestens 4 Wochen stellt sich in der Regel die stimmungsaufhellende Wirkung ein.
Bis dahein heisst es durchhalten und das Beste hoffen.
Leider muss man manchmal erst verschiedene Medikamente ausprobieren bis man das Richtige hat.
Du darfst auch nicht vergessen,das das sich-schlecht-fühlen vermutlich nur zu einem gewissen Teil vom Medikament ausgelöst wird,wenn überhaupt.
Der Kopf schiebt es dann gerne darauf,weil man ja weiss,das es sein kann.

Solltest Du aber absolut das Gefühl haben,es nicht mehr nehmen zu wollen,sprich mit Deinem Arzt und sag ihm das.
Manchmal geht es auch ohne Antidepressivum.
Eine Patentlösung gibt es leider nicht,es geht nur über ausprobieren und vor allem nicht den Mut verlieren.
Du findest ganz sicher noch das richtige Medikament bzw. die richtige Heilmethode,die Dich stabilisiert.
Es ist nur eine Frage der Zeit und der Körper und die Seele haben zum Glück auch enorme Selbstheilungskräfte,die Tag und Nacht für Dich arbeiten,ohne dass Du was dafür tun musst.
Im Moment merkst Du davon sicher noch nichts aber in absehbarer Zeit wirst Du merken,wie Stück für Stück Deine Lebenskraft zu Dir zurückkehrt.

25.12.2016 16:15 • x 1 #2


A


Opipramol seit 1 Woche

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P
Hallo Sheep,

ich weiß es natürlich nicht, aber ich glaube eher, dass es mit etwas anderem zu tun hat. Möglicherweise mit dem Klinikaufenthalt selbst oder mit der Zeit, in der er stattfindet (Feiertage, Jahreswechsel). Ich habe gelesen, dass Du schon vor dem Aufenthalt schlechte Erwartungen hattest. Vielleicht gibt es doch die Gelegenheit, dort irgendetwas zu lernen, was Dir weiterhilft.

Grüße

pc

25.12.2016 16:22 • #3


S
Zitat von panicchief:
Hallo Sheep,

ich weiß es natürlich nicht, aber ich glaube eher, dass es mit etwas anderem zu tun hat. Möglicherweise mit dem Klinikaufenthalt selbst oder mit der Zeit, in der er stattfindet (Feiertage, Jahreswechsel). Ich habe gelesen, dass Du schon vor dem Aufenthalt schlechte Erwartungen hattest. Vielleicht gibt es doch die Gelegenheit, dort irgendetwas zu lernen, was Dir weiterhilft.

Grüße

pc


In der Klinik hab ich mich eigentlich ziemlich gut eingelebt. Ich habe sehr viele nette Menschen kennengelernt und viele gute Gespräche geführt. Die Therapien sind auch gut, besonderst die Tanztherapie und Tanz der Gefühle gefallen mir ausgesprochen gut. Mir geht es erst so schlecht seit ich mit einer Frau in der Klinik näher gekommen bin. Ich habe ihr auch gesagt das ich mich von ihr angezogen fühle. Seit ein paar Tagen ist aber Funkstille. Ich habe das auch meinem Therapeuten erzählt. Ich bin ja kein Typ der immer gleich rum heult. Aber das hat mich richtig verletzt diese Zurückweisung. Ich glaube ich habe noch nie bei einem Therapeuten so geheult. Im Nachhinein ist mir das wirklich peinlich. Seitdem geht's mit mir wieder abwärts.

25.12.2016 16:35 • #4


F
verständlich,wenn man bedenkt,dass man auch ohne Enttäuschungen dieser Art schon in labiler Verfassung war...
Da hast Du jetzt ein bisschen Pech gehabt.Das tut mir leid für Dich,ist ein kleiner Rückschlag.
Ich hoffe aber,Du lässt Dich dadurch nicht von Deinem Weg abbringen denn Du bist doch schon auf einem sehr guten Wege!
Es wäre doch äusserst schade,wenn ein einzelner Mensch das Ganze zum Kippen bringt.
Gib ihm/ihr nicht die Macht dazu und kämpfe weiter,Du packst das schon!
Halte Dich an die anderen guten Kontakte,die Du bereits knüpfen konntest,das gibt Kraft.

25.12.2016 16:39 • x 1 #5


P
Kann passieren, dass man sich bei so einer Gelegenheit verliebt, vielleicht sogar leichter als in der gewohnten Umgebung. Ich würde versuchen, diese Sache nicht wichtiger zu nehmen, als sie ist und so bald wie möglich hinter Dir zu lassen.
Ansonsten hört sich das ja alles richtig gut an, was Du von Deinen Erfahrungen dort schreibst. Ich wünsche Dir, dass Du Dich bald wieder auf Dein Programm konzentrieren kannst.

Grüße

pc

25.12.2016 17:14 • #6


S
Um nochmal zu dem Opipramol zurückzukommen.

Sollte ich erstmal noch abwarten? Mein behandelnder Arzt hat nichts von einer Anfangsverschlechterung gesagt. Können auch körperliche Symptome wieder vermehrt auftreten?

25.12.2016 17:32 • #7


F
vielleicht hat er Dir nichts gesagt,um Dich nicht unnötig zu beunruhigen.
Kann halt sein,dass man mehr schwitzt oder etwas unruhiger wird...aber nichts schlimmes.

25.12.2016 19:00 • #8


S
Nehme aktuell seit 3 Tagen 75mg Opipramol. Bisher hat sich nichts gebessert. Eher schlechter geworden. Was soll ich tun? Höher dosieren oder abbrechen und Escitalopram versuchen?

29.12.2016 17:06 • #9





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