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Hey Leute,

mir fällt es schwer zu deuten woran ich leide und deshalb auch, ob ich hier den richtigen Thread ausgesucht habe.

Nun gut, mal die Kurzform meiner Leiden. Laut Ärzten leide ich seit 5 Jahren an einer Angststörung, mit darauf folgenden Depressionen.

Wenn ich stressigen, neuen, mir unangenehmen Situationen ausgesetzt bin, spielt mein Magen- Darmbereich ziemlich verrückt. Mir wird extrem schlecht, kann nichts mehr essen, sehr schlecht trinken. In extremen fällen, kommt noch Schwindel, Schwitzen, Zittern, Benommenheit usw. dazu.

Ich gehe schon nicht mehr fort. Keine feiern, wenig zu freunden, kann nicht mal mit Familie essen gehen.

Nur habe ich schon sehr lange das Gefühl, dass ich das alles selbst mit den Gedanken Oh Gott, in dieser Situation geht es mir sicher schlecht! auslöse. Ich bin nämlich öfters in diesen unangenehmen Situationen, ohne dass ich daran denke, dass es mir schlecht geht... und siehe da. Es geht mir gut! Aber sobald ich merke dass es mir gut geht... geht es mir natürlich direkt schlecht.

Meist kommt das alles in Bezug auf Essen. War vor ein paar Tagen auf einer Weihnachtsfeier meiner Firma. Dort gab es ein großes Buffet, wo man sich sehr leckeres Essen zusammenstellen konnte. Habe mir ohne Probleme meine Teller voll machen können. Als ich dann am Platz war, kamen die Gedanken Mir wird doch bestimmt wieder schlecht beim essen und ich schaffe das gar nicht!. Zack, eine Sekunde später war mir so kotz übel, dass ich kaum was gegessen habe. Die 5 Happen die ich geschafft habe, musste ich wirklich schwitzend und mit aller größtem Kampf runter zwängen.

Habt ihr Tipps für mich, wie ich diese Gedanken lösen kann?

Mein einziges Wundermittel dass ich habe, ist Lorazepam. Eine Tablette und mir geht es (fast) ganz gut. Doch darf ich diese nicht all zu oft nehmen.

Bin auch derzeit stark am überlegen, ob ich komplett auf Tabletten umsteige. Habe auch schon 1 Jahr Therapie hinter mir... allerdings habe ich in diesem Jahr kein bisschen Verbesserung gespürt.

Hier spricht jetzt etwas depressive Stimmung aus mir: 5 Jahre sind schon rum. Möchte nicht in weiteren 5 Jahren zurück schauen und sagen... dass ich die letzten 10 Jahre nicht mehr fort gegangen bin, nur noch daheim war, fast nichts mit anderen Menschen gemacht habe, auf sehr viele spaßige Sachen verzichtet habe, nicht mal irgendwo essen gehen konnte.

Lieber schaue ich zurück und kann von mir behaupten viele coole Sachen gemacht zu haben... auch wenn mir Tabletten dafür geholfen haben.

Ich weiß, dass Medikamente nicht die Lösung sind. Sport, gesunde Ernährung sind für mich keine Optionen. Ich kann fast nichts essen. Geschweige denn regelmäßig. Sport ist auch eine Sache die ich fast komplette ausschließen kann. Macht mal Sport wenn euch kotzübel ist. Selbst wenn es klappt, ist mein Tinnitus einige Stunden danach so laut, dass er mich in den Wahnsinn treibt.

An welchen Arzt muss ich mich denn wenden, wenn ich es mal mit Tabletten versuchen möchte?

Hoffe habe genug Infos gegeben. Im Ganzen ist nämlich schon viel mehr dabei, als das einfache schlecht sein.

Vielen Dank.

14.12.2015 20:03 • 15.12.2015 #1


3 Antworten ↓


Zitat:
An welchen Arzt muss ich mich denn wenden, wenn ich es mal mit Tabletten versuchen möchte?
Ich würde einen FA für Psychiatrie empfehlen. Manchem reicht auch der Hausarzt aus. Ich denke allerdings, daß Hausärzte nicht ausreichend spzialisiert sind.

Grüße

14.12.2015 20:18 • #2



Gedankliche Verbindungen lösen / Medikamente

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Icefalki
Es spricht nichts dagegen, wenn du dir medis verschreiben lässt..und wie Reenchen schon sagte, ein Psychiater ist da der beste Ansprechpartner.

Wenn die wirken, solltest du trotzdem eine Therapie machen, dann Ängste haben ihren Ursprung. Zumindest ich konnte ohne Angst, deutlich besser an mir arbeiten. Vorher hängt man in den Angstsymptomen drin, sind die mal weg oder reduziert, dann kann man besser denken.

14.12.2015 22:32 • #3


Vielen Dank für eure Antworten!

Werde mich dann mal mit Psychiatern in Verbindung setzen.

15.12.2015 20:10 • #4




Mira Weyer