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S

Sorgenvoll
Mitglied

Beiträge:
11
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und möchte versuchen euch meine Angst erklären.

Ich habe Angst davor Fehler zu machen. Jede Sekunde denke ich darüber nach wo ich etwas falsch gemacht haben könnte. Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Mein Kopf (oder was auch immer) sucht sich immer wieder neue Sachen über die ich mir dann Gedanken mache. Das ist gar nicht so einfach zu erklären. Ich erlaube es mir selbst irgendwie nicht entspannt und glücklich zu sein. Und wenn ich es dann bin, ist mein Kopf (Unterbewusstsein) schon wieder auf der Suche nach weiteren möglichen Fehlern. Ist dann wieder ein Fehler gefunden, male ich mir gleich das Schlimmste, das durch diesen möglichen Fehler passieren könnte, aus. Mein Herz fängt dann an zu rasen, manchmal wird mir auch schlecht und ich bin wie gelähmt. Ich kann dann einfach nur noch so da sitzen und gar nichts mehr machen.

Ich habe noch nicht einmal die Kraft dazu, mich regelmäßig bei meiner Familie oder meinen Freunden zu melden. Manchmal will ich von der Welt "da draussen" einfach gar nichts mehr wissen.

Es gibt allerdings auch bessere Tage, in denen ich es schaffe mir selbst einzugestehen wie blöd diese Gedanken sind und dass ich durchaus auch Fehler machen darf und dass die Welt davon nicht untergehen wird, auch wenn die Situation erstmal unangenehm ist.

Das Komische daran ist, dass ich bisher noch gar keine größeren oder schlimmeren Fehler gemacht habe. Im Gegenteil: Ich werde immer wieder darin bestätigt, dass ich gute Arbeit leiste. Die Angst kann also nicht auf schlechten Erfahrungen beruhen.

Gibt es hier jemanden der diese Ängste kennt oder weiß wie man es schaffen kann sie zu überwinden?

30.03.2021 #1


28 Antworten ↓
N

Nina7
Gast

Hallo Salia,

wieso ziehen Dir Therapeuten und Psychiater das Geld aus der Tasche? Du dürftest doch krankenversichert sein?

Generell ist es natürlich schwieriger, eine Lösung zu finden, wenn man keinerlei Vertrauen (mehr) in Therapeuten/Ärzte hat.
Denn oft hilft ja schon allein der Glaube daran, dass jemand einem helfen kann. Der Glaube an das Gute im Menschen, oder der Glaube an höheres Sach-Fachkompetenz anderer...

Die Tatsache, dass jemand (evt. mittelbar) Geld an Dir (Deinen Problemen) verdient, schließt natürlich noch nicht aus, dass dieser Dir helfen kann.

Die Hilfe hier im Forum ist ja nun nur sehr begrenzt möglich.
Du schreibst nun auch sehr wenig. Ich persönlich weiß nicht, was ich Dir raten kann.

Es ist natürlich auch ernüchternd, wenn oft geschrieben wird, man solle sich fachlichen Rat - also zum Arzt/Psychologen - gehen. Und oft kann einem nicht der erste helfen. Und konsultiert man mehrere, hört man sehr wahrscheinlich Widersprüchliches.

Eine problematische Kindheit kann natürlich psychische Konsequenzen zur Folge haben.
Es könnte ein sinnvoller Versuch sein, diese in Gesprächstherapien zu bearbeiten und sich damit intensiver auseinander zu setzen.
Und Gleiches gilt für aktuelle Probleme.
Sollte das nicht helfen, kann man über Medikamente nachdenken.

Wir kommen alle im Leben in Situationen, in denen andere mehr Wissen haben und einem etwas erklären sollen.
Mir fällt dazu nur ein: Nicht immer liegt es an dem Zuhörenden, wenn er etwas nicht (sofort) versteht - die Qualität der Erklärungen könnte mangelhaft sein.
Es könnte hilfreich sein, sich das kar zu machen. Günstig wäre, dies sofort zu erkennen und selbstbewusst einzuschreiten.
Unfair ist dabei natürlich, dass man das in einem Bereich, in dem man noch keine eigenen Kenntnisse besitzt, schwierig ist.

Wir alle sind umgeben von Menschen mit Problemen - und somit ggf. auch mit problematischem Verhalten. Und leider kann man Menschen, die einem etwas erklären sollen, nicht davon ausnehmen.
Wir kompensieren eigene Verletzungen, Frust, manchmal dadurch, dass wir auf anderen (schwächeren) herum trampeln.

Und anderen das Gefühl zu sein, dümmer zu sein, ist ganz besonders verlockend. Es verleiht einem ein überaus angenehmes Gefühl von Überlegenheit/Macht. Übel ist natürlich, dass man sich Menschen im Arbeitsumfeld nicht aussuchen kann...

Dies ist meine - kostenlose - Antwort. Es hat mich sicherlich 20 Min. gekostet, das - nicht druckreif - aber einigermaßen durchdacht, zu formulieren. Ganz freiwillig... Ich mache es gerne, solange ich den Eindruck habe, ich kann wenigstens etwas helfen...

24.06.2019 19:42 • x 1 #25


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A


Angst vor Fehlern die Folgen haben

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Froschkönigin

Froschkönigin
Mitglied

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7
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Zitat von Salia:
Es gibt Situationen in denen mir etwas gesagt wird und ich reagiere falsch.
Mit falsch meine ich die Person, die mir etwas zeigen wollte regt sich auf, weil ich das Zeug nicht sofort verstehe (oder falsch verstehe) und ich reagiere dann zuerst wie gelähmt, danach total panisch und verpeilt und mache es noch schlimmer.
Hoffe das versteht so jemand.

Es hat wohl mit Versagensangst zu tun, es gab eine lange Phase in meinem Leben, da wurden Fehler mit Schlägen bestraft.
Diesen Gedanken bringe ich einfach nicht weg. Auch wenn ich weiss, dass mein Gegenüber mir sowas nicht antun würde, die Angst ist trotzdem da.

Hallo Salia!

Du hast ja auch schon einiges durch! Ich kann das verstehen, ich reagiere ähnlich. Ich habe auch Versagensängste. Ich wurde zwar nie misshandelt, habe aber auch die eine oder andere Ohrfeige bekommen. Auch wurde ich schon mit ignorieren bestraft (eine Woche kein Wort oder Reaktion). Wenn ich unter Druck stehe, welchen ich mir selbst mache, weil ich alles richtig machen will, läuft es genau in die andere Richtung und ich kann mich kaum konzentrieren, denke total verquer und kompliziert und mache Flüchtigkeitsfehler... was mich wiederum erst recht unter Druck setzt verrückt soll ja keiner mitbekommen... stirnrunzeln
Ich habe leider auch nicht den ultimativen Tipp, arbeite da im Moment verstärkt an mir und meiner Einstellung. Nur geht das nicht so leicht und schon gar nicht von heute auf morgen.... ich merke schon Verbesserungen, aber bin noch weit weg davon, dass ich darüberstehen kann und nicht gleich in Schockstarre verfalle bzw. zumache.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Bewältigung Blumen

24.06.2019 13:06 • x 1 #24


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W
Hallo Sorgenvoll,

das kenne ich nur zu gut! Bis zu einem gewissen Grad analysiere ich zum Beispiel jedes Gespräch, das ich führe, im Nachhinein auf Fehler und finde eigentlich immer etwas. Es ist im Laufe des letzten Jahres viel besser geworden, aber ich weiß leider nicht hundertprozentig woran es liegt... Ich habe mich öfter in für mich stressige Situationen begeben, z.B. eine Unterhaltung mit jemand Fremdem angefangen. Je mehr ich mich an die Situation gewöhnt habe, desto weniger kamen 'Fehlergedanken' auf.

Wenn du es schaffst, die Gedanken als unsinnig abzutun, bist du auf dem richtigen Weg! Letztendlich sind diese Gedankengänge nur antrainiert und du kannst sie dir wieder abtrainieren, auch wenn das nicht von heute auf morgen geht. Ich habe sie immer noch ab und zu, vor allem wenn ich Stress und viel Zeit zum Nachdenken habe, aber ich nehme sie nicht mehr ernst. An guten Tagen sind sie wie ein Ohrwurm, nervig, aber irrelevant. Ich versuche dann, an etwas anderes zu denken, z.B. nicht "was habe ich Dummes gesagt", sondern etwas, was mein Gesprächspartner mir erzählt hat, oder auch etwas ganz anderes, wie "was koche ich morgen".

Helfen würde wahrscheinlich eine Therapie, aber bei mir hat sich auch ohne einiges verbessert. Die Gedanken hängen glaube ich stark mit niedrigem Selbstwertgefühl zusammen. Wenn man akzeptiert, dass man als Mensch gar nicht so übel ist, macht es auch nichts, mal einen Fehler zu machen. Du darfst das! Die Welt geht wirklich nicht unter, auch wenn es so erscheinen mag. Außerdem, selbst wenn wir mal einen Fehler machen: Niemand profitiert davon, dass wir uns deswegen verrückt machen.

Ich würde sagen, versuch dir bewusst zu machen, was du an einem Tag Positives gemacht hast, was dir an dir gefällt, und versuche die negativen Gedanken zu dekonstruieren. Sie haben keine Daseinsberechtigung, sie helfen dir nicht einmal, weniger Fehler zu machen, sondern fressen nur Zeit, in der du glücklicher und produktiver sein könntest. Also, wenn es irgendwie geht, schnell an etwas anderes Positiveres denken... Auch wenn ich gerade kitschig und wie ein Motivationsguru klinge

#2


S
wallflower, ich finde deine Tipps super! Gerade das mit dem "Was habe ich denn heute schon alles gutes geschafft" hilft mir persönlich sehr und verhindert, dass ich mich selbst immer so runtermache (das muss ich doch besser, schneller können)

#3


S
Hallo Wallflower,

danke für deine Antwort.

Die letzten beiden Tage waren bei mir ganz in Ordnung. Ich habe mir immer wieder vorgesagt, dass das alles nicht so schlimm ist und dass, selbst wenn mir ein ganz bestimmter Fehler passiert sein sollte, das nicht so tragisch ist. In ein paar Monaten oder Jahren würde ich wahrscheinlich darüber lachen, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe.

Es bringt wirklich nichts unsere kostbare Zeit mit diesen negativen Gedanken "vollzumüllen". Ich kann zwar nichts dagegen tun, dass es immer wieder "durchkommt". Aber ich bin zumindest auf einem guten Weg mir selbst da immer wieder raus zu helfen. Aber wenn es gar nicht aufhört mache ich vielleicht doch mal eine Therapie oder zumindest ein Coaching. Es kostet mich nämlich schon sehr viel Kraft und Energie.

Nochmal vielen Dank für deine Tipps!

#4


W
Gerne, ich hoffe sie helfen ein bisschen!
"In ein paar Monaten oder Jahren würde ich wahrscheinlich darüber lachen, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe." Genau

#5


Schlaflose
Oh ja, die Angst vor Fehlern ist bei mir auch ganz schlimm. Das war schon in meiner Schulzeit so, dass ich mich zu Tode geschämt habe für die Fehler, die ich in Klassenarbeiten gemacht habe, besonders in meinen "guten" Fächern. Ich habe auch jetzt noch Angst, mich zu blamieren oder kritisiert zu werden. Das ist Teil meiner ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung. Durch eine Therapie von anderthalb Jahren habe ich einigermaßen gelernt, damit umzugehen, indem ich mir immer die Erfolge, die ich hatte, vor Augen führe. Ich suche auch immer nach Fehlern, die andere machen, und wenn ich welche entdecke, beruhigt es mich zu sehen, dass andere auch Fehler machen.

#6


C
hallo liebe leute ich habe ein problem un zwar hab ich auf der arbeit ein rohr isolieren solln ich bilde mit ein es falsch gemacht zu haben.obwohl der kollege sagte es sei ok .dann habe ich es meinem chef mitgeteilt und auch ganz gut erklärt er wolle nochma schauen danach .eigendlich dachte ich das gefühl geht dadurch weg aber habe immer noch ein komisches schlechtes gefühl das was falsch ist und was schlimmes passiert obwohl er selber schauen wollte hmm .leider habe ich darauf keinen einfluss.mehr weil ich nichtmehr nachschauen kann. seltsam ist das alles schon ich bekomme nähmlich ein kind mit meiner frau un dennoch habe ich so komische gedanken .hoffe das diese ängste verschwinden mit der zeit

#7


Dini58091
Also erstmal brauchst du dir keine Gedanken machen, wenn dein CHEF nachguckt! Die Verantwortung hat er jetzt,
da du es ihm gesagt hast! Tapfer von dir, es ihm mitzuteilen! knuddeln
Weisst du, was du haben kannst!? Du wirst Papa. Das ist nicht nur für Frauen ein Gefühlschaos!
Du hast bald ein kleines Kind zu versorgen!
Das beste, was es in deinem Leben geben wird, wird bald ganz hilflos geboren!
Du machst dir bestimmt auch Gedanken "Klappt alles, wird er/sie gesund sein, schaffen wir das alles mit Baby" und und und! Rede mal mit Freunden darüber, die auch schon Kinder haben, am besten!
Oder mit deiner Frau/Familie! Wen du möchtest! Die Männer müssen immer stark sein!
Und die Frauen dürfen verrückt spielen, wegen den Hormonen und weil sie ja die Geburt irgendwie
schaffen müssen! Und die meisten Männer trauen sich dann nicht, was zu sagen!
Aber für dich verändert sich auch dein ganzes Leben! Also darfst du auch etwas "durchdrehen" Wink

Ich drücke die Daumen Daumen hoch

#8


C
danke für die antwort Smile ja denke ma das ich bissi verrückt spiele .ist halt manchma komisch ,ich will nicht dran denken , aber dann denke ich ich hätte es nicht richtig erklärt un sonst was.aber ich kann ihn ja nicht andauernt nerven damit wenn er es schon weis .

#9


Dini58091
Du hast es ihm gesagt und was er draus macht ist seine Sache!
Wenn was passiert, trifft dich keine Schuld! Denn du hast es ihm mitgeteilt!
Und dafür ist er Chef. Er hat die Verantwortung und ich finde es echt
toll, dass du ihm das gesagt hast! Freunde

#10


C
ja ich denke ich sollte aufhören mir als darum gedanken zu machen und mich auf das wichtigste konzentrieren nähmlich meinen sohn der in ca. 6 wochen kommt Herz

#11


Dini58091
Jaaaa, das wird total toll Herz

Es ist sehr anstrengend am Anfang, hauptsächlich durch den Schlafmangel, aber es ist
der schönste Stress, den es auf der Welt gibt! Herz

Mein Monster ist gerade das erste mal mit der Oma und Opa beim Friseur.
Hab sie alleine geschickt Very Happy

Wäre mir zu aufregend! Lach

Geniesst eure Ruhe noch Freunde

#12


C
dann hoff ich mal das diese gedanken verschwinden werden.

#13


P
Was hat jetzt die Unsicherheit auf der Arbeit damit zu tun, dass du ein Kind mit deiner Frau bekommst? Hilfe

#14


C
ne ne hat ja damit nix zu tun meinte nur das diese gedanken wegen arbeit bald weg sind

#15


M
Zitat von pumuckl:
Was hat jetzt die Unsicherheit auf der Arbeit damit zu tun, dass du ein Kind mit deiner Frau bekommst? Hilfe


Die Frage meinst du nicht ernst, oder?

Er ist sich unsicher durch die Situation das er Vater wird. Da kommt soviel. Das Unterbewusstsein lebt sein eigenes Leben. Schaff ich das alles, diese große Verantwortung etc., das wirkt sich dann auch so aus das er unsicher wird im normalen Leben.

x 1 #16


Dini58091
Genau Daumen hoch

#17

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C
ja es wird damit.zusammen hängen klar will auch net jammern .nur manchma denk ich ich spinne und diese komischen zweifel und ängste bezüglich der sache mit der arbeit lassen mich nie los .was ich aber sehr hoffe das es verschwindet

#18


M

Angst vor Fehlern und vor mir

Hallo liebes Forum,

ich möchte gerne einmal niederschreiben, warum ich hier bin und hoffe, vielleicht Leidensgenossen zu treffen und mich austauschen zu können.

Ich habe seit meiner Kindheit mit Ängsten zu kämpfen und bin eigentlich auch schon eine lange Zeit in Behandlung, da ich Zwangshandlungen und Zwänge ausgebildet hatte. Diese habe ich so weit in den Griff bekommen und auf einen Level gebracht, wo ich mit ihnen leben kann. War harte Arbeit - aber es hat funktioniert. Eine lange Verhaltenstherapie später, komme ich klar mit Hände waschen, Auto fahren, Kontrollzwängen, etc.

Mein jetziges Problem ist etwas anders. Durch die Arbeit, die ich seit ca. 13 Monaten mache, haben sich bei mir deutliche Ängste herauskristallisiert. Läuft die Arbeit gut, so ist alles super. Passiert mir ein Fehler oder taucht ein Problem auf, so dreht sich alles um. Ich bekomme Bauchschmerzen, Übelkeit, esse nicht mehr wirklich und schlafe so gut wie gar nicht mehr. Adrenalin wird mein ständiger Begleiter und ich falle in depressive Schwankungen. Sad
Ich weiß überhaupt nicht, woher diese furchtbare Angst Fehler zu machen, stammt. Ich habe ebenfalls Angst vor der Reaktion anderer Leute auf Fehler und davor, als dumm dazustehen. Ich habe außerdem ein extremes Problem damit, Kontrollverlust zu verspüren - es macht mich wirklich fertig.
Ich bin außerdem ein ätzender Perfektionist und es gibt nichts schlimmeres für mich, als wenn sich bestätigt, dass jemand einen Fehler macht, den ich hätte verhindern können, hätte ich mich nur eingemischt.
Mein Studium habe ich noch geschafft. Ich hatte dort auch Angst aber es hielt sich noch in Grenzen. Ich war dort auch nur mir selbst gegenüber verantwortlich und war zum Schluss so demotiviert, dass es mir ganz simpel egal war, Fehler zu machen.

Meine Arbeitsumstände sind sehr belastend für mich, ich muss viel Mehrarbeit leisten und meine Anstellungssituation war lange unsicher. Ich habe auch lange Zeit meinen Partner mitgetragen, da dieser auf Jobsuche war (jetzt fündig geworden).

Auf jeden Fall ist es momentan sehr schwer mitzumachen, da ich fertig bin, einfach nur fertig. Wie so viele andere Personen hier im Forum geschrieben haben, möchte ich einfach nur eine friedliche Phase erleben. Hinzu kommt, dass ich gerade meine Antidepressiva (Citalopram) ausschleiche und mich dies zusätzlich mitnimmt.

Bitte entschuldigt, dass dies nun so lang geworden ist. Ich danke euch fürs Lesen Smile

Wer vielleicht Tipps hat, wie man sich von seiner Arbeit besser distanziert oder wie er/sie mit Angst und Arbeit umgeht, dann würde ich mich natürlich freuen.

Euch einen schönen Abend noch!
Smile

#19


HeikoEN
Du schreibst so gar nichts darüber, was Du denn bislang herausgefunden hast, wo die möglichen Ursachen liegen könnten?

Dabei spiegelt Dir dein Leben und dein Alltag genau das alles wieder!

Wenn Du schreibst, seit der Kindheit begleiten Dich Ängste, stellt sich für mich sofort die Frage, WARUM?

Wie waren die Lebensumstände, was hat dazu geführt?

Und Perfektionsdrang und die offenbar große Angst davor, etwas falsch zu machen, sind doch tolle Hinweise, die Dir helfen können, zu ergründen, warum das so ist?

Denn wofür könnte denn die Angst vor Fehlern stehen, wenn Du einmal an die Kindheit zurück denkst?

Deine Kontrollsucht wird nur ein äußerer Versuch sein, überhaupt etwas "festes" im Leben zu haben...

War Deine Kindheit ggf. von einem stark ambivalenten Verhältnis (warum auch immer) zu Deiner Mutter geprägt?

Wenn Du nicht das grundsätzliche Problem versucht zu ergründen und angehst, wird Dein Leben dir immer wieder genau DAS mittels Symptomen wie Kontrolle, Ängste usw. versuchen zu zeigen.

Sträflich in meinen Augen, Betroffene "nur" rein verhaltenstherapeutisch "irgendwie" lebens- und arbeitsfähig zu machen und dann nach Hause zu schicken...Tabletten essen und Zähne zusammenbeissen kann keine Lebensperspektive sein.

Das Du nicht weiss, woher das alles kommt, glaube ich nicht. Denn Du beschreibst so viele Hinweise auf ein ursächliches Problem (Zwänge, Kontrolle, Angst vor Fehlern usw.) in deiner Nachricht, dass man ja fast gar nicht anders kann Smile

Also?

Schreib los!

#20


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Mira Weyer
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