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Zimt93
Es war mir schon immer irgendwie im Hinterkopf doch in letzer Zeit viel nach gedacht habe kommt es wieder nach vorne.

Ich habe eigentlich mein Gesamtes Leben bisher verschwendet mit 22 wird es wohl Ungefähr einviertel wenns hoch kommt ein drittel oder noch mehr einfach verschwendet.

Nur das davon viele Jugendjahre dabei waren von denen man sagt das sie die schönsten sein sollen. Die werde ich niemals zurück bekommen.

Keine Freunde, keine schönen Erlebnisse,keine leidenschaftlichen Hobbys, keine Liebe, kein richtiger Job usw.

Das wird auch der Grund für meine Demotivation sein, da ich selbst wenn ich heute anfange alles Perfekt zu machen werde ich den Rückstand niemals aufholen denn die Zeit ist für immer verloren.

Trotzdem erscheint es mir wie jeder Tag die Zeit wie Sand durch meine Hände gleitet und das macht mich sehr traurig.

Ausserdem habe ich einfach grosse Angst früher oder später einfach an dem Punkt des no return angelangt zu sein, an dem man sich damit Abfinden muss das man es verdorben hat und vieles einfach Abhacken muss.

Diese angst belastet mich momentan einfach zu stark.

03.05.2015 14:08 • 18.05.2015 #1


5 Antworten ↓


Hallo zimt,

ich kann dich zwar verstehen und ich kenne auch deine Träume und Wünsche ans Leben nicht, aber du bist erst 22 Jahre und wirst noch deine Chancen bekommen. Ich selber war in deinem Alter auch sehr verzweifelt, weil ich in dem Alter noch "Jungfrau" war, aber in den folgenden Jahren hatte ich noch diverse Chancen und auch einige kurze Beziehungen/Affären, die ich mir dann grösstenteils selber verdorben habe.
Also auch du wirst noch deine Chancen kriegen und ich drücke dir dabei die Daumen, dass du diese nutzen wirst.
Wünsche Dir viel Glück dabei!

03.05.2015 14:24 • #2



Niemals richtig gelebt

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Ok, ich werde mal versuchen Dich zu einer etwas konstruktiveren Sichtweise zu bewegen.

Das Du schon 22 Jahre verschwendet hast, na gut, ist schon eine Menge aber bei mir sind es wohl mehr. Aber immerhin hast Du es endlich gemerkt, das Du Dein gesamtes Leben schon verschwendet hast, das ist ja immerhin schon mal ein guter Ausgangspunkt etwas zu ändern.

Ich würde vorschlagen, suche Dir ein paar Freunde, 2-3 sollten reichen. Geh mal nach da draussen und erlebe was schönes! Bleibe einfach mal kurz an nem Bach stehen und shaue 5 Minuten dem Wasser beim fliessen zu und überlege wie sich das wohl anfühlt, so zu fliessen. Suche Dir ein Hobby mit Leidenschaft, vielleicht Tanzen oder Gleitschirmfliegen oder Basteln oder so. Verliebe Dich in irgendjemand. Mach nochmal eine Ausbildung, bist ja gerade mal zarte 22.

Die Motivation dafür sollte sein, überlege doch mal selbst wie Du Dich in 10, 20, 50 Jahren fühlen wirst wenn Du keinen Bock hast etwas daran zu ändern und wie mega sinnlos sich das dann erst anfühlen wird.

Suche Dir einen Sandkasten, lasse den Sand durch Deine Hände gleiten und achte darauf, wie gut sich das anfühlt!

Für den Punkt des "No Return" hast dann in 10, 20, 50 Jahren noch zeit, Dir Sorgen darüber zu machen. Im Endeffekt ist das jeder Augenblick, keiner lässt sich ungeschehen machen. Hast ja noch genug Zeit dann für Ängste.

Ich weiss, das mag sich jetzt etwas hart lesen, ist aber durchaus gut gemeint. Tu es bitte nicht gleich ab sondern überlege Dir konkret welche Vorteile die vorgeschlagenen Denkmuster gegenüber den gewohnten haben und überlege Dir wie sie im Kleinen umsetzbar sind. Denn jeder noch so kleine Fortschritt ist ein Fest wert. Und solltest Du doch mal Rückschritte erleiden, also, eine bessere Chance für Fortschritt gibt es ja wohl kaum!

03.05.2015 15:23 • x 2 #3


Du bist 22. Damit stehst Du gerade am Anfang Deines Erwachsenenlebens.

Der einzige Fehler, den Du machen kannst, ist den Status Quo beizubehalten und Dich gegen eine Veränderung zu sträuben. Veränderungen können Dir helfen. Das Wichtige ist, dass Du Dich ihnen nicht entgegenstellst. Resignieren kannst Du mit 80, aber mit 22 wäre es wirklich Verschwendung. Verschwendung von Lebenszeit.

Die Angst vor dem "Point of no Return" mag hier und da ihre Berechtigung haben. Aber das ist eine Sache, die wohl alle Menschen irgendwann lernen müssen: Dass bestimmte Entscheidungen im Leben nicht mehr rückgängig zu machen gehen. Allerdings heißt das nicht automatisch, dass Du die Folgen nicht durch andere Entscheidungen wieder abmildern oder gar umkehren kannst.

Und, noch was: Sich entscheiden tut richtig gut. Versuchs doch mal. Du wirst sehen, mit jeder Entscheidung bekommst Du mehr und mehr das Gefühl, Dein Leben selber in der Hand zu haben.
Wenn Du stattdessen den ganzen Tag resigniert auf der Couch sitzt und nicht an Deinem eigenen Leben teilnimmst, dann ist es irgendwann nicht mehr Dein eigenes Leben. Dann treffen andere die Entscheidungen, und Du schaust nur noch zu.

Du kannst entscheiden, was Dir lieber ist.

03.05.2015 16:56 • x 1 #4


franzey
Ich kenne das Gefühl, denn als ich Mitte 20 war dachte ich auch, dass ich nicht wirklich was erreicht habe in meinem Leben. Abgebrochene Ausbildung, einen schlechten Realschulabschluss, dazu Schulden und und und.

Irgendwann habe ich keine Lust mehr gehabt, so zu leben. Immer nur Geld vom Amt, kaum Möglichkeiten, sich etwas leisten zu können und auch immer weniger soziale Kontakte. Ich habe angefangen, etwas zu finden, was ich gut kann. Das habe ich dann nebenbei gemacht. Habe wieder einen Job gefunden, auch wenn ich keine Ausbildung hatte. Die habe ich dann aber nachgeholt. Wichtig ist halt, dass du erkennst, das etwas nicht richtig läuft und du dein Leben selbst in die Hand nimmst und etwas veränderst.

Der Rest kommt dann von ganz allein. Ich drücke dir die Daumen, dass sich deine Situation nach und nach bessert!

04.05.2015 13:28 • #5


Hallo,
ich bin 23 und fühle mich ziemlich genauso wie du.

Die schönste Zeit meines Lebens war meine Kindheit, in der ich Glück empfand, Freunde hatte mit denen ich tag ein tag aus was unternahm. Ich war anerkannt.

Aber in der Jugend, so ab der 9. Klasse änderte sich immer mehr meine Welt. Ich war Außenseiter in der Schule, das zog sich dann letzendlich auch ganz bis zum Ende der Schulzeit hin, und ich entwickelte Minderwertigkeitskomplexe und eine Soziophobie, kein Selbstbewusstsein. Tja und die letztgenannten sind keine tollen Vorraussetzungen für ein schönes und erfülltes und somit glückliches Leben. Die letzten Jahre waren nur noch ein Kampf mit verschiedenen Süchten, um irgendwie doch ,,Glück" zu finden. Und Stand heute habe ich zwar des Abi, aber auch ein abgebrochenes Studium. Und ansonsten sozial gibts nichts tolles zu verkünden. Keine Freunde, die Min-Komplexe, das kaum vorhandene Selbstbewusstsein kontrollieren mein Handeln und hemmen mich.
Ich lebe eigentlich schon lange nur in den Tag hinein, weil ich auch einfach nicht weiß, was ich im Leben überhaupt ERREICHEN MÖCHTE. WAS ERWARTE ICH VOM LEBEN? WAS WILL ICH ERREICHEN? WO WILL ICH MAL STEHEN?

Wenn ich die Fragen beantworten könnte...

Dieser Thread bzw. der Satz: Niemals richtig gelebt, hat mich irgendwie tief berührt.
Ich danke dem Threadsteller Zimt93

18.05.2015 23:22 • #6





Mira Weyer