✔ Bereits empfohlene Antwort
Moin,
Ich bin leider nicht nur ganz neu hier, sondern auch noch ein ganz frischer Angsthase (4,5 Wochen).
Ich habe bereits Erfahrungen mit anderen psychischen Erkrankungen, Therapien hinter mir und bin aktuell auch bereits wieder auf der Suche nach einem Therapieplatz und inzwischen seit ein paar Tagen in Medikamentöser Behandlung durch meinen Hausarzt (Opipramol). Also, ich habe Angst, ich kümmere mich darum, aber eine Sache Wurmt mich:
Was soll der Mist?
Ich habe Angst. Körperlich und Geistig. Immer. Urplötzlich war sie einfach da und nun traue ich mich nicht einmal mehr meine Wohnung zu verlassen, nichtmal Besuch geht. Und leider habe ich inzwischen auch Angst vor der Angst. Ich weiß allerdings garnicht, wovor ich eigentlich genau Angst habe. Ich habe nun erstmal die Diagnose generealisierte Angststörung bekommen, logisch. Doch wenn ich mir durchlese was das bedeutet kann ich mich überhaupt nicht damit identifzieren.
Ich habe also:
Angst vor der Angst/den Panikattacken
Angst vor Situationen mit Menschen aus denen ich (vermeintlich) nicht raus kann oder will (Wartezimmer, Supermarktschlange, öffentliche Verkehrsmittel, Arbeitsplatz, das Wohnzimmer meines besten Freundes, etc pp)
Angst vor Erbrechen/Durchfall (das passiert wirklich, meine Angst ist leider im Bauch)
Angst Ohnmächtig zu werden (das passiert leider auch wirklich, bin schon immer Kreislaufschwach und meine Pankattacken sehen auch so aus)
Angst plötzlich loszuschreien/weinen und/oder wegzulaufen
Ich bin inzwischen seit Wochen krankgeschrieben und bemühe mich der Sache irgendwie Herr zu werden, sie kennen zu lernen und Ängste zu identfizieren, nur weiß ich leider nicht so recht wo ich ansetzen kann. Mir fehlt ein Fahrplan, eine Diagnose, jemand oder etwas, mit dem ich mich darüber informieren kann was hilft.
Aktuell versuche ich mich so viel und oft wie möglich Situationen zu stellen in denen ich Angst habe, nicht den Kontakt nach draußen zu verlieren, die Angst anzunehmen, auszuhalten und vorüber zu gehen lassen, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen etc. Nur weiß ich garnicht ob das richtig ist. Besser wirds davon nicht.
Ich bin mir im übrigen auch völlig bewusst darüber, wie irrational die Ängste sind bzw das überhaupt nichts passiert, wenn diese Szenarien sich bewahrheiten. Außerdem kann ich auch sehr genau die Denkmuster identifizieren. Das hilft mir aber kein bisschen.
Kurzum: Ich wäre mehr als Dankbar, wenn mir jemand Tipps/Links geben kann wie ich mit dieser Situation umgehen könnte oder wenn vielleicht jemand eine Idee hat, was genau mit mir nicht stimmt, so Ahnungslos fällt eine Konkrete Suche sehr schwer.
Vielen Dank und liebe Grüße
Die Verrückte