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Strand
Hallo zusammen,

Ich hatte vor 2 Jahren eine Angststörung und Depression, und mit viel Mühe, Konfrontation, Therapie, Medis und lieber Menschen kam ich aus dem Sumpf gut heraus.
Ich bin jetzt sehr lange angstfrei gewesen, aber kaum gerate ich in Stress (war mehr bei der Arbeit im Juli) bin ich wieder anfällig für Angstgedanken.
Das NERVT soooo!
Ich weiss auch dass alles woran ich denke totaler Quatsch ist, und nix mit der Realität zu tun hat, trotzdem machen die Gedanken mich unsicher und wacklig.

Wie kann man total unsinnige Gedanken loswerden? Hat jemand eine Idee?

LG
Strand

22.07.2012 16:32 • 23.07.2012 #1


10 Antworten ↓


Hallo.

Ich kann dir leider nichts genaues als Tip geben, da ich selbst mit meinen Ängsten zu kämpfen habe und auf einen Therapieplatz warte, aber:

Zitat:
mit viel Mühe, Konfrontation, Therapie


Vielleicht nimmst du dir mal ein paar ruhige Minuten und versuchst mal, ein paar Gedanken und Taten aus der Zeit aus deinem Gedächtnis zu fischen. Vielleicht hast du damels Sachen getan, als Therapieform, die du so nicht beibehalten hast, die du heute wieder aufnehmen könntest. War halt nur so ein Gedanke, als ich deinen Text las. Oder vielleicht fällt dir dabei wieder das ein oder andere ein, was dir als Ruhepool geholfen hat.

Wie gesagt, das war nur so ein Gedanke.

Ich hoffe, es pendelt sich bei dir wieder ein, denn du scheinst ja in den letzten 2 Jahren einen gewaltigen Schritt geschafft zu haben.

Schöne Grüße

22.07.2012 19:18 • #2



Negatives Denken und Gedankenkarrussell

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Strand
Hey

Danke für Deine Antwort! Ich versuche auch gerade wieder Dinge aufzugreifen die ich in der Therapie gelernt habe (Entspannungsübungen, Akzeptanz, Gelassenheit).

Was mich gerade plagt: ich frage mich, ob es möglich ist dass ich in meiner Kindheit was schlimmes traumatisches erlebt hab, was ich jetzt aber nicht mehr weiss.
Und was ich ja nicht weiss kann ich auch nicht aufarbeiten.
Dieser Gedanke macht mich voll krank und mir wird schlecht wenn ich dran denk
Meine Thera meinte wenn ich keinerlei Erinnerung an etwas hätte, dann hält sie es für unwahrscheinlich. Das sagte mir ein anderer Therapeut auch mal, und eigentlich glaub ich auch nicht dass mir was passiert ist was ich nimmer weiss, aber mein Kopf macht mich voll krank mit diesem Gedanken....
Ich ängstige mich etwas, was mich wahrscheinlich garnicht betrifft.
Ich wünsche ich könnte diese Gedanken abstellen.

Lg
Strand

22.07.2012 20:02 • #3


Ich versuche zur Zeit folgende Strategie : Sämtliche Befürchtungen, die Ich den Tag über hatte, prüfe Ich dahingehend, inwiefern diese tatsächlich eingetreten sind. Erstaunlich dabei war, dass nichts von dem, was Ich befürchtete, auch nur ansatzweise eingetreten ist.

22.07.2012 20:30 • #4


Bevor du dich damit alleine so lange auseinander setzt, bis es dich auffrisst, frage doch einfach mal nach. (Wenn möglich)

Du schriebst, liebe Menschen haben dir darüber hinweggeholfen. Waren es auch eventuell auch deine Eltern? Wissen sie überhaupt von deinen Angstzuständen? Wissen sie von der Therapie? Eventuell Tante, Onkel usw. Vielleicht kommt bei einem Gespräch über die Kindheit etwas wieder, an das du nicht mehr denkst.

Zitat:
Ich versuche zur Zeit folgende Strategie : Sämtliche Befürchtungen, die Ich den Tag über hatte, prüfe Ich dahingehend, inwiefern diese tatsächlich eingetreten sind. Erstaunlich dabei war, dass nichts von dem, was Ich befürchtete, auch nur ansatzweise eingetreten ist.


Das ist eine schöne Sache. Ich beschäftige mich Abends leider schon wieder mit dem nächsten Tag und der Zukunft ansich, da fällt es etwas schwer, mich mit den vergangenen Sachen auseinanderzusetzen, aber die Grundidee finde ich schon mal sehr gut. Leider habe ich ja eher das Problem, das ich mich so lange davon überzeuge, irgendwo nicht hin zu müssen, das ich dann auch fast immer gar nicht erst los gehe, was es natürlich erschwert, zu sehen, ob es auch wirlich eintrifft.

22.07.2012 20:55 • #5


Strand
Hey,

ja, meine Eltern und Familie wissen Bescheid und haben mir auch zur Seite gestanden
Mein Onkel war selbst dieses Jahr betroffen von Herzangst, da konnte ich ihm helfen wiederum, weil Herzrasen oder Angst vor dem Herztod kenne ich nicht.
Meine Kindheitstraumas kenne ich eigentlich alle und habe die auch in einer Psychoanalyse lange durchgemacht.
Jetzt mach ich mich ja verrückt ob da was sein könnte, was ich nicht weiss oder verdrängt habe. Ich hab eigentlich ein super Gedächtnis und eigentlich glaub ich garnicht dass es da was schlimmes gab, aber die Angst vor dem dass es sein könnte macht mich alle.
Dabei ist es doch wahrscheinlich nur in meinem Kopf!



LG
Strand

22.07.2012 21:08 • #6


Ja, ich habe leider auch gemerkt, das gerade seitdem ich mir meine Ängste eingestanden habe, vieles für mich noch schlimmer geworden ist. Ich habe aber zum Glück eine Allgemeinärztin gefunden, die mich unterstützt und mir auch gut zuhört.
Morgen muss ich zum Zahnarzt, da mir heute ein Schneidezahn abgebrochen ist. Bis jetzt lenke ich mich hier im Forum ab, aber morgen früh werde ich unerträglich sein. Meine arme Frau.

Vielleicht ist es ja auch gar nichts aus der Kindheit, ´nur mal wieder so ein Gedanke. Du schriebst ja, das du wieder mehr Stressmomente hattest, auch durch den Job. Ist es vielleicht der gleiche Auslöser, wie vor 2 Jahren? Vielleicht Arbeitsbedingt? Wie gesagt, nur wieder ein Gedanke beim lesen deines Posts.

22.07.2012 21:14 • #7


Und was ich ja nicht weiss kann ich auch nicht aufarbeiten.




wie macht man das den mit dem aufarbeiten, kann mir das jemand sagen, ich denke bei mir kam es daher das mein vater als ich 8 jahre alt war im winterurlaub erfrohren ist, wie kan man sowas aufarbeiten ??

22.07.2012 21:23 • #8


Zitat:
wie kann man sowas aufarbeiten ??


Ich schrieb ja schon, das ich einen Therapieplatz suche. Ich weiß auch nicht, inweifern es mir etwas bringen wird, aber wie ich weiter oben schon schrieb: Wenn ich es nicht probiere, kann ich es nie mit voller Gewissheit sagen.
Ich denke, jeder Mensch ist da anders und es hängt bestimmt auch eine ganze Menge vom Therapeuten ab, aber ich habe schon so 5 Sachen, die in der Vergangenheit für einen "pychischen Knacks" gesorgt haben könnten. Aber ob es eins davon wirklich ist, oder alle auf einmal, werde ich vielleicht erfahren, wenn ich alles mal in Ruhe mit jemandem Durchsprechen kann, der nichts sonst über mich weiß und der vielleicht die richtigen Fragen zu den richtigen Stellen stellt.

Ich erhoffe mir nicht viel von einer Therapie, aber ich bin auch nicht gänzlich abgeneigt. Wie weit ich mich dabei öffnen werde, ist ja voll und ganz meine Entscheidung.

Ich kannte mal einen etwas älteren Mann, der ständig wütend war und es an sich selbst und anderen in diversen Varianten auslies, bis er (zugegeben) vom Gericht zu einer Therapie verdonnert wurde. Natürlich war er voll und ganz dagegen, doch im Laufe der monatelangen Gespräche bekam der Therapeut immer mal ein oder zwei Sätze mit, die ihn ins grübeln brachten. Er fuhr dann mit dem Mann zum Grab seines Vaters. Er hatte sich nie richtig von ihm verabschieden können und nach Jahren der Grababstinenz und sinnlosen Wut brach er nach einiger Zeit heulend am Grab zusammen, da seine Psyche einfach überlastet war und mittlerweile ist er ein sehr netter Mensch, der sich auch um andere kümmert.

Ist nur ein Beispiel, aber es war wohl die richtige Therapie zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Es ist halt nur bei jedem verschieden, denke ich.

22.07.2012 21:33 • #9


Hallo zusammen,

kann mich diesem Thema nur anschließen. Mir geht es momentan auch nicht gut. Meinen Zusammenbuch hatte ich vor 5 Jahren. Lebe mit der Angst und es ging mir auch schon viel besser. Vor einer Woche hat mich eine Freundin so enttäuscht und gekrängt, dass es mir wieder schlecht geht.
Warum wirft mich so etwas aus den Schuhen? Stress und Angst werfen mich jedes mal wieder zurück.
Ich fühle mit euch mit und weis wie es euch geht.

23.07.2012 07:40 • #10


Strand
Hallo,

also ich denke aufarbeiten bedeutet erkennen, aussprechen, darüber sprechen, es analysieren, dann herausfinden was es für einen im Hier und Jetzt bedeutet, dann darüber traurig sein, wütend sein, dann akzeptieren, loslassen, vergeben und abhaken.
So habe ich meine Probleme aufgearbeitet.

In meiner jetzigen Situation versuche ich wieder mit dem Stoppschild ranzugehen.
Wenn ein bekloppter Gedanke kommt, gleich Stopp sagen!
Und es akzeptieren dass Stress und Hektik aus der Bahn werfen kann.
Ich wünschte jeden Tag würde es mir gut gehen, aber so ist das Leben einfach nicht.


LG
Strand

23.07.2012 21:25 • #11



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