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Schlaflose
Zitat von Sarita:
Warum gibt es im Handwerk, in der Pflege sowie im Handel und auch in der Gastronomie mittlerweile mehr junge Leute mit Migrationshintergrund als ohne?

Das ist ja dann auch in Ordnung. Wenn die Leute mit Migrationshintergrund arbeiten und ihren Beitrag leisten, können sie gerne kommen. Aber die vielen, die hier nur die Leistungen abgreifen und nichts tun, brauchen wir nicht.

x 2 #361


iquique
Zitat von Schlaflose:
Aber die vielen, die hier nur die Leistungen abgreifen und nichts tun, brauchen wir nicht.

Wobei ich persönlich nicht weiß, ob es wirklich so viele sind. Ich bin nicht mit den entsprechenden Statistiken vertraut und kann mir daher kein Urteil erlauben, wie gravierend der Leistungsmissbrauch ist.

x 1 #362


A


Im Gesundheitswesen müssen manche Leistungen entfallen?

x 3


S
Zitat von Schlaflose:
Ich verstehe nicht, warum man groß qualifiziert sein muss, um Leute zu füttern, zu waschen, den Hintern abzuwischen u.ä.

Das ist ein ziemliche Abqualifizierung dieses schweren Berufes und unfair allen gegenüber die diesen anstrengenden Beruf ausüben. Ich ziehe den Hut vor diesen.
Ich möchte dich sehen, wenn dir ein unqualifizierter Grobian täglich den Hintern abwischt.
Zu dem Beruf gehört z.B. Einfühlungsvermögen, hohe psychische und körperliche Belastbarkeit. Man hat es schließlich mit schwerkranken und oft sterbenden Menschen zu tun.

x 5 #363


Schlaflose
Zitat von iquique:
Wobei ich persönlich nicht weiß, ob es wirklich so viele sind. Ich bin nicht mit den entsprechenden Statistiken vertraut und kann mir daher kein Urteil erlauben, wie gravierend der Leistungsmissbrauch ist.

Es geht mir nicht nur um Missbrauch. Zum großen Teil ist der Staat selbst Schuld, weil zu hohe Hürden gestellt werden, um zu arbeiten. Warum muss z.B. ein Flüchtling erst Deutsch lernen und ein Zertifikat bestehen um irgendwelche einfachen Tätigkeiten auszuüben?

#364


S
Zitat von Sarita:
Genau. Die Konsumgesellschaft. Alles haben wollen und nichts für tun.

Wenn ihnen kaum noch andere Werte vermittelt werden, auch nicht grundlegend im Elternhaus, wo sollen diese Werte dann herkommen?

x 2 #365


Dunkelbunte
Zitat von silberauge:
Das sagt die KI dazu: Die Gruppe derjenigen, die in Deutschland arbeiten könnten, es aber nicht tun, ist klein. Nur etwa 16.000 Personen (0,4 % der ...

Richtig! Das hat die Bärbel Bas vor einigen Wochen auch in den Medien geäußert, das es völlig überschätzt würde, wer von den ganzen Bürgergeldempfängern real arbeitsfähig ist. Auf dem 1. Arbeitsmarkt wohlgemerkt.

Eigentlich sind die meisten voll erwerbsunfähig und haben dennoch keine Chance die Rente zu bekommen.

Man könnte diese Menschen inklusive mir, sicherlich zu eine guten Teil nutzen, für soziales, Ehrenämter und sie dadurch zu einem Teil der Leistungsfesellschaft machen. Ohne das sie sozialversicherungspflichtig arbeiten, aber ein TG bekämen, Tagesstruktur und einen Wert als Mensch.

x 2 #366


Dunkelbunte
Zitat von silberauge:
Die Personen die da in den TV Sendungen vorgeführt werden, haben doch vielfach auch komplexe Probleme,

Allen voran Suchterkrankungen, die seelische Erkrankungen zudecken, Traumata in der Kindheit bis hin zu Persönlichkeitsstörungen.

x 2 #367


S
Zitat von iquique:
Wobei ich persönlich nicht weiß, ob es wirklich so viele sind. Ich bin nicht mit den entsprechenden Statistiken vertraut und kann mir daher kein Urteil erlauben, wie gravierend der Leistungsmissbrauch ist.

Ich glaube die gibt´s bei allen. Mit und ohne Migrationshindergrund.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass es da eindeutige Statistiken gibt.

#368


B
Zitat von silberauge:
Das sagt die KI dazu:

Die Gruppe derjenigen, die in Deutschland arbeiten könnten, es aber nicht tun, ist klein. Nur etwa 16.000 Personen (0,4 % der Bürgergeld-Beziehenden) gelten als Totalverweigerer.

Das klingt für viele sicher zu wenig, weil ja immer von den "vielen" die Rede ist. Also wird diese Zahl ignoriert, weil sie einem nicht passt. Es ist interessant, dass Probleme dadurch gelöst werden wollen, indem eine Gruppe auserkoren und stigmatisiert wird. Stigmatisierung ist nur dann eine konsequente Problemlösung, wenn die Gruppe der Personen in absehbarer Zeit nicht mehr existnet (möglich tot) ist. Wie, das ist den meisten egal. Da es ihnen egal ist, funktioniert die Problemlösung nicht. Sie sticheln nur andere an, die konsequent sein sollen. Aber so richtig funktioniert auch das nicht. Es sind zwar ab und an welche konsequent und töten welche, aber das sind für eine echte Problemlösung viel zu wenige. Wieso aber weiterhin an der Problemlösung festgehalten wird, ist fraglich. Es scheint etwas pychisches zu sein. Eventuell eine unentdeckte psychische Krankheit.
Zitat von Schlaflose:
Wer das genau ist? Die sieht man z. B. in Dokusoaps wie "Armes Deutschland"; "Hartz Rot Gold" und "Hartz und Herzlich". Das sind zum Großteil junge arbeitsfähige Menschen, die keine Lust haben zu arbeiten, sich dessen rühmen und sich öffentlich über die dummen Leute, die arbeiten, lustig machen.

Das sind Schauspieler. Sie verdienen damit Geld. Wenn sie tatsächlich auch noch Sozialleistungen beziehen, wird ihnen der Verdienst angerechten. Meistens bleibt ihnen davon nichts übrig. Sie haben im Endeffekt nur ihren Spaß an der Sache und haben ihre 5 Minutes Fame ausgelebt. Es sind in der Masse vielleicht 100 oder 1000 solcher Schauspieler, aber keine Millionen. Das ist genauso wie diese Nachmittags-DummTV Gerichtsverhandlungen: alles Schauspieler, und zudem sehr schlecht, die deswegen echt wirken. Keine Ahnung wie da drauf gekommen wird, ... obwohl ... da gab es einen berühmten Fall: ein Schauspieler spielte im Fernsehspielfilm am Abend den Mörder. Am nächsten Tag wurde er auf der Straße angegriffen, weil er ein Mörder sei. Realitätsverlust.
Zitat von Schlaflose:
Ich verstehe nicht, warum man groß qualifiziert sein muss

Die Frage ist einfach zu beantworten. Schau dir die nächste verwahrlohste Person, die du siehst, genau an. Diese wird dich dann eines Tages pflegen. Dabei bist du ihr so sehr egal, wie du ihr jetzt. Vielleicht hat sie Lust dich anzuspucken oder tagelang in deinem Kot liegen zu lassen. Es war deine Entscheidung. Du kannst sie nicht mehr rückgängig machen.
Zitat von Dunkelbunte:
Allen voran Suchterkrankungen, die seelische Erkrankungen zudecken, Traumata in der Kindheit bis hin zu Persönlichkeitsstörungen.

Es ist bekannt, dass viele von denen unbehandelte oder unentdeckte (psychische) Krankheiten haben. Ebenso wie davon ausgegangen wird, dass dies bei Strafgefangenen so ist. Die Anzahl der Strafgefangenen ist auch hoch. Die Kosten für ihre Unterbringung immens hoch. Auch da wird gedacht, es seien alles Fremde. Alle sollen irgendwo anders hin. Manche wünschen sich letztendlich eine eigene Insel. Aber da sind sie vollkommen auf sich allein gestellt.

x 1 #369


S
Der Sinn dieser Dokus ist doch nur, dass Leute noch mehr Hass auf diese angeblichen Faulenzer bekommen.
"Wieso kann sich die arbeitslose faule xy ein neues Auto, ein neues Iphone, Markenschuhe usw. leisten und ich, die ich jeden Tag arbeite, kann das nicht?!" Genau das ist Sinn dieser Sendungen.

x 4 #370


B
Ich will nochmal etwas zum Thema Angst schreiben, das hier leider verdrängt wird.

Ich habe Angst weniger Anspruch auf Kassenleistungen zu bekommen wegen meines Aussehens, wegen meiner Herkunft, wegen meines Sozialstands, meines Berufs, meiner Interessen, meiner Gene, meiner Geschlechtsangabe in diesem Forum, wegen meiner Krankheiten.
Ich habe Angst, dass wieder mehr auf die Gene geschaut und anhand diesen entschieden wird.

Es ist heute schon so, dass Ärzte mich wegen meiner psychischen Krankheiten abgewiesen haben. Aus Angst nicht behandelt zu werden verberge ich diese vor den Ärzten. Das finden einige ungerecht, weil ich die Ärzte betrügen würde. Also verschweige ich es vor allen und ziehe mich in mich zurück. Ich kann keinem mehr trauen. Es ist zu gefährlich geworden und wird es immer mehr.

Ich habe Angst, dass es schief läuft. Wenn kein Geld da ist für eine Behandlung oder Medikamente, dann ist das halt so und da kann nichts gemacht werden, weil das Geld nicht vom Himmel fälllt. Allerhöchstens kann wirtschaflicher damit umgegangen werden. Da wäre dann Kritik angebracht, wenn es da eine Schieflage gibt. Aber wenn ich wegen meinen Krankheiten oder anderes von vornherein abgewiesen werden, dann macht mir das Angst. Es ist mir schon passiert, bereits vor vielen Jahren.

Was passiert dann? Eine arbeitende Person, die Abgaben zahlt, und krank wird, wird nicht behandelt und kann nicht mehr arbeiten und zahlt nicht mehr ein. Wer also krank wird, fliegt raus. Ist das gerecht? Eine Person im Jugendalter, die noch nie eingezahlt hat, hat eine Krankheit, wird aber nicht behandelt und nie wieder gesund. Ist das zukünftig beabsichtigt? Also nur die gesunden haben eine Chance? Das macht mir Angst.

Bei denen, die arbeiten und ihren Mini-Lohn mit Sozialleistungen aufstocken müssen und denen die nicht arbeiten können und solche bekommen, sehe ich schwarz. Diese würden dann die Sozialbeiträge ausgezahlt bekommen und müssten sich selbst versorgen, weil sie nicht mehr behandelt werden? Oder würden ihnen die Sozialbeiträge gestrichen, weil sie sowieso nicht mehr behandelt werden würden und also auch kein Geld dafür brauchen?

Ich musste ein Jahr lang für 9,- DM brutto (Deutsche Mark) Studenlohn arbeiten mit einem Anfahrstweg von 15 km einfach (keine Öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden). Da hatte ich sehr wenig eingezahlt und das wirkt sich dann nicht nur auf die Rente, sondern auf alles aus? Ich würde dann schlechter und weniger behandelt werden und würde schlechtere oder weniger Medikamente bezahlt bekommen? Es war ein sehr anstrengender und zudem sehr gefährlicher Job, den viele erst gar nicht machen würden. So sehr gefährlich, dass ich meine körperliche Unversehrtsheit riskiert habe und damit meine Arbeitsfähigkeit insgesamt. Fehler wurden hart bestraft, indem man das Ansehen in der Firma verlor und am besten von alleine gehen sollte. Sollen etwa solche schlechten Jobs auch wegfallen, weil sie von Grund auf schlecht sind? Mehr Lohn zahlen für diese Jobs will auch keiner. Sie sind unerwünscht und sollen weg. Wie soll das gehen? Ich weiß es nicht. Wie stellen die Leute sich das vor?

Diejenigen, die diese schlechten Jobs nicht machen und Sozialleistungen beziehen, die machen vermutlich ungefähr 1 Million von den 5/6 Millionen arbeitslosen aus. Dazu zählt dann auch sowas wie überqualifiziert und unterqualifiziert. Wegen Saisonarbeitern steigt die Anzahl um 1 Million. Nochmals vermutlich 1 bis 1,5 Million sind Aufstocker. Viele sind in beruflicher Reha, die ein eigener Wirtschaftszweig ist. Ein Großteil bekommt bereits Rente, oder weil diese zu niedrig ist, oder sie keine bekommen, Sozialhilfe. Die ersten erwähnten 1 Million müssten also die schlechten Jobs annehmen und würden eventuell zu den Aufstockern wechseln. Sie verdienen wenig und zahlen wenig ein. Sie wären weiterhin bei denen, die weg sollen. Wer ist denn dann überhaupt noch erwünscht? Nur die gesunden und die reichen?

x 1 #371


iquique
Zitat von Sarita:
Der Sinn dieser Dokus ist doch nur, dass Leute noch mehr Hass auf diese angeblichen Faulenzer bekommen.

Ein Hass, den ich noch nie nachvollziehen konnte. Ich selbst weiß doch überhaupt nicht über diese Leute und deren Lebensumstände Bescheid, also gibt es auch nichts, worüber ich mich aufregen müsste.

x 4 #372


S
Zitat von beside:
Ich will nochmal etwas zum Thema Angst schreiben, das hier leider verdrängt wird. Ich habe Angst weniger Anspruch auf Kassenleistungen zu bekommen wegen meines Aussehens, wegen meiner Herkunft, wegen meines Sozialstands, meines Berufs, meiner Interessen, meiner Gene, meiner Geschlechtsangabe in diesem Forum, wegen ...

Bei dem Satz "Sind nur noch die reichen und gesunden erwünscht?" musste ich an die steigenden Mieten in den Städten denken.
Mittlerweile kann man sich ja in einer Großstadt als Normalverdiener alleine gar keine vernünftige Wohnung mehr leisten.
Sollen da nur noch die Reichen wohnen?Sollen dann alle Krankenschwestern, Friseusen, Kellnerinnen etc. ins Umland ziehen und jeden Tag eine Stunde oder mehr in die Stadt fahren? Ist wahrscheinlich das Ziel. 🤨

#373


B
Zitat von Sarita:
Ist wahrscheinlich das Ziel.

Das daran nur sehr schwer verständliche ist, dass die kranken und armen die selben Ziele wie die gesunden und reichen anstreben. Wobei dieses Ziel nicht alle gesunden und reichen haben. Die armen und kranken wollen sich selbst nicht. Ein Paradoxon. Es ist vermutlich eine Verwechslung zwischen "gesund und reich werden" und "nur noch gesunde und reiche haben". Aber jede Person kann krank und arm werden. Deswegen diese Personen aufgeben? Es ist eine grundlegend falsche Denkweise, die auf einer Verwechslung beruht. Daraus entsteht auch die Denkweise, dass jede Person unbedingt mit aller Stärke und Schnelle sofort wieder gesund (und reich) werden muss. Deswegen werden bei kleinsten Anzeichen schon Antibiotika genommen, sowie Medikamente im allgemeinen.

Es ist ein Streßfaktor, stetig diesem "gesund und reich"-Druck ausgesetzt zu sein. Man darf nicht krank sein. Wer nicht in absehbarer Zeit gesund wird, der ist nicht erwünscht. Ausnahmen machen natürlich immer nahe Angehörige, weil bei denen ist es immer was anderes.

x 1 #374


fourofour
Ich weiß nur eines - wenn ich das letzte mal den Rhein überquere Richtung CH, werde ich an diesen thread denken...

#375


Dunkelbunte
@beside

Beantwortest du mir noch meine Frage? Das verschwindet sonst alles aus dem Kontext.

#376


B
Zitat von Dunkelbunte:
Beantwortest du mir noch meine Frage?

Du meinst diese ?
Zitat von Dunkelbunte:
Was bedeutet archiviert?

Dass es in der Datenbank gespeichert (archiviert) ist und hier in diesem Thema bis auf Weiteres unveränderlich veröffentlicht ist. Ich meinte damit kein querposten und dergleichen, sondern was hier geschrieben wurde.

x 1 #377

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Mariebelle
Ich habe jetzt mal in die Sendung 'armes Deutschland' reingeschaut auf YT.

Ich kann mir nicht vorstellen,dass alles echt ist.

Ggfs ist die Serie gescriptet,wie viele andere Serien in diesem Format.


x 3 #378


S
Zitat von fourofour:
Ich weiß nur eines - wenn ich das letzte mal den Rhein überquere Richtung CH, werde ich an diesen thread denken...

Und da ist dann alles besser? 🤔

x 1 #379


S
Zitat von Mariebelle:
Ich habe jetzt mal in die Sendung 'armes Deutschland' reingeschaut auf YT. Ich kann mir nicht vorstellen,das alles echt ist. Ggfs ist die Serie gesscriptet,wie viele andere Serien in diesem Format.

Denke ich auch. Wie viele solcher Serien bzw. Formate.
Auch bem Dschungelcamp usw. bekommen die quasi Rollen aufgedrückt.
Das ist mehr oder weniger auch gesscriptet.

x 3 #380


A


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Mira Weyer
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