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Achtung! Eventuell bei einigen ein Trigger Auslöser (!)



Der Tod ist der endgültige Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen. Der Übergang vom Leben zum Tod wird Sterben genannt, der eingetretene Tod auch Exitus letalis (Quelle Wikipedia)

Ich möchte noch in diesem (alten) Jahr meinen ersten wichtigen Thread hier im Forum eröffnen, auch mehrfache Anfragen zum Thema Der Tod beflügeln mich dazu, natürlich in erster Linie dass eigene (große) Interesse daran, meine Probleme damit zu Leben mit dem Wissen dass es ein Ende geben wird (der Tag steht schon fest) und es unausweichlich und endgültig ist.

Im laufe der vielen Jahre wird man konfrontiert damit, bei mir ungefähr im Alter von vier/fünf Jahren wo meine Oma starb. Irgendwann kamen die ersten ernsthaften Gedanken auf wo ich mich fragte was wird da mit mir geschehen. Nicht das Sterben an sich, nein dass was danach passiert.

Ich versetzte mich in meinen Gedanken in diesen Vorgang, natürlich nur symbolisch, und es war etwas was ich schon kannte. Ich habe mal versucht zu überlegen wie groß unser Universum sein könnte, stellte mir einen unendlich großen Luftballon vor an deren Horizont eine Wand war. Ich dachte dann was ist mit dieser Wand und wie dick könnte sie sein, vor allem aber was steckt wohl dahinter. Also stellte ich mir eine ganze Reihe von Luftballons vor - immer mehr - und ich dachte in einem davon steckt unsere Galaxie und unser Sonnensystem und ist unser Universum, alle anderen waren andere Universen. Unendlichkeit konnte ich mir nicht vorstellen.

Nun ist für mich persönlich der Tod auch so etwas wie unendlich, wenn er eintritt wird es nie ein Ende geben. Oder vielleicht auch nicht korrekt, war ich schon einmal Tod vielleicht bevor mein Leben begann? Diese Frage ist eine meiner ersten Fragen, wo war ich bevor ich gezeugt wurde, war ich Tod? Oder ist man nur Tod wenn man vorab gelebt hat?

Ich denke das sich hier ganz viele Fragen auftun werden, es wird Religion einspielen und die Frage nach der Seele. Ist hier noch eine/einer die/der an das Paradies oder an die Hölle glaubt? Ich lese gerade von Pim van Lommel Endloses Bewusstsein mit Fakten zu Nahtoderfahrungen. Im Netz habe ich etwas gefunden was als Hilfe zu den Fragen bestand haben könnte.:

http://www.vernuenftig-leben.de/angst-vor-dem-tod/

Ich hoffe es kommen ganz viele Frage zum Thema auf mit reger Beteiligung! Ich hoffe auf ganz viele Meinungen und Ansichten zum Thema, es ist ja auch kein Streitthema weil in jeder Frage oder Antwort ein Quantum Wahrheit stecken könnte egal wie Abstrakt und Kurios. Ich bin der Ansicht das man sich auch auf den Tod vorbereiten sollte, zeitig, wenn man bedenkt dass ganz viele Fragen am Ende des Lebens nicht mehr gestellt werden können, und ich möchte mich dann nicht mehr damit belasten müssen, ich möchte vorbereitet sein weil ich meine Ängste kenne und am Ende keine davor haben möchte.

Es darf DIALOG geführt werden. Ich bin gespannt wie ihr so denkt und was eure Emotionalen Gefühle (auch Bauchgefühle) aussagen. Wissenschaftlich / Religiös / Natur / Medizinisch / Psychologisch / Definitionen / Phänomene / Seelenwanderung etc.

LG Minos und allen hier ein glückliches neues Jahr ...

29.12.2016 18:15 • 26.09.2017 x 3 #1


141 Antworten ↓


Ich sehe das Thema eher weltlich. Religion und Seelen haben in meiner Vorstellung keinen Platz. Ich denke auch nicht, daß Nahtoderfahrungen beschreiben können, was Tod ist.
Mir wurde als Kind erzählt, und vermutlich hat der überwiegende Teil der Menschen das erzählt bekommen, daß Tod wie schlafen ist, ohne aufzuwachen. Das habe ich recht früh aber auch gleich mal aus meinem Hirn gestrichen. Mir genügte diese Erklärung nicht.
Die Baustoffe, aus denen wir gemacht sind und die uns unsere Eltern gaben, entwickeln sich, wachsen, werden verbraucht und sterben über den größeren Teil unseres Lebens wieder ab. So denke ich, daß auch Sterben ein wesentlich längerer Vorgang ist.

Der menschliche Körper geht wieder in die Umwelt zurück. Dort wird wieder neues aus uns geformt, sei es als Erdbestattung oder Asche. Die Erde nimmt uns zurück. Ich finde diese Vorstellung nicht schlimm und es passiert jeden Tag mit jedem Lebewesen, nicht nur mit uns Menschen.

Das Gehirn wird dabei genauso sterben, wie jede Faser unseres Körpers. Es ist das Organ, in dem elektrische Impulse gebildet werden und das mit Entwickeln niemals fertig wird. Stirbt es, wird auch kein elektirischer Impuls mehr gebildet, kein chemischer Prozess und die Zellen sterben ab.

Vielleicht mag meine Sicht auf den Tod manche erschrecken. Ich kann mich ja auch irren. Niemand weiß, was Tod eigentlich ist. Sich davor zu fürchten, macht für mich wenig Sinn, denn man kann nichts dagegen tun.

29.12.2016 21:02 • x 4 #2



Der Tod, und das Ende des Lebens ! Trigger !

x 3


Lieber Minos,

was glaubst du denn selbst?

Ein sehr guter Hinweis auf Pim van Lommel übrigens. Ich hatte ihn vor einiger Zeit ebenfalls schon mal erwähnt. Wer bei diesen unwiderlegbaren Beweisen immer noch bestreiten will, dass es nach dem Tode weitergeht, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen. Ein solcher Mensch bringt sich selbst in einen Zustand, der diesem Glauben an das Ende der persönlichen Existenz beim Tod seines Körpers am nächsten kommt. Dementsprechend wird er seinen Weg in der feinstofflichen Welt beginnen müssen: als einer, dem alle 5 Sinne fehlen: blind, taub und stumm, in völliger Finsternis, weil er es selbst so wollte und so glaubte. Mit dieser seiner Meinung lähmt er seine feinstofflichen Sinnesorgane, ist deshalb auch selber schuld an der Misere, die ihn erwartet.

Es gibt mich seit der Morgendämmerung der Menschheit! Und es wird mich geben bis der letzte Stern vom Himmel gefallen ist!
Das soll der römische Kaiser Caligula gesagt haben. Demnach haben wir schon sehr lange vor unserer diesmaligen Geburt gelebt und werden auch nach dem sog. Tod weiterleben.

Ach ja, das Gehirn. Manche behaupten, es sei der Sitz des Bewusstseins. Ich aber sage: es ist nur die Schnittstelle zum Bewusstsein. Das Bewusstsein selbst kann auch ohne Gehirn existieren, nur in der Materie braucht es das Gehirn.

LG Maro

29.12.2016 21:50 • x 4 #3


Hallo @minos :
Vielen Dank dafür, dass du dieses Thema hier eingebracht hast.

Ich selbst befinde mich in einer Situation, in der ich mir so etwas wie einen vorübergehenden Tod wünsche.

Eine Auszeit.
Drei Monate lang.
Einfach nichts mehr müssen müssen.

Da soetwas in der heutigen Leistungsgesellschaft absolut illusorisch ist, wünsche ich ich mir vor diesem bevorstehenden Tod vor allem Eines:
Vorher noch aufräumen zu können.
Niemand soll sich um meine unerledigten Dinge kümmern müssen.

Der Tod/das Sterben selber, wie fühlt er/es sich an?
Die Schmerzen davor lerne ich - täglich zunehmend - bereits kennen und hassen.

Aber genauso, wie wir uns an unsere - wahrscheinlich - schmerzhafte Geburt wohl kaum erinnern können, wird das Sterben - hoffentlich - auszuhalten sein.

Meine Mutter hat es geschafft, letztes Jahr, mein Vater in diesem Jahr.

Hoffe mal, dass ich das auch irgendwie hinter mich bringe.

Loslassen?
Wie kann man das lernen?

Liebe Grüße
Tom

30.12.2016 01:09 • x 1 #4


Daisho
Hallo Minos,
ich danke dir für die Wertschätzung, die aus deiner Bitte deinen Thread anzusehen spricht. Ich fürchte nur, ich bin ein wenig zu pragmatisch, um hierbei dienlich sein zu können.
Ich habe keine Angst vor dem Tod. Hierbei stehe ich deiner Signatur, dem Denken recht nahe.
Zitat von minos:
Da ich weiß, dass ich mich dem Tod nicht entziehen kann, sehe ich keinen Sinn darin, mich vor ihm zu fürchten. (S.H. der XIV. Dalai Lama)

Mein Tod, die Begrenztheit meines Lebens, ist so unabänderlich wie der Sonnenauf- oder Untergang morgen. Ändern kann ich daran nichts, warum also darüber den Kopf zerbrechen?
Deutlich mehr Gedanken macht mir da der morgige Tag. Wie soll ich ihn mit Leben füllen?

Sicher habe ich mir dazu auch meine Gedanken gemacht. So geht in der Natur nichts verloren, alles wird recycelt. So wird auch mein Körper eine neue Verwendung erfahren. Ob es nun als Blume, Baum oder als Unkraut, werde ich ebenso wohl nicht ergründen können, warum also mir darüber den Kopf zerbrechen?
Ob mein Bewusstsein ein Recycling erfährt, weiß ich ebenso wenig.
Sicher, es gibt verschiedene Hinweise auf frühere Leben. Sei es, das die Wissenschaft feststellte, zwischen dem Gewicht des toten Körpers und dem belebten gibt es einen Unterschied von 0,6 Gramm; sei es, dass unter Hypnose frühere Leben berichtbar werden, nichts davon ist wirklich beweisbar. Es ist noch niemand zurück gekehrt, der davon berichten konnte. Unwiderlegbare Beweise?

Letztendlich? Warum also auf ein tolles Lebens nach dem Tode hoffen, wenn ich noch nicht mal in der Lage war, aus meinem aktuellem Leben das Beste zu machen? Auch, wenn ich beim besten Willen wohl innerhalb meiner Lebzeit nicht ergründen werde, wie dieses tolle Leben denn tatsächlich aussehen wird? Was ist denn, wenn es z. B. der buddhistischen Lehre entsprechend, darauf ankommt, wie viel positive Energie ich in meinem derzeitigen Leben sammeln konnte?

Zitat von minos:
Ich versetzte mich in meinen Gedanken in diesen Vorgang, natürlich nur symbolisch, und es war etwas was ich schon kannte. Ich habe mal versucht zu überlegen wie groß unser Universum sein könnte, stellte mir einen unendlich großen Luftballon vor an deren Horizont eine Wand war. Ich dachte dann was ist mit dieser Wand und wie dick könnte sie sein, vor allem aber was steckt wohl dahinter. Also stellte ich mir eine ganze Reihe von Luftballons vor - immer mehr - und ich dachte in einem davon steckt unsere Galaxie und unser Sonnensystem und ist unser Universum, alle anderen waren andere Universen. Unendlichkeit konnte ich mir nicht vorstellen.


Den Gedankenansatz betrachte ich als interessant. Auch deshalb, weil es in der Quantenphysik einen recht ähnlichen gibt. Möglicherweise bist du schon über den Begriff Quantenschaum gestolpert. Dieses bezeichnet eine These, nach der es eine Unzahl an Universen gibt, getrennt ähnlich wie der Seifenschaum in der Badewanne.
Allerdings muss ich gestehen, diese These entzieht sich meiner Begrifflichkeit. Demnach unterscheiden sich diese Universen oft nur geringfügig, getrennt durch Zeit, Entscheidungen und diverses mehr Die Entscheidungen sind dabei ein ziemlicher Problempunkt für mich. Gemäß dieser These entsteht mit jeder Entscheidung, die wir treffen, ein neues Universum mit allen Folgen.
Etwas zu hoch für mich.
Daher mache ich es mir lieber einfach; ich versuch aus dem morgigen Tag den Besten zu machen. Wenn ich dran bin, werde ich eh dran sein ohne etwas beeinflussen zu können.

30.12.2016 02:01 • x 2 #5


mimi0202
@minos

Danke für die Einladung zu diesem Thema

Die Trigger Warnung hatte mich erst etwas verunsichert, aber über dieses Thema kann ich ganz gut reden

Für mich ist sterben ein Teil religiös (Glaube) und ein Teil Wissenschaft , also ein Mix aus beidem

Der Urknall ist im menschlichen denken erwiesen, wir kennen nur dieses Denken, also gehen wir von diesem Mal aus
.......So klein wie unser Planet im unermesslichen Universum, so klein und unwichtig ist wohl unser menschliches denken....

In diesem Wissen, wissen wir das sich das Universum von null und nichts nun immer weiter auseinander zieht , und irgendwann wohl Punkt X erreicht und Platzt .....
Dann geht alles wieder von vorne los

Hier auf der Erde ist Wasser ein gutes Beispiel, kein Tropfen Wasser verlässt die Erde , es befindet sich im irdischen ewigen Kreislauf

Lange Rede ....
Also ich Glaube an die Kreislauf Theorie , auch beim Sterben ......
Unser Geist geht am Tag X auf Wanderschaft, und unsere alte Persönlichkeit verschwindet
Für mich ist das Ende nicht leer und schwarz , es entsteht was neues
Es gibt auch keine Belohnung oder Bestrafung alá Himmel o Hölle
......Für mich gibt es nur eine Macht, und die nennt sich Schicksal ...... Hier wird vollkommen emotionslos gewürfelt, was passiert, was oder wer geht oder kommt....

Übrigens.....Es soll Studien geben wo Kleinkinder sich vermehrt an ihr früheres Leben erinnern konnten......

......Von Dimensionen und Sphären will ich gar nicht erst anfangen, finde ich ebenfalls hoch interessant

30.12.2016 07:54 • #6


Hallo minos,
ich wäre froh, wenn der Tod des Körpers auch gleichzeitig das Ende einer Lebenszeit ist. Dem ist nicht so.
Die Geburt und der Tod in diesem Körper ist zu eng gegriffen für das, was wir sind. Wir alle sind unendlich.

Das Wissen darum wurde uns Erdenbürgern genommen, als die Religionen aufgetaucht sind. Das hat uns absichtlich alles Wissen und jede Rückverbindung genommen. Wir sollten Angst vor dem Tod bekommen, und uns auch ohne jede Rückverbindung fühlen.
Deshalb fühlen sich viele Menschen von ihrer Heimat - dem Licht- so angezogen. Und je feinfühliger ein Mensch ist, umso mehr Angst hat er. Und muss mit dieser Welt kämpfen.

Mala07

30.12.2016 08:39 • x 1 #7


EcoDan
Zitat von Mala07:
Das Wissen darum wurde uns Erdenbürgern genommen, als die Religionen aufgetaucht sind. Das hat uns absichtlich alles Wissen und jede Rückverbindung genommen. Wir sollten Angst vor dem Tod bekommen, und uns auch ohne jede Rückverbindung fühlen....

negativ! die religionen sollen uns daran erinnern, dass das leben ein geschenk ist - und als solches mit dem nötigen respekt gehandhabt werden sollte. wir sollen keine angst vor dem tod haben. in keiner religion ist der tod etwas schlechtes. aber: wir werden zur rechenschaft für die art und weise, wie wir gelebt haben, gezogen. ein appell an ethik und moral. das versprechen ist: je gradliniger wir nach diesen richtlinien leben, desto stärker ist die (rück)verbindung mit unserem schöpfer

30.12.2016 09:39 • x 3 #8


Ich denke, wenn es diese Lebenserneuerung durch Tod gäbe, wäre es gut, daß wir nicht in frühere Leben zurückblicken können, denn wer will schon daran erinnert werden, daß er in einem früheren Leben ein Massenmörder war? Ich glaube auch nicht an die Auferstehungsgeschichte und die Wiederkehr.

Daß, was in uns Energie erzeugt, wird sterben, so wie es auch im Mutterleib entstand. Es kommt nicht aus dem Nirgendwo (wie man auch immer den Ort der Seelen nennen will) und wird nicht ins Nirgendwo zurückkehren.
Ich fühle mich auch nicht von irgendwelchen Lichtern angezogen - im Gegenteil. In der Dunkelheit in einem Wald würde ich niemals unbedacht auf ein Licht zugehen, sondern mich zunächst verstecken, bis ich wüßte, was da Sache ist.

Aber so unterschiedlich ist der Umgang mit dem Tod. Und doch weiß niemand, was Tod wirklich ist. Jeder kann sich irren. Im einen Glauben denkt man an Seelenreinigung durch Verbrennung und im anderen Glauben denkt man an Unversehrtheit durch Erdbestattung zum Zwecke der Auferstehung und wieder andere glauben, daß der Körper völlig egal ist und wollen ein Seelenkästchen zur Aufbewahrung.

Ich denke, daß Tod mehr ist als nur die Abwesenheit von Leben, jedenfalls für die, die wir zurücklassen. In unseren Kindern und Kindeskindern steckt ja auch was von uns und über die Generationen steckt dieses auch in Menschen, die sich einander gar nicht kennen. So ist es auch, wenn die Erde uns zurück nimmt und wir wieder ein Anteil der Natur sind, aus der wir kamen.

30.12.2016 10:42 • x 2 #9


Ich habe keine Angst vor dem Tod...ich habe Angst wieviel Leid ich erfahren muss, das ich dann letzendlich sterbe...wenn es mal so weit ist...ich will nicht leiden müssen bevor ich hier gehen werde...ich finde vor dem Tod braucht man keine Angst haben...es wird so sein wie die Geburt...die haben wir ja auch irgendwo noch in unserem Kopf drin aber nicht bewusst...ich glaube nicht an einer Wiedergeburt da ich der Meinung bin das ich eine alte Seele habe...Ich habe daher eher Angst vor den Schmerz...ich weiß wie sich eine Geburt anfühlt...aber wie es sich letzendlich anfühlt zu sterben...das weiß ich noch nicht...vielleicht ist es auch die Ungewissheit...

30.12.2016 11:15 • x 1 #10


Guten Morgen euch allen,

ich habe auch schon oft gedacht dass es die Angst vor dem Leben ist und nicht die Angst vor dem Tod. Ein bisschen glücklich sein dürfen und zufrieden, vielleicht würde es wirklich die Angst vor dem Ende nehmen. Was denke ich selber, eine nicht so leicht zu beantwortende Frage. Man hört und liest so viel Meinungen, man erstellt oder versucht zumindest etwas für sich zu basteln. Dabei kommen dann diese emotionalen Gefühle auf die mir Angst machen, die Vorstellungen an sich zum Tod werfen mich oft aus der Bahn.

Ich lass Dinge wie das Tibetische Totenbuch oder Nahtoderfahrungen, erlebe ganz selten ein schon mal erlebt synonym (Déjà-vu) und merke im Bauch das es nicht aus meiner jetzigen erlebten Zeit stammen kann. Ich versuche das zu entschlüsseln, meist ein Gefühl auf ein Bauwerk oder ähnliches, wo ich davor stehe und ganz starkes Herzklopfen bekomme, ein starkes emotionales Klopfen wo mir der Bauch sagt es ist ganz ganz lange her, und der Kopf sagt quatsch! Das könnten aber auch bestimmte Gerüche oder Geräusche sein die mit dazu beigetragen haben, ich weiß nicht genau.

Oft sitze ich da in aller stille mit den Gedanken in Bezug auf den Tod, ich schau dabei ganz tief in mein inneres, konzentriert und doch entspannt fast wie beim autogenem Training, viele Dinge meines Lebens passieren Revue, ich versuche in der Vorstellung an einen Punkt zu gelangen der nahe an den Tod tritt, und ich komme nicht klar mit der dann eintretenden leere, diese Leere ist es die mich fühlen lässt dass ein komplettes Ende meines Lebens zumindest für mich unakzeptabel ist. Vielleicht muss ich auch erst richtig lernen zu akzeptieren was ich einfach nicht auf die Reihe bekomme, dass wiederum wäre dann der Punkt mit dem loslassen können oder dem nicht loslassen können!

Ich hoffe wir können noch weiter zusammen darüber debattieren. . .

30.12.2016 11:22 • #11


Zitat von minos:

Oft sitze ich da in aller stille mit den Gedanken in Bezug auf den Tod, ich schau dabei ganz tief in mein inneres, konzentriert und doch entspannt fast wie beim autogenem Training, viele Dinge meines Lebens passieren Revue, ich versuche in der Vorstellung an einen Punkt zu gelangen der nahe an den Tod tritt, und ich komme nicht klar mit der dann eintretenden leere, diese Leere ist es die mich fühlen lässt dass ein komplettes Ende meines Lebens zumindest für mich unakzeptabel ist. Vielleicht muss ich auch erst richtig lernen zu akzeptieren was ich einfach nicht auf die Reihe bekomme, dass wiederum wäre dann der Punkt mit dem loslassen können oder dem nicht loslassen können!

Den Tod darf man nicht 'akzeptieren'. An dem Punkt war ich bereits selbst mal. Ich habe den Tod so sehr akzeptiert, daß nur noch ein kleiner Schritt nötig war, ihn zu erreichen.
Das komplette Ende eines Lebens soll auch immer unakzeptabel bleiben! Unsere Zeit läuft auch ab, ohne daß wir etwas dazu tun. Angst schränkt aber unser Leben ein und nicht den Tod.

30.12.2016 11:29 • x 2 #12


Sowohl die naturalistische Sichtweise als auch die moralischen Dogmen der Religionen lehne ich ab!
Richtig ist: die uns sichtbare Welt der Materie ist nur ein letztes Abbild der wahren Wirklichkeiten, denen wir als geistige Wesen entstammen, die wir verlassen, um unser Bewusstsein zu entwickeln. Bei dem Wirken in den Sphären unterhalb unseres Ursprungs bedienen wir uns unterschiedlicher Hüllen, von denen die letzte und äußerste unser materieller Körper ist, den wir auf diesem kleinen schmutzigen Erdball tragen müssen, solange wir hier unten verweilen. Wir kehren auch immer wieder hierher zurück (Reinkarnation), die einen öfter, die anderen vielleicht nur ein oder zweimal: es ist sehr individuell. Es gibt andere Ebenen, die wir im Laufe vieler Jahrtausende durchwandern, die wir bereits durchwandert haben und noch durchwandern werden. Passend zu jeder dieser Sphären haben wir eine entsprechende Hülle, durch die wir dann sehen, hören, fühlen... so ähnlich wie beim materiellen Körper hier. Wie oben, so unten: d.h. die Gesetzmäßigkeiten sind überall die gleichen, aber sie zeigen sich der Eigenart und Beschaffenheit der jeweiligen Sphäre anders.
Dies ist, ganz grob skizziert, das metaphysische Konzept, das ich vertrete und für welches ich eintrete.

Religionen haben jeweils ein kleines Stückchen des wahren Wissens aufgegriffen und dafür missbraucht, um ihre Macht zu entfalten und zu festigen. Das ist absolut unverzeihlich und ein ungeheuerliches Verbrechen an der Menschheit und an der Menschlichkeit. Leider gehen auch Neureligionen diesen falschen Weg und versklaven ihre Anhänger, anstatt diesen das Prinzip der Eigenverantwortung beizubringen. Es ist geistiger Sozialismus und geistige Tyrannei, was sie alle betreiben! Kein Mensch darf dem anderen vorschreiben, wie dieser zu leben, zu denken und zu handeln hat. Deshalb sind alle moralischen Dogmen streng zu verurteilen! Keine Moralvorstellung ist von Natur aus heilig!

Metaphysik - ja, Moral - nein! Jeder soll seine eigene Moral entwickeln, Erziehung ist geistiger Missbrauch! Ich habe meine eigene Moral, die sich nach meinen Wertvorstellungen richtet, die aber in vielen Dingen von der indoktrinierten und allgemein anerkannten Moral abweicht. Und ich lasse mir von niemandem etwas vorschreiben, diese Zeiten sind für immer vorbei. Heute bin ich ein König und kein Skla.. Die Skla. dienen ihren (geistigen) Obrigkeiten, die Könige herrschen und treten als Lehrer der Menschheit auf, wenn sie das wollen. Oder auch nicht, wenn sie keine Lust darauf haben.

30.12.2016 11:36 • x 1 #13


Icefalki
Ich seh das ein bisschen pragmatischer. Unser Job hier ist Fortpflanzung, die eigene Art zu sichern, über Sinn und Unsinn brauchen wir uns keine Gedanken machen.

Dazu gehört eben auch die Angst vor dem Tod, damit wir uns brav vermehren und uns nicht bei der ersten Problematik von der Klippe stürzen. Genauso Schmerzen, die bedeuten, passt auf, du sollst überleben.

So, das ist der Grund, rein evolutionär, warum es uns gibt.

Da wir mit diesem Überlebungsmodus ausgestattet sind, ist der Gedanke, abtreten zu müssen, natürlich schon grässlich.

Hier hat die Natur aber das Alter eingerichtet. Alles lässt mit der Zeit nach. Man wird, wenns gut läuft, gebrechlich und der Spaß hört auf.

Jetzt kann sich jeder was zurechtbasteln, wie er mit dieser Entgültigkeit umgehen möchte.

Ich bastel mir natürlich auch was zurecht. Ich hab mich fortgepflanzt, die Hälfte von mir lebt in meinen Kindern weiter. Mein Körper tritt in den ewigen Kreislauf ein.

Was jetzt interessant ist, denn ich will verbrannt werden, muss daher dafür sorgen, dass meine Urne im Boden zersetzt wird, damit das auch gelingt. Fällt mir gerade ein.

Angst habe ich vor Siechtum, Schmerzen, Abhängigkeit, meine Würde zu verlieren. Da klappert es mir ordentlich.
Keine Ahnung, wie ich das packe.

Todesangst kenn ich zur Genüge, da habe ich innerlich aufgegeben. War am nächsten Tag trotzdem wieder da. Oh Wunder.

Dann weiss ich noch von meinen Geburten, dass ich nur auf diesen Vorgang fokussiert war, der Rest drumrum war mir egal. Kann bei Qualen nicht mehr denken. Da existiere ich nur noch. Wie gesagt, wenn sich das länger hinzieht, werde ich das Ende evtl. herbeisehnen. Keine Ahnung.

So, das alles hab ich schon durchdacht. Wissen werd ich es, wenn es soweit ist.

Bis das kommt, lebe ich, als ob ich unsterblich wäre. Bissle bin ich es ja auch, weil mein wirklicher Trost tatsächlich der ist, hier meinen Job gemacht zu haben.

Wie gesagt, das ist mein ureigenster Trost.

30.12.2016 14:39 • x 3 #14


Schlaflose
Ich sehe das im Prinzip genauso wie Icefalki, obwohl ich mich selbst nicht fortgepflanzt habe

30.12.2016 14:49 • #15


Wie bitte kann man sich fortpflanzen? Das ist Blödsinn pur! Diese Kinder sind doch ganz andere Menschen, andere Geister, sie haben rein gar nichts vom eigenen Bewusstsein. Nur der Körper kann sich fortpflanzen.

Man kann durch seine Kindern die Gene fortpflanzen, körperliche Krankheiten und sonstige körperliche Eigenschaften, aber kein Stäubchen von seinem Ich-Bewusstsein. Ich denke, dass diejenigen, die sich das einreden, eine Krücke brauchen, um sich damit zu beruhigen. Das Argument hält keiner sachlichen Prüfung stand. Eine abstruse Vorstellung, die ich schon von so vielen naturalistisch eingestellten Zeitgenossen hören musste, einschließlich meiner ganzen Verwandtschaft, die ich aber noch niemals nachvollziehen konnte. Sorry, aber ich kann das nicht anders zu Papier bringen, kann nur den Kopf schütteln, wenn ich sowas lese.

Das Ich kann doch auf nichts und niemanden übertragen werden.

30.12.2016 17:17 • #16


Hallo,
ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, ein Bewusstsein zu besitzen, aber der Mensch hat das nun mal. Das ist auch der Grund dafür, dass wir über den Tod nachdenken. Ein anderes Lebewesen hier auf unserer Erde weiß nicht, dass es sterben wird, zumindest nimmt es das Lebewesen nicht BEWUSST! wahr. In der heutigen Zeit wird der Gedanke an den Tod einfach ausgeblendet, weil er störend und verstörend wirkt.
Der Tod hatte bis vor ungefähr 80 Jahren längst nicht den Schrecken von heute, da ja auch früher die Kindersterblichkeit viel höher lag, als heute.

Ich habe natürlich auch sehr große Angst vor dem Tod, vor allen Dingen davor, meine Familie, welche mich das ganze Leben begleitet hat, irgendwann NIE mehr sehen werde. Das ist das, was mich umtreibt, die Verlusstangst. Man kann glauben oder Nicht glauben, sterben muss man dennoch.

30.12.2016 17:46 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Schlaflose
Zitat von Maro:
Wie bitte kann man sich fortpflanzen? Das ist Blödsinn pur!


Das heißt aber so, selbst als biologischer Fachbegriff.

30.12.2016 17:51 • #18


Zitat von Schlaflose:
Zitat von Maro:
Wie bitte kann man sich fortpflanzen? Das ist Blödsinn pur!


Das heißt aber so, selbst als biologischer Fachbegriff.

Das ist mir schon klar. Aber dieser Fachbegriff ist beim richtigen Nachdenken verwirrend und trifft nicht den Kern der Sache, weil das Ich / das Bewusstsein eben nicht fortgepflanzt wird, sondern nur der Körper.

30.12.2016 18:55 • #19


Daisho
Zitat von Maro:
Wie bitte kann man sich fortpflanzen? Das ist Blödsinn pur! Diese Kinder sind doch ganz andere Menschen, andere Geister, sie haben rein gar nichts vom eigenen Bewusstsein. Nur der Körper kann sich fortpflanzen.

Man kann durch seine Kindern die Gene fortpflanzen, körperliche Krankheiten und sonstige körperliche Eigenschaften, aber kein Stäubchen von seinem Ich-Bewusstsein. Ich denke, dass diejenigen, die sich das einreden, eine Krücke brauchen, um sich damit zu beruhigen. Das Argument hält keiner sachlichen Prüfung stand. Eine abstruse Vorstellung, die ich schon von so vielen naturalistisch eingestellten Zeitgenossen hören musste, einschließlich meiner ganzen Verwandtschaft, die ich aber noch niemals nachvollziehen konnte. Sorry, aber ich kann das nicht anders zu Papier bringen, kann nur den Kopf schütteln, wenn ich sowas lese.

Das Ich kann doch auf nichts und niemanden übertragen werden.


Dein genetisches Material besteht zu etwa je 50 % aus dem deiner Mutter wie der deines Vaters. Ergo kann man durchaus davon ausgehen, dass diese sich mit dir fortpflanzten. Auch geht die Psychologie davon aus, dass mit einem Alter von ungefähr 7 Jahren die geistige Grundentwicklung zu etwa 80 % abgeschlossen ist. Bis zu diesem Alter wirst du jedoch überwiegend durch Familie und nahe Verwandte ausgebildet und indoktriniert. Auch hier ist von einer Fortpflanzung des grundsätzlich geistigen Materials deiner Altvorderen auszugehen.
Bevor du jetzt zu einer Gegenrede ansetzt, solltest du vielleicht bedenken, dass uns nur 1 % genetisches Material vom Affen unterscheidet und dieses 1% die Vielfalt der Menschheit verursacht.

30.12.2016 19:39 • x 3 #20



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