Pfeil rechts
4

Hi,

ich weiß nicht mehr weiter. Mir geht es schon seit Jahren nicht wirklich gut, aber in den letzten Monaten ist es immer schlimmer geworden. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr die Kontrolle über mich selbst verliere. Egal was ich versuche, es wird nicht besser. Und so langsam gehen mir die Ideen aus, was ich noch machen kann.

In meinem Kopf passieren immer mehr Dinge, die ich einfach nicht kontrollieren kann. So viele Ängste und sinnlose Verhaltensmuster, die ich in mir selbst irgendwie beobachte, aber nicht steuern kann. Ich weiß nicht genau, wie ich das erklären soll. Es fühlt sich so an, als wäre meine "innere Stimme", oder dieses "Ich" in meinem Kopf, abgetrennt vom Rest und ich beobachte mich selbst, wie ich immer mehr die Freude am Leben verliere und immer größer werdende Ängste und Sorgen entwickle. Wenn ich z.B. zuhause sitze und eine Angstattacke habe und all diese Gedanken durch meinen Kopf schießen, die immer mehr Panik verursachen und die Angst immer extremer und irrationaler werden lässt. Ich kriege das alles wie von außen mit, als würde ich mich irgendwie selbst steuern und diese Gedanken bewusst auslösen. Aber ich kann überhaupt nichts daran ändern. Ich habe keine Kontrolle darüber. Ich schaue mir selbst dabei zu, wie ich immer mehr abdrifte und mein Leben immer trostloser und hoffnungsloser wird. Ich verstehe das nicht. Ich will Freude haben, ich will Spaß haben und ich weiß, dass das Leben toll sein kann. Daran habe ich überhaupt keine Zweifel. Aber mein Kopf sieht das irgendwie anders.

Ich fühle mich, als hätte ich so ziemlich keine Emotionen mehr. Ich habe an nichts mehr Freude, ich kann mich für nichts mehr motivieren, nicht mal für Dinge, die mir sonst eigentlich Spaß machen, wie lesen, schreiben oder malen. Ich kann nichts mehr genießen. Alles ist mir gleichgültig geworden. Aber gleichzeitig auch irgendwie nicht, weil ich in so einem ständigen Angstzustand bin über alle möglichen banalen Dinge, und das auf einem sehr irrationalen Level. Aber ich krieg das nicht aus meinem Kopf raus. Es sind einfach so viele Sachen um mich rum, dass es mich völlig überfordert. Aufgaben, die erledigt werden müssen, Einkäufe die gemacht werden müssen, die Versicherung, die ich abschließen muss, die Wohnungs-Ummeldung beim Amt, die Frage, die ich einem Arbeitskollegen stellen muss. Es ist viel zu viel und es wird immer mehr. Ich fühle mich ständig erdrückt von Allem. Und das führt dann dazu, dass ich fast alles teilweise wochenlang vor mir herschiebe und ständig verdränge, weil ich zu große Angst davor habe. Selbst dann, wenn es eigentlich nur Kleinigkeiten sind. Das bringt mich dann fast täglich in echt blöde und unangenehme Situationen, die die Angst dann immer stärker werden lässt. Und ich kann das einfach nicht abschalten.

Ich kann mich auch nicht mehr konzentrieren, in meinem Kopf herrscht nur noch Chaos und durcheinander. Es passiert ständig, dass ich Dinge um mich rum nicht mehr richtig mitbekomme, oder dass ich mich an Dinge nicht mehr erinnere, die erst vor Sekunden passiert sind. Ich gehe aus meiner Wohnung raus und fünf Sekunden später weiß ich nicht mehr, ob ich die Tür abgeschlossen habe. Oder ich gehe irgendwo hin und weiß manchmal nicht mehr, wie genau ich überhaupt dahin gekommen bin. Ich habe richtige blackouts. Das passiert auch, wenn ich z.B. einen Text lese, oder am Sprechen bin. Plötzlich ist einfach alles weg, was ich in den letzten Sekunden gelesen oder gesagt habe. Und ich kann mich dann auch nicht mehr daran erinnern, egal wie sehr ich mich anstrenge. Es ist einfach nichts mehr da. Das macht mir Angst. Ich kann auch meinem Gedächtnis im Ganzen nicht mehr richtig vertrauen. Ich weiß manchmal nicht mehr, ob eine Erinnerung wirklich passiert ist, oder ob ich mir das nur irgendwann mal ausgedacht habe, als Szenario in meinem Kopf.

Und das alles wird in stressigen Situationen besonders extrem. Alleine schon wenn ich einfach draußen bin und viel um mich rum passiert. Ich habe dauerhaft das Gefühl, dass eine Million Dinge auf mich einwirken und mich komplett erdrücken. So viel, auf das ich achten muss, alles was in meiner Nähe passiert, all die Menschen, die Autos, die Geräusche aus allen Richtungen. Das ist viel zu viel auf einmal, ich bin damit in letzter Zeit völlig überfordert. Ich habe Angst davor, raus zu gehen. Das führt dann immer mehr dazu, dass ich draußen die Außenwelt fast komplett abschotte und mich in Tagträume verliere, was völlig automatisch passiert. Ich merke das oft nicht mal richtig. Ich laufe dann auf "Autopilot" weiter und kriege nicht mehr viel mit.

Dazu kommt, dass es mir immer schwerer fällt, mit Menschen zu reden. Das hatte ich eine Zeit lang mal relativ gut im Griff, da habe ich hart dran gearbeitet, um selbstsicherer und vor allem entspannter zu sein. Ich habe mich ständig in unangenehme Situationen gezwungen und versucht, mit Menschen zu reden. Das hat die Pandemie leider ein bisschen kaputt gemacht und mich zurückgeworfen. Leider geht das seit einer Weile plötzlich in die andere Richtung. Ich kann mich überhaupt nicht mehr richtig mit Menschen unterhalten, ich habe Schwierigkeiten sinnvolle Sätze zu formulieren, auf Fragen zu antworten und selbst an der Kasse im Supermarkt bin ich überfordert mit dem "Hallo", "Danke", "Tschüss". Ich schaffe es nicht mehr, Gespräche zu prozessieren. Selbst wenn ich Zeit habe um meine Antwort vorzubereiten geht es trotzdem immer schief und aus meinem Mund kommt völlig wirres Zeug. Das macht es auch nicht leichter für mich, neue Leute kennenzulernen. Ich habe keine Freunde und kaum Kontakt zu Menschen außerhalb meiner Familie. Das ist zwar schon mein ganzes Leben so, aber gerade jetzt fühle ich mich so einsam wie noch nie, besonders mit all den Dingen, die in meinem Kopf aktuell passieren.

Es klingt so oberflächlich und irrsinnig sowas zu sagen, und mir ist bewusst, dass das meine Probleme nicht löst, aber ich wünsche mir so sehr eine Beziehung mit jemandem, mit dem ich mich traue zu reden. In den meisten Tagträumen stelle ich mir vor, wie ich mit "meiner Freundin" rede, einem abstrakten Konstrukt, mit dem ich über alles was mir durch den Kopf geht rede, alles was gerade passiert in meinem Leben oder auch nur in der Sekunde um mich rum. So merkwürdig das auch ist, es ist das Einzige, das mir hilft mich zu beruhigen wenn ich eine Panikattacke habe oder bekomme, in einer schwierigen oder stressigen Situation bin oder mich sonstige Sorgen oder Probleme fertig machen, was momentan leider täglich passiert. Und es ist das Einzige, das mir zumindest ein bisschen die Einsamkeit nimmt und mir durch den Tag hilft. Ich sehe aber auch, dass das gefährlich ist, weil ich immer öfter versuche, mich in diese Tagträume zu zurückzuziehen, weil mir die "echte Welt" zu viel Angst macht. Ich merke, dass ich immer mehr Momente habe, in denen ich den Sinn in allem verliere und einfach nur in meinen Tagträumen sein will. Und das ist nicht gut.

Und das Schlimme ist halt, dass ich das alles ja weiß. Ich sehe, was mit mir passiert, in welche Richtung ich nach und nach absinke, aber ich schaffe es einfach nicht, was dagegen zu tun. Ich habe immer mehr Angst, die komplette Kontrolle über meine Gedanken zu verlieren. Aber ich habe genauso viel Angst, diese ganzen Ängste zu anzugehen, oder Hilfe zu suchen. Das ist unglaublich schwer.
Ich schaffe es nicht mal, über diese Dinge nachzudenken. Jedes mal fängt dann die Panik an und wird schlimmer und schlimmer, bis es dann irgendwie Klick macht und die Gedanken plötzlich einfach weg sind, ersetzt mit einer "Da denke ich später drüber nach"-Einstellung. So sehr ich es versuche, ich kann das nicht verhindern. Das passiert komplett automatisch. Ich kriege mit, wie es passiert, aber ich kann nichts daran ändern.

Ich weiß nicht, was ich machen soll, oder ob ich überhaupt was machen kann. Ich habe alles versucht, aber ich kriege es nicht in den Griff.

Lg

13.04.2021 15:58 • 14.04.2021 #1


13 Antworten ↓


-IchBins-
Was bedeutet, du hast alles versucht?
Hattest oder hast du eine Therapie gemacht? Hast oder hattest du Medikamente bekommen bzw. genommen? Hattest du einen Klinikaufenthalt, was deine Angst betrifft? Hast du selbst etwas in Angriff genommen, z. B. in Form von Tipps und Ratschlägen aus Büchern/Hörbüchern. Hast du Entspannungstechniken ausprobiert oder Atemübungen....etc.? Hast du Achtsamkeitsübungen gemacht? Es gibt sicher eine Lösung, den Weg musst du natürlich selbst gehen und manchmal muss man alles mögliche ausprobieren, um den für sich geeigneten Weg finden zu können und ihn dann zu gehen...

13.04.2021 16:43 • x 1 #2



Ich verliere die Kontrolle über meine Gedanken und Ängste

x 3


domi89
Machst du denn eine Therapie deswegen?

13.04.2021 16:53 • #3


Hoffnungsblick
Ja, eine Therapie wäre sicher ein guter Anfang, mehr Ordnung in dein Leben und deine Gedanken zu bekommen.

13.04.2021 20:06 • #4


Tut mir Leid, das habe ich etwas unklar formuliert. Nein, ich hatte keine Therapie und nehme auch keine Medikamente. Ich schaffe es nicht zum Arzt zu gehen, das ist mein größtes Problem.

Ich habe alles mögliche versucht, was ich ohne Hilfe ausprobieren kann. Atemübungen, Meditation, regelmäßiges Rausgehen, Sport, ich habe versucht Routinen/Gewohnheiten aufzubauen für Dinge die mir schwerfallen, ich habe versucht mich bewusst auf meine Umgebung zu fokussieren, und und und. Aber es funktioniert nichts.

Ich habe enorme Angst davor, zum Arzt zu gehen. Ich kann kaum über das alles schreiben, darüber reden ist noch viel schlimmer. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das sagen soll. Das ist für mich eine riesige Hürde, ich habe panische Angst davor.

13.04.2021 22:53 • #5


Calima
Zitat von LongDay:
Das ist für mich eine riesige Hürde, ich habe panische Angst davor.

An irgendeiner Stelle wirst du anfangen müssen, etwas zu tun. Sonst wird sich nichts verändern.

13.04.2021 22:59 • #6


Lieber LongDay,
danke für deinen Bericht. Du bist überfordert und unsicher (ich kenne es auswendig und weiß, wie du dich zur Zeit fühlen musst). Ich gebe dir folgenden Tip, vielleicht hilft es Dir, ein wenig zur Ruhe zu kommen, und wieder etwas Ordnung, Kontrolle und Vertrauen zu gewinnen. Auch wenn es zur Zeit schlimm in Dir aussieht, es ist oft nur ein kleiner Schritt wieder zu mehr Sicherheit, dann sieht man auch wieder echten Sinn im Leben. Mein Tip ist folgender: lies das Büchlein "Jetzt!" von Eckhart Tolle oder höre Dir das Hörbuch an oder höre Dir Videos mit ihm auf Youtube an. Es könnte genau das richtige für Dich zur Zeit sein. Von da aus kannst du weiter gehen, die Angst wird kleiner und kleiner.
Mitfühlende Grüße

13.04.2021 23:03 • x 1 #7


Ranibo
Zitat von LongDay:
Ich habe enorme Angst davor, zum Arzt zu gehen. Ich kann kaum über das alles schreiben, darüber reden ist noch viel schlimmer. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das sagen soll. Das ist für mich eine riesige Hürde, ich habe panische Angst davor.


Was bereitet dir denn solch eine Angst? Du weißt du brauchst Hilfe, dass du etwas ändern musst. Es ist keine Schande sich professionelle Hilfe zu nehmen wenn man das Gefühl hat nicht weiter zu kommen.
Du würdest doch auch mit einem gebrochenem Arm zum Arzt oder?

13.04.2021 23:06 • #8


Könntest du zur Not eine vertraute Person mitnehmen, die dich seelisch stützt und ggf beim Gespräch unterstützt? Meinst du, das Problem mit dem darüber sprechen ist via Telefon oder Videocall geringer? Manche Arztpraxen bieten sowas ja (auch) an.

13.04.2021 23:12 • #9


Zitat von Fauda:
Mein Tip ist folgender: lies das Büchlein "Jetzt!" von Eckhart Tolle oder höre Dir das Hörbuch an oder höre Dir Videos mit ihm auf Youtube an

Danke, das schaue ich mir mal an.

Zitat von Ranibo:
Was bereitet dir denn solch eine Angst? Du weißt du brauchst Hilfe, dass du etwas ändern musst. Es ist keine Schande sich professionelle Hilfe zu nehmen wenn man das Gefühl hat nicht weiter zu kommen.
Du würdest doch auch mit einem gebrochenem Arm zum Arzt oder?

Ich habe keine Ahnung, warum ich Angst davor habe. Ich kann es nicht erklären, es gibt keinen rationalen Grund dafür. Es ist eine extreme Hemmung, allein der Gedanke daran ist zu viel. Ich geh auch sonst nie wirklich zum Arzt, genau deswegen. Ich kann einfach nicht mit Menschen reden, und schon gar nicht über meine Probleme.

Ein vielleicht großer Teil der Angst kommt von der Unsicherheit, weil ich nicht weiß wie das abläuft, wie die Praxis aussieht, wer da alles da ist, wie ich mich verhalten muss, was ich machen muss, wie ich mich vorbereiten muss, wie ich überhaupt anfange, darüber zu reden, was ich genau sage, was dann passiert. Das weiß ich alles nicht und das macht mir Angst.

Zitat von Pauline333:
Könntest du zur Not eine vertraute Person mitnehmen, die dich seelisch stützt und ggf beim Gespräch unterstützt? Meinst du, das Problem mit dem darüber sprechen ist via Telefon oder Videocall geringer? Manche Arztpraxen bieten sowas ja (auch) an.

Ich habe leider niemanden, da ich niemanden kenne. Ich weiß nicht, ob es per Telefon leichter wäre. Das Problem ist, dass ich in einem Gespräch zu wenig Zeit habe, über das nachzudenken, was ich sagen will. Ich schaffe das nicht spontan, und wenn ich dann noch nervös bin wird das fast unmöglich.

Ich weiß, dass es dämlich ist ständig zu sagen "kann ich nicht", "mach ich nicht". Damit komm ich natürlich nicht weiter. Aber ich kann es wirklich nicht. Das ist ja mein Problem. Ich verzweifle schon bei dem Versuch, über sowas nachzudenken, ich kriege sofort Panik und bin wie paralysiert.

13.04.2021 23:47 • x 1 #10


Zitat von LongDay:
Ein vielleicht großer Teil der Angst kommt von der Unsicherheit, weil ich nicht weiß wie das abläuft, wie die Praxis aussieht, wer da alles da ist, wie ich mich verhalten muss, was ich machen muss, wie ich mich vorbereiten muss, wie ich überhaupt anfange, darüber zu reden, was ich genau sage, was dann passiert. Das weiß ich alles nicht und das macht mir Angst.


Du wirst die Erfahrung machen, dass es viele wunderbare Menschen gibt, die Dir zuhören, ohne über dich zu bestimmen, bei denen Du so sein kannst wie Du bist (sogar schweigend, wenn es Dir gut tut). Die meisten Ärzte und Therapeuten (ich schätze, 90 Prozent) sind sehr menschlich und feinfühlig. Du brauchst nicht viel zu wissen, sie helfen Dir und verlangen nichts von Dir, was Du nicht willst.

13.04.2021 23:57 • #11


Calima
Zitat von LongDay:
Das Problem ist, dass ich in einem Gespräch zu wenig Zeit habe, über das nachzudenken

Könnte es eine Idee sein, dir aufzuschreiben, was du sagen möchtest? Schreiben kannst du ja prima.

Du kannst dem Arzt auch den Zettel in die Hand drücken, erfreulicherweise sind Ärzte des Lesens mächtig. Dann könnte der erste Schritt das möglichst konkrete Aufschreiben deiner dringendsten Probleme sein.

Danach machst du einen Termin aus. Und dann musst du nur noch hingehen. Hierzu kannst du vielleicht vorher ein paar Mal den Weg zur Praxis zurücklegen. Ganz ohne Druck. Dann ist der schon mal vertraut. Du kannst auch schon mal den Kopf in die Praxis stecken und einen schnellen Blick in den Eingangsbereich werfen. Damit hast du eine Idee, wie es dort aussieht.

Den Rest kriegst du hin - und wenn das erste Mal geschafft ist, wird es beim zweiten Mal schon viel leichter sein. Arbeit bedeutet es natürlich trotzdem - aber eine "Kann ich nicht"- Haltung lässt dich da hocken, wo du bist.

14.04.2021 01:23 • x 1 #12


-IchBins-
@LongDay
Das Problem hatte ich auch sehr lange, dass ich Probleme mit dem Reden hatte und teilweise immer noch habe, deshalb schreibe ich lieber, weil ich dann Zeit dazu habe, um nichts zu vergessen bzw. das Geschriebene anders oder besser für mein Empfinden formulieren zu können. Aber ich weiß eigentlich, dass ich keine Probleme mehr haben muss, denn ich bin nur dafür verantwortlich, was ich sage (schreibe) und nicht auch noch dafür, wie es andere verstehen. Das Problem ist also eigentlich gar kein Problem.
Wenn es dir schwer fällt, darfst du dir Stichpunkte machen und auch bei der Vorstellung bei einem Therpeuten/in zu Beginn dein Problem schildern. Wenn es ein/e gute/r T. ist, wird er das vollkommen verstehen und dich nicht dafür verurteilen.
In einer Therapie kann man u. a. genau das lernen, denn anscheinend bauchst du Unterstützung, was überhaupt nicht schlimm ist und schon gar nicht mehr in der heutigen Zeit.
Das Buch von Tolle "Jetzt - die Kraft der Gegenwart" , was @Fauda vorgeschlagen hat, haben mir auch viel Aufschluss gegeben und geholfen.

14.04.2021 08:01 • #13


Hoffnungsblick
Zitat von LongDay:
Ich weiß, dass es dämlich ist ständig zu sagen "kann ich nicht", "mach ich nicht". Damit komm ich natürlich nicht weiter. Aber ich kann es wirklich nicht. Das ist ja mein Problem. Ich verzweifle schon bei dem Versuch, über sowas nachzudenken, ich kriege sofort Panik und bin wie paralysiert.

Dein jetziger Zustand ist aber für dich doch auch schwer zu ertragen. Sehe ich das richtig?
Kann das Problem durch eine Therapie denn noch größer werden?
Da du ja schreiben kannst, könntest du einen Therapiebesuch vielleicht erst mal "fiktiv" durchspielen bzw. schriftlich festhalten, bevor du dann kleine Schritte in Richtung Therapie unternimmst.

Eine therapeutische Beziehung ist keine persönliche Beziehung. Also kannst du nicht so viel verlieren, wenn es schief laufen sollte, was ich nicht glaube. Eine Therapie kann dich mindestens einen Schritt weiterbringen. Du kannst ja deine Erwartungen herunterschrauben. Therapeuten sind auch nur Menschen. Aber einen Schritt weiter kannst du schon erwarten.

Für einen Therapeuten bist du in gewisser Weise "nichts Besonderes". Er hat täglich viele Patienten mit ähnlichen Problemen.

14.04.2021 16:46 • #14



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Mira Weyer