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Letzten Freitag bin ich entlassen worden nach 8 Wochen Psychiatrie.
Es kommt mir vor,als hätte ich das alles nur geträumt aber es ist leider so gewesen.
Das Schlimmste ist jetzt der Bericht (Arztbrief),der daraufhin erstellt wurde.
Vieles,was darin steht,stimmt nicht bzw. nur ansatzweise.
Das lässt sich darauf zurückführen ,dass ich in dieser Zeit drei verschiedene Ärzte als Behandler hatte und ich hab das Gefühl,die kriegen beim Entlassungsbericht kaum noch die Fakten zusammen.
Aber irgendwas müssen sie ja zusammenschreiben und das ging weitestgehend auf meine Kappe,obwohl sie meines Erachtens versäumt haben,mich rechtzeitig medikamentös zu behandeln,was den Aufenthalt nur unnötig verlängert hat...
Ist ja auch so praktisch,alles auf mein Störungsbild zu schieben...

Ich musste ja nun mit dem Bericht zu meinem Psychiater und hatte mich im Vorfeld entschlossen,nichts weiter dazu zu sagen.
Mein Psychiater fragte mich dann,ob ich dem Inhalt so zustimmen würde und ich hab ihm dann gesagt,dass ich vieles anders "erlebt" habe um es vorsichtig auszudrücken.
Er meinte dann,dass er sich immer selbst ein Bild macht und ich war so erleichtert,dass ich in Tränen ausgebrochen bin.

Das musste mal raus...

25.08.2017 09:52 • 08.09.2017 #1


10 Antworten ↓


Luna70
Schön, mal wieder von dir zu hören.

Nicht so schön natürlich, was du zu berichten hast. Kann dir das mit dem Arztbrief denn irgendwie schaden, wenn da falsche Sachen drin stehen? Wenn nicht, dann ist abhaken vielleicht besser.

25.08.2017 10:17 • x 1 #2



Nach 8 Wochen Psychiatrie wieder zuhause

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petrus57
Mein Arztbrief hatte auch nichts mit der Realität zu tun gehabt. Ich glaube die saugen sich da einfach was aus die Finger.

25.08.2017 10:49 • x 1 #3


la2la2
Zitat von Flame:
Ich musste ja nun mit dem Bericht zu meinem Psychiater

Nicht ohne Grund hat man als Patient die alleinige Macht über seine Akten.
Es gibt keine Pflicht anderen Ärzte Arztbriefe zu zeigen oder zu erlauben, dass Ärzte sie an Kollegen herausgeben. Auch eine Teilzensur ist möglich (beim Kopieren einfach die Passagen abdecken, die weg sollen).

Solche Berichte sind also niemals ein Weltungergang, für die es keine Lösung gibt.

25.08.2017 11:08 • x 1 #4


Ja,ich weiss nicht.
Ich hatte den Arztbrief selbst mitgebracht.
Soweit ich weiss,können die Ärzte untereinander die entsprechenden Unterlagen sowieso anfordern.

Ich lag jedenfalls eh schon am Boden und war einfach froh,dass mein Psychiater mich immer noch genauso offen behandelt wie vorher.

25.08.2017 11:14 • #5


la2la2
Zitat von Flame:
Soweit ich weiss,können die Ärzte untereinander die entsprechenden Unterlagen sowieso anfordern.

Nein, ohne deine Erlaubnis dürfen Ärzte 0 Inforamtionen über dich austauschen. Erst recht keine Arztbriefe oder andere Infos. Gemäß der ärztlichen Schweigepflicht darf ein Arzt ohne deine Erlaubnis (oder zumindest Überweisungsschein als deutlicher Hinweis, dass die Kommunikation erwünscht ist) einem anderen Arzt nichtmal mitteilen, dass du jemals Patient bei ihm warst.

In deinem Fall hast du Glück gehabt, dass du einen Psychiater hast, der sein Gehirn benutzt und nicht den Kollegen nachplappert und nur zum Rezeptblock greift.

25.08.2017 11:17 • x 1 #6


Das wusste ich nicht!
Allerdings wurde ich nach der Adresse gefragt von meinem Hausarzt und meinem Psychiater bzw. an wen der Arztbrief gehen soll...

Umso glücklicher bin ich,dass ich so einen tollen Psychiater habe.
Der ist wirklich immer unheimlich nett und einfühlsam und versucht zu helfen,wo er kann...
Er hat mir auch noch nie was aufgedrückt oder zum Vorwurf gemacht.

25.08.2017 11:41 • #7


Icefalki
Ach Flame, du glaubst ja gar nicht, wie viele falsche Diagnosen es gibt. Viel wichtiger ist, wurde dir dort wenigstens ein bisschen geholfen?

Und dein Doc ist prima. Sich selbst ein Bild machen, ohne das Geschreibsel der anderen. Macht mein Chef auch und das Kopfschütteln haben wir uns abgewöhnt.

25.08.2017 16:00 • x 1 #8


Ja,es gab auch Hilfe dort aber jetzt geht es erst richtig los mit Verhaltenstherapie...

25.08.2017 16:18 • #9


Zitat von Flame:
Ach Flame, du glaubst ja gar nicht, wie viele falsche Diagnosen es gibt.


Das hat meine aktuelle Verhaltenstherapeutin auch gesagt.
Sie ist ganz anders und niemals vorwurfsvoll.
Ich hatte grosse Angst,dass sie sagt,ich solle die Medikamente absetzen.
Aber sie will mir zeigen,wie ich meine Selbstwertproblematik in den Griff bekomme.

Dass es nicht toll ist,Medikamente nehmen zu müssen,versteht sich ja von selbst.
Ich konnte inzwischen auch schon reduzieren aber es ist alles noch sehr anstrengend.

08.09.2017 14:58 • #10


Icefalki
Wenn dir die Medis helfen, dann setzt du sie auch nicht ab. Ich verstehe den ganzen Hype hier eh nicht, was die Medis anbelangt. Wenn sie einen unterstützen, dann ist es doch prima. Ist doch kein Versagen, wenn man besser im Leben mit den Medis klarkommen kann. Man sollte immer dem eigenen Befinden vertrauen.

Gehört auch dazu zum Selbstwert. Selbst entscheiden, wie man mit Unterstützung umgeht und sich dessen nicht schämt. Gelle?

08.09.2017 16:31 • x 1 #11



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