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Hallo!
Hab momentan wieder mal ein Tief und bin depri und ängstlich die meiste Zeit. Die schlimmsten Gedanken die mich dann immer verfolgen sind die, dass ich einfach aus lauter Angst dass ich mein Leben nicht schaffe mal beschließe, mir selbst was anzutun. Ich hatte manchmal schon während ner Panik diese Angst dass ich die Kontrolle über mich verliere und mich quasi im Affekt umbring was total schlimm für mich war weil ich im Grunde sehr an meinem Leben hänge.
Wenns mir gut geht, kann ich diese Gedankengänge selbst gar nicht nachvollziehen weil ich dann das Leben so wahnsinnig schön finde, da kommt mir all das selbst absurd vor. Doch kaum kommen die Ängste und Depris wieder da kommt mir das Leben so sinnlos vor und so schwer dass ich manchmal denk, vielleicht ist das alles hier nichts für mich, ich bestehe hier einfach nicht und dann seh ich meine Lieben schon an meinem Grad stehen und dann bricht auch schon die Panik los! Ich hatte noch nie konkrete Selbstmordpläne, nur allein die Gedanken, dass ich am Leben verzweifeln könnte sind so grausam. Habe eine wundervolle Familie, mein Sohn ist gesund, mein Partner der tollste Mann auf der Welt, ich versteh nicht, wie ich so denken kann..das macht mir solche Angst!
LG

30.09.2013 09:01 • 09.03.2018 #1


5 Antworten ↓


Ging mir vor 4 Wochen ähnlich. Das wurde plötzlich so schlimm mit den depressiven Gefühlen, dass ich kaum noch Antrieb hatte aufzustehen. Da dachte ich auch, dass ich nicht mehr Herr meiner Sinne werde, wenn das noch schlimmer wird.

Bin dann direkt in die Klinik, das würde ich Dir auch empfehlen....

In der Beziehung gings mir dort schnell besser und jetzt bin ich wieder zuhause und von der Stimmung her ganz stabil. Allerdings mach ich auch ambulante Arbeitstherapie und hab die Option auf Tagesklinik.

Vielleicht brauchst Du Struktur? Ziele? Eine Aufgabe?

30.09.2013 12:27 • #2



Angst davor am Leben zu verzweifeln/mir was anzutun

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Hallo Luisante!
Für mich klingt das,was Du beschreibst,ziemlich eindeutig nach Zwangsgedanken.
Zwangsgedanken sind Vorstellungen,die in das Bewußtsein einschießen und nur schwer abgestellt werden können.Meist werden diese Gedanken als sehr bedrohlich erlebt und der Betroffene entwickelt(erfolglose) Strategien der Vermeidung und Annullierung.
Inszwischen gibts aber wohl recht vielversprechende therapeutische Ansätze und Verfahren.So z.B.die Konkretisierung:Hierbei steigt man bewußt auf das Katastrophenszenarium ein und der Patient wird aufgefordert seine Befürchtungen ausführlichst zu protokollieren.
Er lernt dabei,daß die befürchteten,ungewollten Handlungen sehr komplex sind und es zwischendurch reichlich Gelegenheit gibt,wach zu werden und auszusteigen.
Das in aller Kürze.
Falls das für Dich zutrifft,such doch an dieser Stelle mal weiter.
VG:C.

30.09.2013 19:09 • #3


Hallo!

Die Option mit den Zwangsgedanken hatte ich beim Arzt schon mal angesprochen, dieser meinte, dass der Charakter von Zwangsgedanken eher der sei, dass sie verstärkt wiederkommen wenn man versucht sie zu unterdrücken, bei mir hat es dagegen mit Übungen wie dem GedankenSTOP ganz gut geklappt.
Die Szenarien die ich ich mir vorstelle zu Ende zu denken hab ich auch schon überlegt, nur zum einen kommt sofot die Angst hoch und ein klares Denken ist gar nicht mehr möglich weil sich die Gedanken sofort anfangen zu überschlagen, zum anderen hab ich ja als Angstpatient gerade das Problem dass ich fürchte allein durch die Gedanken an Selbstmord könnte ich schon die Kontrolle verlieren und mir was antun, drum sind diese Gedanken für mich doppelt bedrohlich und schlimm. Andererseits behalte ich diese Gedanken immer im Auge und trau mich kaum mich abzulenken, so wie man einem gefährlichen Tier auch nicht den Rücken zudrehen möchte um die Situation quasi unter Kontrolle zu haben.

Ich war vor vier Monaten sechs Wochen teilstationär in einer psychiatrischen Klinik und wurde dort wieder auf das Citalopram eingestellt. Dort habe ich die Problematik auch angesprochen. Mir wurde gesagt dass all dies in Zusammenhang mit meiner Angst auftritt und gerade die Tatsache, dass diese Gedanken sofort Angst auslösen würde mich schützen, sie in die Tat umzusetzen. Da diese Gedanken für mich ja eher hinderlich als hilfeich seien sollte ich sie durch Achtsamkeitsübungen und GedankenSTOP langsam aus meinem Kopf eliminieren weil ich sie durch das ständige Wäkzen erst aufblase wie einen Ballon.

Ist die Situation gerade nicht akut, klingt das alles logisch und machbar nur wenn mich diese Gedanken überfallen dann funktioniert nichts mehr:-(

01.10.2013 11:20 • #4


Hallo Luisante.
Wie geht es dir heute? Habe genau das selbe wie du... und es macht mich echt bekloppt. Ich gehe ab morgen in eine Tagesklinik für 4 Wochen. Wollte aber mal nach hören was dir geholfen hat.
Lieben Gruß
Rebi

29.11.2015 10:33 • #5


Hab genau die gleiche Symptomatik.... hat jemand von euch Neuigkeiten? Oder generell irgendwelche hilfreichen Tipps?

09.03.2018 21:50 • #6




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