Zitat:Für diese Gedanken werde ich von sehr vielen Menschen angefeindet.
Díe meinen, man müsse an alles immer total positiv rangehen und sind dann natürlich am Boden zerstört, wenn auch nur die kleinste Kleinigkeit schief geht.
Ich überlege lieber vorher schon was daneben gehen könnte und lasse mich dann positiv überraschen.
Kann leider kaum jemand nachvollziehen. Da heißt es dann immer, ich würde den anderen den Spaß verderben, nur weil ich mich nicht sofort mit totaler Begeisterung ohne groß nachzudenken in allen möglichen Unfug stürze
Auf der einen Seite hört sich das plausibel an.Aber genau dieses "vorher überlegen,was passieren könnte",dieses "sich alles ausmalen,obwohl es noch nicht passiert ist"....das ist unser Angstsyndrom!Unsere Krankheit!
Wenn ich darüber nachdenke,wie viele Tage ich schon mit dieser Angst,was passieren könnte,verloren habe.Dann nützt es auch nichts,wenn ich hinterher positiv überrascht wurde.Die Tage davor waren dann meistens nur mit Sorge und Angst erfüllt.
Ein "normaler,gesunder" Mensch wartet erst mal ab,macht sich keine all zu grossen Gedanken,bezw. kann die Angst zur Seite schieben.Und....sollte es eintreffen,ist noch genügend Zeit,sich zu sorgen....und trifft es nicht ein,dann war die Unbekümmertheit das Richtige.
Wir,zumindest ich,mache mir aber solche Sorgen,male mir alles Negative aus und lasse mich fallen.Meistens kann ich dann an nichts anderes mehr denken.Wenn sich dann meine Ängste als unbegründet erweisen,spüre ich,wie belastend und krank das doch bei mir ist.Wie unnormal ich auf Belastungen im Alltag reagiere.
Z.B. eine ärztliche Untersuchung.Täglich werden Menschen untersucht,bezw. müssen auf irgend ein Ergebnis warten.Die meisten gehen dann "normal" damit um.Das heisst,sie denken zuerst mal positiv und warten ab.
Nicht ich!Ich grüble und male mir das Schlimmste aus.Und,mal ehrlich,egal was kommt,lohnt sich diese Panik?Diese Angst?Diese verlorenen Tage?
In meinem Thread hier sprach ich eben auch diese Angst an,sich keine Sorgen zu machen.Ich habe dann eben Angst,dass es womöglich eintrifft,wenn ich mal keine Angst habe,bezw. mich nicht auf das Schlimmste vorbereitet habe.
Habe ich das aus der Kindheit?Wurde ich immer gerade dann enttäuscht,wenn ich mal besonders glücklich war?Habe ich desswegen Angst,glücklich und sorglos zu sein?
Mir geht es mit diesem ewigen Sorgen machen auf jeden Fall schlecht.An die vielen Tagen,die ich mir mit Sorgen und Angst verdorben habe,darf ich gar nicht denken.
LG
sonne