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Hallo zusammen.
Vielleicht gibt es ja Gleichgesinnte oder jemand der mir Helfen kann bzw. mich versteht.

Angefangen hat das ganze eigentlich schon vor ein paar Jahren, ist dann aber im Laufe der Zeit besser geworden.
Allerdings kam es jetzt so, dass vor ein paar Wochen eine Großtante (76) von mir ganz plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben ist. Einfach so im Schlaf. Sie hatte nie Probleme und war tags vor noch ganz ok.
Ich weiß, sowas hört man öfter mal das jemand unerwartet stirbt, aber wenn man den jenigen gekannt hat, ist es etwas anders. Es ist jetzt nicht der Tod meiner Tante der mich so fertig macht. Ich hatte nie viel Kontakt aber jetzt hab ich schreckliche Angst dass meinen Eltern (62 und 68 Jahre) auch sowas passiert. Täglich hab ich Panik wen mein Handy klingelt dass es eine schlechte Nachricht bekomme.
Desweiteren hab ich Panik dass ich, wenn ich schlafen gehe am nächsten Tag nicht mehr aufwache.
Für was ist das Leben generell gut wenn wir doch eines Tages sterben?
Warum soll ich welche Sachen machen die ich nicht mag, wenn ich doch eh irgendwann sterbe.
Wozu das Ganze. Warum baut man sich ein schönes Leben und alles auf wen dann letztendlich doch eh alles umsonst ist?
Warum ärgert man sich über Dinge. Irgendwann ist sowieso alles egal.
Ich hab das Gefühl als ob ich auf einer Zeitbombe liegen würde die jeden Moment hochgeht. Ich hab einfach tierisch Angst vor dem Tod.

Geht es jemand ähnlich?
Würd mich über Antworten freuen.

01.05.2016 12:12 • 01.05.2016 #1


12 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo Blondie,

es ist immer traurig, wenn jemand von uns geht und doch ist es das Leben. Niemand von uns lebt für immer. Wir machen den Fehler und sind traurig, statt dankbar zu sein, das wir diesen Menschen an unserer Seite hatten und ihn kennenlernen durften.

Dazu kommt, dass sie einen wunderbaren Tod hatte. Denk mal dran, wieviele Menschen über Jahre leiden, bis sie endlich erlöst werden.

Deine Eltern sind noch jung und niemand von uns weiß, was das Leben mit ihm vorhat. Genausogut kannst Du einen Unfall haben o.ä. und Dir geschieht vor Deinen Eltern etwas; es weiß niemand Blondie.

Ja, wir bauen uns alle ein Leben auf und doch leben es die Wenigsten bewusst. Denke mal darüber nach und genieße jeden Tag und freu Dich mit den *beep* wenn Du aufwachst und sie momentan so wunderbar singen.

01.05.2016 13:02 • #2



Angst vorm Tod und Sinn des Lebens

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ja ich weiß, sie sind noch jung, aber genau wie du sagst weiß niemand wann und wo es passiert. und diese ungwissheit macht mir ja angst.
Ich frag mich ja wirklich warum wir eigentlich leben wenn wir sowieso sterben. Das ergibt ja irgendwie keinen SInn oder?

lg

01.05.2016 13:12 • #3


Vergissmeinicht
Doch, liebe Blondie. Es liegt an uns was wir aus diesem Leben machen und es kann wunderschön sein. Dennoch gibt es auch Jene die nie wirklich leben, lieben, lachen und sie können einem leid tun.

Hey, nimm Dein Leben in die Hand; es lohnt sich

01.05.2016 13:19 • #4


ja da hast du schon Recht. Aber letztendlich ist doch am Ende alles umsonst gewesen oder?
Die Ausbildung die wir gemacht haben etc.
Oder denkst du das danach noch was ist?

01.05.2016 13:26 • #5


Vergissmeinicht
Liebe Blondie,

hey, Du stehst mitten im Leben. Da kommt noch Mann, Kinder, Enkelkinder und vieles mehr.

01.05.2016 13:31 • #6


aldia249
Mir geht es ähnlich.
Meine mutter hatte vor paar jahren Brustkrebs und diesen offenbar besiegt.
Man hört ständig überall in den Medien dass der Krebs bei so vielen wieder gekommen ist. Das alles nicht nur in den Medien sondern auch im näheren privaten Umfeld
Natürlich muss man die Zeit die man hat genießen und das Beste daraus machen, trotzdem plagen mich zur Zeit große Ängste, dass er auch bei meiner Mutter wieder kommt.
Oft bekomme ich richtige Heulattacken.
Mach mir echt Gedanken und sorgen.

01.05.2016 13:34 • #7


kl Schnecke
Zitat von Blondie1705:
ja da hast du schon Recht. Aber letztendlich ist doch am Ende alles umsonst gewesen oder?
Die Ausbildung die wir gemacht haben etc.
Oder denkst du das danach noch was ist?
Wieso ist im Leben alles um sonst gewesen.
Du machst die Ausbildung für dich, damit du später mal dein Leben nach deinen Wünschen gestallten kannst. Und du machst das damit deine Nachkommen später auch mal am leben teilhaben können,ist das nichts.

Du lebst im jetzt und hier.
Was machst du dir großartig sorgen wenn du einmal nicht mehr bist

Was nach dem Tod ist, ist schei.ß egal. dann kümmern sich die Englein um dich

01.05.2016 13:49 • #8


Schlaflose
Zitat von Blondie1705:
ch hatte nie viel Kontakt aber jetzt hab ich schreckliche Angst dass meinen Eltern (62 und 68 Jahre) auch sowas passiert. Täglich hab ich Panik wen mein Handy klingelt dass es eine schlechte Nachricht bekomme.
Desweiteren hab ich Panik dass ich, wenn ich schlafen gehe am nächsten Tag nicht mehr aufwache.


Ich habe das schon hinter mir. Mein Vater starb 1983 plötzlich mit 61 Jahren, als ich 21 war. Aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, zu denken, dass ich auch gleich sterbe. Ich hatte gerade mein Studium angefangen und das war für mich damals der Sinn meines Lebens.
Im Januar ist jetzt meine Mutter mit 79 überraschend gestorben. Es ist sehr schwer für mich, denn ich habe sonst niemanden (keine Geschwister, bin schon von jeher allein stehend) und ich vermisse sie furchtbar. Aber ich denke trotzdem nicht an meinen Tod. Ich bin jetzt 54, bei bester Gesundheit und körperlich durch Sport sehr fit, also ist es höchst unwahrscheinlich, dass ich demnächst sterbe. Und wenn, dann ist es halt so. Für mich ist der Sinn des Lebens jetzt, die restlichen Jahre, die ich habe, gut zu nutzen, das Beste aus dem Leben zu machen, obwohl ich weiß, dass es irgendwann zu Ende sein wird.

01.05.2016 14:17 • #9


Unsere Gesellschaft klammert die Themen Tod und Krankheit aus. Wobei Beides zum Leben dazu gehört und ob man will oder nicht akzeptiert werden muss.
Den Sinn dahinter sehe ich darin, zu erkennen, dass wir begrenzte Wesen sind, die nicht alles unter Kontrolle haben können. In den Medien werden die
meisten auf ewige Jugend, Gesundheit, Schönheit und Erfolg durch Leistung konditioniert. Das sind Illusionen und Träume, die es nicht dauerhaft gibt!
Den Sinn des Lebens sehe ich aber für mich im Jetzt und wie ich es zum Guten für mich und Alle und Alles, den aktuellen Umständen entsprechend gestalte.
Alter, Krankheit, Tod, geliebte Menschen loslassen, sind unser aller Lektionen des Lebens die uns immer mehr bewusst machen, dass Nichts was passiert
selbstverständlich ist und man immer dankbarer wird für das viele Gute und Schöne, das immer da ist.

01.05.2016 14:29 • #10


aldia249
Im Endeffekt ist es sowieso egal ob es Sinn hat oder nicht.. wir haben sowieso keinen Einfluss darauf.
Leider müssen wir das akzeptieren ob es uns passt oder nicht.

01.05.2016 14:38 • #11


Zitat von aldia249:
Im Endeffekt ist es sowieso egal ob es Sinn hat oder nicht.. wir haben sowieso keinen Einfluss darauf.
Leider müssen wir das akzeptieren ob es uns passt oder nicht.


Genau und denke dass es am konstruktivsten ist, das Beste daraus zu machen. Auch wenn nun nicht alles eitel Sonnenschein ist.

01.05.2016 15:00 • #12


Icefalki
Wenn du tot bist, weißt du es doch gar nicht. Und wenn du Angst vor etwas hast, das dir dann nicht mal bewusst ist, ist das Verschwendung des Lebens.

Ich hab Angst vor Schmerzen, Siechtum, Abhängigkeit. Das geb ich zu. Aber Tod, den merkt man nicht.

Sinn des Lebens ist Fortpflanzung, Sicherung der Art.

Hast du dabei noch Spaß, umso besser.. Spaß definierst du aber selbst. Im Prinzip sind solche Gedanken die pure Verschwendung, überleg doch mal, jeder von uns war mal ein Gewinner im Wettstreit bei der Befruchtung, die uns hat entstehen lassen.

Das sind doch die besseren Gedanken. Also, du Winner, hast eine Chance zum Leben mit einem Bewusstsein erhalten, also nutze die Zeit.

01.05.2016 15:01 • x 1 #13



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