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14.12.2012 15:07 • 30.03.2021 #1


28 Antworten ↓


Hallo Sorgenvoll,

das kenne ich nur zu gut! Bis zu einem gewissen Grad analysiere ich zum Beispiel jedes Gespräch, das ich führe, im Nachhinein auf Fehler und finde eigentlich immer etwas. Es ist im Laufe des letzten Jahres viel besser geworden, aber ich weiß leider nicht hundertprozentig woran es liegt... Ich habe mich öfter in für mich stressige Situationen begeben, z.B. eine Unterhaltung mit jemand Fremdem angefangen. Je mehr ich mich an die Situation gewöhnt habe, desto weniger kamen 'Fehlergedanken' auf.

Wenn du es schaffst, die Gedanken als unsinnig abzutun, bist du auf dem richtigen Weg! Letztendlich sind diese Gedankengänge nur antrainiert und du kannst sie dir wieder abtrainieren, auch wenn das nicht von heute auf morgen geht. Ich habe sie immer noch ab und zu, vor allem wenn ich Stress und viel Zeit zum Nachdenken habe, aber ich nehme sie nicht mehr ernst. An guten Tagen sind sie wie ein Ohrwurm, nervig, aber irrelevant. Ich versuche dann, an etwas anderes zu denken, z.B. nicht "was habe ich Dummes gesagt", sondern etwas, was mein Gesprächspartner mir erzählt hat, oder auch etwas ganz anderes, wie "was koche ich morgen".

Helfen würde wahrscheinlich eine Therapie, aber bei mir hat sich auch ohne einiges verbessert. Die Gedanken hängen glaube ich stark mit niedrigem Selbstwertgefühl zusammen. Wenn man akzeptiert, dass man als Mensch gar nicht so übel ist, macht es auch nichts, mal einen Fehler zu machen. Du darfst das! Die Welt geht wirklich nicht unter, auch wenn es so erscheinen mag. Außerdem, selbst wenn wir mal einen Fehler machen: Niemand profitiert davon, dass wir uns deswegen verrückt machen.

Ich würde sagen, versuch dir bewusst zu machen, was du an einem Tag Positives gemacht hast, was dir an dir gefällt, und versuche die negativen Gedanken zu dekonstruieren. Sie haben keine Daseinsberechtigung, sie helfen dir nicht einmal, weniger Fehler zu machen, sondern fressen nur Zeit, in der du glücklicher und produktiver sein könntest. Also, wenn es irgendwie geht, schnell an etwas anderes Positiveres denken... Auch wenn ich gerade kitschig und wie ein Motivationsguru klinge

15.12.2012 05:04 • #2



Angst vor Fehlern die Folgen haben

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wallflower, ich finde deine Tipps super! Gerade das mit dem "Was habe ich denn heute schon alles gutes geschafft" hilft mir persönlich sehr und verhindert, dass ich mich selbst immer so runtermache (das muss ich doch besser, schneller können)

15.12.2012 20:56 • #3


Hallo Wallflower,

danke für deine Antwort.

Die letzten beiden Tage waren bei mir ganz in Ordnung. Ich habe mir immer wieder vorgesagt, dass das alles nicht so schlimm ist und dass, selbst wenn mir ein ganz bestimmter Fehler passiert sein sollte, das nicht so tragisch ist. In ein paar Monaten oder Jahren würde ich wahrscheinlich darüber lachen, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe.

Es bringt wirklich nichts unsere kostbare Zeit mit diesen negativen Gedanken "vollzumüllen". Ich kann zwar nichts dagegen tun, dass es immer wieder "durchkommt". Aber ich bin zumindest auf einem guten Weg mir selbst da immer wieder raus zu helfen. Aber wenn es gar nicht aufhört mache ich vielleicht doch mal eine Therapie oder zumindest ein Coaching. Es kostet mich nämlich schon sehr viel Kraft und Energie.

Nochmal vielen Dank für deine Tipps!

16.12.2012 16:50 • #4


Gerne, ich hoffe sie helfen ein bisschen!
"In ein paar Monaten oder Jahren würde ich wahrscheinlich darüber lachen, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe." Genau

16.12.2012 17:43 • #5


Schlaflose
Oh ja, die Angst vor Fehlern ist bei mir auch ganz schlimm. Das war schon in meiner Schulzeit so, dass ich mich zu Tode geschämt habe für die Fehler, die ich in Klassenarbeiten gemacht habe, besonders in meinen "guten" Fächern. Ich habe auch jetzt noch Angst, mich zu blamieren oder kritisiert zu werden. Das ist Teil meiner ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung. Durch eine Therapie von anderthalb Jahren habe ich einigermaßen gelernt, damit umzugehen, indem ich mir immer die Erfolge, die ich hatte, vor Augen führe. Ich suche auch immer nach Fehlern, die andere machen, und wenn ich welche entdecke, beruhigt es mich zu sehen, dass andere auch Fehler machen.

16.12.2012 17:49 • #6


hallo liebe leute ich habe ein problem un zwar hab ich auf der arbeit ein rohr isolieren solln ich bilde mit ein es falsch gemacht zu haben.obwohl der kollege sagte es sei ok .dann habe ich es meinem chef mitgeteilt und auch ganz gut erklärt er wolle nochma schauen danach .eigendlich dachte ich das gefühl geht dadurch weg aber habe immer noch ein komisches schlechtes gefühl das was falsch ist und was schlimmes passiert obwohl er selber schauen wollte hmm .leider habe ich darauf keinen einfluss.mehr weil ich nichtmehr nachschauen kann. seltsam ist das alles schon ich bekomme nähmlich ein kind mit meiner frau un dennoch habe ich so komische gedanken .hoffe das diese ängste verschwinden mit der zeit

04.02.2014 20:00 • #7


Dini58091
Also erstmal brauchst du dir keine Gedanken machen, wenn dein CHEF nachguckt! Die Verantwortung hat er jetzt,
da du es ihm gesagt hast! Tapfer von dir, es ihm mitzuteilen!
Weisst du, was du haben kannst!? Du wirst Papa. Das ist nicht nur für Frauen ein Gefühlschaos!
Du hast bald ein kleines Kind zu versorgen!
Das beste, was es in deinem Leben geben wird, wird bald ganz hilflos geboren!
Du machst dir bestimmt auch Gedanken "Klappt alles, wird er/sie gesund sein, schaffen wir das alles mit Baby" und und und! Rede mal mit Freunden darüber, die auch schon Kinder haben, am besten!
Oder mit deiner Frau/Familie! Wen du möchtest! Die Männer müssen immer stark sein!
Und die Frauen dürfen verrückt spielen, wegen den Hormonen und weil sie ja die Geburt irgendwie
schaffen müssen! Und die meisten Männer trauen sich dann nicht, was zu sagen!
Aber für dich verändert sich auch dein ganzes Leben! Also darfst du auch etwas "durchdrehen"

Ich drücke die Daumen

05.02.2014 09:13 • #8


danke für die antwort ja denke ma das ich bissi verrückt spiele .ist halt manchma komisch ,ich will nicht dran denken , aber dann denke ich ich hätte es nicht richtig erklärt un sonst was.aber ich kann ihn ja nicht andauernt nerven damit wenn er es schon weis .

05.02.2014 09:18 • #9


Dini58091
Du hast es ihm gesagt und was er draus macht ist seine Sache!
Wenn was passiert, trifft dich keine Schuld! Denn du hast es ihm mitgeteilt!
Und dafür ist er Chef. Er hat die Verantwortung und ich finde es echt
toll, dass du ihm das gesagt hast!

05.02.2014 10:06 • #10


ja ich denke ich sollte aufhören mir als darum gedanken zu machen und mich auf das wichtigste konzentrieren nähmlich meinen sohn der in ca. 6 wochen kommt

05.02.2014 10:35 • #11


Dini58091
Jaaaa, das wird total toll

Es ist sehr anstrengend am Anfang, hauptsächlich durch den Schlafmangel, aber es ist
der schönste Stress, den es auf der Welt gibt!

Mein Monster ist gerade das erste mal mit der Oma und Opa beim Friseur.
Hab sie alleine geschickt

Wäre mir zu aufregend! Lach

Geniesst eure Ruhe noch

05.02.2014 13:52 • #12


dann hoff ich mal das diese gedanken verschwinden werden.

05.02.2014 16:51 • #13


Was hat jetzt die Unsicherheit auf der Arbeit damit zu tun, dass du ein Kind mit deiner Frau bekommst?

05.02.2014 17:07 • #14


ne ne hat ja damit nix zu tun meinte nur das diese gedanken wegen arbeit bald weg sind

05.02.2014 18:28 • #15


Zitat von pumuckl:
Was hat jetzt die Unsicherheit auf der Arbeit damit zu tun, dass du ein Kind mit deiner Frau bekommst?


Die Frage meinst du nicht ernst, oder?

Er ist sich unsicher durch die Situation das er Vater wird. Da kommt soviel. Das Unterbewusstsein lebt sein eigenes Leben. Schaff ich das alles, diese große Verantwortung etc., das wirkt sich dann auch so aus das er unsicher wird im normalen Leben.

05.02.2014 19:44 • x 1 #16


Dini58091
Genau

05.02.2014 19:52 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

ja es wird damit.zusammen hängen klar will auch net jammern .nur manchma denk ich ich spinne und diese komischen zweifel und ängste bezüglich der sache mit der arbeit lassen mich nie los .was ich aber sehr hoffe das es verschwindet

05.02.2014 21:15 • #18


29.06.2014 21:07 • #19


HeikoEN
Du schreibst so gar nichts darüber, was Du denn bislang herausgefunden hast, wo die möglichen Ursachen liegen könnten?

Dabei spiegelt Dir dein Leben und dein Alltag genau das alles wieder!

Wenn Du schreibst, seit der Kindheit begleiten Dich Ängste, stellt sich für mich sofort die Frage, WARUM?

Wie waren die Lebensumstände, was hat dazu geführt?

Und Perfektionsdrang und die offenbar große Angst davor, etwas falsch zu machen, sind doch tolle Hinweise, die Dir helfen können, zu ergründen, warum das so ist?

Denn wofür könnte denn die Angst vor Fehlern stehen, wenn Du einmal an die Kindheit zurück denkst?

Deine Kontrollsucht wird nur ein äußerer Versuch sein, überhaupt etwas "festes" im Leben zu haben...

War Deine Kindheit ggf. von einem stark ambivalenten Verhältnis (warum auch immer) zu Deiner Mutter geprägt?

Wenn Du nicht das grundsätzliche Problem versucht zu ergründen und angehst, wird Dein Leben dir immer wieder genau DAS mittels Symptomen wie Kontrolle, Ängste usw. versuchen zu zeigen.

Sträflich in meinen Augen, Betroffene "nur" rein verhaltenstherapeutisch "irgendwie" lebens- und arbeitsfähig zu machen und dann nach Hause zu schicken...Tabletten essen und Zähne zusammenbeissen kann keine Lebensperspektive sein.

Das Du nicht weiss, woher das alles kommt, glaube ich nicht. Denn Du beschreibst so viele Hinweise auf ein ursächliches Problem (Zwänge, Kontrolle, Angst vor Fehlern usw.) in deiner Nachricht, dass man ja fast gar nicht anders kann

Also?

Schreib los!

05.07.2014 10:21 • #20



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