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P

Pinguin16
Gast

Sammelthema
Hallo,
bin neu hier in diesem Forum und zwar aus dem Grund, daß ich im Moment einfach nicht mehr mit meiner Situation umzugehen weiß: Ich bin zur Zeit Studentin und schreibe an meiner Diplomarbeit. Und damit wäre ich auch schon bei meinem Problem: Ich fühle mich dieser Aufgabe absolut nicht gewachsen und völlig überfordert. Ich habe das Gefühl, daß die Erwartungen, die bezüglich dieser Arbeit in mich gesteckt werden, viel zu hoch sind. Das Resultat ist dann, daß mir nur noch schlecht ist (hab seit Anfang des Jahres 4 kg abgenommen - und war vorher schon sehr schlank), weil ich einfach nichts mehr essen kann. Ich fühl mich wie zugeschnürt. Dazu kommt, daß ich im Moment nur ganz schwer allein sein kann. Wenn mein Freund morgens zur Arbeit geht, könnt ich nur heulen...
Ich weiß, daß ich da jetzt durch muß, aber ich weiß einfach nicht wie...
Ich bin schon immer ein sehr zurückhaltender Mensch gewesen, aber so eine Situation hab ich noch nie erlebt.
Kann mir vielleicht jemand sagen, warum ich mich so fühle? Das ist doch echt nicht normal.

23.11.2015 #1


78 Antworten ↓
Z

zicke-13-
Mitglied

Beiträge:
10
Themen:
2
Mitglied seit:
Hallo zusammen,

ich bin ganz jung hier und hoffe das ich hier im richtigen Forum gelandet bin - falls nicht...sorry.

Ich leider unter vielen Ängsten, die ich nicht alle benennen kann. Eine ganz große Angst ist, dass ich Versagen könnte bzw. das mir alle entgleitet und meine Familie den Ernährer verliert. In den letzten Tagen sind meine Ängste um ein vielfaches größer geworden, ohne das ich den Auslöser wirklich zu ordnen kann. Am Dienstag ging es los, dass mir wieder einmal Schwindelig und kalt wurde. Gegen Abend hatte ich dann auch Temperatur und Schüttelfrost, sowie Magenprobleme. Die folgende Nacht habe ich dann kein Auge zugemacht, da mich immer wieder Ängste geplangt haben (ich würde durch einen Unfall schwer verletzt; man Überfällt mich; usw.) und mir selber immer wieder gesagt, dass nicht schlimmes ist/passiert und alles klappt - leider ohne Erfolg. Gesten hat meine Partnerin mich dann zum Arzt geschickt und dieser hat mich mit einer Grippe aus dem Verkehr gezogen.

Von meinen Panikattacken bzw. diesen Angstzuständen habe ich bisher noch nie jemandem erzählt (das hier ist das erstemal), da ich Angst vor der Reaktion habe. Auch mit einem Arzt habe ich noch nicht gesprochen, da ich die Bedenken habe, dass ich dann wirklich aus dem Verkehr gezogen werden. Ich könnte heulen, wenn ich das hier schreibe, so mies geht es mir gerade.

Aktuell weiß ich nicht mehr weiter, wie ich das aushalten soll.

VG
Zicke

06.03.2014 11:37 • #55


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A


Angst zu Versagen

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W

where.there.is.light
Gast

Hey Smile

Also ich kann gut verstehen, dass es schwer für dich ist über sowas zu reden, sich sowas einzugestehen etc. Das geht vielen so. Es ist oft auch eine gewisse Scham dabei, da viele sowas auch gleich mit Versagen, mit nicht fähigsein zu etwas,... assoziieren.
Dein Weg klingt ganz gut, es schrittweiße anzugehen und mit deiner Partnerin zu reden.
Die Gefahr mit solchen Themen auf nicht gerade offene Türen zu treffen ist da, das mag ich nicht schön reden. Aber von der eignen Partnerin würde ich erwarten, dass sie es ernstnimmt und sich damit auseinander setzt. Als Partnerin sollte ihr das eigentlich wichtig sein!
Nach dem Auslöser würde ich an deiner Stelle derzeit gar nicht suchen. Manchmal findet man den nie, oft ist es eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände, manchmal taucht er auf, wenn man ihn gar nicht sucht,... Du hast derzeit ja auch wichtigeres um die Ohren, als herraus zu finden warum es so ist. Und den Auslöser zu kennen, hilft leider nicht zwangsläufig die Sache wieder in den Griff zu kriegen.
Zu wissen warum dein Auto schrott ist, macht es nicht wieder fahrfähig. Da muss man dann schon aktiv was tun. Bei leichten Dingen kann man mit dem Wissen zwar das kaputte Teil vllt reparieren, bei einem Totalschaden muss aber ein neuer Wagen her ^^ (Heut hab ichs irgendwie mit Autos... egal, ich hoffe du verstehst die Analogie?^^)

06.03.2014 14:53 • #63


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A
Hallo

Das Gefühl kenne ich gut. Bei mir fing zwar alles etwas anders an. Wahrscheinlich bist du mit dieser Aufgabe tatsächlich überfordert. Hast du vielleicht zusätzlich noch anderen ? Solche Ängste und Gefühle entstehen vor allem in Stresssituationen.

Mach dir doch am besten einen Plan, den du auch einhalten kannst, in dem du genau aufliestest, wann du was machen willst. Mach dir bewusst, ob es wirklich so unmachbar ist oder ob du einfach nur Angst davor hast, weil es viel ist.

Ich schreibe gerade auch eine Diplomarbeit zum Thema Angststörungen. Wenn du konkrete Fragen hast, kannst du mir schreiben.

Gruss Anik

#2


P
Ja stimmt! In gewissen anderen Lebenssituationen hab ich auch etwas Stress. Mein Vater ist sehr krank und mein Elternhaus steht kurz vorm Verkauf... Das spielt vielleicht auch mit eine Rolle.
Aber das Schlimmste ist im Moment echt dieses regelrecht lähmende Gefühl,absolut nichts auf die Reihe zu kriegen. Und je näher die Abgabe rückt, umso weniger bin ich in der Lage, irgendwas zustande zu kriegen... Entschuldigung für den Ausdruck, aber ich kotze mich regelrecht selbst an.
Dabei habe ich ganz viele Leute, die mich mögen: Mein Freund, meine Schwester, meine beste Freundin..., aber die kennen die Problematik eigentlich auch nur im Ansatz, weil ich einfach nicht gerne darüber spreche und lieber so tue, als wär alles in bester Ordnung.

#3


Cico005
Hallo ihr lieben,

ich möchte nicht nur über mich reden sondern auch mal anderen zuhören können einfach mal auszutauschen um zu spüren das ich nicht alleine bin.

ich komme mir manchmal so alleine vor.

seid zwei jahren nun schon leide ich an Agoraphobie nach dem herzinfarkt meines mannes ist es richtig schlimm geworden. ich dachte zuerst das das der ursprung davon ist aber ein wenig weiter zurück liegt es dann schon.

vielleicht war das der berühmte tropfen auf den heißen stein. jetzt steh ich seid zwei jahren da und hab selber angst umzukippen.

am anfang konnte ich nicht mal ohne angst aufs klo und heute ist es so das ich bestimmte Geschäfte betreten kann und auch ein ganzes stück weit von der wohnung weg kann. ich bin dabei immer so selbstkritisch und denke zum teil das es so lange dauert bis ich fortschritte mache. ist das normal?

bitte anwortet mir doch ich fühle mich alleine damit.

euro cico

#4


D
Hallo Cico,
ganz im Gegenteil.Du bist nicht allein.!!Aber es ist in unserer Gesellschaft immer noch so,wenn du mit jemanden darüber reden willst komische Blicke und teils auch Unverständnis zurück kommen.
Wie sieht es denn bei dir aus,nimmst du irgendetwas ein oder hast du Kontakt zum Psychologen oder Hausarzt.Ich finde das eine oder andere kann doch hilfreich sein.
Wenn ich meine Pa bekomme denke ich auch immer ,warum ich,wann vergeht das mal wieder,wann kann ich wieder mal so unbeschwert in Geschäfte gehen... Ich bin dann immer am verzweifeln.Alles wird unerträglich,weil man auch immer die Gedanken,die erwartungsangst mit sich trägt.

Ich habe es mittlerweile auch schon ca.5-6 Jahre. Kann es aber nicht genau sagen,weil es schon früher aufgetreten ist ,nur mit noch nicht so ausgeprägten Symptomen. Wie du ja auch schon vermutest,war das mit deinem Mann bestimmt ein auslöser und das erst mal zu verkraften ist nicht leicht.

LG Dani

#5


K
Du bist nicht alleine, ich kenne das Gefuehl zu gut

#6


Cico005
aber ich fühle mich einfach oft nicht verstanden wie soll ich auch jemand erklären was in mir vorgeht. verstehen tut mein mann mich gut weil er das gefühlt kennt wegen seinem herzinfarkt.

#7


Cico005
aber ich fühle mich einfach oft nicht verstanden wie soll ich auch jemand erklären was in mir vorgeht. verstehen tut mein mann mich gut weil er das gefühlt kennt wegen seinem herzinfarkt.

#8


L

versagen

ich hab panische angst zu versagen oder einfach etwas falsch zu machen. ich wurde immer darauf getrimmt das das unverzeihlihc ist, vorallem bei mir. so kommt es das ich sachen bei denen ich das erste mal auf mich allein gestellt bin totale angst hab und es möglichst lange aufschiebe. allein zum arzt zum beispiel (mit meinen eltern kann ich nicht reden) trau ich mich so zum beispiel garnicht... .
weis jemand wie ich das ändern kann...dennn ich wies das es wichtig ist....
lg
leo

#9


J
Du bist doch ein Mensch!Oder irre ich?
Ein Mensch macht Fehler, das ist menschlich.Ich bin auch soi ein Perfektionist und hab mir damit schon meine gesundheit kaputt gemacht.Suche Dir einen guten therapeuzen.Schon bei der Terminvereinbarung wirst Du eine erleichterung verspüren!

#10


N
Diese Angst kenn ich auch. Wie wäre es mit Zwischenschritten einbauen, h z. B Begleitung zum Arzt durch einen Freund oder so? Da könnt ihr ja in kleinen Schritten steigern, bis du es alleine schaffst.


So schwer es fällt: deine Ansprüche müssen runter, so schwer es dir fällt! Ich musste mich auch nach 23 Jahren umstellem aber es war bitter nötig!
Und es geht auch!

#11


W
Hallo Leo!Wo genau und bei was willst Du perfekt sein?Wo ist genau das Problem bei Dir?Wo glaubst du zu versagen(nicht nur zum Arzt)?Liebe Grüße

#12


J
Nachtleben, das ist ein toller Spruch, den muß ich mir merken!

#13


L
erstmal schonmal danke für die antworten...
:)

...und dann zu wild:

ich glaube ich will eine perfekte tochter sein (doch das kann ihc nicht), damit mich meine eltern und meine familie nicht als schwarzes schaf ansehen..., ich will eine perfekte freundin sein, damit es nicht so oft zu streit kommt, ich will für meinen freund so perfekt wie möglich sein, um ihn von seinen problemen abzulenken und nicht zusetzlihc irgentwie zu belasten, ich will perfekt darinsien anderen menschen zu helfen oder ien lächeln zu schenken, ich will perfekt in dne sachen sein, bei denen die erwartungen von mir sehr hoch sind, denn ich habe angst mit einem kleinen fehler nur zweitklassig zu sein und/oder die anderen zu enttäuschen.

lg
leo

#14


G
Hallo leo,

was würdest du denn zu einer Person sagen, die sich so beschreibt wie du dich?

(Außer: "Mir geht's genauso"

Was würdest du ihr antworten?

#15


L
hi gastb
ich würd so eine person fargen, warum das bei ihr so ist... und warum sie so wenig ihre fehler und damit sich selbst akzeptiert...
aber ich würde ihr nicht direkt etwas sagen...
lg
leo

#16


G
Ok. Also, warum ist das bei dir so, leo?

#17

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W
Hallo Leo!Zunächst einmal,ich war das schwarze Schaf in meiner Familie,.Und seid ich denken und fühlen konnte mich dafür interessiert habe-wo will ich hin .Dafür hat sich das anpassen nicht gelohnt.
Perfekt sein wollen ist nie ganz richtig-denn es geht nicht und bei niemanden.Fakt.
Du kannst versuchen,Dein Empfinden und Finden von Dir selber mit Anstand und Intelligenz so langsam ein Ganzes werden zu lassen.Du hast genügend Zeit dazu,denn Du bist noch so jung.Du schaffst das.Grüße

#18


elster
Ich denke, du hast überhaupt keine Zeit, deine eigenen Bedürfnisse zu entwickeln, weil du ständig damit beschäftigt damit bist, allen Leuten in deiner Umgebung das Leben zu erleichtern. Alle sollen "glücklich sein", deinem Freund lieferst du die perfekte kleine, pflegeleichte Freundin, deinen Eltern die Tochter ohne Ecken und Kanten..wo ist denn deine Persönlichkeit? Kein Wunder, dass du, wenn du etwas alleine tun sollst, nicht weißt, wie du dich verhalten mußt. Du bis ja nie du selber, sozusagen... du existiert nur, wenn andere dabei sind, als die Person, die anderer Bedürfnisse erfüllt und ihre eigenen dabei zeitgleich verleugnen. Und dabei bleibst du letztendlich auf der Strecke.

#19


L
@elster: Es gab auch mal eine Zeit, in der ich dem Ganzen getrotzt hab, in der ich gesagt hab: so das ist MEIN Leben! Und in dieser Zeit ging es mir zwischendurch richtig gut, es gab nur einen Haken an der Sache: Ich bin von einer Katastrophe in die nächste gestürzt. Ich war frei, aber dafür impulsiv und unkontrollierbar. Und ich vermisse die Zeit um ehrlich zusein sehr, aber ich hab damals große Schuld auf mich geladen. Jene ist für mich unverzeihlich, auch dann wenn sie mir irgentwann vergeben wurde. Und als die Person, die ich nunmal bin, hat mich meine Familie nie akzeptiert, das tat weh, und ich hab angefangen zu versuhcn das zu ändern. Mich zu ändern, um Niemandem mehr weh zu tun oder eine Last zu sein. Um nicht nochmehr abzurutschen und ielleicht einen Weg zu finden, der mich wieder zurück nach weiter oben bringt. Schade ist nur, dass dieser Weg nicht existiert.
lG
Leo

#20


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Mira Weyer
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