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Falls meine negativen Gedanken und Ängste demnächst nicht massiv besser werden, plane ich nochmal einen Besuch bei meinem Hausarzt. Man hört ja immer wieder, dass auch körperliche Sachen zu psychischen Problemen wie Angst / Panik / Depressionen führen können.

Was mir bisher bekannt ist, sind:

- Schilddrüsenprobleme
- HWS-Probleme / Verspannungen
- Allergien / Zahnprobleme

Habt Ihr bei Euch zunächst körperliche Dinge abklären und auschließen lassen?
Fallen Euch noch physische Krankheiten ein, die psychische Probleme auslösen können?
Oder ist das eher Quatsch und ich suche nur nach äusseren Einflüssen die ich verantwortlich machen kann?

EDIT: Natürlich war ich schonmal beim Arzt vor ein paar Monaten, aber da wurde nur Blut abgenommen, da war (wen wundert's) alles in bester Ordnung

03.05.2013 14:42 • 27.05.2013 #1


6 Antworten ↓


Ist meiner Meinung nach kein Quatsch. Auch Virusinfektionen können unter anderem solche Probleme auslösen oder zumindest mit begünstigen. Ebenso Pilzbelastungen und du hast mit der Schilddrüse schon angesprochen, vorallem Störungen des Hormonhaushaltes. Dazu zählen auch die Sexualhormone. Ebenso Darmerkrankungen und daraus resultierene Malassimilationen. Mögliche Ursachen gibt es viele. Ich kann nur immer wieder wiederhohlen das der Körper als ganzheitliches! System zu betrachten ist.
Es ist aber immer eine Gradwanderung zwischen sich krampfhaft an mögliche äußere Ursachen zu klammern und wirklich alles abklären lassen. Im übrigen kannst du alles sowieso nur abklären lassen, wenn du tief in die eigene Tasche greifst. Viele Untersuchungen sind teuer und werden von keiner Kasse bezahlt (außer vllt privatversicherte) und daher auch einfach nicht gemacht von den Ärzten.
Viele Ärzte sind aber auch ganz einfach zu faul. Das muss man einfach so sagen.
Mein Blutbild weißt auch seit Jahren ungereimtheiten auf, die aber nicht soo arg schlimm sind, als das sich ein Arzt da die Mühe machen würde, das zu untersuchen. Ich hab es mittlerweile aufgegeben da weiter mit den Ärzten rumzustreiten. Man braucht schon wahrlich starke Nerven oder geduld für das Vorhaben alles abklären zu lassen.

03.05.2013 14:55 • #2



Körperliche Ursachen ausschließen

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Hey, ich leide seit ca. 2 Jahren unter einer generalisierten Angststörung und Panikattacken. Ich wurde von Kopf bis Fuß durchgecheckt, u.a. auch eine Magen Darm Spieglung, und es wurde keine körperlichen Krankheiten festgestellt. Jetzt wo ich mich mit meiner eigentlichen Krankheit auseinandersetze werden auch die körperlichen Beschwerden wieder geringer.

- Magenschmerzen
- Durchfälle
- Herzrasen
- Vermehrtes Schwitzen an den Händen und Füßen
- Kribbeln im Körper (als wenn Ameisen über den Körper laufen)

all das hat mich die letzten zwei Jahre begleitet und ich dachte ich hätte eine lebensbedrohliche Krankheit.

03.05.2013 18:19 • x 1 #3


Bei mir war es so, dass meine psyischen Probleme in der Pubertät anfingen. Fast zeitgleich traten auch einige leichtere körperliche Beschwerden auf, z.B. wurde mir häufig schwarz vor Augen beim Aufstehen, später auch Herzrhythmusstörungen und noch ein paar andere Sachen. Waren eigentlich alles Kleinigkeiten und ich bin auch nie auf die Idee gekommen, dass meine körperlichen und psychischen Beschwerden zusammenhängen könnten.

Vor 20 Jahren ging es dann bei mir psychisch und körperlich massiv abwärts. Habe damals ein Buch über Depressionen und Psychopharmaka in die Finger bekommen, wo ich dann zum ersten Mal die Vermutung hatte, dass beides zusammenhängt. Da in dem Buch Psychopharmaka als Wundermittel angepriesen wurden, bin ich dann schnellstmöglich zum Arzt, weil ich die Dinger nehmen wollte. Hatte die Hoffnung, dass sich durch die Psychopharmaka alle meine Probleme in Luft auflösen, was leider nicht der Fall war, obwohl der Psychiater mehrere Medikamente ausprobiert hat, aber eigentlich hat keines richtig geholfen. Nur der Schlaf hat sich gebessert, wodurch es mir dann doch auch psychisch etwas besser ging (habe zur schlimmsten Zeit noch durchschnittlich 2 Stunden pro Nacht geschlafen).

Da die Medikemante nicht halfen, hat mir der Psychiater dann eine stationäre Therapie vorgeschlagen. Obwohl ich damals schon das Gefühl hatte, dass meine Probleme körperliche Ursachen hatten (mir ging es damals auch körperlich immer schlechter), habe ich die Therapie gemacht, damit ich mir später nicht vorwerfen muss, ich hätte nicht alles versucht. Da diese Therapie aber auch nichts gebracht hat, habe ich dann irgendwann mal die Ärzte darauf angesprochen, dass ich das Gefühl habe, dass mit mir körperlich etwas nicht stimmt. Keiner davon hat mich ernst genommen, teilweise haben sie noch Witzchen darüber gemacht.

Da ich von den Ärzten keine Hilfe bekam, habe ich dann angefangen, mich selbst über Internet und Bücher über mögliche Ursachen zu informieren. Dabei habe ich festgestellt, dass es Dutzende mögliche körperliche Ursachen für Depressionen und andere psychische Probleme gibt, aber die Ärzte/Psychiater/Psychologen wissen davon nichts oder wollen es nicht wissen oder nehmen es nicht ernst, weil es nicht in ihr Weltbild passt.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe dann doch einen Arzt gefunden (Internist und Umweltmediziner), der mich gründlich durchgecheckt hat. Dabei hat er festgestellt, dass mein Immunsystem überaktiv ist. Die Zytokine TNFa und IL-1 waren 20-fach über dem Grenzwert. Ein anderer Befund kam zum Ergebnis, dass ich eine erhöhte Freisetzungskapazität für diese Zytokine hätte, d.h. mein Immunsystem schüttet davon mehr aus als normal. Andere Untersuchungen haben dann noch ergeben, dass mein Darm ziemlich ramponiert war, u.a. auch Entzündungswerte und Darmpermeabilität erhöht, Darmflora im Eimer, vermutlich durch meine falsche ungesunde Ernährung. Außerdem noch einige Nahrungsmittelallergien.

Ernährungsumstellung und Darmsanierung haben mir dann wirklich gut geholfen. Aber es war ein langer Weg, bis ich diese Befunde beisammen hatte und teilweise im Trial-and-Error-Verfahren rausfinden musste, was mir hilft. Vom ersten Besuch beim Hausarzt bis zur merklichen Besserung 5-10 Jahre. Bin auch heute noch nicht der Alte, der ich vor der Pubertät war, aber vor einigen Jahren hätte ich nur davon träumen könne, dass es mir so gut geht wie jetzt.

Falls sich jemand für diese Zusammenhänge interessiert, poste ich mal ein paar Links:

Cytokines and Depression - How your immune system causes depression

Angst, Depression und Stress - Die geheime Macht der Darmbakterien

Ernährung und Psyche - Iss dich glücklich!

Muss allerdings dazu sagen, dass ich inzwischen denke, dass meine Probleme sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Leider war ich nach den negativen Erfahrungen mit den Ärzten und der Besserung durch die Ernährungsumstellung lange davon überzeugt, dass bei mir ALLES rein körperliche Ursachen hat. Hatte aber vor einem halben Jahr eine Krise, die ganz sicher rein pyschisch bedingt war. Bin deswegen wieder zum Arzt und dieses mal haben mir Psychopharmaka und Psychotherapie wirklich gut geholfen, weswegen ich jetzt auch vorhabe, in dieser Richtung weiterzumachen, in der Hoffnung, dass es weiter bergauf geht.

15.05.2013 18:05 • #4


Zitat von Alucard1980:
Natürlich war ich schonmal beim Arzt vor ein paar Monaten, aber da wurde nur Blut abgenommen, da war (wen wundert's) alles in bester Ordnung


Die Pfuschärzte machen nur die Routineuntersuchungen (Blutbild usw.). Bei mir war es so, dass von mehreren Ärzten mindestens 10x dasselbe Blutbild untersucht wurde, d.h. 10 mal dieselben Labortests, natürlich immer mit dem gleichen negativen Ergebnis. Worauf mein Psychiater dann sinngemäßt meinte: Ich wäre doch schon von so vielen Ärzten untersucht worden, da müsste ich doch mal akzeptieren, dass meine Probleme psychische Ursachen hätten.

Es ist schwer, einen guten Arzt zu finden, der einen Ernst nimmt, wenn man körperliche Ursachen für seine psychischen Probleme vermutet. Wie gesagt machen die meisten nur die Routineuntersuchungen, und wenn sie da nichts finden, wird man als Hypochonder abgestempelt. Und selbst wenn man einen Arzt findet, von dem man ernst genommen wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ein Fachidiot in seinem Spezialgebiet ist.

15.05.2013 18:16 • #5


Yisrael
Zitat von Bod:
Zitat von Alucard1980:
Natürlich war ich schonmal beim Arzt vor ein paar Monaten, aber da wurde nur Blut abgenommen, da war (wen wundert's) alles in bester Ordnung


Die Pfuschärzte machen nur die Routineuntersuchungen (Blutbild usw.). Bei mir war es so, dass von mehreren Ärzten mindestens 10x dasselbe Blutbild untersucht wurde, d.h. 10 mal dieselben Labortests, natürlich immer mit dem gleichen negativen Ergebnis. Worauf mein Psychiater dann sinngemäßt meinte: Ich wäre doch schon von so vielen Ärzten untersucht worden, da müsste ich doch mal akzeptieren, dass meine Probleme psychische Ursachen hätten.

Es ist schwer, einen guten Arzt zu finden, der einen Ernst nimmt, wenn man körperliche Ursachen für seine psychischen Probleme vermutet. Wie gesagt machen die meisten nur die Routineuntersuchungen, und wenn sie da nichts finden, wird man als Hypochonder abgestempelt. Und selbst wenn man einen Arzt findet, von dem man ernst genommen wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er ein Fachidiot in seinem Spezialgebiet ist.


genau das selbe problem habe ich derzeit auch, immer sie gleichen standart untersuchungen oder verweis darauf das ich ja beim kardiologen war und dern ultraschall gemacht hat, ja sagte ich dann ich hab auch nie gesagt ich glaub ich brauch nochmal nen termin beim kardiologen sondern in dem einen fall wollte lediglich gern wissen woher ich die schmerzen in der brust habe wo eben nicht das herz ist. Ihre antwort doch da sei auch das herz (also auf der linken seite des brustkorbs wo für mich lunge und rippen sind...) aber gut frau doktor hat neue biologische erkenntnisse das herz geht nun bis an die rippen links...
sie wollte nämlich wissen was ICH den meine was sie noch tun soll, ich hab gemeint das eben dort wo ich beschwerden habe (unter anderem auch dort in der brust) mal untersucht werden sollte (da kamm sie dann mit dem kardiologen...) und das ich ja kein arzt bin und ihr nicht sagen kann was medizinisch sinnvoll sei was wie zu untersuchen aber ich wenigstens gerne die stellen untersucht haben möchte die noch nie unztersucht wurden sind und wo ich beschwerden habe.

Da kam dann nur wieder psychosomatisch und sie untersucht nix mehr da ja schon sooooo viel unzersucht worden ist (ohja ein ultaschall des herzen und blutbild x mal dazu mrt von den nieren wegen dem bluthochdruck und ultraschall von leber und milz, leber verfettet und milz vergrößert und seit 14 jahren leberwerte zu hoch (nein saufe nicht). So das ist also dann alles an untersuchungen um sicher zu gehen das ich nix hab... und auf die sachen die gefundne wurde wird nicht weiter eingegangen den das wär eben mal so...
Der Psychiater bei dem ich dann wegen ihr war hat gesgt ich gehöre mal 3 wochen in ein krankenhaus gründlich untersucht... das hat frau doktor aber auch nicht gepasst weil doch schon SO VIEL gemacht wurde es ist bald wirklich zu verrückt werden und dann bin ich reif für die klappse...

25.05.2013 23:12 • #6


Hallo.

Ich beginne in Kürze eine Gesprächstherapie bei einem neuen Psychiater wegen gen. Angststörung.

Dieser Arzt ist das erste Mal auf meine (neben der Angst) körperlichen Symptome eingegangen.

Er meinte ich solle erstmal folgendes checken lassen, weil Krankheiten in diesen Bereichen auch Angst auslösen können:

Schilddrüse
Herz
Diabetis

Der Psychiater meinte er hätte viele Patienten gehabt, die in der Angsttherapie nicht weitergekommen seien. Und bei denen hätten sich dann obige Erkrankungen feststellen lassen.

Heute war ich zur Blutabnahme. Im Juli habe ich Termin zwecks Belastungs-EKG.

Ich bin ja mal gespannt auf die Ergebnisse.

Viele Grüße
Marie

27.05.2013 11:05 • #7




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