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JM_83

JM_83
Mitglied

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Hallo zusammen,

Ich bin seit einiger Zeit mit der Eingliederungshilfe in Kontakt und bin echt überrascht, dass das kaum einer „da draußen“ kennt.

Hier kann man so unterschiedliche Hilfe bekommen. Das bekannteste sind sicher die Werkstätten für. Menschen mit Behinderungen. Aber auch psychische Erkrankungen (seelische Behinderung) fällt darunter und kann so gut und vielseitig helfen (Alltag, entlastende Gespräche, Motivation, Anleitung…)

15.01.2026 #1


5 Antworten ↓


Burn
Hmm jein ich wäre mir da nicht sicher ob das nicht bekannt ist.

Bei Eingliederung in Beruf kenne ich es halt so, dass man dann nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Was bei psychischen Problemen oft ja schwieriger das genau am Beruf fest zu machen als bei körperlichen.

Somit kenne ich da „ nur“ die Umschulung
Und das geht natürlich auch , wenn man es denn genehmigt bekommt psychische Gesundheit und nicht nur Behinderung in Form von körperlichen leiden.

Viele bekommen aber gar keine Umschulung… und ich kenne das Prinzip auch nur in Form man ist arbeitslos oder bereits schon mit Reha und ALG1 etc. durch um dann endlich Eingliederung zu bekommen.

Viele sind ja gar nicht an dem Punkt sondern gehen noch arbeiten oder machen Wiedereingliederung beim bestehenden Arbeitgeber.

Mir ist allerdings nicht bewusst , dass man die Eingliederungshilfe auch nur für Gespräche nutzen könnte, wenn man psychische Probleme hat und noch krankgeschrieben ist.
Ist sowas denn möglich?


Sonst kenne ich es halt leider nur als letzte Möglichkeit nach einem langen Leidensweg… und nicht jeder ist mit den Möglichkeiten zufrieden, gerade beim Thema BFZ

#2


A


Eingliederungshilfe - der riesige Zwerg der Leistungen

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JM_83
Genau das ist der wichtige Unterschied zwischen einer Reha-Maßnahme zur beruflichen Wiedereingliederung und der eingliederungshilfe als eigene reha-leistung.

Das, was du beschreibst, ist die klassische berufliche Wiedereingliederung.

Darüber hinaus gibt es im SGB 9 (zweiter Teil - § 90 bis 150) Leistungen insbesondere für psychische Erkrankungen, die neben einer Psychotherapie stehen können. Beispiel: die Krankenkasse bezahlt die Psychotherapie, die eingliederungshilfe bezahlt Pädagogen die dir dabei helfen, die gelernten Inhalte im Alltag umzusetzen.

#3


Burn
Aha das ist ja interessant… und wo genau muss ich mich da dann schlau machen?
Ist das eine Leistung über die Rentenkasse?
Therapie habe ich über die Krankenkasse…
Was mir manchmal fehlt ist eher wie so eine Art zusätzliches Coaching wie ich im Alltag dann gut klar komme

#4


JM_83
Das was du beschreibst, ist eine berufliche Reha, die über die bundesagentur für Arbeit oder die Rente finanziert wird. Die eingliederungshilfe wird üblicherweise von den Kreisen oder den kreisfreien Städten bearbeitet. Das ist aber je nach Bundesland unterschiedlich (Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen machen das auf der landschaftsverbandsebene)

#5


JM_83
Umsetzungsbegleitung-bthg.de oder die Homepage deines Landkreises bieten gute, erste Infos.

Für mehr kannst du auch direkt die "Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung" anrufen.

#6






Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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