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Hallo,

ich habe ein ganz großes problem. meine gedanken drehen sich ständig ums sterben. Erst hatte ich angst bei der geburt zu sterben von meiner tochter dann hatte ich angst das meine halsschladader (bekannter ist daran gestorben aber soll wohl vererbung sein und wer weiß was dahinter noch steckt) platzt, total bescheurt.

Ich stehe mit dem gedanken auf und gehe mit ihm schlafen. dadurch werden meine angstzustände schlimmer und die panikattacken fangen wieder an. ich fühle mich auch immer mehr unwirklich..ich glaube ich bin momentan am absoluten tiefpunkt...

werde es wohl ohne tabletten absolut nicht mehr schaffen. meine tochter wird in 3 wochen getauft und habe jetzt schon totale panik davor ob ich das durchstehe........

kennt ihr diese bescheuerten gedanken? es wird jeden tag schlimmer und ich weiß nicht, wie ich diese wieder los werden soll...therapie mache ich schon.......

19.01.2010 11:50 • 21.01.2010 #1


16 Antworten ↓


Hallo Erdebeere ,

was für Vorstellungen und Erwartungen verbindest du denn mit dem Sterben und dem Tod?

Es hilft oft, sich darüber ernsthafte Gedanken zu machen. Es hat ja seinen Grund, dass dieser Gedanke dich so beschäftigt.

Lieben Gruß
GastB

19.01.2010 12:47 • #2



Gedanken drehen sich nur um den tod

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Hi!

Obwohl ich das Gefühl habe, sobald ich mich in einem thread beteilige, herrscht sofort Totenstille........will ich Dir hier versichern, es geht mir ganz genau so, wenn es mir schlecht geht.
Das ist keinesfalls eine Krankheit, sondern zeigt, daß für Dich das Problem der allgemeinen conditio humana eine echte Lebensbedeutung hat. Wie wärs, wenn Du beginnst, Dich ein bißchen mit Philosophie und Religionen zu beschäftigen? Deine Seele weist Dich einfach auf direktem Weg auf etwas hin, was anderen durch permanente Ablenkung verborgen bleibt, bis sie dann eines Tages wegröcheln...
In meinem Fall kommen diese Zustände immer dann hoch, wenn ich mal wieder mein eines Antidepressivum, das ich wegen massivster Horrortrips und Suizidalität (das wiederum wegen arztinduzierter Benzoabhängigkeit, die ich 2009 besiegte) reduziere.
Aber eines Tages werde ich frei davon sein und wieder frei über den Tod nachdenken können!

Klingt jetzt nicht nach einem guten Rat, aber wenn Du Dich gedanklich so verstrickst, daß es Deinen klaren Verstand behindert, könntest Du es vorübergehend mit Antidepressiva versuchen! Ansonsten hilft ganz intensives Fokussieren auf die aktuelle Tätigkeit und den Atem. Viel Glück wünsch ich Dir!!

daheim

19.01.2010 13:21 • #3


Ach ja, und PS:

Auch wenn Du es jetzt nicht glaubst: Wer so ist wie Du und so intensiv fühlt, steht auf der Sonnenseite des Lebens, da, wo sich das Morgen von den Rohen und Primitiven verabschiedet. Es hat noch keine Neuentwicklung ohne Schmerzen gegeben....erhalt Dir Deine Sensibilität! Jeder Pionier strauchelt zwischendurch.


daheim

19.01.2010 13:23 • #4


Hallo daheim,

danke für deine worte. Ich bin katholisch und auch sehr gläubig..Ich beete jeden abend und hoffe das es besser wird. habe auch schon mit nem pfarrer gesprochen...

wieso ich mich damit so sehr beschäftige weiß ich nicht. vielleicht weil ich viele (komischerweise) freunde sehr jung verloren habe und gemerkt habe wie kurz das leben sein kein. habe aber keine familienmitglieder verloren, die leben alle sehr lange. es gibt bei mir in der familie auch keine krankheiten, alle sterben ALT........

Mir ging es ja jahrelang sehr gut. letztes jahr im februar hatte ich den totalen absturz. panikattacken durch stress. habe aber auch nicht ans sterben gedacht. dann wurde ich schwanger und kam irgendwie auf die bescheuerte idee das man bei der geburt sterben kann. dann hatte ich mich total darauf fixiert. geburt überstanden, habe dann von dem todesfall gehört mit der halsschlagader (auch vererbung) und habe ich da reingesteigert. auch wieder 3 monate her...

ich bin schon ein richtiger hypochonder....

es ist momentan schwer zu glauben das man auf der sonnenseite des lebens steht wenn man das gefühl hat man steht am ende des lebens...

glg

19.01.2010 14:09 • #5


Strawberry, es ist nicht gut, den Gedanken an den Tod total verdrängen zu wollen und für schlecht anzusehen.

Der Gedanke, dass man bei einer Geburt sterben kann, ist keineswegs "bescheuert". Millionen von Frauen sind schon bei einer Geburt gestorben. Heute ist es zwar bei uns aufgrund der fortgeschrittenen Medizin sehr selten, vor allem weil bei Gefahr ein Kaiserschnitt gemacht wird. Aber in unserer weiblichen kollektiven Erinnerung ist diese gefährliche Situation mit ihrer möglichen tödlichen Folge gespeichert. Auch hat man/frau ja schon in der Literatur, in Märchen u.ä. darüber gelesen und gehört.

Wir können alle sowieso jeden Tag sterben - entweder an irgendwelchen körperlichen Defekten, oder weil uns ein Auto anfährt, ein dicker Eiszapfen auf den Kopf fällt, ein Erdbeben kommt und tausend andere Ursachen.

Die echte gründliche Beschäftigung mit dem Tod wäre eine gute Möglichkeit, eine reale Einstellung und ausreichende Gelassenheit dazu zu bekommen.

19.01.2010 22:05 • #6


hallo,

vielleicht ist es ja die angst einfach jetzt gehen zu müßen. habe zwei kinder und möchte diese gerne aufwachsen sehen...

eigentlich ist es ja schwachsinn sich mit etwas zu beschäftigen was man sowieso nicht beeinflussen kann.

bekannte von mir hat leukämie und kämpft und lässt sich nicht unterkriegen. das ist eine reale tötliche krankheit. das was ich habe ist psychisch. dann wird man das wohl hinkriegen???

ist irgendwie alles zum kotzen..

grüße dich ganz lieb........

20.01.2010 08:59 • #7


Zitat von strawberry1105:
vielleicht ist es ja die angst einfach jetzt gehen zu müßen. habe zwei kinder und möchte diese gerne aufwachsen sehen....

Das ist ein verständlicher und schöner Wunsch. )

Zitat:
eigentlich ist es ja schwachsinn sich mit etwas zu beschäftigen was man sowieso nicht beeinflussen kann.

Ja, zumindest sich ständig davor zu fürchten.

Ein bisschen kannst du es natürülich beeinflussen: Du kannst dich möglichst gut ernähren, wenig Rauchen usw., dich genügend bewegen (bei 2 Kindern sicher kein Problem

Zitat:
das was ich habe ist psychisch. dann wird man das wohl hinkriegen???

Eben. Du kriegst das auf jeden Fall hin.

Lieben Gruß,
GastB

20.01.2010 15:45 • #8


hallo gast,

ich bin nichtraucherin ..habe ich mich nachdem ich erfahren habe das ich schwanger bin (beim 1. kind) sofort aufgehört und habe auch garnicht mehr angefangen...

bewegung bin kommt noch. bin noch ein wenig eingeschränkt von der geburt. die war zwar super schnell aber doch mit ein paar verletzungen

aber ansonsten bin ich schon ein aufmerksamer mensch...auch beim autofahren


aber danke für deine warmen worte, das tut mir gut...

was für eine a & p hast du eigentlich? wie geht es dir?

glg

20.01.2010 19:13 • #9


Oh jeee.... Erstmal danke für die Nachfrage. Es ist ein ständiger Prozess. Aber wenn ich mich mit früher vergleiche, kann ich immer wieder erfreut schmunzeln, wie gut es mir heute geht und wie weit ich von damals entfernt bin.

Die Kommunikationen in Foren haben mir dabei übrigens sehr geholfen. Gerade der Umgang mit Konflikten und Anfeindungen, die man hier virtuell-anonym und damit in einem weitgehend geschützten Raum durchstehen kann, hat meine Angstreaktionen stark reduziert. Heute ist es nur noch ein Bruchteil dessen, was ich noch vor ca. 7 Jahren hatte.

Was mir besonderen Spaß macht, ist, dass ich heute mit den meisten Menschen mit Leichtigkeit umgehen kann und vieles mit ganz wenig Anstrengung beeinflussen kann; im Gegensatz dazu dachte und "fühlte" ich früher, dass ich Null Einfluss auf meine Umgebung haben kann, diese aber totalen Einfluss auf mich. Das war schlimm. Und heute brauche ich z..B. in einem Lokal, wenn mir die Musik zu laut ist, einfach nur - selbst mit vollem Mund kauend Die jeder hat, wenn er/sie sie nutzt.

20.01.2010 22:30 • #10


hast du es gut. ich war 10 jahrelang ohne sympthome. 10 jahre ohne panik und angst. ein traum...

tja jetzt der totale zusammenbruch. depressionen sind auch dazu gekommen. verspannungen, kribbeln, schmerzen, erschöpfung und angst...

durch die körperlichen symptome geht es einem ja auch schlechter. wollte alles ohne tabletten durchstehen, aber es wird schlimmer. habe gedacht ich kriege es hin nach der geburt.

werde wieder tabletten nehmen müssen, habe aber angst vor nebenwirkungen. absoluter albtraum...

ich weiß echt nicht wie ich aus dieser schei. raus komme. vorallem da ich ja auch noch verantwortung habe für 2 kinder..und der stress tut mir und auch den kindern nicht gut. mein mann versteht es nicht ganz bzw. er kann es nicht nachvollziehen...
ich könnte nur heulen vor verzweiflung. obwohl ich heute den elternsprechtag ohne panik hingekriegt habe und ohne angst. da war ich auch stolz. jetzt geht es mir wieder schlecht und schwindelig ohne ende...

ist das der anfang vom ende? es ist für mich so schwer zu verstehen wieso es schlimmer wird....

glg

20.01.2010 23:00 • #11


Hallo strawberry,

ich glaube, dass man generell in manchen Lebenssituationen (vielleicht auch in der Schwangerschaft, das kann ich nicht beurteilen) empfänglicher für die Angst vor dem Tod ist. Mir ist mal folgendes passiert: Ich war auf einem schönen alten Friedhof, sozusagen beruflich, um die Grabsteine zu erfassen. Ich mag Friedhöfe, falls man das so sagen darf, und hatte mich dort immer wohl gefühlt (vielleicht ist das ja auch nicht ganz normal?). An diesem Tag ist mir aber blitzartig der Gedanke gekommen: Da wirst Du auch mal liegen. Und Deine Eltern und Freunde auch. Asche zu Asche, Staub zu Staub. Das war so erschreckend, dass ich den ganzen restlichen Tag PAs hatte und danach depressiv geworden bin.
Inzwischen versuche ich, den Tod zu akzeptieren. Ein sehr lieber Kollege ist vor drei Jahren verstorben - immer wenn ich jetzt alte Notizen oder Fotos die er gemacht hat benutze, denke ich an ihn und tröste mich damit, dass ein Mensch niemals wirklich tot ist, solange noch jemand an ihn denkt. Und ... naja, ist ja fast schon peinlich, aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen? Kitschige Vorstellung, ich weiss, aber ausgeschlossen ist es nicht.

Bei ganz konkreten Krankheitsängsten, die ich auch kenne (bin bekennender Hypochonder), ist es irgendwann so schlimm, dass die Qual der Angst größer wird als die Vorstellung, jetzt wirklich an der (eingebildeten) Krankheit zu sterben. Irgendwann wird mir alles egal und ich denke dann: Na und? Dann stirbste eben jetzt, kann auch nicht schlimmer sein als jeden Tag Angst davor zu haben.

Ich glaube, jeder PA-Patient hat im Grunde Angst vor dem Tod. Was ist eine PA anderes? Wahrscheinlich ist es die Ungewissheit, was danach kommt. Da hat daheim ja schon den Hinweis gegeben, sich damit konstruktiv zu beschäftigen.

Ich wünsch Dir, dass Du Deine Ängste in den Griff kriegst oder besser: sie akzeptieren und mit ihnen in Frieden leben kannst. Und wie Du siehst, geht es ganz vielen Menschen so wie Dir. Vielleicht tröstet das auch ein bisschen.

Liebe Grüße,
sphinx

20.01.2010 23:04 • #12


Hallo strawberry,

Ich kenne deine angst zu gut ich hatte das 7 jahre lang genau das selbe aber ich bin jetzt angstfrei.

du musst herausfinden weshalb du überhaupt solche konstellationen am laufen hast. 10 jahre angst frei und dann kannst du wieder aus irgendwelchen gründen auf die schiene.

Ich bin auch Mutter und das sogar von 4 Kindern habe troz ängsten eine Ausbildung zur Heilpraktikerin/Psychotherapeutin gemacht.

Ich habe mit meinen ängsten 3 kinder zu welt gebracht beim ersten hatte ich sie noch nicht.

Jeden Tag gedacht das geht nie vorbei. Und nun ich bin sowas von wissensdurstig gewesen und habe die wahrheit aller krankheiten gefunden und nun weiß ich weshalb man angst und panik bekommt was das fürn biologischen sinn hat dadurch habe ich herausbekommen worunter ich wirklich gelitten habe ich habs gelöst und die welt ist wieder schön

ich stehe gerne zur verfügung bei fragen schreib mich einfach an

Lg Nadine

21.01.2010 00:00 • #13


Hallo Ihr Lieben,
mir geht es gerade genauso. Ich weiß nicht wirklich was gerade da mit mir passiert. Mir ging es auch so gut. Die Angst hat mich gerade fest im Griff. Aber schlimmer sind im Moment die Depressionen. Am Vormittag
ist es am schlimmsten, sobald ich die Augen aufmache denke ich an den Tod. Es ist echt gruselig.
Am Dienstag war ich bei meinem Psychater und soll wieder Zoloft nehmen. Ich habe aber totale Panik, ( Kontrollverlust).
Er meint der Auslöser der Depression ist der Nikotinentzug. Hätte ich ja
zu Beginn auch geglaubt, aber ich bin doch schon fast 11 Wochen rauchfrei? Habe nun die Diplompsychologin angerufen, die er mir empfohlen hat, und heute um 15 Uhr habe ich einen Termin. Ging nur so
schnell weil jemand ausgefallen ist, oder ich Privatpatientin bin. Ist auch
egal. Nun sollte ich heute das Enkelkind nehmen, und ich habe meiner Tochter abgesagt. Habe wieder totale Schuldgefühle, und bin schon wieder nur am weinen. Ich will ja niemanden in Stich lassen, aber ich bin
doch so froh, wenn ich da noch hin kann. Warum weine ich, weil ich doch nur Mal ein liebes Wort hören möchte. Ich weiß das ich mich selbst wieder aus dem Sumpf ziehen muß, aber Mal ein aufmunteres Wort ist bestimmt sehr gut.
Ich wünsche Euch ALLEN einen angstfreien Tag mit viel Lachen im Herzen. Das wünsche ich mir auch wieder.
LG
Jess

21.01.2010 09:54 • #14


@sphinx: guten morgen und danke für die lieben worte. ja so gedanken habe ich auch die ganze zeit. momentan meide ich den friedhof obwohl ich ihn auch immer sehr beruhigend fand. ich glaube auch daran, das man die verstorbenen irgendwann mal wieder sieht. meine geschwister und einige freunde sind auch tot und hoffe sie wieder zu sehen. vielleicht ist es ja so...

ich glaube schon das es irgendwas nach dem tod gibt. nur was??
ich finde nur die symptome so schlimm. wenn es die nicht geben würde und wir nicht so ängstlich wären (bin seit der schwangerschaft auch zum hypochonder mutiert), wäre es einfacher das alles zu akzeptieren. mein mann macht sich auch darum keine gedanken sondern genießt das leben...

diese konstanten gedanken finde ich total bescheuert...wenn man krank wäre, würde ich es ja verstehen. aber aus einer verspannung ein todesurteil zu machen (schon seit 4 monaten) ist ja auch echt KRANK!!!

ich weiß das meine symptome durch zuviel stress wieder ausgelöst wurden, aber was hat stress mit dem tod zu tun? ich würde es ja verstehen wenn man dann ein bourn out syndrom hat, aber doch keine todesangst?

@jess: angst und depressionen hängen leider zusammen. mir geht es auch so, von angst in depressionen in kurze normalität, etc...diese gedanken hatte ich auch immer, mit den gedanken tod ins bett und damit wieder aufgestanden. muß aber sagen seit 2 tagen geht es mit diesen gedanken. verdränge ganz gut z. Z. aber bin super unruhig und habe angst vor ner panikattacke. bin auch zu einer freundin zum frühstück eingeladen, würde am liebsten absagen aber werde zum trotz der panik dort hingehen..
das schlechte gewissen ist auch stress, und für uns angstmenschen. und ob das mit dem aufhören des rauchen zu tun hat bezweifle ich..ich habe auch aufgehört und habe keine panik und angst bekommen..

@nadine: ich werde mich gerne bei dir melden..schreibe dich später an..

ich wünsch euch allen einen super angstfreien tag..

glg

21.01.2010 10:32 • #15


Hallo Strawberry,

zeig der Panik dass Du stärker bist.
Geniesse das Frühstück.

Ganz liebe Grüsse und einen Angstfreien Tag
wünsche ich Dir.

Jess

21.01.2010 11:01 • #16


frühstück ist gut gelaufen..habe momentan das gefühl das es mir besser geht wenn ich unterwegs bin als daheim. daheim denke ich zuviel nach und beschäftige mich zuviel damit...

trotz allem glaube ich, das ich weniger über den tod nachdenke oder das ich sterbe...erstens glaube ich es nicht, bin gesund und zweitens versuche ich nicht darüber nach zu denken...

lohnt sich nicht. schicksal ist schicksal.........

möchte einfach nur ohne angst sein...ich habe über meine probleme nachgedacht die ich vor dem zusammenbruch hatte und die waren heftig. nur wie gesagt, was haben die mit der todesangst oder überhaupt mit angst zu tun??

wieso kein bourn out syndrom sondern angst?? das verstehe ich nicht...

21.01.2010 17:46 • #17



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Mira Weyer