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201808.08




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Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Nach einer einigermaßen guten Periode mit wenig Ängsten und wenig depressiven Phasen kam heute alles wieder zurück!

Kurz zu meiner Vorgeschichte: Bin seit März arbeitslos, da ich mich maßlos übernommen hatte und nach meinem letzten Klinik Aufenthalt im Januar gedacht habe, ich könnte den Belastungen im Arbeitsleben wieder Paroli bieten. Dem war leider nicht so. Habe dann meinen damaligen Job auf Anraten des Arztes gekündigt. Bis Mitte Juni war ich dann im Krankengeldbezug und durfte seit Anfang Juni zum Fallmanagement vom Jobcenter, welches mir sehr gut getan hat! Endlich mal jemand, der mich versteht und keinen Druck macht, sondern alles langsam in die Wege leitet bzgl. Schwerbehindertenausweis, Jobvermittlung und gemeinsame Gespräche mit meiner Psychologin. Ich war wirklich zufrieden.

Dann hatte ich heute einen Termin beim Arbeitsamt, da ich seit Juli von dort wieder ALG 1 beziehe (zuerst hieß es, nur für einen Monat, es würde sich dann ja gar nicht lohnen, da etwas für mich in die Wege zu leiten, mittlerweile habe ich Anspruch bis Mitte Januar). Ich dachte mir nichts wildes dabei, da ich ja bereits in einer Maßnahme war und sie mir mehr auch nicht aufbürden könnten. Falsch gedacht.

Ich kam also brav zu meinem Gespräch angetrabt und erzählte meiner Beraterin vom Arbeitsamt meine Pläne mit meiner Fallmanagerin. Das wir es langsam angehen lassen wollten, da ich mich sonst immer sofort überfordere etc. Da guckte mich die Betreuerin an wie ein Auto und sagte: "Wieso denn Fallmanagerin, WIR sind für Sie zuständig!" Ich natürlich erstmal aus allen Wolken gefallen, da das dann nun mittlerweile die 5te Beraterin innerhalb eines Jahres ist, die angeblich für mich zuständig ist. Ich ihr dann erzählt, dass ich selbst nicht genau weiß, wer für mich zuständig ist, da das ständig gewechselt wird. Dann der große Schock. Ich habe jetzt tatsächlich die ganzen ALG 1 Maßnahmen aufgebrummt gekriegt. 5 Bewerbungen pro Monat schreiben, obwohl noch niemand genau weiß, wo er mich hinvermitteln soll, da ich ja nochmal zum medizinischen Gutachter geschickt werden soll, der dann schaut, inwiefern ich noch Leistungen bringen kann. Dann die blöde Frage, wer mir denn empfohlen hat, nur noch Teilzeit arbeiten zu gehen. Da habe ich mich schon gefragt, ob sie überhaupt einen Plan hat, welche Geschichte ich mittlerweile hinter mir habe. Zusätzlich noch Einladung zu einem Jobtraining a 12 Stunden, quasi ein Seminar. Auf meine Antwort, dass ich das nicht schaffen würde, hieß es, man kann das ja splitten. Zusätzlich würde sie mich gern bis Mitte Januar in eine Umschulung stecken. Und zu allem Übel hielt sie mir dann zum Schluss noch eine Eingliederungsvereinbarung und Stift unter die Nase, die ich natürlich, vor lauter Angst vor Sanktionen, unterschrieb.

Ich war danach völlig geschockt und aufgelöst, habe mir während des Gesprächs vor lauter Stress die Arme aufgekratzt und bin nun mit den Nerven am Ende. Zuhause habe ich gleich meine Fallmanagerin angerufen, die mir leider bestätigte, dass sie mich dann aus der Maßnahme raus nehmen müsste. Es aber nicht sein kann, dass ich so hängen gelassen werde und sie mir trotzdem weiterhin Unterstützung zusichert. Erstmal kommt sie jetzt am 22. August mit zum Gespräch mit meiner Psychologin und dann wollen wir schauen, wie es weitergeht.

Hat irgendjemand Erfahrungen mit solchen Fällen, inwiefern man da eventuell um die Bewerbungspflicht herumkommt?
Ich möchte ja arbeiten, aber nicht unter Druck oder Vollzeit oder in eine Ausbildung gesteckt werden, die ich eh nicht aushalte.
Es lief doch alles so gut bis heute :seufzen

Auf das Thema antworten


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  08.08.2018 13:39  
Vhaena hat geschrieben:
5 Bewerbungen pro Monat schreiben, obwohl noch niemand genau weiß, wo er mich hinvermitteln soll,

Da es dir sehr schlecht geht, bist du natürlich nicht in der Lage qualitativ hochwertige Bewerbungen zu verschicken. Dementsprechend suchst du dir einfach IRGENDWELCHE Stellen raus und schickst ne Bewerbung hin. Abgesehen vom Anschreiben ist bei Bewerbungen eh immer alles gleich. Und das Anschreiben kannst du innerhalb von 30 min. pro Bewerbung jeweils anpassen. Und falls du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, gehst du da einfach tiefenentspannt hin und stellst dich etwas "ungeschickt" an, also erwähnst z.B. dass du derzeit dabei bist einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.
Die Absagen sammelst du dann, und lässt dir vom Arbeitsamt die Kosten für ALLE Bewerbungen erstatten. Damit erfüllst du auf dem Papier deine Pflichten und die Sachbearbeiterin kann dir garnichts. ;)
Alternative: Dein Arzt schreibt dich durchgehend Krank (immer wieder verlängerte Atteste), dann bist du auch aus der Nummer erstmal raus.....

Vhaena hat geschrieben:
Zusätzlich noch Einladung zu einem Jobtraining a 12 Stunden, quasi ein Seminar. Auf meine Antwort, dass ich das nicht schaffen würde, hieß es, man kann das ja splitten. Zusätzlich würde sie mich gern bis Mitte Januar in eine Umschulung stecken.

Wenn du einen vernünftigen Arzt hast und es dir wirklich so schlimm geht, wie du es hier beschreibst, dann wird der Arzt dich "leider" krankschreiben müssen für den Zeitraum der Umschulung und des Seminars. ;)

Vhaena hat geschrieben:
Und zu allem Übel hielt sie mir dann zum Schluss noch eine Eingliederungsvereinbarung und Stift unter die Nase, die ich natürlich, vor lauter Angst vor Sanktionen, unterschrieb.

Was steht denn da drin außer, dass du 5 Bewerbungen pro Monat rausschicken musst?





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  08.08.2018 13:51  
Zitat:
Da es dir sehr schlecht geht, bist du natürlich nicht in der Lage qualitativ hochwertige Bewerbungen zu verschicken. Dementsprechend suchst du dir einfach IRGENDWELCHE Stellen raus und schickst ne Bewerbung hin. Abgesehen vom Anschreiben ist bei Bewerbungen eh immer alles gleich. Und das Anschreiben kannst du innerhalb von 30 min. pro Bewerbung jeweils anpassen. Und falls du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, gehst du da einfach tiefenentspannt hin und stellst dich etwas "ungeschickt" an, also erwähnst z.B. dass du derzeit dabei bist einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.
Die Absagen sammelst du dann, und lässt dir vom Arbeitsamt die Kosten für ALLE Bewerbungen erstatten. Damit erfüllst du auf dem Papier deine Pflichten und die Sachbearbeiterin kann dir garnichts. ;)
Alternative: Dein Arzt schreibt dich durchgehend Krank (immer wieder verlängerte Atteste), dann bist du auch aus der Nummer erstmal raus.....


Das habe ich mir auch schon überlegt, aber da habe ich extrem starke Angst, dass das Arbeitsamt merken könnte, dass ich mich absichtlich blöd anstelle, weil die ja eigentlich wissen, dass ich nicht unbedingt jeden Job annehmen kann und möchte und daraus resultierend evtl. Sanktionen kommen.
Apropos Sanktionen: Durch die Krankschreibung damals haben sich eh schon 400 Euro Schulden beim Jobcenter angehäuft, da man mir damals von der Krankenkasse zwar zulässiges Geld, aber im falschen Monat überwiesen hat. Sprich statt am 1. Mai kam das Geld schon am 30. April und dadurch hat das Sozialamt es als Zufluss gewertet und ich darf denen die 400 Euro zurückbezahlen. Deswegen möchte ich auch eigentlich um eine erneute Krankschreibung rum kommen, da die Unzuverlässigkeit mir auch sehr an die Nieren geht. Außerdem verlängert sich ja leider während der Krankschreibung auch der Anspruch auf ALG 1 und ich würde ja gern wieder ins ALG 2 fallen, um eben meine Sachberaterin vom Fallmanagement wiederzubekommen. So hilft sie mir ja nur "unentgeltlich" quasi und hat keinerlei Einfluss auf meine berufliche Perspektive.

Zitat:
Wenn du einen vernünftigen Arzt hast und es dir wirklich so schlimm geht, wie du es hier beschreibst, dann wird der Arzt dich "leider" krankschreiben müssen für den Zeitraum der Umschulung. ;)


Da spielt dann ebenfalls das verlängerte ALG 1 rein, aus dem ich ja rauskommen möchte.

Zitat:
Was steht denn da drin außer, dass du 5 Bewerbungen pro Monat rausschicken musst?


Das man eben Kosten für Anfahrt, Bewerbungen etc. übernimmt. Das ich selbstständig nach geeigneten Jobs zu suchen habe und mich alle 2 Monate mit insgesamt 10 Bewerbungen zurück melden muss. Diese müssen versicherungspflichtig sein (also auch keine 450 Euro Jobs). Und das ich mich innerhalb von 3 Tagen auf vorgeschlagene Stellen zu bewerben habe und Vorstellungsgespräche wahrnehmen und Jobangebote annehmen muss.



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  08.08.2018 14:06  
Vhaena hat geschrieben:
Das habe ich mir auch schon überlegt, aber da habe ich extrem starke Angst, dass das Arbeitsamt merken könnte, dass ich mich absichtlich blöd anstelle, weil die ja eigentlich wissen, dass ich nicht unbedingt jeden Job annehmen kann und möchte und daraus resultierend evtl. Sanktionen kommen.

Du darfst NIEMALS sagen, dass du eigentlich nicht arbeiten willst. Gegenüber dem Jobcenter musst du IMMER diese Ansicht vertreten: "Ich möchte sehr gerne wieder arbeiten. Leider beeinträchtigen mich derzeit noch gesundheitliche Probleme."
Du gibst dir bei den Bewerbungen natürlich Mühe (also keine absichtlichen Fehler), aber bis die Sachbearbeiterin dich darauf hinweist, kannst du z.B. im Lebenslauf die letzten Monate komplett offen lassen - garnichts hinschreiben (statt zu tricksen). Bewerbungen mit unerklärten Lücken werden sehr schnell aussortiert. Und statt studenlang Fachbücher über Bewerbungen zu lesen, machst du es erstmal so, wie du denkst, dass eine Bewerbung aussehen sollte. ;)

Vhaena hat geschrieben:
Apropos Sanktionen: Durch die Krankschreibung damals haben sich eh schon 400 Euro Schulden beim Jobcenter angehäuft, da man mir damals von der Krankenkasse zwar zulässiges Geld, aber im falschen Monat überwiesen hat. Sprich statt am 1. Mai kam das Geld schon am 30. April und dadurch hat das Sozialamt es als Zufluss gewertet und ich darf denen die 400 Euro zurückbezahlen.

:haareraufen: :verrück Als Empänger von Sozialleistungen hast du einen Anspruch auf KOSTENLOSE Rechtsberatung. Den Schein bekommst du beim Rechtspfleger im Amtsgericht ausgestellt und kannst damit kostenlos zum Anwalt gehen. Versuche es jetzt noch, auch wenn es vielleicht schon verjährt ist.
Wer so einen Mist einfach akzeptiert statt sich dagegen zu wehren ist selbst schuld......

Vhaena hat geschrieben:
Außerdem verlängert sich ja leider während der Krankschreibung auch der Anspruch auf ALG 1 und ich würde ja gern wieder ins ALG 2 fallen, um eben meine Sachberaterin vom Fallmanagement wiederzubekommen.

Sorge erstmal dafür, dass du den Schwerbehindertenausweis bekommst. Damit hast du dann einen Joker im Ärmel. Wenn es dir Vorteile bringt, kannst du ihn rausholen - ansonsten kanns du es "verschweigen", dass dieser Ausweis exisitert.


Das Ganze einfach etwas entspannter sehen - damit dürfte es dir gesundheitlich dann auch besser gehen. ;)





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  08.08.2018 14:19  
Zitat:
Du darfst NIEMALS sagen, dass du eigentlich nicht arbeiten willst. Gegenüber dem Jobcenter musst du IMMER diese Ansicht vertreten: "Ich möchte sehr gerne wieder arbeiten. Leider beeinträchtigen mich derzeit noch gesundheitliche Probleme."
Du gibst dir bei den Bewerbungen natürlich Mühe (also keine absichtlichen Fehler), aber bis die Sachbearbeiterin dich darauf hinweist, kannst du z.B. im Lebenslauf die letzten Monate komplett offen lassen - garnichts hinschreiben (statt zu tricksen). Bewerbungen mit unerklärten Lücken werden sehr schnell aussortiert. Und statt studenlang Fachbücher über Bewerbungen zu lesen, machst du es erstmal so, wie du denkst, dass eine Bewerbung aussehen sollte. ;)


Ja, das wissen die ja. Und ich möchte ja eigentlich auch wieder arbeiten gehen! Aber eben nicht zu jedem Preis. Sie fingen dann auch an, dass mein alter Arbeitgeber noch sucht, ich soll es doch da mal probieren. Da fehlt leider jegliches Verständnis. Natürlich kann ich verstehen, dass man jemanden schnell vermitteln möchte. Aber diese ganzen Unterschiede bei den Beratern machen mich kirre. Im Mai hatte ich noch jemanden, der gesagt hat, ich soll mir keinen Druck machen. Beim GLEICHEN Amt. Jetzt habe ich jemanden, der schnell schnell vermitteln will. Zusätzlich noch dieses A fühlt sich nicht zuständig, B sich aber auch nicht wirklich und wenn es ums Geld geht schieben eh alle den Joker weiter.

Zitat:
:haareraufen: :verrück Als Empänger von Sozialleistungen hast du einen Anspruch auf KOSTENLOSE Rechtsberatung. Den Schein bekommst du beim Rechtspfleger im Amtsgericht ausgestellt und kannst damit kostenlos zum Anwalt gehen. Versuche es jetzt noch, auch wenn es vielleicht schon verjährt ist.
Wer so einen Mist einfach akzeptiert statt sich dagegen zu wehren ist selbst schuld......


Ähm..ja, da gibt es auch eine Geschichte zu. Und zwar habe ich 2013 eine Ausbildung begonnen und musste diese aufgrund psychischer Belastung abbrechen. Mein ehemaliger Chef wollte mir meine restlichen Urlaubstage nicht ausbezahlen. Ich natürlich auch auf Anraten dieses Scheinchen geholt, zum Anwalt gegangen "Klar, kein Problem, machen wir, machen wir." Ende vom Lied war, wir haben zwar die 150 Euro Geld bekommen, die mir von meinem alten Arbeitgeber zustanden, aber ich durfte 300 Euro Anwaltskosten zahlen, da meine Prozesskostenbeihilfe nicht bewilligt wurde!
Seitdem sind Anwälte für mich ein rotes Tuch. Meine Beraterin meinte, dass Geld hat mir im April nicht zugestanden, da ich da noch anteilhaft Gehalt bekommen habe. Da würde auch kein Anwalt was anderes sagen. Und aufgrund der Ängste traue ich mich auch nicht, da contra zu geben. :(

Zitat:
Sorge erstmal dafür, dass du den Schwerbehindertenausweis bekommst. Damit hast du dann einen Joker im Ärmel. Wenn es dir Vorteile bringt, kannst du ihn rausholen - ansonsten kanns du es "verschweigen", dass dieser Ausweis exisitert.


Das Ganze einfach etwas entspannter sehen - damit dürfte es dir gesundheitlich dann auch besser gehen. ;)


Ich habe ja einen GdB 30 (der das Amt herzlich wenig interessiert bzw. mit dem Satz abgespeist wurde: "Haben Sie Gleichstellungbeantragt? Nein, also." Meine Antwort, dass man eine Gleichstellung nur beantragen könnte, wenn man auch ein konkretes Jobangebot hat, wurde einfach nicht erwidert. Allerdings läuft momentan noch ein Widerspruch, den ich mit meiner Fallmanagerin ans Versorgungsamt geschrieben habe, da in meinem Fall nur die Depressionen und die generalisierte Angststörung berücksichtigt wurde, nicht meine Hauptdiagnose Zwangsstörung.

Ich habe einfach nur so Panik, Sanktionen zu kriegen, wenn ich irgendwie dem Amt frech komme. Bzw. sage, dass kann ich nicht.



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  08.08.2018 14:25  
Vhaena hat geschrieben:
Meine Beraterin meinte, dass Geld hat mir im April nicht zugestanden, da ich da noch anteilhaft Gehalt bekommen habe. Da würde auch kein Anwalt was anderes sagen. Und aufgrund der Ängste traue ich mich auch nicht, da contra zu geben. :(

Das Geld hätte dir aber im Mai doch zugestanden oder? Und jetzt weil es 1-2 Tage zu früh auf deinem Konto verbucht wurde, es dir abzuziehen ist wohl kaum rechtmäßig.

Vhaena hat geschrieben:
Ich habe einfach nur so Panik, Sanktionen zu kriegen, wenn ich irgendwie dem Amt frech komme. Bzw. sage, dass kann ich nicht.

Deshalb dem Amt NICHT frech kommen. Einfach immer bemühen und dann halt das was du geschafft hast vorzeigen. ;)





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  08.08.2018 14:31  
Leider ist das rechtmäßig laut Zuflussprinzip. Ich wüsste auch nicht, gegen wen ich mich da wenden sollte. Gegen die KK, dafür, dass sie zu früh gezahlt hat oder gegen das Jobcenter, da die das Zuflussprinzip angewendet haben. Allerdings hatte ich mit dem Krankengeld eh meine Probleme, da am Anfang alle 5 Tage gezahlt wurde und bei meinem letzten Krankenschein 5 Wochen lang gar nichts kam, wobei wir wieder bei widersprüchlichen Aussagen wären, denn die Krankenscheine waren immer alle gleich lang (also immer einen Monat). Am Anfang hieß es, es wird alle 2 Wochen gezahlt, später hieß es, es wird so lange nicht gezahlt, bis der Schein abgelaufen ist, erst dann wird die Zahlung angewiesen. Deswegen möchte ich nicht mehr krankgeschrieben werden bzw. maximal 5 Wochen, damit es nicht zum Krankengeld kommt.



  08.08.2018 17:44  
Hallo Du!

Zitat:
ich habe mich hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

:knuddeln:

Zitat:
Nach einer einigermaßen guten Periode mit wenig Ängsten und wenig depressiven Phasen kam heute alles wieder zurück!

:stirn :knuddeln:
Zitat:
Kurz zu meiner Vorgeschichte: Bin seit März arbeitslos, da ich mich maßlos übernommen hatte und nach meinem letzten Klinik Aufenthalt im Januar gedacht habe, ich könnte den Belastungen im Arbeitsleben wieder Paroli bieten. Dem war leider nicht so. Habe dann meinen damaligen Job auf Anraten des Arztes gekündigt. Bis Mitte Juni war ich dann im Krankengeldbezug und durfte seit Anfang Juni zum Fallmanagement vom Jobcenter, welches mir sehr gut getan hat! Endlich mal jemand, der mich versteht und keinen Druck macht, sondern alles langsam in die Wege leitet bzgl. Schwerbehindertenausweis, Jobvermittlung und gemeinsame Gespräche mit meiner Psychologin. Ich war wirklich zufrieden.

Bei Jobvermittlungen, jetzt oder so bald du denn SbA hast, darfst du ja Jobs annehmen, die für Menschen mit einer Behinderung vorgesehen sind, sprich nicht mehr dorrten zum Arbeitsamt gehen, wo sich die Belastbaren Menschen tummeln, sondern eher zu der anderen sektion, für die die nicht mehr so voll belastbar sind und das ist gut, das es "so was" auch gibt.

Zitat:
Dann hatte ich heute einen Termin beim Arbeitsamt, da ich seit Juli von dort wieder ALG 1 beziehe (zuerst hieß es, nur für einen Monat, es würde sich dann ja gar nicht lohnen, da etwas für mich in die Wege zu leiten, mittlerweile habe ich Anspruch bis Mitte Januar). Ich dachte mir nichts wildes dabei, da ich ja bereits in einer Maßnahme war und sie mir mehr auch nicht aufbürden könnten. Falsch gedacht.

Du müsstest dich auserdem noch darüber informieren, wie ich oben schon beschrieb, sich dorrten melden gehen, für die wenig Belastenden Kunden mit einen SbA! Die könnten und werden dir bestimmt auch DAmit weiter helfen, denn deine Situation hat sich bereit geändert, so bald du diesen Ab-Ausweist vorzuweisen hast z.B., hier Ihre Chance: die MyHandicap-Jobbörse
In der MyHandicap-Jobbörse finden Sie Stellenangebote, die für arbeitsuchende Menschen mit Behinderung interessant sind,
und unter diesen Text; Arbeitsamt für Menschen mit einer Behinderung, wo sich da anzumelden?
Und unter diesen Text; Schwerbehinderung und Gleichstellung

Für schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen gelten im Berufsleben spezielle Regelungen. Informieren Sie sich über Voraussetzungen und Bestimmungen.



Zitat:
Ich kam also brav zu meinem Gespräch angetrabt und erzählte meiner Beraterin vom Arbeitsamt meine Pläne mit meiner Fallmanagerin.
Das wir es langsam angehen lassen wollten, da ich mich sonst immer sofort überfordere etc. Da guckte mich die Betreuerin (Betreuerin oder Beraterin?) an wie ein Auto und sagte: "Wieso denn Fallmanagerin, WIR sind für Sie zuständig!" Ich natürlich erstmal aus allen Wolken gefallen, da das dann nun mittlerweile die 5te Beraterin innerhalb eines Jahres ist, die angeblich für mich zuständig ist.

Ich ihr dann erzählt, dass ich selbst nicht genau weiß, wer für mich zuständig ist, da das ständig gewechselt wird. Dann der große Schock. Ich habe jetzt tatsächlich die ganzen ALG 1 Maßnahmen aufgebrummt gekriegt. 5 Bewerbungen pro Monat schreiben, obwohl noch niemand genau weiß, wo er mich hinvermitteln soll, da ich ja nochmal zum medizinischen Gutachter geschickt werden soll, der dann schaut, inwiefern ich noch Leistungen bringen kann.

Das ist ein Akt der Schikane! Deswegen so bald du denn Schwerbehindertenausweis in denn Händen hast, machst du einen Termin ASAP - As Soon As Possible - So schnell wie möglich zum Arbeitsamt gehen oder dorrten anrufen, wo man sich eben meldet, wenn man einen SbA hat. Beim anrufen mitteilen, das Du jetzt einen SbA hast und du einen Termin mit der entsprechenden Arbeitsvermittlungsstelle am Arbeitsamt einen Termin machen möchtest, um über deine Rechte usw., denen mitzuteilen und wie deine Situation derzeit gelaufen ist usw. Die leiten dann alles in die wege und du musst dich nicht mehr bei diesen Schikanemenschen melden müssen,... (Ihre Rechte und Pflichten

Wir brauchen Ihre Mitwirkung! Nur mit Ihrer Hilfe können wir Sie bestmöglich unterstützen. Hier erfahren Sie, was Sie dabei beachten müssen. Oftmals haben Änderungen Ihrer persönlichen und finanziellen Lage Auswirkungen auf die Zahlungen. Entweder gibt es weniger oder auch mehr Geld. Damit Sie zum Beispiel nichts zurückzahlen müssen, benötigen wir Ihre Angaben. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie etwas mitteilen sollen, fragen Sie uns.)



Zitat:
Dann die blöde Frage, wer mir denn empfohlen hat, nur noch Teilzeit arbeiten zu gehen.
Da habe ich mich schon gefragt, ob sie überhaupt einen Plan hat, welche Geschichte ich mittlerweile hinter mir habe. Zusätzlich noch Einladung zu einem Jobtraining a 12 Stunden, quasi ein Seminar.

Wie ich dir oben schon sagte und auch, wer immer dir bei deiner Sache da hilft, sollte Unbedingt das Arbeitsamt wegen dieser Sache schnellst möglich erledigen, denn diese Beraterin, geht auf´s ganze und will dich fertig machen! So was kenne ich auch selber!, wie Unfreundlich die da so sind!


Zitat:
Auf meine Antwort, dass ich das nicht schaffen würde, hieß es, man kann das ja splitten.

Diese Ziege von Beraterin, die hört dir gar nicht zu! Sie könnte dir auch etwas mehr entgegen kommen, wie z.B., wenn Sie für denn Arbeitsmarkt nicht mehr zur verfügung stehen können, gibt es diese alternative oder eben eine Rente wegen Voller Erwerbsunfähigkeit, stattdessen verunsichert Sie dich noch mehr, diese Ziege. Sag ihr das, das ich dir dass gesagt habe, das die eine dumme Nuss und eine dumme Ziege ist.



Zitat:
Zusätzlich würde sie mich gern bis Mitte Januar in eine Umschulung stecken.
Und zu allem Übel hielt sie mir dann zum Schluss noch eine Eingliederungsvereinbarung und Stift unter die Nase, die ich natürlich, vor lauter Angst vor Sanktionen, unterschrieb.

DASS was Sie dir da an tat, nennt man Nötigung Hoch 16!
Die alternative? Das was ich dir da oben mitteilte oder gehe ggf., zur Verbraucherzentrale oder so was, und verklage Sie! Aber das obere ist die Alternative und wenn du einer, deiner Betreuerin sagst was diese Ziege dich dazu gebracht hatte zu unterschreiben, dann sollte die Betreuerin dieses Problem schnellstmöglich mit dem Arbeitsamt bereinigen in der Abteilung für Schwer behinderte, denn es gibt welche die Geistig, Körperlich und Psychisch eine Schwerbehinderung haben.

Dorrten wenn du mit ihr gehst oder Sie denen übermittelt, das aus lauter Angst (Zuständen) du dich durch diese Beraterin doofe Ziege du dich unterdrückt gefühlt hast, und tat´st ohne zu wissen was richtig und Falsch ist,... kam es eben zu diesen Zusammenbruch! Die sollten dann das alles am Arbeitsamt klären,... und dann bist du frei von solchen Ziegen die anderen nur ständig anziegen Bähähähähähäää (hab ich mich jetzt verschrieben mit dem bäääh?)



Zitat:
Ich war danach völlig geschockt und aufgelöst, habe mir während des Gesprächs vor lauter Stress die Arme aufgekratzt

Kann ich gut verstehen, hätt ich genauso gemacht aber sag dass auch deiner Betreuerin, wa du dir da an tatst! Das zeigt denen dann nur, wie überfordert du wirklich bist und das der Arbeitsmarkt für dich nichts mehr ist, nicht mehr in vollen Stunden zu arbeiten, vielleicht eher so 4-6 Stunden oder weniger (+/-) am Tag.

Genau das gleiche bei dem Gutachter erzählen, was dir da vorgefallen ist und danach mit dem auf kratzen, denn all dass ist sehr wichtig,... für die weiteren Diagnosen und Vorgehensweisen deiner Situation, auch das Auskratzen kann man entsprechend auf denn SbA aufsetzen als Krankheit.


Zitat:
und bin nun mit den Nerven am Ende.
Zuhause habe ich gleich meine Fallmanagerin angerufen, die mir leider bestätigte, dass sie mich dann aus der Maßnahme raus nehmen müsste.

SEHR GUT!
Zitat:

Es aber nicht sein kann, dass ich so hängen gelassen werde und sie mir trotzdem weiterhin Unterstützung zusichert. Erstmal kommt sie jetzt am 22. August mit zum Gespräch mit meiner Psychologin und dann wollen wir schauen, wie es weitergeht.

In anderen Worten, das reinste Theater! Es ist auch wichtig, wie du dich fühltest, fühlst in Zukunft, sich immer das beim Arzt abklären lassen bzw., Diagnostizieren denn mit Diagnosen kann man einen SbA eher deine Behinderung feststellen lassen als wenn du weist, was du an Krankheitsfällen hast aber nichts davon ist diagnostiziert.

Zitat:
Hat irgendjemand Erfahrungen mit solchen Fällen, inwiefern man da eventuell um die Bewerbungspflicht herum kommt?
Ich möchte ja arbeiten, aber nicht unter Druck oder Vollzeit oder in eine Ausbildung gesteckt werden, die ich eh nicht aushalte.
Es lief doch alles so gut bis heute :seufzen

Ja auch ich!
Das IST der einzige Ausweg, einen SbA zu stellen und entsprechend denn Grad der Behinderung. All deine Diagnosen sollten von dir, oder deiner Betreuerin von denn Ärzten angefordert werden selbst wenn das nicht geht, werden die wo du denn Antrag auf denn SbA stellst, sich diese von denn entsprechenden Ärzten anfordern, das dauert zwar einige Wochen, ist aber leider so. Ggf., ein Attest vom Haus oder Psychiater sich bestätigend holen, das du für all diese Maßnahmen nicht mehr in Stande bist.



  09.08.2018 12:05  
Außerdem noch, sollte deine Betreuerin, Betreuer oder du dich auch mal mit einen Sozialpsychiatrischen Dienst kurz schließen, einen erst Termin vereinbaren denn die helfen "Nicht Nur", Menschen in ausweglosen Situationen, nein sie bieten sogar Freizeitangebote in deren Einrichtungen an, entweder Reisen mit einer kleinen Gruppe nach irgend wo hin, oder Malkurse die meist Kostenlos sind, außer das Töpfern, da kostet es etwas Geld.

Auch andere Aktivitäten bieten sie noch an, wie auch Einzeln oder Gruppen Gespräche, Sing Kurse, Musik etc. Also, ein Guter Ort, Anlaustelle die einen Wirklich weiter helfen können, wenn man nicht mehr weiter weis denn die haben mit solchen Probleme des öfteren zu tun und helfen gerne, geben sehr gute Tipps, was man noch vielleicht tun sollte, könnte, andere Behörden zu kontaktieren,....

denn einfach so, erfährt man so was kaum von jemanden, der mit so was auch noch nicht konfrontiert wurde. Es gibt da viele alternativen, es gibt sogar so was wie Wirtschaftliche Hilfen für Menschen mit einer Behinderung, Werkstätten f. Psychisch Behinderten, falls man doch nicht mehr in der anderen Welt da draußen mithalten kann.. Diese sind von Vorteil, denn sollte man mal einen Schlechten Tag haben, ist Depressiv, hat Ängste oder sonstige belastende Probleme, haben solche Einrichtungen, wie die arbewe, es gibt auch noch andere ....


Googel doch mal nach folgenden Titel, "Sozialpsychiatrischer Dienst, Deutschland-weit" oder direkt NUR nach Sozialpsychiatrischer Dienst in ................. (deiner Stadt, Dorf)



Beratung und Begegnung für Menschen mit seelischer Erkrankung

ist eine gute Adresse für Menschen, die mit einer seelischen Erkrankung leben, ihre Angehörigen und Freunde.

Hier gibt es

Informationen über den Verlauf von seelischen Erkrankungen
einen Überblick über alle Hilfsangebote in .... und Umgebung
gezielte Weitervermittlung an geeignete Einrichtungen und Angebote
Unterstützung bei der Suche nach neuen Perspektiven
eine enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen unseres Fachbereichs "Seelische Erkrankung", zum Beispiel mit dem "Betreuten Wohnen", dem "Krisendienst ...." oder dem Integrationsfachdienst.

Beratung und Information sind wichtig, um mit Ängsten und Zweifeln umgehen und Vorbehalten entgegentreten zu können. Aus Einzel-, Familien- und Gruppengesprächen können Sie Kraft und Zuversicht schöpfen. Da geht es um Fragen wie

eigene Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen
persönliche Möglichkeiten und Grenzen
Gestaltung sozialer Beziehungen
Ansprüche auf staatliche Hilfeleistungen

Seelische Erkrankungen gehen öfters mit der Gefahr der Vereinsamung einher, weil die Pflege von Freundschaften und Beziehungen erschwert sein kann. Lebensqualität heißt dann: Integration in die Gesellschaft, sich mit Gleichgesinnten treffen, gemeinsame Interessen teilen und Feste feiern.

Der SPDi (SozialPsychiatrischerDienst) bietet dazu

ein Café zum Reden, Relaxen und Kennenlernen. Geführt wird es von den Besuchern/Besucherinnen des SPDi, dazu erhalten sie eine entsprechende Anleitung.
Gruppenangebote, zum Beispiel Töpfern, Singen, Malen, Sprachkurse
Feste und Kultur
Ausflüge und Urlaubsgemeinschaften

Das Team schreibt über sich: "An erster Stelle steht unser Respekt vor Ihrer Würde und Persönlichkeit, Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Wir fördern Ihre Stärken und Fähigkeiten, begegnen Ihnen mit Offenheit und Verlässlichkeit. Vertraulichkeit ist für uns selbstverständlich."

Auf YouTube könntest du dir Filme solcher infos ansehen, ist dann irgend wie besser (?), sich die Atmosphäre ansehen... usw.





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  09.08.2018 13:21  
Ich bin bereits beim sozialpsychatrischen Dienst, die wissen in meinem Fall aber auch nicht weiter bzw. können dagegen nichts tun!



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Bärlin Spandow
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  09.08.2018 13:38  
Ich habe mich in solchen Fällen oft beim Beschwerdemanagement beschwert. Die können dir nichts aufbrummen wozu du psychisch oder physisch nicht in der Lage bist.

Entweder du lässt dich krankschreiben, dazu hat mir sogar mein Fallmanager geraten oder du willst erst mal deine Leistungsfähigkeit vom medizinischen Dienst des Arbeitsamtes abklären lassen. Und das dauert meist auch Monate.



  09.08.2018 15:35  
Vhaena hat geschrieben:
Seitdem sind Anwälte für mich ein rotes Tuch

Eigenartig.

Als du bei deinem Rechtsanwalt warst, wegen dem Geld, .. ich habe auch alle Rechtsanwälte so satt! Die sind alle gleich! Am Anfang rennen sie rum aber ne Woche später, lassen Sie´s schleifen. Und Betreuer die Rechtsanwälte sind, "Finder weg von denen"! Die sind das Schlimmste was es gibt! Als ich noch einen hatte, bevor er endlich vom Gericht freigestellt wurde, überzog er noch für Mich so das Konto,.. das ich eine Mahnung bei einer Firma zahlen musste und so viel zu Wieder erkämpfen hatte,... Nie wieder diese Bastarde von Rechtskriminellen, denn das sind sie alle! Lieber eine vom Caritas bekommen,... Die wollten mich dazu bewegen, das ich zu diesen einen *beep* zurück kehren würde! Nie im Leben! Und jetzt bin ich Frei von all diesen Bastarden!



  09.08.2018 15:39  
Ja ich möchte auch vernünftig leben. Das ist das Problem mit jeder Krankheit. Bist du krank, dann kannst du nicht mehr vernünftig leben.

Danke2xDanke


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Zuckerwattewolke
181
  10.08.2018 11:57  
Hallo Vhaena,

deine Geschichte hat mich angesprochen, denn ich befinde mich in einer ähnlichen Situation.

Das ach so tolle Amt. Vermitteln um jeden Preis, ohne darüber nachzudenken, dass man dadurch erst recht und vielleicht für immer in die Abhängigkeit des Staates zurückrutschen kann.

Ich möchte auch endlich aus meiner Situation raus, aber nicht um jeden Preis. Ich habe Borderline, bin sehr sensibel und nicht gerade belastbar was Druck, Stress oder Mobbing angeht. Trotzdem möchte ich auf den ersten Arbeitsmarkt und endlich das Leben führen können, was ich immer führen wollte.

Ich habe noch nicht so viele (neagtive) Erfahrungen mit dem Amt gemacht.
Ich wurde nach meiner überraschenden Kündigung 2014 arbeitslos, unmittelbar danach psychisch so krank, dass ich nicht mehr zu irgendwas in der Lage war. 2016 habe ich für 6 Monate ein berufliche Reha gemacht, die aber total ein Griff ins Klo war.
Mein Fallmanager war der Beste den ich haben konnte. Ich bekam weder Sanktionen noch Maßnahmen aufgedrückt. Er ließ mich einfach in Ruhe. Ein einfaches "ich kümmer mich selbst darum" hatte gereicht. Ab und zu habe ich mich mal gemeldet, wenn was wichtiges war. Ich wurde aber seit meinem persönlich schlimmsten Tief damals nie zu einem Gespräch vorgeladen oder zu anderen Dingen verdonnert. Ich habe immer meinen ALG 2 verlängern lassen und bis vor kurzem ohne Angst vor dem Amt gelebt. Es war zuverlässig und tolerant.

Jetzt habe ich Angst vor dem Amt hier. Dass keine Rücksicht auf meine Fähigkeiten und Unfähigkeiten genommen wird, dass meine Psyche und psychische Inkompetenzen nicht ernst genommen werden. Ich habe Pläne wie ich in das Berufsleben zurückfinden möchte und ich will arbeiten. Aber nicht zu jedem Preis und mit Sicherheit nicht zu ihren Konditionen.

Vielleicht können wir uns ja austauschen, auch wenn ich nicht so die Ahnung von Ämtern an sich habe, da bis jetzt immer ohne Probleme alles lief.

Liebe Grüße

Danke1xDanke




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  10.08.2018 13:27  
Genau das ist es.

Ich möchte auch arbeiten und das wenn möglich eben auch auf dem Arbeitsmarkt und nicht in einer Behindertenwerkstatt o.Ä.

Auch ich hatte berufliche Pläne, wollte im Winter meinen Kutschenschein machen, würde dafür sogar selbst die 600 Euro Kosten tragen nur damit ich eben nächstes Jahr den Job habe, den ich möchte. Ich wohne in der Lüneburger Heide, da sind Kutscher extrem gefragt und es gibt immer zu wenig. Anstatt Eigeninitiative zu loben, wird nur gesagt: "Da wird aber schlecht bezahlt."

Heute kam der 1. VermittlungsVorschlag. Verkäufer in einem Modegeschäft. Voraussetzung: Abgeschlossene Ausbildung im Handel und Flexibilität bei den Arbeitszeiten.
Danke Amt, genau das was ich leisten kann.

Heute kam dann auch mein medizinisches Gutachten, was im Mai erstellt wurde aufgrund von Zweifel der Krankenkasse an meiner Arbeitsunfähigkeit. Bestätigt wurde mit, dass ich "zur Zeit nicht arbeitsfähig" und das "erst bei Greifen ambulanter Psychotherapie und Stabilisierung begleitend eine berufliche Integration" erfolgen sollte.
Leider interessiert das Arbeitsamt dieses Gutachten nicht, da es vom MD der Krankenkasse ausgestellt wurde und nicht vom Amt.

Manchmal kriege ich das Gefühl, dass es denen ganz lieb wäre wenn ich mich umbringen würde. Dann müssten sie wenigstens nicht mehr zahlen.




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  10.08.2018 13:39  
Vhaena hat geschrieben:
Auch ich hatte berufliche Pläne, wollte im Winter meinen Kutschenschein machen, würde dafür sogar selbst die 600 Euro Kosten tragen

Vhaena hat geschrieben:
Anstatt Eigeninitiative zu loben, wird nur gesagt: "Da wird aber schlecht bezahlt."

Das sollte dir am Hintern vorbeigehen, was das Jobcenter dazu sagt. Wenn es dein Wunsch ist und du es selbst finanzierst: Sch*** auf deren Meinung und mach es. ;)

Es gibt von der Caritas, Diakonie, etc. kostenlose Beratungsstellen, die bei Ärger mit dem Jobcenter weiterhelfen. Hast du es dort schonmal versucht?

Danke1xDanke


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  10.08.2018 13:50  
Narandia hat geschrieben:
Jetzt habe ich Angst vor dem Amt hier.

Ich hab gelesen dass Du aus dem Raum Duisburg kommst, dann wende Dich mit Deinen Sorgen bezüglich der Ämter bitte an die hier: https://www.ehe-duisburg.de/


Vhaena hat geschrieben:
Und zu allem Übel hielt sie mir dann zum Schluss noch eine Eingliederungsvereinbarung und Stift unter die Nase, die ich natürlich, vor lauter Angst vor Sanktionen, unterschrieb.

Niemals unterschreiben. Mitnehmen, gegebenenfalls überprüfen lassen und dann korrigiert zurück senden. Aber niemals irgendwelche Verträge unterschreiben bei den Ämtern. Auch der Arbeitslose hat Rechte. Nur verschweigen die Ämter das gerne.

Danke2xDanke


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Zuckerwattewolke
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  10.08.2018 14:15  
Blankenaise hat geschrieben:
Niemals unterschreiben. Mitnehmen, gegebenenfalls überprüfen lassen und dann korrigiert zurück senden. Aber niemals irgendwelche Verträge unterschreiben bei den Ämtern. Auch der Arbeitslose hat Rechte. Nur verschweigen die Ämter das gerne.

Ich hab so ein Ding auch unterschrieben. Vorher lassen die einen ja gar nicht gehen. Habs mir vor lauter Angst noch nicht richtig durchgelesen :seufzen



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  10.08.2018 14:19  
Narandia hat geschrieben:
Vorher lassen die einen ja gar nicht gehen

Damit würden die sich strafbar machen wenn die ihre Kunden dazu nötigen etwas zu unterschreiben und sie andernfalls festzuhalten.

https://hartz4widerspruch.de/blog/eingl ... schreiben/

Danke2xDanke




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  10.08.2018 14:24  
Naja, ich kann leider nicht eben sagen:
"Ich möchte mir das erstmal in Ruhe durchlesen und gebe Ihnen das dann ein paar Tage später"
Ich fühle mich in den Situationen wie ein 5 jähriges Kind und völlig unter Druck gesetzt. Ich wollte da einfach nur noch raus, vermutlich hätte sie mir da alles hinlegen können. Ja, das ist falsch und der von dir beschriebene Weg ist richtig. Aber das Umsetzen kann ich einfach nicht.

Und @la2la2
Ich würde das gerne durchziehen nur will das Amt ja JETZT von mir die Bewerbungen sehen :(
Ich habe denen das auch gesagt, auch das ich per EMAIL schon eine Zusage habe, in dem Ausbildungsbetrieb zu fahren! Aber das Amt will davon nichts wissen und mich eben in die Umschulung stecken, die aber mit dem Kutschenlehrgang kollidiert.

Und was Hilfen angeht:
Ich bleibe ja weiterhin inoffiziell bei meiner Fallmanagerin und habe auch noch eine Beraterin bei der AWO. Zum nächsten Gespräch beim Amt werde ich zudem nicht alleine erscheinen, damit man mich eben nicht mehr unter Druck setzen kann!


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