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B
Manches ist nur deswegen schlecht, weil die Leute es schlecht reden. Das begegnet mir immer wieder.

x 2 #121


Fravely
Zitat von beside:
Manches ist nur deswegen schlecht, weil die Leute es schlecht reden. Das begegnet mir immer wieder.

Wie meinst du das? Jedes Jahr höhere Krankenkassenbeiträge mit weniger Leistungen und längeren Wartezeiten und Kritik wird dann als schlecht reden abgetan?

x 1 #122


A


Im Gesundheitswesen müssen manche Leistungen entfallen?

x 3


B
@Fravely , ich vermute (in Anbetracht meiner Senilität), dass der Spruch im falschen Thema gelandet ist (Was denkst du gerade?).

Was hierher passen würde: Aber es ist heikel, weil hier diesbezüglich unangenehme Leute anwesend sind.

Derzeit ist eine schwierige und ungünstige Situation für plausible Erklärungen. Wie soll den Leuten erklärt werden, dass wenn das Jahr zu Ende geht, dass wieder ein neues beginnen wird? Das wenn eine Firma Pleite geht, eine neue entsteht. Und das seit ewig. Dass Deutschland nach 80 Jahren schlecht reden immer noch nicht am Ende ist. Da das schlecht reden aber zunimmt, wird dies dann auch irgendwann passieren. Selbsterfüllende Prophezeihung.

Das Gesundheitssystem ist den Leuten dabei noch plausibler, da eine reine Gegenwartssache. Die Sache mit dem Rentensystem verstehen nicht alle. Dieses Generationensystem wurde hochjubelnd - und würde es wieder - eingeführt, als die Voraussetungen so gut wie nie wieder dafür standen. 1950: 100 Arbeiter mussten nur 16 Renten erwirtschaften. Das hieß, dass nicht jede Familie die familieninternen Renter versorgen musste, sondern alle. Immenses Solidaritätsgefühl. Die Familien, die keine Rentner hatten, die tolerierten es, weil es nicht viel Entbehrung war. Die mit, waren begeistert von der Entlastung. Durch den Geburtenpeak und die Pille in den 1960er Jahren, die beide auch alle feierten, entstand ein Ungleichgewicht. Viel zu viele Menschen in wenigen Jahrgängen. Die positiven Auswirkungen wurden Jahrzehnte lang gefeiert. Nun sind sie zu Ende. Jetzt kommen die negativen Auswirkungen mit voller Wucht. Denn es gibt keinen Dämpfer. 67 ist die harte Grenze. 2020 war das Verhältnis 100 zu 40 (gerundet). 2030 wird das Verhältnis 100 zu 50 sein. Also müssen 2 die Rente von 1 erwirtschaften. Harte Nummer. Aber das unglaubliche: Es funktioniert! Der Staat wird deswegen nicht Pleite gehen. Er wird allerhöchstens Pleite geredet. Denn niemand will auf irgendetwas verzichten. Alle wollen (verhältnismäßig) wie im Wohlstand vom Verhältnis 100 zu 16 leben - also vollkommen realitätsfern. So sind sie halt. Da denkt jede Person nur noch an sich und die ihrigen. Doch 2030 - der medial gehypte Peak - ist dahingehend nicht der Höhepunt, sondern das Verhältnis wird sich weitere Jahrzehnte gegenseitig annähern, bis 100 zu 65 oder mehr. Es ist realitätsfremd, dies mit der Zeit von 1950 zu vergleichen. Jeder Vergleich ist irreführend.

Im Gesundheitssystem ist es ebenso, da hier auch keine Ansparungen gemacht wurden, sondern alles Life ist.

Auch anhand der Arbeitslosen wird gerne alles schlecht geredet. Dabei wird verdrängt, dass sowieso nur rund 25 Millionen von über 80 Millionen Beschäftigte sind. Ja was machen die anderen 55 Millionen? Alles Sozialschmarotzer, Faulenzer und Ausländer? Ja? Nee, die paar wenigen Millionen, die Transferleistungen bekommen, sind die Verlierer des Systems. Und ja, es werden immer mehr Verlierer. Weil alle nach oben beten und nach unten treten. So sind sie halt. Was willste dagegen tun? Machste mit?

Es muss sich vielmehr vor Augen geführt werden, wie immens groß der Wohlstand gestiegen ist, dass 100 Abeiter die Rente von 50-60 erwirtschaften (können). Hätte dieses Verhältnis 1950 bestanden, alle, absolut alle, wären dagegen gewesen. Aber, der immense Wohlstand ermöglicht es, dass dies möglich ist. Das ist phänomenal! Aber, es wird immer nur das negative gesehen und dann alles schlecht geredet.

x 2 #123


Feuerschale
Hab im Radio jetzt gehört, dass so ein Kommittee bis Ende März Einsparungsideen vorlegt der Regierung.
12 Millionen Loch und muss dann mit Kürzungen irgendwie zu rechnen sein. Ein Vorschlag von irgendsonem Wirtschaftsverein war, dass GAR keine Zahnarztkosten mehr übernommen werden, das wurde aber vorab wohl schon verworfen.Ich weiß nicht, wofür ich Versicherungsbeiträge, Steuern und Co leiste, wenn man nachher eh noch weiß wieviele Zuzahlungen machen muss. Blick aber auch nicht durch, was wo bei den Ausgaben wo draufgeht.

x 4 #124


boomerine
Und die Zähne ......
bezahlen wir künftig auch selber

Die haben doch einen Vogel
Sind die noch ganz sauber ?

x 4 #125


Windy
Zitat von boomerine:
Und die Zähne ......
bezahlen wir künftig auch selber

Das haben sie ab 2028 vor, wird bereits in die Wege geleitet, zusammen mit der zuerst zum Hausarztgehenpflichtvorfacharzt, der soll einen dann zuweisen, die freie Arztwahl entfällt dann.

x 1 #126


Windy
Zitat von beside:
Aber es ist heikel, weil hier diesbezüglich unangenehme Leute anwesend sind.

Jeder geht von sich selbst aus! Wenns dir in Wddg nicht gefällt, warum waberst dann dort rum? Wenn man noch nichtmal weiß, ob man Männlein oder Weiblein ist, kann man auch sonst kein klares Urteil bilden, aber gut daß die KI dann das Denken übernimmt.

x 1 #127


Fravely
Zitat von Feuerschale:
12 Millionen Loch

Das sind wohl eher 12 Milliarden wenn nicht sogar mehr?

x 1 #128


KiraStuttgart26
Ich habe mir hier nicht alles durchgelesen ; ich bin der Auffassung dass wir ein wirklich gutes Krankenversicherungssystem haben. In Teilen zu gut. Ich als Hypochonder habe wirklich diverse Arztbesuche , Untersuchungen , die zugegebener Maßen oft nicht hätten sein müssen in Anspruch genommen. Auch mal 3 Fachärzte in zwei Wochen ( in Städten eigentlich garkein Problem) und nie , wirklich nie kamen Nachfragen oder gar Rechnungen. In welchem andere Land ist es möglich ? Mein Ehemann ist privat versichert und hier kann man dann auf den Rechnungen mal ganz gut Einsicht erhalten wie teuer banale Leistungen dieses Sektors sind.
Ich möchte hier nicht dafür plädieren dass System kopflos auszureizen aber die Leistungen die man erhalten könnte, sind doch wohl im weltweiten Vergleich purer Luxus.
Auch die teuren Behandlungen ( Dialyse , Krebsbehandlungen, die wirklich gigantischen Kosten durch chronische Erkrankungen ( Diabetes, Adipositas,Krebs ) die für viele zeitlebens geleistet werden müssen mal gesehen und geschätzt werden.
Kein Bürger dieses Landes muss sich um die Qualität der Behandlung sorgen.. er wird immer den standart erhalten unabhängig von den Kosten.
Wir hatten mal eine Sinti und Roma Familie , die hat den Chefarzt bekniet, ihrem herzkranken Vater doch bitte die beste Behandlung zukommen zu lassen , sie zahlen ihm ein guten Preis wenn er alles macht was geht…ihnen war nicht klar wie es hier läuft.

#129


Islandfan
Zitat von KiraStuttgart26:
Kein Bürger dieses Landes muss sich um die Qualität der Behandlung sorgen.. er wird immer den standart erhalten unabhängig von den Kosten.

Doch, es wird in der Zukunft immer schlechter werden und das perfide ist, dass der Arbeitnehmer immer mehr an Krankenkassenbeiträgen zahlen muss und die Leistungen immer schlechter werden. Allein nun der Vorschlag mit den Zähnen. Bei Versicherungen, die man privat bezahlt, gäbe es das in der Form nicht, das wär so, als würde man einen Golf fahren, aber die Autoversicherung würde sagen "jetzt zahlen Sie mal die Beiträge für einen Ferrari und gleichzeitig bezahlen wir immer weniger", das wäre undenkbar.
Auch so absurde Vorschläge, dass Arbeitnehmer am ersten Krankheitstag keinen Lohn bekommen sollen, zeigt, in welche Richtung es sich entwickelt, wobei ich hoffe, dass so etwas nie realisiert wird.
Es ist doch Fakt, dass die, die arbeiten, immer mehr für die Solidargemeinschaft zahlen müssen bei immer schlechter werdenden Leistungen.
Das System krankt und man hat oft eine Wut im Bauch wenn man sieht, wie wenig netto vom brutto übrig bleibt.
Es müsste sich dahingehend etwas ändern, die Arbeitnehmer müssten endlich entlastet werden, denn auf ihren Schultern liegt die Last.
Ich habe eine private Zusatzversicherung, die 40 Prozent der Zahnarztkosten abdeckt und auch Brillen. Manchmal denke ich mir, wie dumm ich war, dass ich in jungen Jahren nicht mehr privat abgesichert habe, aber nun ist es aufgrund der Vorerkrankungen zu teuer und ich sehe es auch nicht ein, bei den eh schon hohen Krankenkassengebühren, noch mehr privat zu zahlen.

x 3 #130


KiraStuttgart26
@Islandfan
Ich will dir gar nicht widersprechen ich beleuchte nur einen anderen Aspekt.
Die Entwicklung in der Gesellschaft trägt halt dazu bei, dass die Kosten immens ansteigen. Und wie gesagt, ich sehe hier mangelnde Prävention aber auch einfach mangelndes Bewusstsein für gesund. Erhaltung im Bereich der Wohlstandsbevölkerung.
Beispiel Zähne ; wie kann es sein, dass wir im Jahre 2026 mit einem Überangebot von Zahnärzten ( an jeder Ecke )und Aufklärung immer noch bei Kleinkindern Kariesfolgen behandeln müssen.
Man hat alle Möglichkeiten zur Prävention , jeden Zugang zur Information . Also mal echt , der Staat ist ja nun nicht verpflichtet jedem Hirnie seine Verantwortungslosigkeit zu bezahlen.
Und das meine ich , es besteht, eine hohe Anspruchshaltung und sehr wenig Bereitschaft Eigenverantwortung zu übernehmen oder die eigene Gesundheit pfleglich zu behandeln.

x 2 #131


Islandfan
Zitat von KiraStuttgart26:
Beispiel Zähne ; wie kann es sein, dass wir im Jahre 2026 mit einem Überangebot von Zahnärzten ( an jeder Ecke )und Aufklärung immer noch bei Kleinkindern Kariesfolgen behandeln müssen.

Ich habe schlechte Zähne, weil es leider in der Familie liegt. Ich war früher immer bei der Vorsorge, habe aber Zähne verloren, weil sie sich entzündet haben, ohne dass konkrete Ursachen vorlagen. Nur, dass es bei meinem Vater und meinem Bruderauch so war und perfiderweise die gleichen Zähne betraf.
Ich kann es nicht mehr hören, dass alles nur Vorsorge ist. Sicherlich trifft das manchmal zu, aber dieses Märchen, dass man quasi selbst schuld ist, wenn man krank ist, weil man hätte ja gesünder leben können, ist nicht hinnehmbar. Erklär das mal einem Kind, das an Krebs erkrankt ist.

So, ich gehe nun arbeiten und Steuern zahlen haha.

x 4 #132


Abendschein
Wenn das Gesetz Eintritt das wir den Zahnarzt selbst zahlen müssen, werden viele Menschen ohne Zähne sein. Das Geld fehlt und der Deutsche wird geschröpft an allen Ecken und Kanten.
Damit spreche ich nicht das gute Gesundheitssystem in Deutschland ab.

x 2 #133


KiraStuttgart26
Ich meine hier niemand persönlich und die Zähne stehen jetzt nur als Beispiel dafür, dass wir im Gesundheits Aspekt sehr viel selbst in der Hand haben und diese Verantwortung aber nicht ernst genommen wird. Menschen treffen ihr ganzes Leben sehr häufig. Schlechte Gesundheits Entscheidungen und der Ärger darüber, dass die Folgen nicht voll honoriert werden, ist dann groß. und doch, ich bin der Meinung, dass Prävention der wichtigste Punkt überhaupt ist. In Japan gab es bezüglich der Adipositas Epidemie politische Maßnahmen in öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Mensas etc.. Der Zugang zu schlechtem Essen wurde erschwert. nach recht kurzer Zeit konnte man beobachten, wie das Übergewicht Der Bevölkerungabnahmen und die Kosten, die durch ihre Folgen entstehen, massiv absanken. Ich glaube dass gibts als Doku auch irgendwo zu sehen. wir werden durch unseren Wohlstand immer kränker, und das wird halt faktisch immer schwieriger zu finanzieren.

x 2 #134


Abendschein
.Na Du Vergleichst aber auch Äpfel mit Birnen, ...habe leider keine Zeit mehr. Muss zum neuen Führerschein. Auch so eine ,Sache, alles Geldmacherei und für wen und für was?

x 3 #135


KiraStuttgart26
Zitat von Abendschein:
Wenn das Gesetz Eintritt das wir den Zahnarzt selbst zahlen müssen, werden viele Menschen ohne Zähne sein. Das Geld fehlt und der Deutsche wird ...

Vielleicht würden die Menschen viel besser auf ihre Zähne aufpassen, wenn sie wüssten, dass ein höherer Anteil selbst getragen werden muss.
Und auch gerade hier zeigt sich doch die hartnäckige Ignoranz. Ich meine, frag doch mal einen Fünfjährigen wie man seine Zähne Karies frei hält. Das ist nun wirklich in der überwiegenden Mehrheit einfach schlechte und inkonsequente Zahnpflege plus zu viel Zucker. also kein Hexenwerk, dass Risiko selbst deutlich zu minimieren und es funktioniert nicht.

x 1 #136


Abendschein
Zitat von KiraStuttgart26:
Vielleicht würden die Menschen viel besser auf ihre Zähne aufpassen, wenn sie wüssten, dass ein höherer Anteil selbst getragen werden muss. ...

Du hast doch gelesen was @Islandfan geschrieben hat, sie hat von Anfang an schlechte Zähne, da kann man noch so aufpassen.

Du sprichst wie der Kanzler. Immer gegen das Volk im eigenen Land.

x 1 #137

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KiraStuttgart26
@Abendschein ja, das hab ich gelesen und das mag auf einzelne Personen zutreffen aber auf die große Mehrheit mit Sicherheit nicht

#138


KiraStuttgart26
@Abendschein
Was für ein Quatsch. Ja, die Wahrheit tut weh oder. karies entsteht durch Zucker, also entweder esse ich weniger Zucker, oder wenn ich ihn esse, sollte ich dafür sorgen, ihn schneller aus der Mundhöhle zu entfernen durch nachspülen oder putzen. Ich kann nichts dafür dass
Es so einfach ist .. ich sage auch nicht, dass ich das Maß der Dinge bin. Ich ich spreche hier nicht über dich oder mich, sondern benenne nur das Problem.

#139


Islandfan
Es gibt auch noch andere Zahnerkrankungen außer Karies. Informiere dich mal lieber, bevor du so einen Unsinn schreibst.
Ich hatte Entzündungen an den Wurzelspitzen an gesunden Zähnen.

x 2 #140


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Mira Weyer
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