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201604.12




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Versuche dich mal komplett von deinen Perfektionsanspruch zu lösen.
Dann ist der Druck raus. Statt dessen versuche dich vielleicht gut vorzubereiten.
Ich lasse es auch immer langsamer angehen, mache lieber ein Schritt mehr,
mache mir kein Stress und bringe alles in Ruhe zu Ende.

So nach den Motto, gut vorbereitet ist halb gewonnen und langsam ist präzise und präzise ist schnell.
Es ist sehr schwer davon los zu kommen, aber man sieht schnell Erfolge. Mit den Erfolgen kommt die Routine und damit die Gelassenheit.

Auf das Thema antworten


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  04.12.2016 17:34  
Hallo monimoni,

ich kann @Icefalki nur zustimmen. Selten habe ich besseres gelesen.

monimoni hat geschrieben:
Während der Zeit wurde ich ständig mit den Ängsten (Versagensängsten, Verlustängsten, einfach auch generell Angst ohne zu wissen, wovor) konfrontiert. Jeden Tag ging es um Konfrontation und Provkation. Die Ängste blieben, sind nach den 6 Wochen eher schlimmer geworden. Ich habe jetzt gelesen, dass Konfrontation bei lang bestehenden Ängsten gar nicht so gut sein soll...

Eine Therapie ist immer eine Art Konfrontation, da Du dich den Gefühlen, Erinnerungen und Situationen stellst.
Was dabei absolut mandatory ist:

- Ein geschützter Rahmen
- Eine vorgeschaltete Stabilisierungsphase
- ein absolutes Vertrauen, dass der Therapeut oder Du dich selbst aus einer unangenehmen Situation nehmen kannst.
- Angepasste Schritte.

Ist man nicht vorbereitet, kann eine emotionale Überforderung - sprich ein weiteres Trauma - entstehen. Das habe ich am eigenen Leib erfahren (müssen). Ich dachte die wissen schon was sie tun. Tja Pustekuchen :P

Vor zwei Minuten habe ich eine interessante Seite gefunden:

gestalttherapieluebeck.wordpress.com/2012/10/03/traumatherapie-techniken-methoden-teil-i
gestalttherapieluebeck.wordpress.com/2012/08/05/traumatherapie-die-drei-phasen-der-traumatherapie/

Danke1xDanke


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  04.12.2016 17:45  
ja, ich glaube Konfrontation oder vielmehr Aktivität ist schon gut, aber halt so wie man es verträgt. Die Holzhammermethode hilft bei mir auch nicht. Es hat lange gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass ich eine Angststörung habe und wollte immer nur wieder so sein, wie ich mal war. Wenn ich es schaffe auf mich zu achten und so lebe, dass es mir gut tut, dann geht es mir am Besten. Leider lasse ich mich dann doch wieder oft unter Druck setzen oder will einfach zu viel. Bei mir ist es ein ganz langsamer Lernprozess. Ich habe aber immer die Hoffnung, dass ich es irgendwann schaffe so zu leben, dass die Angststörung wieder in den Hintergrund tritt und mein LEben weniger bestimmt.

Danke2xDanke




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  05.12.2016 08:05  
So, nun geht es gleich los zur Arbeit.
Gestern Abend habe mich um 20:00 gemütlich hingelegt, Entspannungsmusik gehört und mir positive Zukunftssätze nach "Karl Bernhardt" vorgestellt (erst den 2.Abend mache ich das), natürlich in der Gegenwart wie er in seinem Buch beschreibt. Ich habe es vielleicht etwas übertrieben, aber ich fand das so entspannend, dass ich das 2 Std gemacht habe und dann irgendwann eingeschlafen bin. Hatte einen total positiven Traum und bin das erste Mal seit Monaten ohne Angstschweiß morgens aufgewacht.
OK, das ist sicher nicht das Allheilmittel für alles, aber ich bin jetzt hoffnungsfroh! Und freue mich auf heute Abend!
Drückt mir die Daumen für den ersten Arbeitstag!
LG
Moni



  05.12.2016 10:19  
Wenn dich diese 2 Stunden helfen, sind sie gut angelegt.





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  05.12.2016 12:36  
Bin jetzt zurück von der Arbeit, 3 Std waren es. Es waren alle sehr nett, aber ich bin erschrocken, wie langsam ich im Denken bin! Wie abgedimmt... das war früher ganz anders.
Ich hoffe, das wird noch besser. Jetzt werde ich mich erstmal erholen...
Die Angst war auf einer Skala von 1-10 auf etwa 4. Das ist super für mich!

Danke1xDanke




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  06.12.2016 12:45  
So, ich habe jetzt den 2. Tag Wiedereingliederung überstanden. Heute ging es schlechter als gestern. Ich habe aber diesmal gemerkt, die Angst kommt von meinem hohen Anspruch an mich selber. Ich wollte viel schaffen, haha, in der Wiedereingliederung! Wenigstens habe ich kurz vor Feierabend noch eine Kollegin gebeten, etwas für mich zu übernehmen. Das hätte ich früher nie gemacht. Hoffnung !?!
Was mach ich nur gegen meinen Perfektionismus? Es ist ja schon so weit, dass mich normale einfache Tätigkeiten ängstigen. Ich habe Angst, einfache Sachen nicht zu schaffen. Vielleicht kommt das auch von der Depression? Ich kann das nicht trennen...
Jetzt erstmal ne progressive Muskelentspannung...



  06.12.2016 13:21  
Ich kenn das alles.
Ich mach das so.

Heute liegen bei mir 6h Arbeit an.
Ich habe mir vorgenommen nur Gewinde zu schneiden und zu schleifen. Praktische Arbeitszeit ca. 3h.
Wenn ich nach 4h fertig bin, und ich noch Energie und Lust habe sehe ich was ich die nächsten 2h noch so mache.
Wenn ich platt bin, mach ich Feierabend. Genauso siehts auch aus wenn ich nach 3h schon fertig bin.

Bei mir ist das:
Wenn ich den ganzen Berg voller Arbeit sehe bin ich vie gelähmt und habe keine Ahnung wie ich das schaffen soll.
Mein Kopf sagt wohl. Ach schaffste eh nicht. Brauchst gar nich erst anfangen... Ist falsch.
Alles in kleine Etappen gliedern. Dann funzt das gut ;-)

Setz dir kleine Ziele die du sicher schaffst. Dann setzt du dich nicht so unter Druck ;-)





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  06.12.2016 13:29  
Danke für die Antwort. Ja, kleine Etappen, das ist ne gute Idee. Habe große Angst, Fehler zu machen, aber wenn ich langsam mache, gehts vielleicht Außerdem sollten Fehler ja nicht schlimm sein... ist eben nur mein eigener Anspruch. Ich hatte heute das Gefühl, ich müsse meinen Job schon wieder 100%ig erledigen. Und es macht mir Angst, dass ich das noch nicht schaffe.



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BaWü
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Status: Online online
  06.12.2016 23:54  
Du wirst immer mit diesem Anspruch an dich zu kämpfen haben. So wurden wir, egal jetzt warum, eben programmiert.

Man kann aber durchaus lernen, damit umzugehen. Und das braucht eben Zeit, Geduld und immer wieder Hirn einschalten, nachdenken, meine Lieblingswort: kognitiv umstrukturieren.

Kennst du doch. Vor dir fährt ein Lahmarsch. Du kannst nicht überholen. Entweder beisst du jetzt in dein Lenkrad, kriegst die Krise, oder du strukturierst gedanklich um und fährst einfach gelassen hinterher.

Hast die Wahl.

Dieses Beispiel beschreibt sehr gut, was wir hier predigen.

Also, wenn dein Gefühl in Richtung "Lenkrad beißen" geht, tief durchatmen und los lassen. Gemütlich führt auch ans Ziel.

Danke1xDanke

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