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püppi2207
Zitat von Bilbo:
wenn du dich damit ständig befasst, bleibt der Zustand...leider...

Ja von morgens bis abends..

Wir wollen gleich ins spaßbad und überlege ob es richtig ist

#81


I

Derealisation? Depression?

Guten Tag liebe Forum-Mitglieder,

da ich mich gerade erst angemeldet habe, versuche ich mal, euch ein Bild von mir zu verschaffen. Vielleicht könnt ihr ja so schon etwas zu meiner Lebenslage verschaffen.


- ich bin 22 Jahre alt, männlich

- habe eine Ausbildung im Büro gemacht (die mir absolut nicht gefallen hat)

- seit dem Abschluss der Ausbilung, hatte ich immer nur ein paar vorrünergehende Stellen, die ich nie lange durchgehalten habe.

- ich tue mich sehr schwer mit der Arbeitssuche

- ich bin in Psychotherapie

- in meinem Umfeld gibt es viele die an Depressionen leiden

- ich bin ein sehr großer Familienmensch

- ich stehe auf Männer

- ich hatte noch nie eine Beziehung


Das würde ich erstmal so stehen lassen, für den ersten Eindruck zu meiner Person.

Die erste "Panik"-Attacke hatte ich, als ich 2014 mit meiner Schwester unterwegs war. Wir liefen mit meiner Nichte durch die Stadt, alles war grau, bewölkt und leer. Tage zuvor hatte ich Probearbeiten bei einem "to-go"-Laden. Sie sagten, sie melden sich. Der Gedanke an die Stelle machte mir innerlich ein bisschen Sorgen, da man dort auch backen musste und ich sowas nie gemacht hatte.

Auf jeden Fall lief ich mit meiner Schwester und meiner Nichte durch die Gegend und wir haben über alles mögliche gesprochen. Ich redete mir alles schlecht. Irgendwann sind meine Eltern nicht mehr da, meine Schwester hat ihren Freund, ihr Kind.

Sie hörte mir aufmerksam zu und wir setzen uns in ein Kaffee. Plötzlich merkte ich eine sehr starke Unruhe, die ich nicht von mir kannte. Mein ganzer Körper kribbelte und ich musste aufstehen und zur Toilette gehen. Als ich wieder kam, war das Gefühl immer noch. Ich sagte meiner Schwester, dass ich kurz um den Block gehe, da es mir schlecht ging. Sie machte sich Sorgen, weil unser Vater an starken Depressionen leidet und wir vielen mitbekommen haben.

Schließlich mussten wir aus dem Kaffee gehen, da ich den Drang hatte zu laufen. (Vielleicht von den Gedanken weg zu laufen?)
Es war wirklich schlimm. Ich fühle mich wie in einer Blase. Die Außenwelt zog an mir vorbei und ich sah das ganze Leben sinnlos und grau.

Irgendwann hörte es auf und ich war die Tage danach sehr geschwächt. Der Arbeitgeber entschied sich gegen mich, was für mich irgendwie gut war.

Lange lange Zeit war das dann vorbei mit der Panik, jedoch habe ich in manchen Situationen noch dran gedacht.

2015 habe ich versucht das Abitur nachzumachen. 1 Monat war ich da und dann habe ich das auch wieder abgebrochen. Der letzte Tag vor dem Unterrichtsanfang, war auch in der Art so. Mein Vater, meiner Schwester und ich waren frühstücken und plötzlich nahm ich alles so unrealistisch wahr. Ich ging auf Toilette und zählte von 1000 in 7er Schritten runter, danach ging es wieder.

Im April diesen Jahres wurde ich am Knie operiert. Das erste mal Vollnarkose. Ich hatte sehr viel Angst. Nicht, dass ich nicht mehr wach werde, sondern, dass ich während der OP wach werde.

Die OP verlief super gut und als ich aufwachte musste ich sogar lachen, weil ich so glücklich war, dass ich nichts gemerkt habe.

Naja ich musste auf Krücken gehen und konnte schlecht schlafen, da ich immer auf dem Bauch schlafe und es halt nicht ging mit dem Verband.

Sonntags morgens dann schlug mein Herz so komisch. Ich ging auf Toilette und nahm die Stimmen meiner Eltern wahr, aber sehr komisch. So fremd und unreal, sinnlos und so.

Ich kam wieder ins Wohnzimmer und sagte meiner Mutter, dass ich gleich mal etwas raus gehen muss, da ich kaputt gehe, wenn ich nur zuhause rum hänge.

Es war dann erstmal in Ordnung.

Abends war dann auch etwas merkwürdig. Mein Vater und ich haben Fernsehen geguckt, ich ging mir die Zähne putzen und mein Vater rief, dass er schon mal ins Bett gehe. Alles war in Ordnung, dann legte ich mich ins Wohnzimmer auf die Couch und machte den Fernseher aus. Diese Dunkelheit und Stille war so unheimlich für mich. Meine Gedanken kreisten nur darum, ob der Tod genauso ist wie eine Vollnarkose. Ich fragte mich plötzlich, was wäre, wenn ich nicht mehr leben will? Ich sah meinen Neffen und meine Nichte vor Augen und dachte, wie doof muss es für sie und meine ganze Familie sein, wenn ich mich unbringe? Ich fand das alles so komisch! Ich musste mich hinsetzen, ging auf die Toilette und hatte Durchfall. Danach legte ich mich hin und schlief.

Am Morgen danach: meine Mutter war arbeiten und ich stand schon auf mit so einer depressiven Laune. Ich ging ins Bad, schaute in den Spiegel und dachte "warum kann ich nicht glücklich sein?"

Ich sagte meinem Vater, dass ich mir Hilfe hole ich habe Angst, dass was nicht stimmt. Dann musste ich weinen und mein Vater tröstete mich.

Die folgenden Tage waren so vernebelt irgendwie... Aus diesem Grund habe ich nie Dro. probiert, weil ich vor genau solchen Situationen Angst habe.

Die ganzen Tage waren wirklich so schlimm. Ich war ständig auf der Lauer um zu gucken, ob die Panik und diese "unheimliche" Weltansicht wiederkehrte.

Am Abend dann war ich auch mit meinem Vater alleine und ich hatte Gänsehaut. Ich hatte so starke Angst, dass ich da nicht mehr raus komme. Fühlte mich, als ob ich in einem dunkeln Loch sitze und oben stehen Leute, die auf mich runter gucken und ich komme da nicht raus. Ich sagte meinem Vater, dass ich in die Psychiatrie fahren will und so fuhr ich mit dem Freund meiner Schwester dorthin.

Sie teilten mir mit, dass ich mir einen Therapeuten suchen sollte. Das tat ich und ich bin nun bei ihr in Behandlung.

Sie macht mit mir aktuell Bewerbungen, da sie sagte ich muss arbeiten, denn rumhängen macht krank. Da hat sie aber mehr als 1000% recht.

Ich weiß nicht, was ich arbeiten will. Habe Angst davor. Ich vermisse dann sofort mein Zuhause. Meine Eltern, meine Schwester, alle einfach.

Die letze Zeit war sehr gut. Ich fühle mich einigermaßen normal.

Vor ein paar Tagen hatte ich in meiner Wohnung geschlafen und war den Tag danach nur bei mir zuhause ohne raus zu gehen. Ich schlief lange und war den ganzen Tag alleine. Am Abend fing es an, dass ich mich komisch fühlte. Hatte auch ein schlechtes Gefühl, als ich ins Bett ging.

Aktuell habe ich wieder diese Angst, dass es wieder kommt. Ich bin zusätzlich bei einem Psychiater, der aber nichts verschreibt. Find ich auch gut, denn das macht mir auch Angst, wenn ich Anti-Depressiva nehmen müsste. Die Therapeutin hat Derealisation ausgeschlossen.

Meine Hausärztin sagte, dass ich einen Vitamin D3 Mangel habe. Kann es daran liegen, dass ich manchmal soviel grübel?

Es ist echt schwer zu beschreiben: ich blicke dann manchmal auf mein Leben und empfinde Trauer, obwohl ich tolle Leute um mich rum habe. Habe manchmal Angst vor dem Tod und grübel über den Sinn des Lebens. Mir schießen so Gedanken in den Kopf "was ist der Sinn?" "Was ist, wenn ich mich im Urlaub nicht erfreuen kann an Dingen?"

Ich bin jeden dankbar, der sich Zeit genommen hat, das zu lesen.

#82


A


Derealisation / Depersonalisierung - Anzeichen

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miriam0707
Hallo und herzlich Willkommen:-)
mir geht es oft auch wie dir.
Diese Derealisation und die Frage nach dem Sinn des Lebens habe ich auch zwischendurch.
Fühlst du dich in der Lage zu arbeiten?
Wie stellst du dir dein Leben weiterhin vor? Welche Ziele hast du?
Ich finde es sehr wichtig Ziele im Leben zu haben und Dinge auf die man sich freuen kann.
Ich weiß es ist wirklich nicht immer einfach, oft denkt man auch es ist unmöglich.
Mir hilft es sehr weiter zu machen und mich nicht hängen zu lassen.
Viel raus gehen und andere Menschen um sich haben tut auch gut.
Wie oft gehst du zur Therapie?
Liebe Grüße

x 1 #83


I
Liebe Miriam0707,

erstmal möchte ich dir ganz herzlich Danken für deine Antwort.
Es ist wirklich schlimm! Bei mir ist es oft so, dass ich nur darauf warte, dass die Panik in mir ausbricht.

In der Lage zu arbeiten bin ich auf jeden Fall. Bin ja körperlich gesund. Ich kann mir aber nicht vorstellen als was ich arbeiten soll. Ich habe mich immer oft beworben, aber seit letzter Zeit irgendwie kaum.

Diese Angstattacken habe ich meistens gehabt, wenn irgendeine Veränderung im Leben anstand. Kurz bevor ich eine Arbeitsstelle angetreten habe.

Einmal wöchentlich gehe ich zur Therapie.

Raus gehen muss ich auf jeden Fall immer. Ich drehe durch, wenn ich nur zuhause hänge. Immer unter Leute, auch wenn ich manchmal dieses Gefühl habe "was ist wenn es jetzt los geht und ich flüchten muss?" Ich weiß noch nichtmal vor was ich flüchten will. Einfach aus der Situation abhauen oder so Sad

Danke nochmal Miriam. Zu lesen, dass es dir auch manchmal so geht, beruhigt mich irgendwie. Oft denke ich, dass ich der einzige Mensch bin der nicht normal ist Sad

#84


miriam0707
Guten Morgen:-)

dann versuch dir einen Ruck zu geben und setz dich wieder an die Bewerbungen:-)
Mir geht es da ähnlich, es reichen kleine Änderungen oder Angewohnheiten und schon verfalle ich wieder in die Angst oder die blöden Gedanken kommen.
Die ersten Tage sind dann schlimm, aber glaub mir das legt sich.
Ja das kenne ich, manchmal habe ich auch Angst raus zu gehen und zu Freunden zu fahren. Da frage ich mich auch oft, was ist wenn da meine Angst wieder kommt, was ist wenn ich da zusammen breche?
Aber jetzt denke ich mir einfach und dann ist es einfach so. Bei mir wissen die meisten aber was mit mir los ist, dass beruhigt mich schon ziemlich.
Ich dachte oder denke jetzt auch schon zwischendurch, so bekloppt wie du ist doch kein anderer. Diese Gedanken habe nur ich und keinem geht es so schlecht wie mir, aber da irren wir uns gewaltig...
Liebe Grüße

x 1 #85


I
Guten Tag Miriam Smile

Zu wissen, dass viele andere auch so denken beruhigt einen irgendwie. Im Moment ist es auch wieder okay. Es kommt einfach aus dem nichts. Ich glaube man darf nicht so darauf warten, dass die Angst wieder kommt.

Ich habe es oft gehabt, dass es mir dann wieder richtig gut ging und ich dann glücklich und zufrieden bin. Dann denkt man garnicht dran.

Durch Kleinigkeiten fängt das dann an.

Naja wir Menschen haben so ein großes Gehirnund können soviel denken.

Das ist nicht immer vorteilhaft Laughing

Was mich auch irgendwie beruhigt, dass es in der Dro. oft so Pillen gibt, die einen beruhigen. Wenn es mir mal ganz schlecht geht, dann werde ich mir die wohl holen, Hauptsache man weiß, man hat was dafür getan.

Liebe Grüße!

#86


miriam0707
Zitat von Iwannabehappy:
Guten Tag Miriam Smile

Zu wissen, dass viele andere auch so denken beruhigt einen irgendwie. Im Moment ist es auch wieder okay. Es kommt einfach aus dem nichts. Ich glaube man darf nicht so darauf warten, dass die Angst wieder kommt.

Ich habe es oft gehabt, dass es mir dann wieder richtig gut ging und ich dann glücklich und zufrieden bin. Dann denkt man garnicht dran.

Durch Kleinigkeiten fängt das dann an.

Naja wir Menschen haben so ein großes Gehirnund können soviel denken.

Das ist nicht immer vorteilhaft Laughing

Was mich auch irgendwie beruhigt, dass es in der Dro. oft so Pillen gibt, die einen beruhigen. Wenn es mir mal ganz schlecht geht, dann werde ich mir die wohl holen, Hauptsache man weiß, man hat was dafür getan.

Liebe Grüße!



Hey,
ja wir sind damit nicht allein.
Ich habe auch Phasen an denen es mir total gut geht und dann von jetzt auf gleich habe ich wieder den totalen Tiefpunkt.
Aber ich glaube das die guten Phasen total wichtig sind, an denen ziehe ich mich dann wieder hoch.
Drauf warten ist nicht gut, aber das kenne ich leider zu gut ...
Was holst du dir den dann in der Dro.?

#87


I
In der Dro. habe ich mir bis jetzt noch nichts geholt. Aber ist für den Notfall vielleicht ganz gut?!? Ob das was bringt weiß ich aber nicht.

Meine Therapeutin ist jetzt zwei Wochen nicht da. Bin mal gespannt.

Gerade geht es mir ganz okay. Ich habe keine Unruhe, aber auch keine Freude. Würde das als innere Leere bezeichnen. Immerhin besser als so eine Anspannung zu verspüren!

#88


miriam0707
Zitat von Iwannabehappy:
In der Dro. habe ich mir bis jetzt noch nichts geholt. Aber ist für den Notfall vielleicht ganz gut?!? Ob das was bringt weiß ich aber nicht.

Meine Therapeutin ist jetzt zwei Wochen nicht da. Bin mal gespannt.

Gerade geht es mir ganz okay. Ich habe keine Unruhe, aber auch keine Freude. Würde das als innere Leere bezeichnen. Immerhin besser als so eine Anspannung zu verspüren!



Du hattest doch geschrieben das es dich beruhigt das es in der Dro. Pillen gibt die du dir kaufen könntest. Mir hat zumindest davon nichts geholfen, aber das ist ja auch bei jedem anders.
Das hältst du bestimmt aus, dass geht ruck zuck dann ist deine Therapeutin wieder da:-)
Das Gefühl der Leere kenne ich... ist schon komisch wie man sich öfter mal fühlt .

#89


I
ja mich beruhigt es, dass es so Sachen gibt. Ich brauche sie nicht, aber ich weiß wenigstens, dass es Sachen gibt, die man nehmen kann. So meine ich das Very Happy

Ja die Seele ist echt ein Mysterium.

Alles Gute dir noch Trost

#90


Jaymay
Hat sich bei euch was geändert ? Wie geht es euch jetzt ?

#91


DonToretto
Ich leider sogar im Traum drunter ..da sieht man mal wie fest verankert diese Störung in meinen Unterbewusstsein ist ..Bewegungsradius von 2 KM Lebensqualität von 20 % bei allem was ich mache oder es Versuche habe ich diese Symptome..24 Stunden auf Alarmzustand!

#92


Jaymay
Das tut mir echt absolut leid. Seit wann geht es dir so ?

#93


DonToretto
Erste mal hatte ich die Symptome mit 16 ..seit dem..habe ich es

#94


T

Derealisation medis?

Was nehmt ihr oder habts ihr andere Lösungen?

#95


Spreadhunter
Leider gibt es dagegen keine zugelassenen Medikamente. Off Label sollen Antidepressiva wie Paroxetin und kfr. Clonazepam die Beschwerden lindern.
Psychotherapie ist aber das Mittel der Wahl.

#96


T
Escitalopram hat nix genutzt. Musste ich absetzen wurde immer blöder.
Paroxetin musste uch früher mal nehmen und dass war auch nicht gut.
Ich hab so viel Angst ubd lebe im sozialen Rückzug Sad

#97

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Spreadhunter
Nimmst du gerade was? Hast du mal einen Arzt Termin gemacht?

#98


T
Mein Hausarzt würde mir Pregabalin geben.

Hatte jetzt Augenarzt, Schilddrüsencheck usw.
Man denkt kann nur körperlich sein aber najo glaub langsam nimmer dran.
Nur Kopfweh und ab und zu Gesichtsschmerzn machen mich stutzig.
Zur zeit nehme ich 450 mg johanneskraut.

#99


Skeletor
Probier mal NAC aus. Das hat bei mir ganz gut geholfen.

#100


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Mira Weyer
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