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Celestine
Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich mich mit meinem Problem hier an Euch wende. Und das es niemanden zu sehr triggert, wenn ich schildere, wie es mir grad geht...

Seit einigen Stunden habe ich die heftigste Panikattacke, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt. Sie kommt wellenartig, grad geht es, ich kann wieder einigemaßen klar denken und dies hier schreiben.

Den Auslöser kenne ich, seit 1,5 Jahren bin ich in Therapie wegen frühem Kindheitstrauma, Mutter früh verloren, danach immer wiede Velust und allein gelassen sein erlebt... jetzt ist meine Thera für 4 Wochen in Urlaub, ganz weit weg in Südöstasien. Alleine das macht mir schon wahnsinnige Angst, da ich selbst nie in Urlaub fahre und eine solche Reise für mich unvorstellbar ist. Mein kindlicher Anteil, der noch in der Vergangenheit steckt, läuft emotional grad Amok...

Kennt ihr das, dass die Angst sich solche Dinge sucht, die nicht zu ändern sind, denen man ausgeliefert ist? Und habt ihr Erfahrungen dami, wie lange ein Körper eine Panikattacke aushalten ann, ohne das die Sicherungen durchknallen?

Ich möchte einfach nochmal hören, dass das was ich gerade erlebe, für eine Angsterkrankung relativ "normal" ist, die ganzen Symptome, Übelkeit, Zittern, Herzrasen, Angst verrckt zu werden, das Gefühl den eigenen Gedanken hilfos ausgeliefert zu sein..

Ich danke für jede Rückmeldung...und sorry, dass ich mich hier im Foum nur melde, wenn es mir nicht gut geht

22.08.2014 20:57 • 22.08.2014 #1


6 Antworten ↓


Ja. Das ist normal.

Atme.
Vertraue dir und deinem Körper.
Du schaffst das.
Du kannst das aushalten.
Und: Es WIRD vorbei gehen!

Hast du Jemanden bei dir?

22.08.2014 21:13 • #2


Celestine
Ja, meine Lebenspartnerin, Sie ist aber auch ziemlich hilflos wegen der Heftigkeit...

Die Angst davor, dass ich aus diesem Zustand nicht mehr heraus komme schnürt mir regelrecht die Kehle zu...

22.08.2014 21:19 • #3


Ich verstehe das. In der Situation glaubt man immer, dass man es nicht schafft.

Aber das tust du!

Lass dich in den Arm nehmen. Deine Hand halten. Sie soll dir eine Geschichte erzählen. Von eurem letzten Urlaub oder eurem Kennenlernen. Oder schaltet die Glotze ein. Lenk dich ab.

Es WIRD vorbei gehen.

Mach Entspannungsübungen. Oder Atme mit Bedacht.
Und glaube an dich. Du bist stark. Du kannst das aushalten.

22.08.2014 21:24 • x 1 #4


Celestine
Danke für Deine Hilfe! Es ist so schwer daran zu glauben, wenn man so tief drin steckt! Es ist ja nicht so, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass ich Probleme bekomme. Und ich habe mir auch Strategien zurecht gelegt, um damit umgehen zu können...

Aber jetzt ist alles weg, veschwunden wie nie dagewesen.

Und ich habe einen absoluten Horror vor der Nacht...

Ich hoffe, hier im Forum sind auch Nachteulen unterwegs...

22.08.2014 21:32 • #5


Schreib doch deine Strategien hier mal auf, vielleicht kannst du sie dann wieder selber besser nachvollziehen.

22.08.2014 21:35 • #6


Celestine
Das wird schwierig, ich krame in meinem Hirn rum und finde nur Fragmente...da ist natürlich auch einiges an Therapiezeug dabei,,

- sich ständig sagen, dass diese Angst etwas Altes ist und jetzt hier keinen Grund mehr hat
- die Angst annehmen und nicht bekämpfen
- eine Sache habe ich auf einer Seite gefunden, wo es um die Macht der Gedanken ging, die alte Geschichte, man denkt an eine Zitrone und der Körper reagiert, dieser Mechansimus funktioniert leider auch bei der Panik, man kann aber auch versuchen,das umzupolen in negatives, mir fällt nur grad nix positives ein. Da stand auch, dass man die negativen Gedanken singen soll oder mit einer postiven oder einschmeichelnden Stimme, klingt bestimmt völlig gaga, hat aber bei mir in "leichten" Fällen funktioniert...

Und dann die Wahrnehmung, sich auf die Umgebung konzentrieren, was sehe ich, was rieche ich, was höre ich etc.

Danke Madman, da ist doch noch einiges, auch wenn ich es grad nicht umsetzen kann...

22.08.2014 21:57 • #7




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