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frau-hase

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Hallo zusammen

ich habe eine generalisierte Angststörung und auch eine Hypochondrie.
Vor zwei Jahren wurde das gnaze so schlimm, bekam Panikattacken etc. Nehme seitdem Opi und mache auch Therapie. mit mässigem Erfolg wie ich finde. Nun zu meinem Problem. seit einiger Zeit habe ich eine neue Arbeitsstelle in einer Arztpraxis. Leider ist es halt so, das mich Medizin schon sehr interessiert und ich hatte gehofft, mich selbst ein bisschen therapieren zu können mit dieser Stelle. Die Arbeit an sich ist auch nicht das Problem, wobei ich schon sagen muss, das ich während der Arbeitszeit sehr unter Strom steh. Das Hauptproblem ist aber, das ich natürlich ständig und dauernd von Krankheiten höre, logisch. Arzt halt Dachte aber ich könnte das besser kompensieren. Geht aber irgendwie nicht so, wie ich mir das vorgestellt hab. Hauptangst ist Krebs, und ich krieg schon Herzklopfen, wenn wieder ein Patient da ist, der mir was erzählt oder selbst betroffen ist. Hab so noch mehr das Gefühl, es gibt nix anderes mehr als Krebs.
Bin nun ganz hin und her gerissen. durchhalten und damit Konfrontationstherapie betreiben oder mich selbst schützen und mir was suchen, was nix mit Medizin zu tun hat. Ich weiss es nicht. Wäre über ein bisschen Rückmeldung und Gedankenanstösse sehr dankbar.

Grüße frau-hase

31.07.2019 06:36 • 01.08.2019 #1


27 Antworten ↓


juuliet

juuliet


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Das dich diese Arbeit triggert ist vollkommen normal .. würde mich auch . Ich hätte auch gerne Medizin studiert, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das unvorstellbar .

Wie lange bist du schon dort ?

31.07.2019 06:39 • #2


Moonliner111

Moonliner111


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Liebe Frau Hase,
Ich kenne dein Problem.
Ich bin Krankenschwester und habe auch eine generalisierte Angststörung mit depressiven Episoden und eine Somatisierungsstörung.
Die Therapeutin bei der ich war sagte mir das viele aus meiner "Branche" Hypochondrische Züge haben.
Einfach auch weil man beruflich bedingt im Hinterkopf haben muss das zB postoperative Bau hs hmerzen

31.07.2019 06:49 • #3


Moonliner111

Moonliner111


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Jetzt war ich zu schnell.
Postoperative Bauchschmerzen können einfach nur Bauchschmerzen sein oder ein Darmverschluss.
Und so geht das für jede Körperfunktion.
Es könnte immer alles sein.
Es ist nicht einfach sich da abzugrenzen.

Aber es ist ein KRANKENHAUS, normalerweise gehen da nicht gesunde Menschen hin.

Es gibt Tage die sind besser und Tage die sind nicht so einfach.

Und nur Mal um das zu erwähnen, meine Mama hatte auch Krebs.
Sie ist geheilt.
Meine Freundin hat ihr Baby in der 25 SSW mit einem Gewicht von 395 g geboren.
Er lebt und es geht ihm gut.
Medizin kann soviel mehr als dauernd und nur zu "versagen"undefined

31.07.2019 06:59 • x 2 #4


frau-hase


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@juuliet..seit 2 Monaten erst. Und es wird jetzt schon wieder schlimmer. Bin wirklich unschlüssig was tun....
Will auf keinen Fall wieder so abstürzen wie vor zwei Jahren. Ach Mensch schwierig.
@Moonliner111
Hut ab...Krankenschwester is echt auch ne Hausnummer. Du scheinst dich aber relativ gut abgrenzten zu können. Mir hilft es nicht wirklich wenn ich mir sage es kommt natürlich gehäufter in Arztpraxen vor.. einen Fall gehört in der Praxis und schon ist der Tag gelaufen und meine Symptome häufen sich. Ein Teufelskreis

31.07.2019 07:12 • #5


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
@juuliet..seit 2 Monaten erst. Und es wird jetzt schon wieder schlimmer. Bin wirklich unschlüssig was tun....Will auf keinen Fall wieder so abstürzen wie vor zwei Jahren. Ach Mensch schwierig. @moonliner111hut ab...Krankenschwester is echt auch ne Hausnummer. Du scheinst dich aber relativ gut abgrenzten zu können. Mir hilft es nicht wirklich wenn ich mir sage es kommt natürlich gehäufter in Arztpraxen vor.. einen Fall gehört in der Praxis und schon ist der Tag gelaufen und meine Symptome häufen sich. Ein Teufelskreis


Bist du gerade in Therapie? oder hast du mal eine Therapie gemacht?

31.07.2019 07:13 • #6


frau-hase


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Ich mache seit 2 Jahren Therapie

31.07.2019 07:17 • #7


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
Ich mache seit 2 Jahren Therapie


Sprich das doch mal an . Oder hast du das schon? was sagt dein Therapeut dazu?

31.07.2019 07:21 • #8


frau-hase


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Ja hab ich angesprochen..wirklich weiter hat mir das nicht geholfen .
Er erzählt mir dann immer das es halt immer sein kann das man erkrankt und an Aber auf die Hoffnung setzen soll...anstatt zu grübeln. Für mich nicht umzusetzen. Hilft mir nicht

31.07.2019 07:28 • #9


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
Ja hab ich angesprochen..wirklich weiter hat mir das nicht geholfen .Er erzählt mir dann immer das es halt immer sein kann das man erkrankt und an Aber auf die Hoffnung setzen soll...anstatt zu grübeln. Für mich nicht umzusetzen. Hilft mir nicht


Hmm ja kann ich verstehen diese Aussage "es kann immer passieren also lebe so lange du gesund bist" hilft mir auch nicht wirklich . Auch wenn sie ja eigentlich komplett wahr ist .

Ich denke du solltest es noch etwas weiter versuchen in der Arztpraxis, vielleicht wird es ja mit der Zeit besser und du kannst so lernen damit umzugehen .

31.07.2019 07:41 • #10


frau-hase


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Ich denke das eine hypochondrie eben leider nicht heilbar ist. Denn allein durch positives denken und hoffen st die gefahr ja nicht gebannt. Fühlt sich für mich eher nach verdrängen an. Träume auch im Moment nur so eine sch..

31.07.2019 07:50 • #11


Moonliner111

Moonliner111


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Gäbe es für dich berufliche Alternative?

31.07.2019 08:21 • #12


frau-hase


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Möglich wäre noch Rezeption bei Physio oder so was..wenn man was findet,was leider nicht so einfach ist

31.07.2019 08:36 • #13


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
Ich denke das eine hypochondrie eben leider nicht heilbar ist. Denn allein durch positives denken und hoffen st die gefahr ja nicht gebannt. Fühlt sich für mich eher nach verdrängen an. Träume auch im Moment nur so eine sch..


Ja das mit dem sch. träumen kenn ich ganz gut . Hmm heilbar .. vielleicht nicht ganz aber eventuell kann man lernen damit rationaler umzugehen.

Zum Beispiel wenn es um Krankheiten geht die Raucher bekommen . Klar kann es auch jemanden treffen der Nichtraucher ist , aber es ist eben sehr sehr unwahrscheinlich .

31.07.2019 08:37 • #14


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
Möglich wäre noch Rezeption bei Physio oder so was..wenn man was findet,was leider nicht so einfach ist


Dann mach dich doch auf die Suche und bleib so lange in deinem jetzigen Beruf. Wenn es dir überhaupt nicht gut geht damit, solltest du dich da auch nicht hin quälen müssen .

31.07.2019 08:38 • #15


Lokalrunde

Lokalrunde


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Zitat von frau-hase:
Ich denke das eine hypochondrie eben leider nicht heilbar ist. Denn allein durch positives denken und hoffen st die gefahr ja nicht gebannt. Fühlt sich für mich eher nach verdrängen an. Träume auch im Moment nur so eine sch..


Die Basis ist eine vertrauensvolle Beziehung zum Therapeut, ist dass nicht der Fall besteht die Gefahr, dass der Patient wieder "abspringt" und den nächsten Arzt konsultiert - ein Teufelskreis.

Wichtig ist es den richtigen zu finden, nicht einfach und langwierig mit Wartezeit ich weiß. Psychiater und Neurologen oder Psychologen? Facharzt für psychotherapeutisch Medizin wäre richtig, da wo man 55 Minuten hat und nicht wie beim Psychiater u. Neurologe in eine volle Praxis kommt 15 Minuten quatscht und mit Rezept die Praxis verlässt.

Reha in psychosomatischer Fachklinik stationär für mehrere Wochen und Überlegungen in Bezug auf Selbsthilfegruppen sind sehr wichtig wenn man ansonsten keinen Ausweg mehr sieht. Selbsthilfegruppen habe ich persönlich früher immer unterschätzt und belächelt, hinterher und heute war es der einzig richtige Weg. Medikamente muss man selber wissen da sage ich nichts mehr zu.
Das Problem bei der Angst, es könnten neue Auslöser/Faktoren hinzu kommen.

31.07.2019 08:38 • #16


frau-hase


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@juuliet..ja habe ein paar Bewerbungen geschrieben in der Hoffnung das jemand was sucht. Wenn ich in ch in höre is es def der falsche Job für mich.
@Lokalrunde
Vertrauen zu meinem Thera hab ich, dennoch wüsste ich eben auch nicht, wie drr die Angst weg kriegen soll. Selbsthilfegruppen gibt's hier nicht wirklich,leider.
Also bleibt mir wohl nur mich so gut wie möglich selbst zu schützen und mich nicht ständig unnötig damit zu konfrontieren. Medis nehme ich, aber auch die helfen nur die symptome abzumildern aber nicht gegen das Problem. Das ist mir sehr wohl bewusst. Schwierig alles

31.07.2019 09:27 • #17


juuliet

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Zitat von frau-hase:
@juuliet..ja habe ein paar Bewerbungen geschrieben in der Hoffnung das jemand was sucht. Wenn ich in ch in höre is es def der falsche Job für mich. @lokalrundevertrauen zu meinem Thera hab ich, dennoch wüsste ich eben auch nicht, wie drr die Angst weg kriegen soll. Selbsthilfegruppen gibt's hier nicht wirklich,leider.Also bleibt mir wohl nur mich so gut wie möglich selbst zu schützen und mich nicht ständig unnötig damit zu konfrontieren. Medis nehme ich, aber auch die helfen nur die symptome abzumildern aber nicht gegen das Problem. Das ist mir sehr wohl bewusst. Schwierig alles


Ist doch super wenn du Bewerbungen abgeschickt hast , wünsche dir viel Erfolg! Immer weiter versuchen . Wenn du dich in dem Job überhaupt nicht gut fühlst , ist das auf Dauer sehr schlecht.

31.07.2019 09:57 • #18


frau-hase


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Ja das denke ich auch. Seit ich da bin Krieg ich auch wieder verstärkt angstsymptome...alles n allem keine gute Kombi denk ich.
Fühl mich nur so blöd dabei...nicht belastbar anscheinend. Das find ich schon traurig

31.07.2019 10:00 • #19


juuliet

juuliet


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Zitat von frau-hase:
Ja das denke ich auch. Seit ich da bin Krieg ich auch wieder verstärkt angstsymptome...alles n allem keine gute Kombi denk ich. Fühl mich nur so blöd dabei...nicht belastbar anscheinend. Das find ich schon traurig


Ne du musst nicht traurig darüber sein! Jeder hat i.wo seine Grenzen . Ist vollkommen nachvollziehbar als hypochonder nicht in einer Arztpraxis arbeiten zu können : ) Sei stolz auf dich, das du es überhaupt versucht hast ^^ Hätte ich mich niemals getraut.

31.07.2019 10:04 • x 1 #20




Mira Weyer

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