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hallo seid einem JAhr leide ich an Panikattacken und vermeintlichen Herzrasen und Herzstolpern. Ich war schon beim Kardiologen mit LZ-EKG. Alles prima-gesundes Herz wasnur unter Stress steht. Obwohl ich der Meinung war mind. 3 Herzstolpereien zu haben.
Sobald ich meine, dass mein Herz "verrückt" macht kommen mir dumme Gedanken zu sterben. Das Thema Tod ist vorherschend.
Meine Oma und Tante starben beide an Krebs innerhalb einer Woche. Das war schon ein Schlag. Bei der Beerdigung guckten mich am Grab Knochenteile von meinen "Vorgängern" an. Das läßt mich nicht mehr los.
Mein Mann ist im Rettungsdienst und erzählte - auch um sich selbst zu helfen- mir einiges was er erlebte am Tag. Ich konnte das gut ab. Bis zu dem tag, als ich mit Ihm aus Interesse zu einer Obduktion ging. Dort war alles i.O. Sah die Leiche als Puppe-es war alles sehr medizinisch und unwirklich. Es hat mir nichts ausgemacht dort bis zum Schluß dabei zu sein. Abends zu Hause hat mein Mann ein Ei geschält und da gings ab. War kurz vorm Schreikrampf, habe Brechreiz und Heulkrämpfe bekommen. Art wie Nervenzusammenbruch. Hab die Nacht nur mit Licht und Musik geschlafen. Mein Mann hab ich nicht mehr "normal" gesehen-sondern als den Toten dort.

Ich war schon beim Psychiater. Er meint ICH KONNTE ES NICHT GLAUBEN- dass der Besuch in der Sektion nicht DAS Problem ist. Ein unverarbeitetes Problem, eine nichterledigte und geklärte Sache ist mein Problem.Sektion war der seelische Auslöser dafür. Weiß der Geier.

Mein einziges Dauerproblem sind meine Eltern. Wurde mir erst nach dem Psychiater bewußt. Meine Eltern! Akzeptieren meinen Mann nicht (sind seit 5 Jahren verheiratet), meine Kinder werden ignoriert (dier meiner Schwester um so mehr verwöhnt) obwohl meine Eltern 8 km weit weg wohnen. Unterstützung gleich 0. Sind beide voll berufstätig und Schwie-Ellis wohnen 50 km weit weg.

Ach Mann wird ja doch ein buch.
Ich hab die meiste Angst, mich nicht richtig jeden Abend ordentlich von Mann und Kindern zu verabschieden "falls ich die Nacht wg Herzstörung sterben sollte". Und was sie dann wohl mich ohne machen; schnell vergessen (sind erst 4u.6) und ach was weiß ich.
Das macht mich jetzt schon wieder wahnsinnig.

Wer kann mir raten, ich hab niemanden weiter die halten mich bestimmt für total bescheuert. Ich kenne niemanden in der Umgebung, der sowas ähnliches hat.
Schluss jetzt erstmal hab grad den übelsten Heulkrampf.

20.06.2009 20:44 • 30.06.2009 #1


4 Antworten ↓


hallo schnattel,

ich kann dich sehr gut verstehen die angst vor dem tod und das meine kinder dann alleine sind und ich sie nciht mehr aufwachsen sehen kann ist auch für mich der haupgrund von meinen PA´s und Ängsten...
ich habe 5 kinder 16,12,5,7 und 14wochen.
als von meinen beiden grossen kindern aus erster ehe der papa leztes jahr bei einem arbeitsunfall verunglückte(hatte noch einen tag vorher mit ihm telefoniert weil die zweitälteste eine woche drauf geburtstag hatte und er kommen wollte)seither ist meine angst noch schlimmer.
rat kan ich dir keinen geben wobei ich mir so eine obduktion nie anschauen könnte...aber ich denke es wird einem vieles in die wiege gelegt noch dazu wenn deine eltern deinen mann nicht akzeptierten usw.

aber glaub mir die herzstolperer, herzrasen,dann kommt bei mir noch schwindel.zittern usw...da wär ich schon lange nimmer hier und ich habe sämtliche herzuntersuchungen hinter mir...
aber ich habe jeden tag angst vor dem tod...es ist unendlich schrecklich weil ich nicht damit klar komme.habe mir schon etliche sachen über den tod an büchern gekauft damit ich es vielleicht ein wenig ablege aber fehlanzeige..ich habe nur noch eine chance das es wieder einigermas´n erträglich wird und das sind medikamente die ich ab morgen wieder nehme auch wenn ich zusätzlich einen medikamentenphobie habe aber ich aknn nimmer...

ich wünsche dir viel kraft die angst zu besiegen....

liebe grüsse kerstin

21.06.2009 17:35 • #2



Gedanken um den Tod vorherrschend dazu PA

x 3


hallo Schnattel,

kann sehr gut nachfühlen, wie Du dich fühlst. Ich habe auch ständig Angst, daß ich an einer schlimmen Krankheit leide, daran sterbe werde und meinen Sohn (9 J.) nicht aufwachsen sehr. Es kostet enorm viel Kraft, jeden Tag aufs neue zu meistern. Ich tröste Dich.

LG Heike

21.06.2009 17:48 • #3


Hallo danke euch beiden für den Zuspruch.Es hilft mir ungemein dass ich nicht allein bin mit dem "Käse". Es ist doch echt nicht normal, dass wir alle annähernd die gleichen Ängste haben und die unser Leben zur Hölle machen. So empfinde ich dies grad. Bin seit gestern in dem Forum. Einiges gelernt und das erste: mein Herz hat einen Namen "Horsti" und ich begrüße es jeden morgen freundlich und spielt es verrückt (meine Einbildung NATÜRLICH) ist Horsti mein Freund und zeigt mir, dass ich langsamer machen sollte. Das Dumme heute, mußte durch nen Tunnel fahren und hab dort die totale PA bekommen. Das lied im Radio volle Kanne laut gemacht und gebetet dass der Tunnel ein Ende hat (3km). Geht denn das irgendwann mal überhaupt vorbei der ganze Schnulli?

Die Obduktion habe ich mir aus Interesse angeschaut, bedingt durch die Arbeit meines Mannes. Es hat mich echt interessiert. Dort neben der Leiche hab ich sogar Mordshunger verspürt. Und erst abends ging die Post ab.

Ich danke Euch.

Haltet genauso durch und vielleicht habt ihr auch einen lustigen Namen für Euer Herz. Mir hilftes, es etwas lockerer zu sehen.

Eure Schnattel

21.06.2009 18:03 • #4


Liebe Schnattel,

ich bin zum Glück aus der Situation herausen, - zumindest mein Kind ist groß genug um nicht Verwandte zu benötigen. Ich kenne diese Sorge sehr gut und habe sie in deinem Alter auch getragen, was ist wenn mir was passiert? Meine Schwiegereltern lehnten mich ab, mein eigener Vater ebenfalls u. dann noch eine verrückte Schwägerin und ein verrückter Bruder (verzogene Lieblingskinder) und ein Mann, der damals noch mehr gedrunken hat. Vielleicht ist da das Asthma entstanden u. freilich das Übergewicht als Schutzpanzer, was leider heute auch nicht weichen will. Heute habe ich keinen Kontakt zu all den Spinnern, mein Mann trinkt wesentlich weniger und unsere Tochter ist aus den gröbsten raus, sodass ich mir zumindest um ihre Zukunft keine Sorgen mehr machen muss. Nach außen hin agiere ich ziemlich selbstbewusst - zumindest meistens und oft genug bleibt der Deckel der Vergangenheit zu. Allerdings weiß ich auch, dass diese Ablehnungen und Sorgen oder sogar Schuldgefühle, die bestimmt nicht ich haben müsste - daraus resultieren, dass ich im Grunde gemocht werden möchte und es ihnen recht machen möchte, auch wenn ich weiß, dass es nicht geht und zwar niemals. Also streiche deine Eltern und falls deine Schwester mitzieht - verdeutliche es Ihnen, dass es so nicht geht. Falls nicht, streiche auch die Schwester und denke nicht ständig, was sein wird - wenn..., dein Mann scheint ja ein Lieber zu sein. Zumindest setzt er sich für andere Menschen aktiv ein und so eine Leichenschau ist schon heftig und für normale Menschen, die nie was damit zu tun hatten und so viele Lieben vorher verloren haben und noch die Ängste um die Kinder haben. Da wundert es mich nicht, dass Du am Rad gedreht hast. Halt die Ohren steif, es kommen auch wieder bessere Zeiten und versuche mehr an deine Bedürfnisse zu denken. Ich glaube, dass ich mir doch noch das Buch kaufe, weil ich nicht viel besser bin.

L.G
Eva

30.06.2009 13:21 • #5




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