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Hallo,

ich hoffe, ich finde hier Rat.
Seit 6 Monate habe ich eine Stelle als Projektleiterin und bin total überfordert. Seit Wochen sagt der Chef, dass er mir mir nicht zufrieden ist. Ich bin auch total überfordert. Die anderen Kollegen hatten auch eine Zeitlang viel Stress, waren am Ende mit ihren Nerven. Zuhause habe ich noch eine 4jährige Tochter und Haushalt. Es ist miir mittlerweile egal, ob er recht hat, oder die Umstände nicht in Ordnung sind. Ich habe das Gefühl, ich komme privat zu kurz. Ich habe keine Kraft mehr, soziale Kontakte zu pflegen.. Freunde sehe ich ganz selten (einmal im Monat). Ich hatte vor 1,5 Monaten eine Fehlgeburt (ganz am Anfang). Habe mich nicht mal getraut, mich krank schreiben zu lassen, weil es auch nichts bringt. Die Arbeit bleibt liegen und ich muss es nachholen und rechtfertigen, warum so wenig getan worden ist. Die Ärztin hat micvh auch gefragt, ob ich nicht mit dem Chef nach verkürzter Arbeitszeit fragen kann, aber das geht nicht. Er sagt, er hat mich dafür eingestellt, dass ich das Projekt leite. d.h. die Arbeit muss fertig werden, egal ob ich halbzeit arbieten sollte oder Vollzeit. Ich arbeite eigentlich Vollzeit und meine Tocher kommt viel zu kurz. Abends kann ich nicht schlafen und weine oft. Früh wach ich mit dem Gedanken an die Arbeit wieder auf und zittere meistens. Seit vielen Monaten lache ich kaum aber weine heftig mehrmals die Woche, streite mich oft mit meinem Mann, der sagt, ich soll es mir nicht zu Herzen nehmen und entspannen. Er ist stressresitenter als ich und versteht mich nicht ganz.
Wenn ich mich krank schreiben lassen sollte, schiebe ich das Problem vor mir her, weil sich die Arbeit nur ansammelt. Die Aufgaben sind so schwer und ich habe niemand der mich unterstützen kann. Wenn ich den Chef frage, ist er nur sauer, weil ich es nicht alleine packe und er nie Zeit hat. Wenn ich mit ihm Termine vereinbare, verschiebt er es oft.. Ich habe das Gefühl, er mobbt mich.. weil wenn ich ihm frage, wenn er Zeit hat, ist er genervt und sagt "jetzt nicht" reagiert selten auf meine mails...wenn andere Fragen haben, gehen sie einfach zu ihm... Mittlerweile will ich niemandem die Schuld geben. ich will einfach nur weg.. In 3 Wochen ist eine Konferenz, wo ich vor 30 Leuten ein vortrag halten soll, über unsere Arbeit. Fakt ist, dass nichts getan worden ist (weil auch niemand Zeit hat oder keine Reaktion von kollegen kam)..
Vermutlich bin ich wieder schwanger.. Die Frauenärztin hat gesagt, ich soll noch 2 Wochen warten. Man sieht nicht viel..
Zu meinem Hintergrund.Ich hatte vor etwa 8 jahren eine schwere Depression.. Was kann ich jetzt tun?
Soll ich mich für einen längeren Zeitraum krankschreiben lassen und den Chef sagen, dass er mich unbezahlt freistellt und ich kündige. Ich hab versucht mit der ALlgemeinärztin zu reden, hatte aber nicht das Gefühl, dass mein Anliegen ankam. Sie soll nicht denken, dass ich mich drücke vor der Arbeit aber es geht nicht mehr..Freilich wenn ich aufhöre, wird er großen Stress haben, weil er mich für die Leitung von 3 Projekten eingestellt hatte. Ich habe Angst mit ihm zu reden. Immer wenn ich zur Arbeit gehe, habe ich das Gefühl, ich gehe zu einer Prüfung, von der ich keine Ahnung habe. Ich habe eine richtige Blockade.. ich packe es nicht mehr... Mir fällt alles so schwer... Mir fällt es schwer an etwas anderes zu denken, mal zu lächeln...Ich bin am Ende und habe Angst..was soll ich nur tun

26.10.2013 13:01 • 06.11.2013 #1


25 Antworten ↓


So geht das doch nicht weiter! Ich würde an deiner Stelle in "offenen" Krankenstand ("bis auf weiteres") gehen und mir, falls sich die Schwangerschaft nicht bestätigt, einen anderen Job suchen. Falls du schwanger bist, würde ich versuchen, die Zeit bis zum Mutterschutz irgendwie zu überbrücken, wenn's sein muss, mit durchgehendem Krankenstand. Ohne schlechtes Gewissen. Dir geht es ja wirklich schlecht und stehst kurz vorm totalen Zusammenbruch. Und von deinem Chef ist ja keine Hilfe in Form von Entlastung etc. zu erwarten.

26.10.2013 13:41 • x 1 #2



Angst vor Arbeit -am Ende - welche Lösung

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Du darfst bei deinem Gedanken wie es istweiter geht nicht daran denken was auf deinem Chef zukommt wenn du gehst. Es ist für sich verantwortlich und du allein für dich! Du bist nur für dich und deine Familie verantwortlich. Und eine erneute Depression in sinne einer Erschöpfungsdepression braucht lange um aus zu heilen.

26.10.2013 13:51 • x 2 #3


your_sista
Ich hatte vor ein paar Jahren mal eine Assistentenstelle des Resortleiters. Alle Sekretärinnen und Assistentinnen waren weitaus älter als ich und sie hatten demnach schon mehr Berufserfahrung. Bei mir lief der Job nur katastrophal. Der Chef war stetig unzufrieden, obwohl es nicht immer einen Grund dafür gab. Ich wollte nicht aufgeben und hab immer mehr gegeben als ich eigentlich geben konnte. Privatleben gleich null! Ich habe nur noch für die Arbeit gelebt und dafür, dem Chef alles recht zu machen. Ich hab beispielsweise mal ein Protokoll auf englisch übersetzen müssen. Dazu habe ich mir einen Muttersprachler hinzugezogen, um es perfekt zu machen. Und der Chef hat mich so runtergemacht, wie schlecht das übersetzt ist usw.. Als ich ihm sagte, dass ich das mit dem "Engländer" zusammen gemacht habe, wollte er es nicht glauben und unterstellte mir Unfähigkeit und Lügen. Naja, er war ein bisschen cholerisch und die anderen Kollegen hatten es auch nicht immer so leicht. Von daher schiebe ich mir nicht die ganze Schuld zu. Es kann schon sein, dass ich mit 21 noch nicht in der Lage war, so einen verantwortungsvollen Job auszuführen. Aber da es den anderen auch so ging, versuchte ich es mir nicht anzunehmen. Naja, es ging noch viele Monate so weiter und keiner hatte mehr Bock auf Arbeit zu kommen. Überstunden, Stress und ein ständig unzufriedener Chef...Als ich dann nach Monaten schwanger wurde war es rum... Da ist er ausgerastet und ich wusste nicht mehr weiter. Er hat mich monatelang terrorisiert und ich habe dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten können und bekam ein Beschäftigungsverbot. Doch da war es bereits zu spät. Zwei Wochen später bekam ich vorzeitige Wehen. Mein Baby war übrigens eine Totgeburt. Danach habe ich auf einen sofortigen Aufhebungsvertrag plädiert und bin damit durchgekommen. Ein weiteres Jahr hatte ich einen Nervenzusammenbruch, weil ich das Erlebte lange Zeit verdrängt habe und es dann mit geballter Kraft zurückkam. Den weiteren Verlauf kann man sich wohl denken....krank krank krank...bis ich irgendwann mein Leben umgekrempelt habe und da hab ich mir geschworen: Kein Job der Welt zwingt mich wieder so in die Knie! Ich bin ersetzbar, ok. Aber Jobs sind auch ersetzbar!

Du solltest dich nicht verrückt machen. Es ist einfach gesagt, ich weiss. ABER es ist EIN Job und du lebst nicht für die Arbeit. Sei für dein Kind da und wenn du schwanger sein solltest, dann freue dich und bleib SOFORT zu Hause. Mach nicht den gleichen Fehler und gib ein Kind her, für eine dumme Anstellung. Und mach dir keinen Kopf wie es weiter gehen soll mit der Firma. ES GEHT WEITER - ob mit oder ohne dich! Es sollte nicht mehr dein Problem sein. Schließlich werden sie dir nichts schenken, glaub mir. Lass dich krankschreiben oder ein Beschäftigungsverbot ausstellen vom FA. Solltest du das nicht mit deinem Gewissen vereinbaren können, weil du trotzdem noch in der Beschäftigung stehst trotz Beschäftigungsverbot, dann bitte um eine Kündigung seitens des Arbeitgebers oder einen Aufhebungsvertrag. Gibt es einen Betriebsrat? Wie groß ist die Firma?

26.10.2013 14:02 • x 1 #4


Lieben Dank für Eure Beiträge,

ich finde es gut, dass mich jemand versteht. Mein Mann sagt nur, dass Arbeit nicht unbedingt Spaß machen muss, aber wenn ich seit Monaten gar kein Spaß am Leben habe, kaum noch private Kontakte habe (Hier in der Stadt habe ich nur zwei Freundinnen, die eine habe ich seit 8 Monaten nicht gesehen) und ich das Gefühl habe, das Leben geht an mir vorbei, dann habe ich Angst, dass ich bald zusammebbreche.
Mir geht es genau wie your_sista in der ersten Hälfte der Beschreibung und es tut mir sehr leid für dich, dass du dein Kind verloren hast. Ich kann es nachvollziehen..
Ich bin 33 und habe mir innerlich vorgenommen eine Ausbildung als Erzieherin zu starten, weil ich für meinen jetzigen Beruf (Informatik) keine Zukunft sehe.
Meint ihr, ich soll montags noch mehr auf die Krankmeldung pochen. Die Depression hatte damals eine andere Ärztin festgestellt, weil wir zwischenzeitlich umgezogen sind. Ich bräuchte diese Krankmeldung, um zur Ruhe zu kommen, abschalten, auszuschlafen, mich zurück lehnen und über Berufswechsel nachzudenken

26.10.2013 14:34 • #5


your_sista
Ich glaube nicht, dass du bereits eine Depression hast - noch gehst du ja zur Arbeit und erledigst Sachen die den Alltag betreffen. Es ist eher die Unzufriedenheit die dich negativ beieinflussen lässt und letztlich musst du aufpassen, dass du nicht noch burn-out bekommst. Lass dich krankschreiben. Es geht dir ja auch nicht gut und du brauchst mal Abstand. Abstand von der Arbeit, vom Chef und um nachzudenken, ob du das überhaupt noch willst. Und JA, Arbeit sollte die meiste Zeit des Tages Freude bereiten. Das ist meine persönliche Meinung. Ich war damals 1 Jahr zu Hause und hab dann letztlich auch den Neubeginn gewagt. Beziehung ist gescheitert, bin dort ausgezogen, habe mir eine Wohnung genommen, eine Verhaltenstherapie gestartet und eine Zweitausbildung vom kaufmännischen ins sozialpädagogische (Erzieherin) begonnen. Meine Ausbildung habe ich mit 1,4 im Juni 2013 abgeschlossen und befinde mich derzeit im Anerkennungsjahr - in einem ganz ganz tollem Kindergarten. Das Team ist ein Traum und die Arbeitsbedingungen sind top. Jedoch gibt es überall schwarze Schafe, auch im sozialen Bereich wird viel dreckige Wäsche gewaschen. Aber ich möchte dir Mut machen. Ich bin jetzt 27 und hatte für mich persönlich einen radikalen cut gebraucht. Ich bin ein neuer Mensch. Mein Leben verläuft normal. Ich habe einen ganz tollen neuen Mann an meiner Seite, ich liebe meinen Job mit den Kindern und bin zufrieden (bis auf meine Darmgeschichte mit der ich wohl leben muss - aber gehört nicht hier rein). Und ich möchte sagen, dass es ein großer Vorteil ist, mit gewissen Eigenerfahrungen und Lebensreife in diesem Berufsfeld einzusteigen und zu arbeiten. Du solltest jedoch mit dir selbst im reinen sein. Ich habe meine Verhaltenstherapie jedoch auch während der Ausbildung fortgeführt. Hat mir nicht geschadet - im gegenteil, sie hat mich durchhalten lassen. Ich habe es halt verschwiegen, da du frei von physischen und psyschichen Krankheiten sein solltest. aber ich war nicht die einzigste (hat sich im nachhinein rausgestellt ) Ich werde im Anschluss ein Studium anhängen und ziele das Jugendamt als Arbeitgeber an Aber erstmal Schritt für Schritt. Also ich kann dich nur ermutigen, dir selbst Zeit zum nachdenken zu geben, um herauszufinden was du willst. Wenn du weisst was du willst, dann mach dir nen Plan und such dir Leute die dich unterstützen (z.B. deine Familie, den Mann...). Wenn du den ersten Schritt gewagt hast, gilt es: durchzuhalten durchzuhalten durchzuhalten....es ist schwer, aber schaffbar. Und du wirst wahnsinnig stolz und glücklich sein! Vielleicht probierst du mal ein Vorpraktikum. Das habe ich auch gemacht und hat meinen Berufswechsel nur noch mehr bekräftigt.

26.10.2013 14:58 • x 1 #6


UnfinishedStory
Ich würde dir vorschlagen dich am Montag krank schreiben zu lassen. Eigentlich hast du doch eh schon mit diesem Job abgeschlossen. Klar ist das nicht gerade leicht, aber dort wirst du nicht mehr gluecklich. Du musst erstmal zur Ruhe kommen, sonst schlitterst du in die naechste Depression/Burnout.

26.10.2013 15:00 • x 1 #7


Unser Unternehmen ist klein (ca. 8 Mitarbeiter) und ziemlich persönlich. Bis jetzt war es immer üblich, zu erzählen, was man hat, aber ich habe keine Lust, ihm den Grund meiner Erkrankungen zu sagen. Ich weiss, ich bin nicht dazu verpflichtet, aber die Kollegen werden schon fragen.
Ich weiss, dass ich (noch) keine Depression habe. Wie gesagt, hatte ich schon eine und das war wirklihc furchtbar. Mir kam es vor, als wäre meine Seele versteinert und nur noch meine "Vernunft" sagte mir, dass ich leben sollte und dass ich da wieder rauskomme. Ein Wille zum Weiterleben oder Genesen hatte ich nicht mehr. Ich merke jetzt nur innerlich, dass ich jetzt Hilfe brauche und da raus muss. Meine Psycholgin meinte eben, dass ich psychisch empfindlicher bin als andere und aufpassen muss..
Zum einen mal ich es mir schön aus, ein Neuanfang zu wagen (z.b. beim Kindergarten nach einem kurzen unbezahlten Praktikum zu fragen) Zum einen bangt es mir, in der Firma Bescheid zu sagen, dass ich nun aufhöre (ob es nun durch Krankschriebung, Kündigung oder BV sein wird)..Zu dieser KOnfrontation habe ich keine Kraft mehr

26.10.2013 15:51 • #8


your_sista
Es ist nie leicht, dem Chef mitzuteilen, dass man aufhören möchte. Du brauchst hierzu auch keine wahre Begründung. Du kannst sagen, dass es persönliche oder familiäre Gründe sind und Punkt. Du kannst aber auch sagen, dass du unzufrieden bist. Aber dann würde das wiederrum nur Fragen aufwerfen. Aber dein Ausscheiden aus der Firma kann dir Niemand abnehmen. Deshalb fragte ich nach einem Betriebsrat. In größeren Firmen kann man so das persönliche Gespräch mit dem Chef umgehen. Bist du mit den Kollegen auch privat befreundet? Bei mir war das bei manchen so und die wussten die Wahrheit. Mit denen hab ich bis Heute guten Kontakt. Die anderen waren mir irgendwann egal. Sollen die doch denken was se wollen. Aber ich war in einer großen Firma beschäftigt. Denk erst einmal darüber nach was du machen willst und dann wage den Schritt. Dem Chef zu sagen, dass du kündigen willst bzw. das Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag ist eine Herausforderung, aber relativ schnell erledigt. Du kannst auch einfach nicht mehr zur Arbeit kommen und wirst dann irgendwann gekündigt. Doch das bedarf einer starken Psyche, denn man muss es aushalten können. Ich könnte das auch nicht aushalten. Vielleicht kann es dein Mann regeln? Ist er psychisch stark - also hat er eine starke Persönlichkeit? Ich habe gerade so ein Fall in meiner Familie. Meine Mutter wurde gemobbt, beleidigt usw. Auch von der Chefin. Zuletzt wurde sie Handgreiflich. Da hört der Spaß auf. Wir haben einen "Familienrat" einberufen und sie hat sich erstmal krank schreiben lassen. Mein Pap hat das die Woche mit der Chefin "geklärt". Es war hart, aber er kann mit so einer Austragung gut umgehen. Vielleicht bekommst du Hilfe durch deine Familie, wenn du deinem Chef nicht mehr gegenüber treten willst.

26.10.2013 20:26 • x 1 #9


danke für deine Antwort. Meine Psyche ist leider nicht stark (jetzt gerade überhaupt nicht mehr). Die firma hat nur 8 Mitarbeiter und so eng befreundet bin ich mit niemandem, dass ich es ihm/ihr anvertrauen könnte, weil ich nicht einschätzen kann, in welcher Beziehung sie zum chef stehen. viele sind mit ihm auch privat gut befreundet. Ja, mein Mann ist viel stärker, deswegn kann er es nicht so nachvollziehen. ob er für mich das gespräch führen wird, weiss ich noch nicht
Ich merke aber wie es sich bei mir zuspitzt...den ganzen Tag bin ich unruhig, kann kaum mich privat unterhalten. will nur schreien. hab das gefühl, das herz rast. jeder gedanke fällt mir schwer..
danke für eure ratschläge...montags spreche ich mit dem arzt, auch wenn chef/mitarbeiter endgültig mich als versager dann einstuft

26.10.2013 20:35 • #10


your_sista
Du musst da weg - gaaaaanz dringend! Es tut dir nicht gut und du zerbrichst daran. Mach dir keine Gedanken um den Chef. Du bist kein Versager. Im Gegenteil - du kannst nichts dazu, dass er immer die Gespräche mit dir verschiebt oder sie ganz platzen lässt. Sieht dein Mann nicht das du leidest? Sprich mit ihm und sag ihm deutlich, dass es so nicht weiter gehen kann. Vielleicht ist es wirklich eine Lösung, dass er mit dem Chef spricht. Charakterstarke Menschen können gut diplomatische Gespräche führen. Mein Pap hat das für meine Mum geregelt und davor ziehe ich sogar den Hut. Ich hatte zeitweise Angst, sie tut sich was an und meine Mutter wollte ich nicht durch eine arbeitsstelle verlieren. Es geht hier auch nicht um sein Verständnis, sondern darum, dass du da raus musst und das er deine Familie ist und zu dir stehen sollte. Lass dich Montag krank schreiben und wäge nicht ab. Du gehst zum Arzt und sagst ihm was Sache ist. Es sind unzumutbare Arbeitszustände. Vielleicht ist dein chef auch cholerisch?! Und vielleicht hat dein Hausarzt noch einen Lösungsvorschlag, wo wir jetzt nicht hindenken. Und wenn du bei den Kollegen unsicher bist, dann schweige oder bleibe sehr allgemein in deinen Aussagen, denn so kann dich keiner ansch*** - falls du einen von ihnen überhaupt je wieder triffst! Oh man, ich drück dir echt die Daumen, dass du für dein Leben wieder eine Richtung findest, die dich glücklich macht Und übrigens: mein Pap war auch immer der Meinung, dass die Arbeit keinen Spaß machen muss. Da habe ich ihm aber nun vom Gegenteil überzeugt. Er denkt jetzt auch weltoffener Dein Mann wird seine meinung auch noch ändern wenn er sieht, wie du wieder nach Vorne schaust und fröhlicher bist.

26.10.2013 21:12 • x 1 #11


Hallo efeu,

ich kann dich auch sehr gut verstehen.
Ich habe letztes Jahr als meine Kleine 2 wurde wieder angefangen zu arbeiten. Es war immerhin nur Teilzeit, von 11 Uhr bis 16 Uhr. Aber dort war es die Hölle. Es war auch ein kleines Unternehmen. 2 Mitarbeiterinnen, 2 Chefs und dann noch ich. Ich kam mir von Anfang an fremd vor, weil alle schon ein eingespieltes Team waren.
Irgendwann fing es dann an mit Mobbing. Die eine Kollegin hat mir ständig gesagt was ich falsch mache, dass sie nicht zufrieden ist. Zudem habe ich die Aufgaben bekommen, die sie nicht machen wollte.
Es ging soweit dass ich abends schon solche Angst vorm nächsten Tag hatte, dass ich Herzrasen bekommen habe.
Mir ging es total schlecht. Ich habe nur geweint und auch meine Tochter hat mir in dieser Zeit leid getan, weil ich nix mehr auf die Reihe bekommen hatte. Zudem kam dann damals noch eine Beziehungskrise dazu.
Etwa vor einem Jahr hat mein Chef mich dann zu ihm ins Büro gebeten und mir dann gesagt, dass er beschlossen hat mich zu kündigen. Und weißt du was? Das war die schönste Nachricht seit Langem.
Selbst wenn dann der ganze Stress mit dem Arbeitsamt angefangen hat, mir ist trotzdem eine solche Last von den Schultern gefallen.
Danach bin ich zum Psychater weil ich immer wieder Panikattaken und auch Albträume von dort hatte.
Ich war dann ein halbes Jahr arbeitslos und hatte wieder jede Menge Zeit für meine Tochter.
Und hab 2 Weiterbildungen gemacht.
Mir ging es richtig gut. Aber diese Arbeit von damals verfolgt mich immer noch in meinen Träumen.

Also, bitte tue dir das nicht an - lass dich nicht von einem Job fertig machen - lass dich krank schreiben, so lange es geht und dann kündige oder gehe in Mutterschutz, falls du schwanger sein solltest.
Genieß dein Leben mit deiner Tochtter!

28.10.2013 09:38 • x 1 #12


Hallo ihr lieben,

vielen Dank für Eure Beiträge ...Es beruhigt mich zu spüren, dass es auch einen anderen Weg, als "Durchhalten" gibt...Heute war ich beim Allgemeinarzt. Sie hat mcih 2 Wochen krank geschrieben. IN 10 Tagen habe ich einen Termin beim Psychotherapeutin (ich glaube, da kann ich schon froh sein, sobald was bekommen zu haben). Auf Arbeit habe ich gesagt, dass ich für mind. 1 Woche krank geschrieben bin. Die bekommen noch den Schein. AUf die Frage, was ich habe, habe ich was anderes erzählt. Man muss doch nicht die Wahrheit sagen , oder?
Letzte Nacht habe ich sogar geträumt, die Praxishelferin wollten mir keinen Termin geben, weil sowas keine KRankheit ist...Bin mitten in der Nacht wach geworden und konnte nicht mehr schlafen.. Gestern hatte ich Zuckungen in den Händen und banale Entscheidungen wie Abendessen machen oder Duschen vielen mir schwer.
Nun kommt der große Schritt meinen Abschluss mit dem Chef abzusprechen...Davor grault es mir noch ein bißchen
Auf den Homepages der Psychotherapuetin stehen Infos zu "innerer Frieden" und "Gelassenheit".. Ich glaube, wenn ich das irgendwann erreichen würde, würde ich mich wie im Paradis fühlen..Für mich klingen solche Begriffe momentan eher wie Traumwünsche
Viele sagen mr auch, ich soll die Freizeit oder das Wochenende genießen, aber es fällt mir schon seit Monaten schwer, irgendwas zu genießen und ich leider auch wirklich darunter, aber es geht nicht mehr..
.Heute gehe ich noch zur Frauenärztin, um zu schauen, was Krümelchen macht. Meine Allgemeinärztin war heute erstaunt, als ich ihr gesagt habe, dass ich schwanger bin, da meine Schilddrüsenwerte niedrig sind (ein Grund mehr zur Abklärung)....Danke Euch allen für Eure Erfahrungsberichte und Tipps...

28.10.2013 13:46 • #13


Klingt schon nach ner Panikattake.
Finde ich gut, dass du dich krank schreiben lassen hast.
Das wichtigste im Moment ist deine Psyche und dein Baby.

Alles Gute dir!

28.10.2013 13:50 • x 1 #14


Hallo Efeu.

Deine Geschichte hört sich ja grausam an.
Zum längeren Krankschreiben würde ich lieber direkt zu einem Psychiater gehen.
Ich wurde einmal 1,5 Jahre am Stück krank geschrieben.
Hatte lange Jahre des Stresses hinter mir und konnte nicht mehr.
Davon war ich 3 Monate in einer Tagesklinik.
Das hat mich wieder aufgebaut.

Ich würde deinem Chef gar nichts sagen.
Lasse dich so lange krankschreiben wie es geht.
Und selber kündigen wäre doch auch eher nachteilig für dich.

Wenn du es dir finanziell leisten kannst vom Krankengeld zu leben so wäre eine lange Krankschreibung doch die Gelegenheit, wieder langsam zur Ruhe zu kommen.

Lieben Gruß
Marie

28.10.2013 19:26 • x 1 #15


Hab nun einen Termin beim Psychiater kommende Woche und einen weiteren Termin bei einer anderen ausgemacht, die mich aber darauf hingewiesen hat, dass aufgrund meiner 40-Stunde-Woche + Kind-abholen es sehr schwierig sein wird, weitere Termine auszumachen...Da habe ich ihr auch gesagt, dass es eigentlich nicht gehen kann, dass das Berufsleben einen so beansprucht, dass man keine Therapie machen kann...Die Psychiattern klang so, als wäre sie auch nciht bereit, mich krank zu schreiben, um eine Therapie durchzuführen...mal schauen.. Vielleicht nach weiteren umschauen
Gestern war ich beim Frauenarzt... es steht Kippe, dass Krümelchen es noch schafft... Die Bildung der Fruchthöhle scheint unregelmäßig zu sein... Jetzt kann man nur noch abwarten und sich "schonen"... Irgendwie läuft alles schief

29.10.2013 09:45 • #16


In welcher SSW bist du denn?
Wenn es noch vor der 9. Woche ist, dann ist es ja noch ohne Herzaktivität...
Ein schlechter Trost ich weiß...

29.10.2013 09:56 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Salome
Ich bin ca. in der 5 SSW. Ich weiss, dass es ist ziemlich zeitig. Das Problem (laut Arzt) liegt daran, dass die Fruchthöhle unscharf begrenzt ist. Er hat offen geredet, dass es zu einer Fehkgeburt kommen kann. Das wäre dann meine dritte (die letzte war vor 1,5 Monaten). Die andere vor 5 Jahren. Dazwischen Gottseidank ein gesundes Kind Bei der gesunden Schwangerschaft hatte ich furchtbare Übelkeit, die bis jetzt nicht vorkam (Mir war schon übel am Wochenende, aber das war beim Gedanken an der Arbeit)
Hand auf mein Herz: Ich habe mir vor ein paar Tagen gesagt, wenn du schwanger bist, lass dir ein beschäftigungsverbt ausschreiben und jetzt habe ich das gefühl, ich werde vom Schicksal bestraft für diese Einstellung.... Nun schaue ich nur noch aufs US-Bild und hoffe, es wendet sich doch zum Guten und dass das unscharfe Bild einfach daran liegt, dass die SS so früh ist..
Jetzt werde ich so oder so mit dem Chef reden, dass ich das Arbeitsverhältnis beenden möchte, da ich mich nicht darauf verlassen kann, krank geschrieben zu werden

29.10.2013 10:20 • #18


Möglicherweise kannst du deinen Chef fragne, ob du dir Hilfe für das projekt holen kannst. beispielsweise einen praktikanten? weil du es sonst so nicht schaffst.

29.10.2013 12:16 • #19


das ist ja das Problem. Ich habe schon gefragt, da war er total abgeneigt und ungeduldig. Einmal hatte er z.b. eine neue Technik geannt, die ich bei einem Kunden einführen und Lösungsvorschläge bringen sollte (diese Technik war mir komplett neu). Als ich gesagt habe, dass ich es zumindest anfangs zu zweit machen möchte, weil es mir neu ist, meinte er, dass das unproduktiv sei und das jeder sich mal eindenken könnte.... Später habe ich erfahren, dass sich ein Kollege sehr gut mit der Technik auskennt (und der Chef das eigentlich weiß) Daher habe ich das mulmige Gefühl, dass der Chef mich absichtlich so unter Druck setzt.
Ein anderes Beispiel: Ich habe vom Kunden wörtlich per E-mail erhlaten, dass ihm unsere Ergebnisse gefallen... Der Chef hat die Ergebnisse gesehen und gemeckert, dass das was umgesetzt ist, gar nicht gut ist. Als ich sagte, dass der Kunde mir schrieb, dass es ihm gefiel, sagte der Chef:"dieser hat keine Ahnung. ist nur ein Assistent" als ich sagte, dass auch der positive Feedback diekt vom Kunden (also nicht nur von seinem Assistenten kam) sagte er "das kann ich mir gar nicht vorstellen. Er hat es sich bestimmt niciht genau angeschaut"... Dabei hatte ich mich so über das positive Feedback gefreut gehabt
Das andere Projekt was komplett neu uns, wollen wir in Kooperation mit einem anderen Unternehmen durchführen. Da hatten wir ausgemacht, dass wir gemeinsam Ansätze entwickeln und dieses Unternehmen uns Infos zusenden werden. Als ich zu dritt mit meinem Chef und einer Kollegin saßen, haben wir usn geeignet, dass ich das Unternehmen nochmals kontaktieren soll und nach den Infos frage, die sie mir senden wollten. Als die Kollegin den Raum verlies, bekam ich eine Rüge, dass wir "nach außen" unsicher und unprofessionell wirken und wir (und nicht das Partner-unternehmen) diese Infos leifern sollten...mein Argument dass es schon so abgestimmt war, sties auf Unverständnis..
Es ging schon vor Monaten los, dass ich ein Konzept über (ein mir noch unbekanntes ) Projekt erstellt hatte. Ich bat den Chef zur Durchsicht.. 4 Wochen kam keine Reaktion und kurz vor Deadline las er ist und war total dagegen...
Anfangs habe ich ihm oft meine Arbeiten zur Korrektur geschickt, weil ich dachte, so bekomme ich Feedback... Mittlerweile hat es sich so entwickelt, dass ich Kritik bekomme, was alles fehlt und falsch ist...dabei dachte ich anfangs, ich schick es ihm, damit er produktiv Korrekturen macht und nicht meine Fähigkeiten prüft.. Jetzt habe ich Panik ihm überhaupt was zu schicken..
Vor einiger Zeit habe ich auch angesprochen, dass ich das Projekt nicht alleine leiten kann. Seine ANtwort war in etwa: dafür habe ich dich angestellt...Ich habe solche Panik vor der Arbeit...
Das sind nur einige Beispiele...Alles, wirklich alles, was ich mache, kritisiert er...Er sagt dann, wenn er sich hinsetzen würde, käme bessere Ergebnisse, aber er hat keine Zeit ... Da denke ich insgemeim.: dann soll er es machen und ich gehe..
Ich kann auf keinen Fall zurück.. der Große Termin rückt immer näher, wo ich eigentlich die Projektleitung führe und Ergebnisse vor 30 Leuten (mehrere Partner-Unternehmen) präsentieren sollte.. und jetzt mal wieder nichts passiert, weil ich zuhause bin...

29.10.2013 12:28 • #20



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Mira Weyer