Katta81

Hallo liebe Forenteilnehmer,

Ich hatte bereits vor 2 Jahren eine depressive Episode. Zur Zeit geht es mir wieder sehr schlecht obwohl ich mal komplett über den Berg war. Ich stecke noch mitten in der Diagnostik. Ich bin noch nicht sicher, ob ich wieder eine Depressive Episode, Burnout oder mittlerweile eine Angststörung habe. Es ist eine Mischung aus vielem.

Ich habe mal eine Frage, ich habe meine Therapeutin noch nicht gefragt, da ich erst zwei Sitzungen hatte und die dann auch morgens ...

Ich stelle bei mir fest, dass ich morgens total im Eimer bin. Ich stehe total neben mir, grübele, habe diffuse Ängste, der neue Tag kot** mich einfach nur an. Ich bin Arbeitssuchend und weiß vor lauter Blödheit nichts mit mir anzufangen. Wenn ich aufwecke bin ich ein paar Minuten normal und dann bin ich wieder in meiner Benommenheitswelt. Gegen 14-15 Uhr fängt dies dann an stark nachzulassen und ab 18Uhr etwa fühle ich mich komplett normal. Ich merke dann absolut keinen Unterschied mehr zu "früher" bevor dies Ende Juni dieses Jahres wieder losging.

Tja, dann geschlafen und früh geht dasselbe Spiel wieder los.
Gibt es dafür eine logische Erklärung?
Ändern sich die Hormone im Laufe des Tages eventuell so stark?

Was ich leider auch einige Tage festgestellt hatte, dass ich morgens, mittags total im Eimer bin und abends richtig euphorisch, dass ich kaum noch runterkomme. Das ist natürlich auch nicht so schön.

Was mir auch komisch vorkommt, wenn ich auf der Straße hässliche Menschen sehe, empfinde ich diese als extrem hässlich und ich bekomme regelrechte Beklemmungen. Das klingt seltsam! Ich kenne mich so auch nicht. Kennt das jemand?

01.08.2014 21:02 • 15.05.2019 #1


27 Antworten ↓


Neuro87

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Ganz einfach:

Du vermisst eine Aufgabe. Du brauchst wieder einen Job. Wurdest du gekündigt? Wie lange bist du arbeitslos? So geht es ganz, ganz vielen Menschen, die ihren Job verlieren. Sie wissen den Tag über nichts mit sich anzufangen und abends (wenn sie auch Feierabend gehabt hätten) wird es dann besser.

01.08.2014 21:09 • #2


weirdo

weirdo

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Hallo Katta,
kann es daran liegen, dass abends/nachts fast alle ruhen, während "normale" Leute tagsüber beschäftigt und unterwegs sind? Unsereins weiß dagegen oft nichts mit sich anzufangen, was im krassen Gegensatz zum Tagesablauf der meisten steht. Bei mir ist das definitiv einer der Gründe, dass ich mich abends und nachts oft besser fühle. Aber ich war schon immer eher eine Nachteule.

Hat sich nun mit Neuro87s Antwort überschnitten. Wir meinen beide das gleiche, denke ich.

01.08.2014 21:11 • #3


Katta81

Zur Zeit fühle ich mich nicht in der Lage mit den Symptomen arbeiten zu gehen obwohl genau das mein größter Wunsch ist. Daher rührt auch meine jetzige Problematik.

Gegen Ende Juni hat mich meine Arbeitsvermittlerin total verarscht. Mich hat das so fertig gemacht, dass ich versucht habe alle möglichen Optionen zu probieren irgendwie was zu finden, was eben keine feste Arbeit ist, aber mich aus dem Haus bringt. Ich habe nur noch gegrübelt und mich gedanklich im Kreis gedreht. Dazu kam, dass jegliche Bemühung gescheitert ist. Ich glaube, ich bin da komplett innerhalb von einer Woche abgedreht. Am 04.07. eine riesige Panikattacke - bin mit einem Freund dann in die Notaufnahme, am Tag drauf der totale Nervenzusammenbruch. Danach hatte ich noch mehrere Aufkommen von Panikattacken, aber da ich weiß, dass es welche sind, kann ich sie ausbremsen, im Keim Ersticken. Allerdings geht es mir eben seitdem total beschissen. Meine Partnerschaft, ich war sehr froh einen Partner in dieser Zeit zu haben, ist zerbrochen, da mein Freund nicht begriff, dass es mir ernstlich "mies" geht. Statt meiner Bitte zu Folgen etwas mehr als nur 3 Nachmittage in der Woche Zeit mit mir zu verbringen, fühlte er sich eingeschränkt von mir ... Das habe ich dann beendet.

01.08.2014 21:22 • #4


weirdo

weirdo

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Das wäre in deinem Fall bestimmt auch nicht die richtige Lösung, wieder arbeiten zu gehen, jedenfalls im Moment nicht. Ich kenne das Problem, ich würde das auch nicht packen.

Hast du irgendwelche Leute, mit denen du tagsüber was unternehmen kannst? Gibt es bei dir in der Umgebung vielleicht Selbsthilfegruppen, die tagsüber stattfinden? Wäre das was für dich?

01.08.2014 21:30 • #5


Katta81

Hallo weirdo,

Mich bedrückt im Grunde, dass der Tag ewig lang ist und ich ganz alleine zuhause bin. Ich kann zwar shoppen gehen oder alleine Dinge machen, aber das ersetzt keine menschlichen Kontakte. Meine echt wenigen Freunde arbeiten tagsüber und melden sich auch nur aller 14 Tage mal.

Ob das jetzt mein Grundproblem ist, weiß ich nicht. Natürlich bedrückt mich das sehr, aber ich kam damit gut 9 Monate klar bis mir eben das AA auf die Pelle rückte. Ich habe mich wie ein Hund in die Ecke gedrängt gefühlt, der versucht hat sich freizustrampeln, was nicht ging und anstrengend war. Seitdem geht es mir körperlich richtig bescheiden: Benommenheit, Müdigkeit bei sozialen Kontakten und körperlicher Anstrengung, konzentrationsprobleme, fast schon dement. Angst unter Menschen zu gehen, vielleicht merkt jemand, dass was nicht mit mir stimmt... Ich hab null Antrieb. Manchmal hab ich nichtmal Lust zu sprechen oder antworten, zumal es mir eh schwer fällt Wörter zu finden oder mich auszudrücken. Und das klingt jetzt lächerlich, weil ich mich jetzt, abends, ganz normal ausdrücken kann.

Morgens katastrophal, abends wie weggeblasen.
Am nächsten Tag geht die Spirale wieder los.

01.08.2014 21:35 • #6


Katta81

Tja, abends habe ich auch lauter tolle Ideen, wie ich mein Leben ändern kann.

Aber tagsüber habe ich dann wieder Ängste und körperliche Symptome, dass ich kaum meine Einkäufe schaffe. Morgens hab ich zB einen mega Tremor in den Händen, abends ist das weg.

Ich weiß, dass du recht hast! Es muss sich etwas ändern. Nur ich packe es gerade nicht. Ich packe kaum meinen Alltag. Ich bin überhaupt froh, dass ich erstmal meinen HA überreden konnte mir wieder Opipramol zu verschreiben, damit ich nicht so unruhig bin. Dadurch grübel ich nicht mehr so viel und ich komme erstmal noch die 3 Wochen hin bis mein erster Termin in der psychiatrischen Ambulanz ist.

01.08.2014 21:43 • #7


weirdo

weirdo

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Das kommt mir alles bekannt vor. Da ich schon sehr lange mit starken psychischen Problemen zu kämpfen habe, sind mit der Zeit alle Kontakte in die Brüche gegangen. Allerdings habe ich mich auch sehr eingeigelt und niemanden mehr an mich rangelassen. Bin einfach nicht mehr raus gegangen, habe nichts mehr unternommen. Hilfe habe ich auch erst sehr spät in Anspruch genommen.

Das kenne ich auch sehr gut, dass man sich vom Arbeitsamt in die Ecke gedrängt fühlt. Deswegen ist nun das Sozialamt für mich zuständig und ich bekomme die Grundsicherung. Mir wurde damit eine unglaublich große Last, die mir das Leben regelmäßig zur Hölle gemacht hat, von den Schultern genommen.
Beziehst du ALG? Bist du zur Zeit krankgeschrieben? Für die Zeit, in der du krankgeschrieben bist, würde dich das Amt immerhin in Ruhe lassen.

Auch das kenne ich sehr gut, dass man Angst hat, unter Leute zu gehen. Angst davor, abgestempelt zu werden. Keinerlei Antrieb. Keine Lust zu nichts. Keine Lust, mit Menschen zu reden. Deswegen ist eine Selbsthilfegruppe ja vielleicht eine gute Möglichkeit, um rauszukommen? Dort sind Menschen, die ähnliche Probleme haben und das verstehen. Denn ja, man muss raus und unter Leute, unbedingt!
Ich suche auch gerade nach einer passenden Gruppe für mich, aber jedes Mal, wenn ich mal was in die Richtung unternehme, mache ich leider wieder einen Rückzieher. Schritt für Schritt, immer wieder versuchen, irgendwann klappt es schon.

Ich drück dir die Daumen, dass die drei Wochen schnell rumgehen und dir bei dem Termin geholfen werden kann! Vielleicht hat hier ja auch noch jemand sinnvollere Tipps für dich. Ich bin da leider ähnlich "verpeilt" und planlos wie du.

01.08.2014 21:55 • #8


sommerblume21

Mir geht/ging es ganz genauso. Ich habe meinen job gekündigt und war dez/Jan komplett zu Hause um Urlaub und üst abzufeuern. Eigentlich sollte man meinen, super...aber ich bin da in ein ganz tiefes Loch gefallen. Die Kinder waren in Schule/kiga, mein Partner arbeiten, meine Freunde auch, ich wusste gar nicht wohin mit mir. Zu Weihnachten fingen die extremen Ängste und pa an, es war die Hölle. Zum Februar hab ich meinen neuen job angetreten und bin vom regen in die Traufe gekommen, es gefiel mir dort gar nicht, das Betriebsklima megaschlecht...jetzt geht es mir wie dir, ich wache auf, habe grosse Unruhe und Angst vor dem Tag, nach feierabend wird es besser, abends gehts mir super. So super, dassich ggar nicht ins Bett komme. Und morgens geht die spirale vor vorne los.ich denke, es ist die Angst vor dem Tag, Angst vor dem, was mich erwartet ( auf der Arbeit)...
Dir kann ich nur raten, lass dich krank schreiben, dann hast du erstmal Ruhe vor dem JC, zumindest bis du in ärztlicher/therapeutischer Behandlung bist. Wie du die Zeit zuhause rum Kriegst? Da kann in dir auch nicht helfen, ich habe alles mögliche gemacht im Haushalt, was eh schon lange mal anstand, aber irgendwann ist man halt durch...das schlimmste waren für mich auch die fehlenden menschlichen Kontakte und die fehlende Struktur im Tagesablauf.
Lg

02.08.2014 05:09 • #9


MADMAN

Guten Morgen die Damen

Mir geht es auch Morgens am schlechtesten, hängt meiner Meinung nach auch damit zusammen das man sich im Schlaf entspannt, dann wird man wach und die Probleme werden, einem in den ersten Minuten des Tages wieder bewusst, und es geht los, mit den Ängsten.

Die Angst vor dem Tag, der lang und öde vor einem liegt kenne ich auch, und das man sich "anders" Fühlt als die Leute die man auf der Straße trifft, das Gefühl nicht mehr dazu zu gehören.

Das Denken, man kann einfach nicht, es geht nicht......aber eigentlich, wenn man ehrlich mit sich ist, wird man sehen man will einfach nicht, man will sich von der Angst belügen lassen, man will sich Zuhause einigeln, es ist einfach, und es fühlt sich sicher an.

Man ist krankgeschrieben, dann bekommt man AlG, Krankengeld, dann irgendwann Arbeitslosenhilfe
es geht immer weiter, und man kommt damit irgendwie klar, aber es ist ein Sumpf, der einen immer weiter runterzieht, es wird immer schwerer da wieder rauszukommen.

Wenn du schon Harz 4 bekommst, frage deinen Bearbeiter nach einer Maßnahme, das ist ohne Leistungsdruck, und du bekommst ein wenig Geld dafür, Der Tag hat wieder Struktur, und du kommst unter Menschen, kannst manchmal sogar helfen.

Die Stimme in deinem Kopf die sagt, "ich kann nicht, es geht nicht", das bist du....das heißt das Problem bist du, aber du bist auch die Lösung.
Mach immer einen Schritt nach dem anderen, und du bekommst dein Leben zurück.

02.08.2014 08:10 • #10


Katta81

Guten Morgen,

Ich bin noch im ALG1 Bezug, aber ALG2 klingelt schon an der Tür. Ich glaube, der Übergang, die Anträge demnächst stellen zu müssen, dass das nicht reibungslos läuft, kein Geld und noch mehr Druck, das macht mir echt Angst. Ich habe ein für hier im Osten höherwertiges Auto, aber mit mehreren Schäden. Vielleicht zwingen sie mich das zu verkaufen, aber vorher müsste ich es für Tausende ausbeulen und neu lackieren lassen, damit das überhaupt jemand will. Kaum denke ich daran, bin ich wieder Matsch im Kopf

Eure Gefühle kann ich nachvollziehen. Mir geht es auch nicht anders. Für mich ist es am schlimmsten, dass mein Umfeld total neidisch ist, dass ich nicht arbeiten muss und noch Geld dafür bekomme (alles Akademiker), während ich leide, dass ich aufgrund von längerer Krankheit 2012/13 und dass ich mit 33 noch keine Kinder habe, nirgendwo eine Chance habe trotz tollem Studienabschluss. Sie können es nicht nachvollziehen, dass ich mich unterfordert fühle und allein und einsam, da sie alle arbeiten. Keiner hat tagsüber Zeit. Und viele Leute kenne ich sowieso nicht, da ich mehrmals umgezogen bin und die Kontakte sich zerschlagen haben.

02.08.2014 09:01 • #11


MADMAN

Den Neid bildest du dir ein, aber ich weiß was du meinst, es kommen blöde Sprüche, aber bei näherer Betrachtung möchte kein Mensch mit dir tauschen, klar ist Urlaub schön, auch das Wochenende ist toll, aber nur wenn man davor was geleistet hat wovon man sich ausruhen möchte.

Such dir etwas, und wenn es nur auf 450 Euro Basis ist und nicht deinem Wissensstandart entspricht, du musst unter Leute, du musst wieder was leisten, stolz auf dich sein, das du es schaffst deiner Angst den Mittelfinger zu zeigen.

Selbstbewusstsein wächst nicht an Bäumen, das musst du dir verdienen.

02.08.2014 10:52 • #12


weirdo

weirdo

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Zitat von MADMAN:
Den Neid bildest du dir ein, aber ich weiß was du meinst, es kommen blöde Sprüche, aber bei näherer Betrachtung möchte kein Mensch mit dir tauschen, klar ist Urlaub schön, auch das Wochenende ist toll, aber nur wenn man davor was geleistet hat wovon man sich ausruhen möchte.

Das weißt du woher genau, dass sie sich das nur einbildet? Kann sein, dass es so ist, aber ohne mehr zu wissen, kann man das nicht beurteilen.

Zitat:
Such dir etwas, und wenn es nur auf 450 Euro Basis ist und nicht deinem Wissensstandart entspricht, du musst unter Leute, du musst wieder was leisten, stolz auf dich sein, das du es schaffst deiner Angst den Mittelfinger zu zeigen.

Manchmal schafft man es aber tatsächlich nicht, jeden Morgen aufzustehen und arbeiten zu gehen. Zu sagen, dass man eigentlich nur nicht will, finde ich ganz schön anmaßend. Das mag in einigen Fällen zutreffen, aber das zu pauschalisieren, ist Mist

02.08.2014 11:36 • #13


Katta81

Also von Neid würde ich ja jetzt nicht gleich reden. Es ist eigentlich das Unvermögen zu verstehen, dass die Freizeit, die man sich als Berufstätiger wünscht, einfach kein Ende nimmt, selbst wenn man will. Man kann nicht einfach wieder zur Arbeit gehen, weil keine da ist. Man bewirbt sich, weil man unbedingt arbeiten will, aber es passiert nichts.

Für 450€ geh ich bestimmt nicht arbeiten! Ich bin vielleicht einsam, unterfordert etc. aber nicht bescheuert. Meine Psychologin meinte, ich soll mich jetzt nicht unter Wert verkaufen nur weil die Arbeitsmarktlage angespannt ist. Da gibt es andere Lösungen wie gemeinnützige Arbeit um etwas zu tun zu haben. Darum hatte ich mich auch vor meinem kompletten Nervenzusammenbruch gekümmert. Leider ist das zur Zeit unvorstellbar, ich krieg grad so meinen Alltag auf die Reihe. Ich hoffe aber, dass es mir weiterhin Tag für Tag besser geht. Wenn ich wieder die Nerven habe, kümmere ich mich wieder endlich ein Ehrenamt zu finden.

02.08.2014 12:14 • #14


MADMAN

@weirdo

Sicher ist deine Kritik, sehr viel wertvoller als meine Lebenserfahrungen, das ist ja klar, eigentlich wollte ich ihr nur einen Weg zeigen mit diesem Dreck fertig zu werden, aber ich werde mir deine Worte zu Herzen nehmen und hier nichts mehr schreiben.

Pauschal hin, oder her es gibt nur einen Weg, und den muss man ganz alleine gehen.

Schönes Wochenende, und entschuldige den Mist den ich geschrieben habe.


@Katta

Zitat von Katta81:
Ich bin noch im ALG1 Bezug, aber ALG2 klingelt schon an der Tür. Ich glaube, der Übergang, die Anträge demnächst stellen zu müssen, dass das nicht reibungslos läuft, kein Geld und noch mehr Druck, das macht mir echt Angst.


Zitat von Katta81:
Für 450€ geh ich bestimmt nicht arbeiten! Ich bin vielleicht einsam, unterfordert etc. aber nicht bescheuert.


OK....da bin ich jetzt raus, scheinbar kann ich Leute mit höherer Bildung nicht verstehen, Viel Glück

02.08.2014 12:34 • #15


weirdo

weirdo

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MADMAN, mit dem falschen Fuß aufgestanden?

02.08.2014 12:38 • #16


Katta81

Madmen, ich habe vor vielen Jahren viel Zeit und Geld und Entbehrung jeglicher Art in mein Studium investiert. Ich erwarte sicherlich nicht den ultimativen Superjob, aber:

Wenn man sich für 3,4,5 € in der Stunde verkauft, bringt einen das auch nicht näher ans Ziel. Klar ist man irgendwie beschäftigt, aber mein Ziel ist der erste Arbeitsmarkt. Wenn ich nur etwas "zu tun" haben will, dann mach ich was ehrenamtliches. Da helfe ich wenigstens Bedürftigen und lasse mich nicht für einen Hungerlohn ausnutzen, damit sich irgendein Unternehmen an meiner Leistung bereichert.

Das ist meine Einstellung. Man muss sie nicht teilen.
Egal wie groß die Verzweiflung ist, man sollte sich nicht unter Wert und Können verkaufen. Das gilt nicht nur für Akademiker, sondern für jedermann.

02.08.2014 14:00 • #17


MADMAN

Zitat von Katta81:
Seitdem geht es mir körperlich richtig bescheiden: Benommenheit, Müdigkeit bei sozialen Kontakten und körperlicher Anstrengung, konzentrationsprobleme, fast schon dement. Angst unter Menschen zu gehen, vielleicht merkt jemand, dass was nicht mit mir stimmt... Ich hab null Antrieb. Manchmal hab ich nichtmal Lust zu sprechen oder antworten, zumal es mir eh schwer fällt Wörter zu finden oder mich auszudrücken.


Oh....dann habe ich das Thema missverstanden, ich dachte es geht um das von dir oben beschriebene, wenn es um deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt geht kann ich da sowieso nicht mitsprechen, ich habe Maßnahmen, und 450 Euro Jobs gemacht allein aus dem Grund um wieder gesund und glücklich zu werden, und dabei war mir mein Wert, immer Sch..ßegal.

02.08.2014 15:06 • #18


abra77

wie kann man sich denn "zu wertvoll" für ein normales leben sein? es ist natürlich ein beschwerlicher weg, aber man muss ihn gehen. durch jahrelange arbeitslosigkeit steigt der marktwert ja auch nicht gerade. ich glaube kaum, dass du auf dem ersten arbeitsmarkt jetzt eine chance hättest, selbst wenn du gesund wärst.

02.08.2014 17:05 • #19


Katta81

Ich bin nicht jahrelang arbeitslos!

Ich weiß auch garnicht, warum ich hier mit manchen rumdiskutieren muss? ICH gehe nicht für 1,50€ die Stunde irgendwo ackern nur weil ich dann überhaupt irgendwas zu tun habe was mit Arbeit zu tun hat. Wenn manche das hier für Super und Lösung aller Probleme halten, dann sollen sie das Bitte für sich machen.

Ich möchte halbwegs entsprechend meines Studiums im 1. Arbeitsmarkt arbeiten. Punkt. Fertig. Maßnahmen wurden mit der Agentur durchgesprochen, da haben sie keine für mich, was ich nicht schon so brächte.

Und da ich jetzt keine Lust mehr habe mich absolut themenfremd zu rechtfertigen...
Ciao

02.08.2014 17:21 • #20




Mira Weyer

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