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Hallo, gibt es noch andere so schlimme Paniker wie mich?

Morgens beim Aufwachen kommt die erste Angstwelle, ich habe das Gefühl, keine Kraft in den Armen und Beinen zu haben, dazu starker Schwindel, Atemnot und aufgrund der Symptome noch mehr Angst.

Wenn ich dann nur die Spülmaschine einräumen soll, kommt die nächste Angstwelle und ich fühle mich noch klappriger.

Ich fühle mich für jede kleine Tätigkeit zu schwach, als ob die Angst alles lähmt und blockiert.

Gerade an Silvester und Neujahr ist es besonders schlimm, da ich an ein hartes Jahr mit Benzoentzug zurückdenke und starke Angst vor der Zukunft habe.

Ich dachte, nach dem Entzug würde sich der Zustand mit der Zeit stabilisieren, aber nach einem einzigen relativ guten Tag folgen fünf schlechte.
Wenn ich denke, dass dies ein Leben lang so weitergeht, bin ich ganz hoffnungslos.

LG, venezia

01.01.2010 13:07 • 19.01.2020 #1


41 Antworten ↓


Hallo venezia! Mir geht es seit monaten schon wie dir . Habe deine Symptome auch den ganzen tag dazu noch eine starke entfremdung und ein ohnmachtsgefühl.
ich versuche mir immer wieder zu sagen du schaffst das aber da ich zur zeit fest davon überzeugt bin das ich bald umfallen werde habe ich wohl schlechte chancen. Du bist also nicht allein.
Ich wünsche dir trotzdem das es besser wird weil ich weiß wie schrecklich das ist!

Liebe grüße und noch ein gutes neues Jahr!

01.01.2010 13:19 • #2



Angst vor allem, rund um die Uhr

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Zitat von Sweet0810:
Hallo venezia! Mir geht es seit monaten schon wie dir . Habe deine Symptome auch den ganzen tag dazu noch eine starke entfremdung und ein ohnmachtsgefühl.
ich versuche mir immer wieder zu sagen du schaffst das aber da ich zur zeit fest davon überzeugt bin das ich bald umfallen werde habe ich wohl schlechte chancen. Du bist also nicht allein.
Ich wünsche dir trotzdem das es besser wird weil ich weiß wie schrecklich das ist!

Liebe grüße und noch ein gutes neues Jahr!


Hallo sweet,
auch dir ein BESSERES Neues Jahr!
Wie lange hast du denn schon Probleme? Nimmst du Medikamente? Und weißt du, warum diese Zustände aufgetreten sind?

Am schlimmsten finde ich die Schwäche und den Schwindel. Jede kleine Aktion ist überaus anstrengend, was mich noch ängstlicher macht.

Ich denke dann, bestimmt bin ich bald tot, denn wer so schwach ist, lebt nicht mehr lange.

Und dazu fast täglich Kopfschmerzen und starke Verspannungen.

LG, venezia

01.01.2010 20:02 • #3


eure symptome kenne ich nur zu gut.

ich finde auch diese furchtbare schwäche und den schwindel fast am
schlimmsten. alles strengt total an.
ich hatte im sommer ein burn-out, da ging gar nichts mehr.
die kraft kam millimeterweise wieder zurück, der blanke horror.

mir ging es wieder ganz gut; heute früh hatte ich schwindel und
wacklig auf den beinen. ja, den ganzen tag gehts mir nicht so
berauschend. son bißchen benommen im koppe.

ich denke immer, wenn es mir mal ein paar tage recht gut geht, jetzt
habe ich es geschafft. nein, es kommt immer wieder, verdammte
sch...... .

wünsche euch noch einen ruhigen abend
rose

02.01.2010 18:56 • #4


Hallo rose,
hast du dieses Problem "erst" seit letzten Sommer? Und was hast du gegen dein burnout gemacht?
Nimmst du Medikamente?

Ich habe zwischendurch auch relativ gute Tage, aber dann folgen 8 schlechte und ich bin dann ganz verzweifelt.

Was machst du gegen das Schwächegefühl. Leider belastet dies ja bei jeder Aktion. Hast du auch Angst?
An schlimmen Tagen bin ich sehr panisch, denke, es ist Krebs o.ä., sonst würden ja die Psychopharmaka, die ich seit Jahren nehme, wirken.

Und ich denke auch, es wird NIE mehr besser und mein Leben ist vorbei.

Wie alt bist du und in welchem Bundesland wohnst du?

LG, venezia

02.01.2010 19:46 • x 1 #5


Sorry, habe gerade gesehen, dass du in der Bundeshauptstadt lebst!

02.01.2010 19:47 • #6


hallo, venezia!

das burnaut-syndrom habe ich mit ruhe bekämpft.
schwächegefühle kommen und gehen.

habe auch eine angsterkrankung, gepaart mit fibromyalgie.
nehme aber keine medis.

ich denke mal, bin bisserl älter, aber ist ja unwichtig.
krankheiten sind altersunabhängig.

einen schönen abend
lg
rose

02.01.2010 20:27 • #7


Hast du das nicht, dass die Schwäche den ganzen Tag über bleibt?
Abends wird's dann meist besser.

Wenn sie nur sporadisch auftaucht, wäre es einfacher.
Ich muß allerdings gestehen, dass ich Angst vor der Angst habe und jeden Tag mit dem Gedanken, der nächste Tag wird genauso schlecht, ins Bett gehe.

Und wenn mir dann jede Arbeit schwer fällt (manchmal sogar nur das Aufstehen von der Couch), komme ich mir völlig nutz- und hilflos vor.

Ich bin übrigens auch schon älter, in diesem Jahr steht die 50 bevor.

02.01.2010 20:40 • #8


hallo, venezia!

na, ein bisserl älter bin ich noch.

ja, natürlich, das schwächegefühl hatte ich auch schon den ganzen tag,
aber hallo.

jeder schritt ist eine anstrengung, kenne ich auch.
ja, man kommt sich nutzlos vor; man kann gar nicht mehr am leben
richtig teilnehmen.

wenn ich dann gute tage habe, genieße ich diese besonders und bin
sehr dankbar, das ist klar.

wie geht es dir denn heute?
rose

02.01.2010 21:12 • #9


Es geht mir seit 4 Tagen ziemlich mies, den ganzen Tag sehr schlapp, Schwäche, zittrige Beine, Angst, starke Nackenverspannung und Schwindel.

Abends wird's dann etwas stabiler, aber ich bin dann sehr müde von der ganzen Anspannung tagsüber. Ich glaube, solche Zustände kosten ganz schön Energie.

Und wie gesagt, ständig die Angst vor dem nächsten Tag und vor der Zukunft und die Überzeugung, dass es NIE wieder besser wird.

Am schlimmsten ist es, wenn ich allein daheim bin, was gerade im Urlaub oft der Fall ist. Da komme ich aus der Gedankenspirale gar nicht heraus.

LG, venezia

02.01.2010 21:25 • x 1 #10


ja, kann ich alles nachvollziehen.

aber es kommen ja zum glück wieder gute tage.

mir gehts heut auch nicht so besonders. seit früh 6.00 uhr, als
der schwindel war.

lg
rose

02.01.2010 21:28 • #11


ja, kann ich alles nachvollziehen.

aber es kommen ja auch wieder gute tage.

mir gehts heut auch seit früh 6.00 uhr, als der schwindel war, nicht
so gut,

wünsche dir ne gute nacht
rose

02.01.2010 21:30 • #12


hallo, venezia!

ja, das kann ich alles nachvollziehen.

aber, zum glück kommen auch wieder bessere tage.

mir gehts auch nicht besonders, so benommen.

wünsche dir eine gute nacht und gute besserung
lg
rose

02.01.2010 22:00 • #13


Hallo Venezia,

Hatte 2009 ebenfalls einen extrem krassen Benzoentzug mit einem Rückfall, der mich 10 kg Körpergewicht, Herzrhythmusstörungen und zusätzlich 3 Monate Psychiatrie (freiwillig) einbrachte, sonst wäre ich vor diesem Horrotrip aus dem Fenster gesprungen. Geholfen hat mir neben den Medikamenten, die ich seitdem schon reduzieren konnte (Carbamazepin, Seroquel, Cymbalta, Trimipramin und Atosil als Bedarf), besonders dieser Link:
http://benzo.org.uk/german/bzcha03.htm

!Druck Dir das aus, markiere die für Dich hilfreichen Stellen und hab es immer bei Dir!!
Mir ging es genau so wie Dir!
Das Wichtigste ist, daß Du hart bleibst, wie Stahl, wie Beton......die Benzos sind an allem schuld, sie sind Dein einziger Feind. Jeder gute Tag bist Du selbst. Und Du bist mit Deinen Befürchtungen nicht allein - SIE WERDEN NICHT ZUTREFFEN!

Alles Liebe,

daheim

03.01.2010 13:13 • #14


was ist denn eigentlich dieses benzo?

ich nehme keine medis.

rose

03.01.2010 13:28 • #15


Hallo daheim,
bist du weiblich oder männlich?

DANKE für deine lieben Worte. Erzähl mir doch bitte mehr von deinem Entzug und warum und wie lange du Benzos genommen hast.

Ich habe 7 Jahre lang Alprazolam (Tafil) genommen mit steigender Dosis, die zuletzt nicht mehr wirkten.

Nur, die Ängste, weswegen man damit angefangen hat, sind ja noch da.
Ich bekomme Lyrica seit einigen Wochen und Zoloft (Sertralin, AD), jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

Ich habe das Gefühl, jede kleine Tätigkeit ist furchtbar anstrengend und traue mir nichts mehr zu.
Angst sogar vor einem Spaziergang - ich könnte es ja nicht schaffen.

Mit Tafil konnte ich Auto fahren, einen 14 Stunden-Tag absovlieren (man merkt ja nicht, dass man eigentlich sein "Konto" überzieht, die Benzos täuschen ja Energie und Stabilität vor), was jetzt momentan alles nicht mehr oder nur mühsam geht.

Wie lange bist du denn "ohne"? Ich bin sehr froh, eine(n) Betroffene(n) gefunden zu haben!

Wie geht es dir im Moment? Die Internetseite kenne ich, den Inhalt kennen leider nicht einmal die Psychiater.

LG, venezia

03.01.2010 13:34 • #16


Zitat von rose:
was ist denn eigentlich dieses benzo?

ich nehme keine medis.

rose


Sei froh, dass es ohne geht! Benzodiazepine sind u.a. Valium, also Beruhigungsmittel, die wunderbar Ängste lösen, für Entspannung sorgen, eine gewisse Stabilität verleihen.

Leider gewöhnt man sich sehr schnell daran, so dass man immer mehr braucht.

Falls du Lust hast, schau dir die Internetseite an, die "daheim" genannt hat.
Ein Benzoentzug ist wirklich mit das Schlimmste, das du dir vorstellen kannst, vor allem, weil immer wieder "Schübe" kommen.

LG, venezia (Geht's dir heute besser?)

03.01.2010 13:38 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hallo, venezia!

vielen dank für die aufklärung.

ja, danke, mir gehts besser.

und dir?

LG
rose

03.01.2010 13:52 • #18


Danke, etwas besser als gestern, aber immer innerlich angespannt, als würde ich ständig auf Symptome warten.

Das ist, glaube ich, Erwartungsangst.

03.01.2010 13:55 • #19


Hallo daheim,
bist du weiblich oder männlich?

WEIBLICH

DANKE für deine lieben Worte. Erzähl mir doch bitte mehr von deinem Entzug und warum und wie lange du Benzos genommen hast.

- HABE FAST 3 JAHRE LANG TAVOR GENOMMEN; MINIMALDOSIS VOM ARZT VERSCHRIEBEN
- ENTZUG BEGANN IM SOMMER 2008 UND ENDETE IM FRÜHJAHR 2009 MIT EINEM TOTALZUSAMMENBRUCH UND 3 WOCHEN AKUTPSYCHIATRIE (HERZRHYTHMUSSTÖRUNGEN;WEINKRÄMPFE;PANIK;HORROR;GEDANKENRASEN;NAHTODERLEBNISSE;
EXTREME EMPFINDLICHKEIT;DEREALISATION;DEPERSONALISATION;
KAUM SCHLAF;ZITTERN;SCHWÄCHE;ABMAGERUNG;SCHWERE DURCHFÄLLE;ALPTRÄUME;SCHWITZEN;TODESANGST;SCHWERE DEPRESSIONEN;DAUERHAFTE NERVENZUSAMMENBRÜCHE)
- DANACH 13 WOCHEN ALLES OK; DANN DAS GLEICHE NOCHMAL; ABER 3 MONATE LANG
- JETZT MOMENTAN NUR NOCH EINZELNE ANFÄLLE UND SEIT 19 WOCHEN IM ALLTAG


Ich habe 7 Jahre lang Alprazolam (Tafil) genommen mit steigender Dosis, die zuletzt nicht mehr wirkten.

HABE NIE MEHR ALS 1 mg TAVOR TÄGLICH GENOMMEN

Nur, die Ängste, weswegen man damit angefangen hat, sind ja noch da.

JA; AUCH DAS

Ich bekomme Lyrica seit einigen Wochen und Zoloft (Sertralin, AD), jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

ZOLOFT HAT BEI MIR AUCH NICHT GEHOLFEN;BEKOMME JETZT 2 ADs IN HÖCHSTDOSIS UND DAS HAT ERST NACH 3 MONATEN RICHTIG ANGESCHLAGEN; NACH JEDEM ANFALL HABE ICH ABER IMMERNOCH 1 WOCHE SCHWERE DEPRESSIONEN

Ich habe das Gefühl, jede kleine Tätigkeit ist furchtbar anstrengend und traue mir nichts mehr zu.
Angst sogar vor einem Spaziergang - ich könnte es ja nicht schaffen.

KENNE ICH NICHT SEIT DEM AKUTEN ENTZUG

Mit Tafil konnte ich Auto fahren, einen 14 Stunden-Tag absovlieren (man merkt ja nicht, dass man eigentlich sein "Konto" überzieht, die Benzos täuschen ja Energie und Stabilität vor), was jetzt momentan alles nicht mehr oder nur mühsam geht.

MIT TAVOR KONNTE ICH IM BETT LIEGEN UND GELD VERSCHENKEN;MEIN TESTAMENT SCHREIBEN UND INNERLICH ERSTARREN

Wie lange bist du denn "ohne"? Ich bin sehr froh, eine(n) Betroffene(n) gefunden zu haben!

BIN SEIT 16.2.2009 OHNE

Wie geht es dir im Moment?

WECHSELND;BIN VOM STRIKTEN ATHEISTEN IN DIESEN JAHREN ZUM GLÄUBIGEN CHRISTEN GEWORDEN;DAS HILFT MIR SEHR;WENN ICH WIEDER ALLEIN MIT DEM GRAUEN BIN

Die Internetseite kenne ich, den Inhalt kennen leider nicht einmal die Psychiater.

JA;SO IST ES

LG, venezia

LG;DAHEIM

PS: DIE GROßSCHRIFT IST NUR ZUM ERKENNEN DER ANTWORTEN GEDACHT[/quote]

03.01.2010 15:44 • #20



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