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59

E

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Gast

Meine Großeltern waren im 2. WK. Daraus stammen einige meiner heftigsten Ängste. Hat jemand Interesse am Austausch?

Angst vor Vernichtung, erschossen zu werden, wie ein Stück Sch. ße betrachtet zu werden, übelst beschuldigt zu werden. Keinen Platz zu finden, immer außen vor zu sein, flüchten zu müssen, total hilflos ausgeliefert zu sein.

04.02.2024 x 1 #1


42 Antworten ↓
DrSeltsam

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Ich glaube das alles hat nicht nur mit den Geschichten zu tun, die man als Kind hört, sondern besonders auch mit dem Verhalten das man in den ersten Jahren von anderen lernt.

Meine Großmutter - 1912 geboren - hat während des Krieges ihren Mann verloren. Er war Polizist, also nicht direkt im Krieg, und wurde durch einen Bombensplitter verletzt. Von diesem Schlag hat sich sich psychisch nicht mehr erholt: überängstlich, deprimiert, nervös.

Man hat das aber früher alles nicht so gesehen und an irgendwelche Behandlungen war nicht zu denken. Man musste es aushalten.

Jahre später wurden meine beiden Geschwister geboren und haben die ersten Jahre - bis zur Grundschule - zusammen mir meinen Eltern gelebt. Als ich dann "unterwegs" war, ging es meiner Großmutter psychisch so schlecht, dass sie nicht mehr alleine leben konnte. Meine Eltern und Geschwister sind dann zu ihr gezogen und haben das Haus umgebaut und vergrößert, so dass die ganze Familie zusammen dort leben konnte - ich sollte ja auch bald kommen.

Zu dem Zeitpunkt musste meine Mutter dann aber auch anfangen zu arbeiten, weswegen ich meine ersten Jahre (eigentlich meine ganze Kindheit) den ganzen Tag über mit meiner geliebten, aber vollkommen überspannten, ängstlichen, unruhigen und ständig auf Katastrophen wartenden Großmutter verbracht habe.

Und ich habe das alles gelernt und mir angeeignet. Meine Geschwister sind was das angeht ganz anders, auch meine Mutter: weil sie alle schon älter waren und das nicht in den ganz frühen Lebensjahren erlebt haben. Ich habe in den ersten Jahren nichts anderes kennen gelernt, als dass jederzeit etwas ganz schreckliches passieren kann und jede kleine Verspätung (wenn meine Eltern arbeiten oder unterwegs waren) ein Unfall oder schlimmeres bedeuten muss.

Ich habe meine Großmutter geliebt und sie war immer bemüht und hat mich auch versucht von alldem fern zu halten.

Aber das geht nicht, wenn man nicht aus seiner Haut kann. Wenn das Telefon unerwartet klingelt und die Oma murmelt "hoffentlich ist da jetzt nichts schlimmes passiert...". Wenn sie nervös und voller Angst am Fenster sitzt und auf die Ankunft der Eltern wartet, wenn diese sich mal etwas verspäten. Wenn man unbeobachtet mitbekommt, wie sie zu sich selbst flüstert ".. ich habe solche Angst .. ".

Dann wundert man sich Jahre später, dass dieses Verhalten was man sich - unterschwellig - angeeignet hat plötzlich voll ausbricht und versteht die Welt nicht mehr.

Sorry für den kleinen Ausflug. Ich hoffe das war ok.

23.01.2024 15:35 • x 5 #35


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A


Großeltern im 2 WK - heutige Angst

x 3


DrSeltsam

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Zitat von Jo29:
@Angstmaschine Danke, das ist total hilfreich. Bei mir war in den ersten 6 Jahren so, dass Tante, Großeltern und Vater voller Angst waren. Meine Mutter kontrollierend. Alle unter einem Dach. Und ein solches Umfeld ist prägend. Zu höheren Anteilen sehe ich auch meine Eltern in mir. Es gibt nur die Entscheidung, es ...

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Das freut mich sehr!

Mir war - als meine Angststörung so richtig ausgebrochen ist - auch gar nicht klar, was da eigentlich mit mir passiert und was los ist. Das war 2007, aber die Anlagen dazu haben seit meiner Kindheit in mir geschlummert. Das sehe ich auch an der unterschiedlichen Entwicklung die ich und meine Geschwister durchlaufen haben.

Bruder und Schwester sind ganz solide: Studium, Heirat, Beruf, Kinder, Haus, Karriere

Ich dagegen habe zwar seit > 30 Jahren auch eine feste Partnerin, wir sind aber weder verheiratet, noch haben wir Kinder. Ich probiere mich mit 53 immer noch aus, bin seit > 20 Jahren mal mehr mal weniger erfolgreich selbstständig, fange immer wieder was neues an, habe Träume und Pläne - aber kein durchgeplantes Leben wie mein Bruder und meine Schwester.

Natürlich hängt das alles nicht nur mit meiner Kindheit zusammen. Meine Kindheit selbst war sehr schön und glücklich, grade daher war es ein Schock, als die Ängste eigentlich erst in der Mitte meines Lebens so richtig ausgebrochen sind.
Und zwar in dem Moment, wo ich tatsächlich an Heirat, Kinder, Haus ... gedacht habe.

Die Familiengeschichte und dass das alles irgendeinen Einfluss auf mich gehabt haben muss, wurde mir erst im Laufe der Therapie klar. Das ändert natürlich direkt nichts, hat mir aber sehr geholfen mich selbst zu verstehen und so zu akzeptieren wie ich bin. Um daraus eine gewisse Sicherheit und Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Und mich von dem scheinbar zwingenden Schicksal bis ans Ende meines Lebens in Angst und Schrecken leben zu müssen zu lösen, und selbstbewusst mit meinen Ängsten umzugehen und was positives daraus zu machen.

Die eigentliche Prägung ist ja schon geschehen - die bekommt man so nicht mehr los, also in dem Sinne, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann. Man kann sich aber mit der eigenen Entwicklung - die ja ganz stark auch mit der Familie verknüpft ist - beschäftigen. Warum hat man dies oder das getan, warum hat man sich an dem Punkt so oder so entschieden, wann hat einem die Angst einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Und dann auch die Gründe der anderen Familienmitglieder verstehen. Warum erzählt jemand schreckliche Geschichten? Warum das komische Verhalten und warum werden oder wurden mache Dinge verschwiegen, warum sind manche Themen tabu und warum sind andere wiederum sehr wichtig? Man muss das alles nicht gut finden, aber die Beweggründe der anderen können schon helfen, weil wir oft aus Unverständnis Angst haben bzw. sich unsere Ängste aus Unverständnis entwickeln.

Denn wie soll ich ohne Ängste und Vorurteile meinen Platz in der Welt finden, wenn ich die Beweggründe und Ursachen mit denen mein Umfeld mir diese Ängste - unbeabsichtigt - eingeimpft hat nicht verstehe?

Meine Großmutter und auch meine Mutter haben - wenn es ihnen schlecht ging - oft alleine in einem dunklen Zimmer gesessen, manchmal leise weinend. Ich habe das nie verstanden und es hat mich als Kind zutiefst verstört, und noch heute habe ich leichte Beklemmungen, wenn meine Freundin irgendwo im dunkeln sitzt - einfach weil sie keine Lust hat das Licht anzumachen oder eingedöst ist.

Aber wenn ich mir klar mache, dass die Beweggründe heute bei meiner Freundin und damals bei meiner Großmutter nichts miteinander zu tun haben und ich mittlerweile erwachsen bin und diesen Zustand nicht nur verstehen, sondern auch beenden kann (durch Licht anmachen) und ich nicht davon abhängig bin das auszuhalten, verschwindet die Beklemmung sofort.

Mir hat das "Wühlen in der Familiengeschichte" die Möglichkeit gegeben, meinen Platz in der Familie zu finden oder besser gesagt zu verorten, wo ich in der Familie stehe und welche Rolle ich spiele. Und auch manchen Groll gegen den einen oder anderen loszuwerden, weil mir klar wird dass Der- oder Diejenige zu seinem - mich eigentlich verstörenden Verhalten - keine Alternative hatte.

24.01.2024 02:46 • x 3 #38


Zum Beitrag im Thema ↓


Windy
Mach dir keine Gedanken mehr darüber, das ist alles sehr lange vorbei und betrifft dich nicht mehr direkt. Wir leben in einer sicheren Zeit, in Wohlstand. Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen Blick von diesen negativen Gedanken, auf die positiven Dinge richtest, die dir jetzt zur Verfügung stehen.

Mein Opa ist im zweiten Weltkrieg an der Front gefallen, da müsste ich ständig Todesangst verspüren, wenn ich mich ständig darauf konzentrieren würde.

x 3 #2


E
Windy, es ist bei mir noch immer da und ich würde es gern gehen lassen.

Letzter Minijobversuch Todesängste. Mein Opa war bei der SS. Es war Diktatur. Es wurde nicht gesprochen. Daher vielleicht der Ursprung.

Bin ohne Familie immer wieder innerhalb Deutschlands geflüchtet, um zu überleben.

Ab nächster Woche habe ich einen Betreuer. Habe das Asperger-Syndrom und bin schnell überfordert. Verstehe soziale Zusammenhänge (zwischen den Zeilen lesen, kleine Signale etc.) nicht.

Wenn ich einen Platz in der Welt gefunden habe und "leben darf", kommt alles langsam in Ordnung. Diese Hoffnung habe ich.

#3


Schlaflose
Sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern habe den 2 WK mitgemacht. Die Großeltern väterlicherseits sogar den 1 WK. Mein Opa war damals in Kriegsgefangenschaft in Russland. Und im 2 WK sind sie im KZ umgekommen, da sie Juden waren. Mein Vater, der damals Anfang 20 war, ist nur durch einen Zufall der Deportation entkommen. Aber das hat alles überhaupt keine Auswirkung auf mich und ich habe keine unnötigen Ängste dieser Art. Man hat mir aber auch so gut wie gar nichts darüber erzählt, noch nicht einmal als ich schon erwachsen war. Immer wenn es um heikle Themen ging, hieß es "nicht vor dem Kind". Hat mich aber auch alles nie interessiert. Ich habe erst viel später in kleinen Dosen hier und da ein paar Einzelheiten aufgeschnappt. Ist auch gut so.

x 3 #4


Susanne05
Zitat von Jo29:
Bin ohne Familie immer wieder innerhalb Deutschlands geflüchtet, um zu überleben.

Du bist geflüchtet?

#5


P
Zitat von Schlaflose:
Sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern habe den 2 WK mitgemacht. Die Großeltern väterlicherseits sogar den 1 WK. Mein Opa war damals in Kriegsgefangenschaft in Russland. Und im 2 WK sind sie im KZ umgekommen, da sie Juden waren. Mein Vater, der damals Anfang 20 war, ist nur durch einen Zufall der Deportation ...

Aber eine Psychic-Störung hast du ja, sonst wärst du nicht hier sondern mit einem Aperol Sprizz und gutaussehenden Männern und Frauen auf einer Skihütte in den Schweizer Alpen Smile Verletzungen und Leid werden zum Teil vererbt (Epigenetik), auch über Generationen und auch wenn niemals darüber gesprochen wurde.
LG

x 3 #6


E
@Susanne05 Ja. Nach nicht bestandener Ausbildung war ich aus Familienkreisen ausgeschlossen und musste sehen, wo ich überlebe. Bin in Städten gewesen mit niedriger Miete, dann wieder Totalabbruch und ohne festen Wohnsitz in einer anderen Stadt, sozialen Dienst zur Hilfe geholt, dann einer Gemeinschaft angeschlossen, nachdem sich mein jüngster Bruder das Leben nahm und es garnicht mehr allein ging. Jetzt wieder der Versuch mit sozialem Dienst.
Bei mir gibt es bestimmte Nichtkompatibilität im Sozialen, ohne dass ich wirklich Schlimmes tue. Und das führt zu heftigen Ängsten, da ich allein bin, keine Familie, kein gewohntes Umfeld etc.
Bin froh, nicht erschossen zu werden. Und dass ja sogar Hilfe in Aussicht ist.

#7


U
Habe gesehen, dass du auch schon in EM Rente bist. (ich auch)
Ist Asperger Syndrom deine einzige Diagnose?

#8


Susanne05
Zitat von Jo29:
@Susanne05 Ja. Nach nicht bestandener Ausbildung war ich aus Familienkreisen ausgeschlossen und musste sehen, wo ich überlebe. Bin in Städten ...

Wer soll dich erschließen wollen?

#9


E
@UlliOnline nein, natürlich gibt es noch weitere Diagnosen.

x 1 #10


E
@Susanne05 Das weiß ich nicht. Bei einem kleinen Fehler droht der Tod. Habe schon vor Jahren heftig geweint, als mir bewusst wurde, dass ich mich damit quäle und es nicht rational erklärbar ist.

#11


B
Zitat von Jo29:
@Susanne05 Das weiß ich nicht. Bei einem kleinen Fehler droht der Tod. Habe schon vor Jahren heftig geweint, als mir bewusst wurde, dass ich mich damit quäle und es nicht rational erklärbar ist.

Dir ist aber bewusst, dass das nur in deinen Gedanken so ist und nicht die Realität?

x 1 #12


F
Zitat von Jo29:
Meine Großeltern waren im 2. WK. Daraus stammen einige meiner heftigsten Ängste. Hat jemand Interesse am Austausch? Angst vor Vernichtung, erschossen zu werden, wie ein Stück Sch. ße betrachtet zu werden, übelst beschuldigt zu werden. Keinen Platz zu finden, immer außen vor zu sein, flüchten zu müssen, total ...

Wie alt warst Du, das deine Großeltern Dir das erzählt hatten ? Ich hätte es meinem Enkelkind nicht erzählt. Natürlich kenne ich von meinen Großeltern auch ein paar Geschichten, aber nicht in alle Details und auch haben sie ungern drüber geredet.

Der 2WK wird nicht wieder kommen. Er ist vorbei. Aktuell wegen der Ukraine / Israel, inbesondere Ukraine, wird ja viel auf Angst geschürrt. Ich weiß noch als das began und man von den Bunkern erzählt hatte, da stand ich auch an einem morgen im Keller, als ich um 6 Uhr Morgens von einer Sirene geweckt wurde. Aber die Medien machten uns auch ganz schön verrückt und sollte es zu einem erneuten Krieg kommen, ändern können wir da eh nichts.

Aber warum soll ich mich jetzt schon verrückt machen?

x 3 #13


Schlaflose
Zitat von Reconquista:
Aber eine Psychic-Störung hast du ja, sonst wärst du nicht hier sondern mit einem Aperol Sprizz und gutaussehenden Männern und Frauen auf einer Skihütte in den Schweizer Alpen Smile Verletzungen und Leid werden zum Teil vererbt (Epigenetik), auch über Generationen und auch wenn niemals darüber gesprochen wurde. LG ...

Meine Ängste haben aber nichts damit zu tun. Soziale Phobie und ÄVPS sind verbreitete Störungen auch unter jüngeren Leuten, deren Großeltern keinen Krieg erlebt haben.
Von der Epigenetik halte ich gar nichts. Wie sollen Erlebnisse das Erbgut verändern? Das ist wissenschaftlich nicht möglich.
Dss Einzige, was ich von meiner Mutter "geerbt" habe, ist, immer einen großen Vorrat an Lebensmitteln und anderen Gebrauchsgegenständen wie Klopapier zu haben, weil sie das auch immer so machte. Sie litt während und nach dem Krieg oft Hunger und es gab einen Mangel an vielen anderen Dingen.

x 2 #14


U
Zitat von Jo29:
nein, natürlich gibt es noch weitere Diagnosen.

Die magst du hier aber nicht nennen, oder?

Zitat von Jo29:
Angst vor Vernichtung, erschossen zu werden, wie ein Stück Sch. ße betrachtet zu werden, übelst beschuldigt zu werden. Keinen Platz zu finden, immer außen vor zu sein, flüchten zu müssen, total hilflos ausgeliefert zu sein.

Es gibt auch psychiatrische Erkrankungen, die solche Gedanken und Ängste quasi als *Symptom* haben.
Also Erkrankungen, für die solche Befürchtungen typisch sind.
Fehlende Krankheits-Einsicht gehört z.B. auch zu den *Symptomen*.
Vielleicht hat deine Problematik überhaupt nichts mit deinen Großeltern und deren Erfahrungen zu tun.
Ich hoffe, der Betreuer hat was drauf und kann dir helfen.
Meine Eltern waren auch noch Kriegsteilnehmer, mein Vater war auch bei der SS und hat schlimmes mitgemacht und lebenslang darunter gelitten. Nur mal am Rande erwähnt.

x 2 #15


P
Zitat von Schlaflose:
Meine Ängste haben aber nichts damit zu tun. Soziale Phobie und ÄVPS sind verbreitete Störungen auch unter jüngeren Leuten, deren Großeltern keinen Krieg erlebt haben. Von der Epigenetik halte ich gar nichts. Wie sollen Erlebnisse das Erbgut verändern? Das ist wissenschaftlich nicht möglich. Dss Einzige, was ...

Hallo liebe Schlaflose,
schönen Ersten Advent Dir - und noch ein Wort zur Epigenetik, es ist wissenschaftlich bewiesen und ich finde, es erklärt vieles und kann zum Verstehen beitragen. Mir haben die Vorträge und Interviews mit dem Hirnforscher Gerhard Roth Erkenntnisse gebracht, die ich lange vorher gespürt habe, aber nicht dingfest machen konnte. Vielleicht interessiert es Dich als wissenschaftlich denkende Frau auch:
Ich bin heute sicher, dass die Traumatisierung meiner Mutter durch die Bombenangriffe in Chemnitz 1945, da war sie acht Jahre alt, schon im Mutterleib epigenetisch mitgegeben wurde und starken Einfluss nahm.
Liebe Grüße

x 1 #16


Schlaflose
Zitat von Reconquista:
Ich bin heute sicher, dass die Traumatisierung meiner Mutter durch die Bombenangriffe in Chemnitz 1945, da war sie acht Jahre alt, schon im Mutterleib epigenetisch mitgegeben wurde und starken Einfluss nahm.

Wenn sie dich damals gerade gezeugt hätte und deine frühe Embryonalphase mit den ersten Zellteilungen während deser Zeit stattgefunden hätte, wäre das denkbar, aber nicht Jahrzehnte später. Ich habe mir gerade einige Artikel über Epigenetik durchgelesen und da stand nichts davon, dass so etwas möglich ist.
Den Vortrag von Gerhard Roth höre ich mir nicht an. Ich lese lieber, das geht sehr viel schneller, weil ich des Querlesens mächtig bin.

x 2 #17

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U
Zitat von Reconquista:
Ich bin heute sicher, dass die Traumatisierung meiner Mutter durch die Bombenangriffe in Chemnitz 1945, da war sie acht Jahre alt, schon im Mutterleib epigenetisch mitgegeben wurde und starken Einfluss nahm.

Dann könntest du dir mal dieses Buch ansehen. Bisschen langer Link...aber so kannst du mal schauen.
https://www.google.de/search?q=die+kind...s-wiz-serp

x 1 #18


E
@UlliOnline

Angst, ADS, Depression, Zwangsgedanken etc.

Wo fehlt mir die Einsicht?
Bin bereit, mich zu stellen.
Ja, bestimmt kann er mir weiterhelfen.

#19


E
@Frage_85
Mit 6 Jahren erfuhr ich von meinem Opa von Menschen, die erschlagen oder erschossen wurden. Als mein jüngster Bruder mit 28 Jahren starb, erfuhr ich, dass mein Opa als junger Mann bei der SS war. Damit wir wissen, wo das herkommt, sagte eine meiner Tanten, als sie Kriegspost und -fotos hinstellte.

Ich hätte gern mehr erfahren, da Geheimnisse die Stimmung prägten. Es sind Verstrickungen vom Krieg her. Bei einer Familienaufstellung bin ich umgekippt.
Meine Mutter starb auch sehr früh. Es besteht kein Familienkontakt.

Natürlich ist mir bewusst, dass ich wahrscheinlich nicht real erschossen werde. Das Gefühl bleibt und ist halt immer wieder zu fühlen, im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Ein Freund von mir sprang aus dem Fenster (hat überlebt), weil er Angst hatte, dass sie ihn holen kommen. Ein anderer Freund, dessen Vater im Krieg im Panzer war, kann nicht in engen Räumen sein.

In die Realität kommen, ist ein wunderbares Ziel.

#20


A


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Mira Weyer
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