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Winchester
hallo zusammen,
ich habe seit meiner frühen kindheit ängste, im grunde vor allem...als kind ging ich lieber mit dem müll durch die tiefgerade als an dern anderen spielenden kindern über den hof zu geben (als beispiel)

es folgen frussfressen, canabismissbrauch, schlimme beziehungen mit gewalt und seit gut 8 jahren trinke ich regelmässig Alk., bin aber zu einer suchtberatung gegangen und morgen wird wohl der antrag in die wege geleitet für eine ambulante thera.

ich habe auch seit 6 jahren einen freund mit dem es ganz ok läuft...im moment entfernen wir uns aber von einander habe ich das gefühl.
zum einen habe ich mich eben verändert und er gar nicht und er wird immer fauler...weil ich aus verzweiflung den ganzen haushalt mache um mich abzulenken.

ich bin seit mitte dez. von arzt zu arzt gerannt wegen massiven muskelschmerzen, taubheit und kribbeln im körper, oft wird mir schwindelig und ich weine schnell.

bis auf b2 mangel wurde da nichts wildes gefunden und nun soll ich mir also psychopharmaka verschreiben lassen, habe meiner psychiaterin einen brief geschrieben, telefonieren konnte ich gerade nicht...das wäre wieder zu viel gewesen.

ich kenne glaube ich auch den grund für diese "somatomare störung" ich war bis vor 2 jahren noch sehr sehr dick, ich habe viel hilfe gebraucht, konnte kaum 100 meter laufen, wenn ich meine wohnung gesaugt habe, musste ich eine pause machen zwischen durch (52 qm wohnung)

nun habe ich 70 kg abgenommen und ZACK bin ich für alle absolut gesund, wenn ich dann mal danach frage ob jemand mit zum arzt gehen könnte (gehen, nicht hinfahren!) heisst es " warum? das kannst du jetzt doch alleine"

ähm nein eben nicht! es gibt super tage da laufe ich 2 std durch die stadt und habe keine angst und es geht mir auch körperlich ganz gut aber meistens ist es so das ich abends schon nicht schlafen kann, weil ich weiss "oh gott morgen früh wieder zum arzt und abends dann noch grosseinkauf" DAS ist mir dann schon zu viel aber es versteht keiner!
solche sprüche wie "stell dich nicht so an" helfen auch nicht wirklich weiter...

ich bin etwas abgewichen sorry...es geht darum ich soll nun also wieder tabletten nehmen antidepressiva und was zur beruhigung...super!
ich will aber natürlich nicht wie ein zombie rumrennen und zunehmen möchte ich auch auf keinen fall wieder! eher noch abnehmen...
hat jemand mit solchen kombis gute erfahrungen gemacht? ich weiss vergleichen kann man eh nicht aber vllt ein paar anreitze sammeln die man dann eben mal testet weil ich von den meisten tabletten extrem müde werde ist das alles nicht so einfach...

ich hoffe mein bericht ist nicht zu wirr, ich habe nämlich etwas tavor eingenommen

07.04.2014 15:34 • 18.05.2014 #1


12 Antworten ↓


Tavor ist laut meiner Ärztin das brachialste Mittel in solchen Fällen....wir (also sie und ich) haben das für mich immer vermieden. Was spricht gegen eine erneute Einnahme von Medikamenten in geringer Dosis? Gibt doch genug, die Dich sicher nicht zum Zombie machen....bei mir hilft die Kombination von Cipralex mit Opipramol seit mehreren Jahren schon erfolgreich. Was ist denn besser? Etwas müde, aber angstfrei und klar, oder ständig angespannt, ängstlich und sich vor dem Leben zurückziehen...

07.04.2014 15:46 • #2



Angsterkrankung gerät ausser Kontrolle?

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Winchester
hallo,
klar ist tavor nicht das mittel der wahl aber ich habe nichts anderes mehr zuhause, da ich von allem runter war..weil es mir viel besser ging.

das problem ist das ich bei den letzten tabletten die ich nahm auch morgends eine nahm und 2 std später musste ich mich zwingend hinlegen, meine beine sackten weg und mein gesicht verzog sich, bis ich geschlafen hatte.. mindestens 2 std.

teilweise passierte das dann auch am frühen abend, es war also keinerlei geplante aktivität mehr mit mir möglich weil man nie wusste was mit mir ist...

da bin ich etwas traumatisiert von

mit de geringen dosen ist da das problem der sehr schnellen gewöhnung bei mir, da musste in der zukunft sehr schnell und öfter erhöht werden.

deswegen wollte ich nach den zeldox eigendlich gar keine mehr nehmen, muss nun aber wohl doch

07.04.2014 18:10 • #3


Geh und sprich mit deinem Facharzt. Und vertraut bitte dem, was er sagt. Eigenmächtig mit den Mitteln experimentieren, ist zu gefährlich.

07.04.2014 19:27 • #4


Winchester
was soll ich denn experimentieren? ich habe ja nichts mehr ausser tavor für den notfall

ich habe meiner psychiaterin alle berichte zugeschickt nun warte ich mal was sie sagt...
ob tabletten nötig sind oder man da vorher noch was abklären sollte.

termin habe ich erst wieder im juli, solange wollte ich nicht warten

07.04.2014 23:34 • #5


Winchester
hi,
ich bekomme jetzt lyrica verschrieben, das soll ich 4 wochen nehmen, wenn es nicht hilft müssen wir weiter sehen...

ich kann seit gestern kaum noch aufhören zu weinen, ich weiss nicht mal genau weswegen
und dann diese massiven stimmungschwankungen, ich kriege mehrmals täglich richtige aussetzer, dann kann ich nicht mehr klar denken und schrei nur noch rum ich komm mir vor wie damals in der pubertät -.-

mir ist gerade alles zu viel, habe aber keine ansätze irgendwie...

ich werde oft richtig aggressiv weil ich so extrem gereizt bin, ich bin im grunde ein netter harmoniesüchtiger mensch aber im moment bin ich einfach unausstehlich...der drang nach svv wird, nach all den jahren ohne, auch immer und immer stärker

09.04.2014 11:28 • #6


Hallo Winchester.

Ich hatte eine kurze Zeit auch Lyrica. Etwa 200 mg pro Tag.
Habe davon rasant zugenommen plus Wassereinlagerungen.

Weil du sagtest, dass du nicht mehr zunehmen willst.
Aber vielleicht kommst du mit einer kleinen Dosis aus?

Als Angstmedikament welches beruhigt habe ich eine Zeit lang Atosil (in Tropfen- und in Tablettenform) genommen. Damit habe ich mein Gewicht gehalten, obwohl in der Packungsbeilage auch Gewichtszunahme steht. Atosil wirkt innerhalb von 1-2 Stunden. Man muss sich nicht erst an das Medikament gewöhnen und wochenlang warten, bis es wirkt.

Ich wünsche dir gute Besserung.

Viele Grüße
Marie

11.04.2014 19:16 • x 1 #7


Winchester
hallo,
danke für deine antwort
ich bekomme erstmal nur 75 mg lyrica, nur morgens.

atosil habe ich auch probiert aber da bin ich bei 25 mg schon immer weggepennt, egal wie spät es war
hast du das atosil denn als bedarf genommen oder wurde da ein gewisser spiegel aufrechtgehalten?
weil ich denke bei ab und zu als bedarf wird sich an dem "wegpennen" wohl nichts ändern oder?
abends ist das ja kein problem aber wenn man noch was vorhat oder mittags massiv angespannt ist...ungünstig

vor 2 tagen hatte ich eine atosil genommen, da konnte ich ca 1std später abends kaum mein abendessen aufessen und hab dann von 20.30 uhr bis 10.00 gepennt

am besten hilft mir ja leider tavor aber wegen meiner suchtproblematik möchte ich das nicht mehr nehmen, das ist mir zu gefährlich!

11.04.2014 19:25 • #8


Hallo,

ich würde dich zuerst gerne fragen, ob du Diagnosen bekommen hast. Außer, dass ich der Meinung bin, dass Diagnosen wechseln können und einen auch stigmatisieren können, sind sie doch erstmal ein guter Anhaltspunkt Hast du "nur" eine generalisierte Angststörung"? Die Suchtproblematik ist wahrscheinlich, um die Angst kontrollieren zu wollen!? Alk. wirkt ja enthemmend.

Ich habe gute Erfahrungen mit Atosil bzw Promethazin (das ist der Wirkstoff). Ich habe allerdings immer Tropfen verschrieben bekommen, so kann man genauer/individueller dosieren und die Dosis herunterschrauben, wenn man merkt es ist zuviel. Sich krampfhaft wach halten zu müssen, ist ja auch nicht hilfreich. Allerdings kann es passieren, dass du, gerade wenn du so viel weinst und angespannt bist, die Wirkung sehr schnell umschlägt und bereits eine kleine Dosis dazu führt, dass die "Spitze des Eisbergs gekappt" wird und darunter sich deine Erschöpfung offenbart, sodass du dann laaange schläfst. Atosil an sich braucht keinen Spiegel aufzubauen. Man kann es auch mehrmals am Tag nehmen, dann in kleineren Dosen, um allgemein etwas ruhiger und "gelassener" zu werden. Google doch mal nach Wirkweisen von Neuroleptika (Atosil ist ein Neuroleptika). Erschreck aber nicht gleich, wenn dort von Psychosen geredet wird, viele Angstpatienten bekommen in kleineren Dosen diesen Wirkstoff, weil er bei länger dauernden Angstphasen gut beruhigt.

Deine Meinung zu Tavor finde ich vollkommen richtig, sie können schnell abhängig machen und sollten im absoluten Ausnahmezustand nur gebraucht werden. Ich bin damals bei massiver Panik, welche ich nicht mehr runter bekam, aber auch mit 40 Tropfen Atosil gut klar gekommen.

Im Allgemeinen würde ich dir raten, gib den medis eine weile Zeit, auch atosil wirkt nach einigen tagen nicht mehr ganz so stark, wie bei der ersten Dosis, jedenfalls hatte ich das so empfunden.

LG

11.04.2014 20:05 • #9


hey du!

was wurde eigentlich wegen deinem Vitamin b mangel unternommen? denn auch dieser kann solche Beschwerden verursachen!

11.04.2014 21:23 • #10


Winchester
hallo zusammen,
mein b2 mangel wird mit tabletten behandelt, jeden tag 10 mg b2, im juni wird wieder blutabgenommen.

ich nehme jetzt nächsten mittwoch 4 wochen lyrica, es geht mir schon besser aber ich habe immernoch schmerzen in den beinen und oft auch noch starke verspannungen mit missempfindungen.

nebenwirkungen hatte ich die ersten tage ein wenig schwammiges gefühl im kopf und ich habe ständig apettit
habe dadurch bisher 3 kg zugenommen, da muss ich echt gegensteuern weil ich ja zuvor 70 kg abgenommen hatte und noch weiter runter wollte (hab ja immernoch 30 kg übergewicht)

weiss also nicht ob ich bei lyrica bleiben soll oder vllt opipramol ausprobiere...

oder vllt sogar atosil in tropfenform, da die tabletten für mich wegen meiner magenop sehr schwierig zu dosieren sind

achso und diagnosen habe ich bisher gehabt: borderline (in jungen jahren) generalisierte angsterkrankung, soziale phobie (hat sich durch die abnahme gebessert) und mittelgradige depression.
ausserdem werde ich schnell nach allem "blödsinn" süchtig und habe ein leichtes "waschproblem"

lieben gruss und schönes we!

09.05.2014 10:21 • #11


Hallo Winchester,

warst du mal in einer Klinik, entweder akut oder in form einer Reha?
Ich habe das als gut befunden. Es war ne harte Zeit für mich immer (3x) aber ich lernte immer mehr dazu, wie ich es machen kann und was mit mir los ist und warum eigentlich. Vieles liegt in der Kindheit und es ist heilsam es auf zu arbeiten.

Viel angstfreie Zeit wünsche ich dir.

18.05.2014 19:26 • #12


Winchester
hallo mandelhörnchen,
ja ich war 2 mal in einer psychosomatischen klinik, es hat mir auch geholfen aber wenn es nicht unbedingt sein muss möchte ich nicht wieder in eine klinik.

wenn die situation im moment nicht mit medikamenten und eigeninitiative in den griff zu bekommen ist, dann werde ich wohl nochmal darüber nachdenken müssen...

18.05.2014 19:59 • #13



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