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E
Zitat von Islandfan:
Wer mir von allen am meisten leid tut, sind die, die für ein Minigehalt sich den Hintern abrackern und am Ende bleibt nicht viel mehr übrig als würden sie nicht arbeiten. Ich stehe zu der Aussage, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist und heutzutage ist es so, dass diese immer nur nach von oben gefordert wird, ...

Nein, das stimmt nicht, nicht in meinem Land, da bezahlen Sozialhilfeempfänger genau so viel Steuern und müssen AHV Beiträge bezahlen plus Krankenkasse Beiträge, auch IV Empfänger, das selbe, die sind von nichts befreit bei uns und besonders Sozialhilfeempfänger bekommen so wenig, dass die kaum überleben können mit den heutigen Preisen.

Ich glaube, ein Sozialempfänger hat so um die 2300.- Fr damit muss er alles bezahlt haben, der Durchschnittslohn der Schweizer besteht aber zwischen 6600.- und 7600.- und solche haben bereits schon Mühe überhaupt etwas an zu sparen weil alles so teuer ist, also stell dir mal vor wie Menschen mit Sozialhilfe überleben. Die Mieten sind Utopisch hoch, für normal sterbliche kaum noch finanzierbar.

Mir ist klar, dass jeder das Gefühl hat er wird gerupft und gezupft, doch das ist überall so und natürlich fallen Beiträge höher aus bei solchen die mehr verdienen, doch am Ende ist es für viele die Unten sind trotzdem kaum zahlbar und spüren es mehr und trifft es härter als alle andern.

Du weisst schon, dass die Können aber nicht wollen so wenige sind und kaum was ändern würde an den Problemen.
Die Arbeitgeber haben ihre eigenen Vorstellungen von Mittarbeitern und somit haben es ja immer noch ältere Menschen schwer in Jobs zu kommen, auch gerade die jüngsten die ihre Ausbildung hinter sich haben, sind so gar nicht gefragt, weil Arbeitgeber ihnen kaum entgegen kommen und ihnen eine Chance geben, die wollen Menschen die gleich einsetzbar sind und alles können. Und Frauen die alleinerziehend sind, ist ja auch so ein Problem. Und Menschen mit schlechter Schulbildung und deutsch Kenntnisse sind auch nicht so gefragt und dann sind sie auf Grundsicherung angewiesen und dann kommen noch welche mit Erkrankungen da zu.

Würde man mehr auf die setzen die wirklich vorhanden sind als die die kaum vorhanden sind könnte man ja eventuell doch noch was bewegen, aber da spart man dann lieber und die super Arbeitgeber winden sich fein raus und jammern auf hohen Niveau und motzen dann tatsächlich über die Menschen die Grundsicherung beziehen, aber eine Chance wollen sie denen aber auch nicht geben, sind für die alles Risiko Gruppen, die eventuell nicht gleich das ganze Optimum einbringen wie die sich das wünschen, investieren wollen sie eben halt auch nicht in die Menschen. Und die Kranken Menschen gehen dann oft als die durch, die nicht wollen, aber sicher können, weil Menschen die Krank sind für alles sich rechtfertigen müssen und schnell darüber geurteilt wird, wer Krank ist und wer nicht, das nennt man Stigmata.

x 1 #341


Islandfan
Zitat von Elemente:
Nein, das stimmt nicht, nicht in meinem Land,

Es geht aber hier um Deutschland.
Vergleiche sind interessant, bringen hier aber auch nicht weiter.
Zitat von Elemente:
Und die Kranken Menschen gehen dann oft als die durch, die nicht wollen, aber sicher können, weil Menschen die Krank sind für alles sich rechtfertigen müssen und schnell darüber geurteilt wird, wer Krank ist und wer nicht, das nennt man Stigmata.

Ich bin selbst krank und mein AG weiß davon nichts. Gut, dass ich eine Schwerbehinderung habe, musste ich im ÖD bei der Personalabteilung angeben, aber ich selbst spreche darüber nicht, denn ich weiß, dass man dann schnell stigmatisiert wird.

Es geht nicht um die Kranken, das habe ich deutlich betont und es geht auch nicht um die heutigen Rentner, die ihre Rente sauer verdient haben in den allermeisten Fällen.

Es geht um die, die könnten, aber nicht wollen und die gibt es auch.Die Gesetze sind zu laff, Sanktionen seitens des Jobcenters werden selten realisiert (und ich spreche aus beruflicher Erfahrung). Es liegt sehr viel im Argen.

x 2 #342


A


Im Gesundheitswesen müssen manche Leistungen entfallen?

x 3


Angor
Zitat von Abendschein:
@Angor sei auf der Hut. Der Spieß wird umgedreht.

Ist doch klar, ist normal hier 😄

x 2 #343


E
Zitat von Schlaflose:
In Deutschland ist es so, dass gesetzlich Versicherte 14,6 % ihres Bruttoeinkommens an die Krankenkasse zahlen (davon übernimmt die Hälfte der Arbeitgeber) Dazu kommt noch ein Zusatzbeitrag, der von Kasse zu Kasse unterschiedlich hoch ist und vom Arbeitnehmer komplett übernehmen werden muss. So kommt es, dass man ...

Gut ihr habt ein anderes Kranken und Sozialsystem, bei uns kostet die Krankenkasse etwa 500-700 Fr pro Person, pro Monat, nur Grundversicherung, wir tragen das selber, Sozialhilfeempfänger bekommen Geld und bezahlen es mit diesem Geld was sie Monatlich bekommen, aber sie bezahlen auch Steuer und AHV/IV Beiträge.

Nun weiss ich nicht was ich genau sagen soll, also Flüchtlinge die arbeiten sind ein Problem da sie nie in die Kasse einbezahlt haben und deren Arbeitgeber aber für diese Personengruppe Geld einbezahlen. Ich denke aber, die meisten von denen machen die Unterirdischen Jobs die niemand machen möchte und sie verdienen nicht wirklich viel , eher im Unteren Bereich, so knapp zum überleben oder müssen sogar Aufstocken, also muss man sich überlegen sollen dies Jobs einfach nicht mehr erledigt werden, denn ich glaube kaum wenn diese Menschen nicht arbeiten würden jemand anders diese Jobs macht wie Packet Bote, oder Fabrikarbeiter oder Hilfsarbeitern, das System würde schwächeln und die Versorgung würde auch schwächeln.

Es ist halt nicht nur ein einfaches Problem das man ganz schnell mal lösen könnte, denn am ende wenn diese Menschen mehr bezahlen müssten, müsste eventuell dann doch der Staat das mit finanzieren weil sie sich das gar nicht leisten könnten.

Da würden nur Gesetzes Änderungen was bringen, ob sie dann besser wären, ist schwer zu sagen.

x 2 #344


E
Zitat von Islandfan:
Es geht aber hier um Deutschland. Vergleiche sind interessant, bringen hier aber auch nicht weiter. Ich bin selbst krank und mein AG weiß davon nichts. Gut, dass ich eine Schwerbehinderung habe, musste ich im ÖD bei der Personalabteilung angeben, aber ich selbst spreche darüber nicht, denn ich weiß, dass man dann ...

Und was ist mit denen die ich aufgezählt habe, die wirklich was bringen wenn man da mal tatsächlich was daran ändern würde, weder die wenigen die könnten und nicht wollen, da zu sagst du nichts und dann klingt es eben so pauschalisierend für mich, weil es keinen sinn ergibt so viel Geld rein zu stecken für ein paar die nicht wollen aber können, weder all die vielen Anderen die wirklich was bewegen könnten wenn man sie lässt.

#345


S
Zitat von Elemente:
Es ist halt nicht nur ein einfaches Problem das man ganz schnell mal lösen könnte, denn am ende wenn diese Menschen mehr bezahlen müssten, müsste eventuell dann doch der Staat das mit finanzieren weil sie sich das gar nicht leisten könnten.

Die Probleme sind auch hier komplexer Natur und auch nicht dadurch gelöst, dass die Handvoll "die arbeiten könnten, aber nicht wollen" (wer ist das eigentlich genau?) nun irgendwelche unterirdischen Jobs machen, von denen sie auch nicht leben können.

x 2 #346


E
Zitat von silberauge:
Die Probleme sind auch hier komplexer Natur und auch nicht dadurch gelöst, dass die Handvoll "die arbeiten könnten, aber nicht wollen" (wer ist das eigentlich genau?) nun irgendwelche unterirdischen Jobs machen, von denen sie auch nicht leben können.

Das ist wirklich dann noch ein Zusätzliches Problem, das ist doch das mit dem Mindestlohn und so.

Ich weiss auch nicht wirklich wer die sind, ein Mysterium 🤔

x 1 #347


S
Der aktuelle Mindestlohn hier 13,90. Leb davon mal, vor allem in den Städten mit den horrenden Mietpreisen.

x 1 #348


S
Zitat von Elemente:
Ich weiss auch nicht wirklich wer die sind, ein Mysterium

Das sagt die KI dazu:

Die Gruppe derjenigen, die in Deutschland arbeiten könnten, es aber nicht tun, ist klein. Nur etwa 16.000 Personen (0,4 % der Bürgergeld-Beziehenden) gelten als Totalverweigerer. Viele andere Nichterwerbspersonen (ca. 3,2 Mio.) sind durch gesundheitliche Probleme, fehlende Kinderbetreuung oder mangelnde Qualifikation inaktiv.

x 3 #349


S
Zitat von silberauge:
Viele andere Nichterwerbspersonen (ca. 3,2 Mio.) sind durch gesundheitliche Probleme, fehlende Kinderbetreuung oder mangelnde Qualifikation inaktiv.

Diese Probleme sind ja inzwischen auch allgemein bekannt und daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern durch die Sparmaßnahmen in gesundheitlichen und sozialen Bereichen.

#350


Schlaflose
Zitat von Islandfan:
Man kann auch freiwillig in der gesetzlichen KK bleiben,

Schon, aber dann zahlt man genauso hohe Beiträge wie bei den privaten Kassen und ohne dass der Arbeitgeber die Hälfte übernimmt. Kommt also auf dasselbe raus.

x 1 #351


Islandfan
Zitat von silberauge:
Das sagt die KI dazu: Die Gruppe derjenigen, die in Deutschland arbeiten könnten, es aber nicht tun, ist klein. Nur etwa 16.000 Personen (0,4 % der ...

Wie misst man Totalverweigerung?
Es mag überheblich klingen, aber die einzige Ausnahme, die gelten sollte, sind Krankheiten und die werden ärztlich attestiert.
Ansonsten muss man auch Eigeninitiative zeigen, der Staat bietet genug Maßnahmen an in Form von Umschulungen, Ausbildungen, Deutschkursen, etc. Da muss man dann halt mal was tun, wenn keine geistigen oder körperlichen Einschränkungen vorliegen.
Ebenfalls gibt es Stellen, die man ohne besondereQualifikationen ausüben kann.

x 1 #352


Schlaflose
Zitat von silberauge:
Die Probleme sind auch hier komplexer Natur und auch nicht dadurch gelöst, dass die Handvoll "die arbeiten könnten, aber nicht wollen" (wer ist das eigentlich genau?) nun irgendwelche unterirdischen Jobs machen, von denen sie auch nicht leben können.

Wer das genau ist? Die sieht man z. B. in Dokusoaps wie "Armes Deutschland"; "Hartz Rot Gold" und "Hartz und Herzlich". Das sind zum Großteil junge arbeitsfähige Menschen, die keine Lust haben zu arbeiten, sich dessen rühmen und sich öffentlich über die dummen Leute, die arbeiten, lustig machen. Auch wenn das (angeblich) nur eine Minderheit ist, koche ich vor Wut, wenn ich das sehe.
Auch unterirdische Jobs müssen getan werden und wenn die Bezahlung so gering ist, dass noch aufgestockt werden muss, ist das immer noch besser als wenn die Leute gar nichts für die Gesellschaft leisten und sich einen faulen Lenz machen.

x 1 #353


S
Genauso sehe ich das auch.
Das Hauptargument für Jobs im Niedriglohnsektor ist dann immer "Da bekomme ich genauso viel wie beim Bürgergeld".
Ich glaube, da gab es sogar mal Berechnungen. Mindestlohn vs. Bürgergeld. Ein wenig mehr kommt dann schon raus, wenn man arbeitet. Und man hat eine Aufgabe, kommt unter Leute und lässt sich nicht vom Arbeitsamt gängeln.
Sollte eigentlich Motivation sein.
Aber die jungen Leute wollen sich nicht mehr die Finger schmutzig machen.
Warum gibt es im Handwerk, in der Pflege sowie im Handel und auch in der Gastronomie mittlerweile mehr junge Leute mit Migrationshintergrund als ohne? Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem Handwerker kurz vor der Rente. Der findet keinen Nachfolger. Es will keiner mehr für einen relativ geringen Lohn buckeln und sich die Finger schmutzig machen.
Das gleiche gilt für die Pflege.In beiden Bereichen sind Stellen vorhanden und werden dringend benötigt.

x 1 #354


S
Was soll denn mit dieser Gruppe der komplett arbeitsunwilligen verfahren werden? Entzieht man ihnen komplett die Leistungen landen sie schlimmstenfalls obdachlos bettelnd auf der Straße was wieder neue Probleme verursacht. Die Personen die da in den TV Sendungen vorgeführt werden, haben doch vielfach auch komplexe Probleme, welcher Arbeitgeber hat denn ernsthaftes Interesse so jemanden einzustellen?
Man sollte sich doch besser auf die Personen konzentrieren die wirklich arbeiten wollen, diese unterstützen, ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bieten und diese Arbeit außerdem auch fair bezahlen.

x 2 #355


S
Zitat von Sarita:
Warum gibt es im Handwerk, in der Pflege sowie im Handel und auch in der Gastronomie mittlerweile mehr junge Leute mit Migrationshintergrund als ohne?

Ja, die reißen es ein Stück weit raus.

Zitat von Sarita:
Das gleiche gilt für die Pflege.In beiden Bereichen sind Stellen vorhanden und werden dringend benötigt.

In der Pflege kann man nicht einfach so arbeiten, wie stellst du dir das vor? Dazu muss man auch geeignet und qualifiziert sein.

Zitat von Sarita:
Es will keiner mehr für einen relativ geringen Lohn buckeln und sich die Finger schmutzig machen.

Warum denken (einige) junge Menschen so? Hast du dir da mal Gedanken drüber gemacht?

x 2 #356


S
Warum weiß ich nicht.
Vielleicht falsche Vorbilder im Internet.
Viele wollen lieber Influenzer oder YouTuber werden.
Dabei sind das wirklich nur einige wenige, die damit gut Geld verdienen.
Und von Dauer ist das auch nicht. Geht vielleicht ein paar Jahre und dann kommen die nächsten.
Ähnlich wie diese Reality Stars, die nur für die Teilnahme an sämtlichen TV Shows bekannt sind.
Die nehmen jedes Format mit was geht und sind dann weg, weil sich die Zuschauer satt gesehen haben.
Aber das ist jetzt alles OT.

x 1 #357

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S
Vor allem wird ihnen von allen Seiten, einschließlich Internet, eingetrichtert, dass Konsum alles ist und deshalb wollen sie einen Job wo sie möglichst schnell viel Kohle verdienen. Markenklamotten, Handy etc. Das kostet. Aber ja, OT.

x 1 #358


S

Schlaflose
Zitat von silberauge:
In der Pflege kann man nicht einfach so arbeiten, wie stellst du dir das vor? Dazu muss man auch geeignet und qualifiziert sein.

Ich verstehe nicht, warum man groß qualifiziert sein muss, um Leute zu füttern, zu waschen, den Hintern abzuwischen u.ä. Es werden einfach zu hohe Voraussetzungen für Pflegeberufe gestellt, deswegen ist es so schwer Leute zu finden.

#360


A


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Mira Weyer
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