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Ich weiss,ich gebe hier gerne tolle Tips aber heute bin ich selbst wieder so down.
Sehe mich im Spiegel und denke: wer ist diese blasse zitternde Person?

Die Psychologin in der Klinik hatte beim Abschlussgespräch gemeint,sie hätte etwas Sorge,dass ich in 2 Wochen wieder "vor der Tür stehe" ,weil ich denken würde,ich hätte keine Fortschritte gemacht.

Sie hatte so eine Übung mit mir gemacht,als es mir mal wieder dreckig ging:
Ich sollte von der Tür bis zum Fenster laufen.
Ich habe zunächst nicht begriffen,was sie von mir wollte.

Ich bin dann mit ihr von der Tür bis zum Fenster gelaufen.(Kam mir total blöd vor).

Dann fragte sie,wie ich schneller an´s Ziel kommen könnte.
Ich hab geantwortet: indem ich fliege.

Dann meinte sie: Können Sie fliegen?
Da mussten wir beide lachen....

Sie dann wieder: wie also käme man schneller an´s Ziel?

Ich hab sie nur fragend angesehen.
Sie: sie könnten grössere Schritte machen.Und was haben Sie jetzt versucht?

Ich wusste noch immer nicht,was sie meinte.

Sie: Sie haben versucht,die Strecke mit EINEM Schritt zu gehen und was passiert dann?

Ich: Dann fällt man hin

Die Moral aus der Geschichte : es braucht viele kleine Schritte um an´s Ziel (Heilung) zu kommen.

Das hab ich mir jetzt wieder in Erinnerung gerufen.
Dann hat sie noch gemeint,es sei ganz normal,wenn es zwischenzeitlich auch mal wieder gefühlt "bergab" ginge.
Die Gesamttendenz sei entscheidend.

Ich vermisse sie,sie hat mich immer wieder schnell "auf Kurs" gebracht.

15.08.2016 09:32 • 15.08.2016 x 1 #1


7 Antworten ↓


kl Schnecke
Dann hast du eine gute Therapeutin gehabt.
Dann mach das was sie dir mit auf den Weg gegeben hat, dann wird das auch wieder

15.08.2016 09:40 • x 2 #2



Bin wieder down - keine Fortschritte gemacht?

x 3


Ein hin und her kurz nach einer stationären Therapie und man denkt an die Tritte auf einer Stelle. Es ist aber nicht die eine Stelle, es sind viele Stellen mal kleine mal große.
Zitat.: "Ich vermisse sie,sie hat mich immer wieder schnell "auf Kurs" gebracht."

Wie wäre es wenn du versuchst dir genau so jemanden bei dir am Wohnort zu suchen? So als Fall für alle Fälle. Ich hatte hier bei mir auch lange suchen müssen bevor ich den wirklich richtigen für mich fand. Das wichtigste, es muss passen. Damals als ich stationär 8 Wochen in Rastede meine Reha machte hatte ich einen Therapeuten der war große Klasse. Als die Zeit um war habe ich ihn sehr vermisst. Aber ich wusste das zu Hause auch jemand steckt dem ich vertraue.

Gefühlt nach unten ging es bei mir vor 6 Wochen, davor etwa 8 Jahre zurück auch ein Abgrund. Gesamttendenz eigentlich zufriedenstellend. Mittwoch habe ich meine erste Sitzung und erhoffe mir schnelle (relativ schnelle) Hilfe, aber alleine schaffe auch ich es nicht. Ich dachte damals auch es würde nie wieder kommen, sag niemals nie, und auch in Rastede hat man mich hingewiesen dass es manchmal, nur manchmal, wieder kommen könnte.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft und Erfolg ...

15.08.2016 09:58 • x 1 #3


Ja,die Frau ist super.
Ich hätte sie gerne mit nach Hause genommen und habe ihr das auch gesagt.
Sie meinte,das würden sich viele Patienten wünschen.

Die erste Begegnung mit ihr fand ich schlimm.
Sie hatte geäussert,ich würde mir ja JEDEN Schuh sofort anziehen.
Ich dachte nur: Woher möchte sie das bitte wissen,sie kannte mich erst seit ein paar Minuten!

Als ich mich wieder beruhigt hatte,habe ich meinen Mann und meine Eltern gefragt,ob das sein könnte.
ja,es stimmt,ich zieh mir jeden Schuh an!Alles negative versteht sich.

Der Abschied von ihr war sehr herzlich,wir haben uns lange in den Arm genommen und ich hatte das Gefühl,dass sie sich echt freuen würde,wenn wir uns NICHT wiedersehen in der Psychiatrie.
Natürlich musste ich wieder heulen.

Ich hab ihr(Psychologin) und auch meiner anderen Ärztin (die war mehr für die Medikamente zuständig)noch eine CD geschenkt.
Mein Mann und ich machen gemeinsam Musik und ich wollte eine positive Erinnerung hinterlassen.
Wir hatten bei den beiden ein Paargespräch,in dem u.a. angeregt wurde,dass wir uns für das gemeinsame Musizieren wieder mehr Zeit nehmen.

Sorry,ist etwas lang geworden...

15.08.2016 10:01 • #4


Ich hab ja jetzt einen Verhaltenstherapeuten.
War Anfang des Monats dort zur Vorstellung,da wurde intensiv Anamnese gemacht von einer recht jungen Psychologin.
Mir wurde gesagt,ich bekäme danach einen festen Termin online zugesandt.
Da das nicht erfolgte,hab ich heute nachgehakt.
ER war heute selbst am Telefon und jetzt hab ich den Termin für Ende August.

Wenn ich ehrlich bin,fand ich das schon nicht so toll nichts mehr von dem zu hören.
Muss wieder hinterlaufen.

Dass er einen nicht gleich selbst empfängt und sogar eine Psychologin anstellt,die eine umfangreiche Anamnese betreibt,fand ich zunächst positiv.

Aber danach nichts zu hören finde ich inkonsequent.

Wahrscheinlich will ER nur wissen,ob man wirklich an einer Therapie interessiert ist.

Aber wie soll man jemandem vertrauen,der sich nichtmal an die eigenen Ansagen hält?

15.08.2016 10:20 • #5


Perle
Hallo GreenTree,

und jetzt ziehst Du Dir schon wieder den Schuh an - den negativen versteht sich

Versuche mal, nicht immer so viel in andere Menschen hinein zu interpretieren bzw. schraube Deine Erwartungshaltung ihnen gegenüber zurück und warte einfach mal ab wie sich alles weitere entwickelt. Bleibe offen und versuche positiv zu denken, ansonsten blockiert Du Dich nur selbst. Und eigentlich muss ich Dir das alles gar nicht schreiben, denn das weißt Du eh selbst

LG, Martina

15.08.2016 18:14 • x 2 #6


Liebe Martina,
ja,das stimmt,ich interpretiere echt viel negatives in das Verhalten anderer hinein...
Mein Mann hat das auch schonmal zu mir gesagt,dass ich mir immer "Sachen ausdenke,die gar nicht so sind".
Kein Wunder,dass ich mich dann schlecht fühle.

Ich finde es gut,dass Du mich darauf hinweist,man sieht ja oft selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Danke

15.08.2016 18:29 • #7


kl Schnecke
Zitat von Perle:
Hallo GreenTree,

und jetzt ziehst Du Dir schon wieder den Schuh an - den negativen versteht sich

Versuche mal, nicht immer so viel in andere Menschen hinein zu interpretieren bzw. schraube Deine Erwartungshaltung ihnen gegenüber zurück und warte einfach mal ab wie sich alles weitere entwickelt. Bleibe offen und versuche positiv zu denken, ansonsten blockiert Du Dich nur selbst. Und eigentlich muss ich Dir das alles gar nicht schreiben, denn das weißt Du eh selbst

LG, Martina

Dem Beitrag schließe ich mich an


Zitat:
Sie: Sie haben versucht,die Strecke mit EINEM Schritt zu gehen und was passiert dann?

Ich: Dann fällt man hin

Die Moral aus der Geschichte : es braucht viele kleine Schritte um an´s Ziel (Heilung) zu kommen.

....... und das hier solltest du nach Möglichkeit im Auge behalten. Ebenso kann es auch länger dauern bis sich die Erfolge einstellen, das blöde ist man merkt es nicht so schnell zu mindestens ist es bei mir so. Wenn ich mal zurückblicke, denke ich oft vor 3-4 Jahren hätte ich mich das nicht getraut und manch mal sind es nur klitze kleine Kleinigkeiten das darf man nicht vergessen

15.08.2016 19:02 • x 1 #8




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