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Bibi_Blocksberg
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Hallo
Ich bin aktuell in der Situation, dass ich keine Therapie mache will, obwohl ich muss ( das weiß ich auch selber).
Ich möchtest aktuell keine Veränderungen oder irgendein Gequatsche von Therapeuten.
Ich möchte nur das man mich in Ruhe lässt.

Ich muss mich aber um einen Therapieplatz kümmern, weil das Jobcenter bzw mein Berater immer wieder fragen.
Ich möchte mich nicht auf dem Bürgergeld ausruhen, aber ich habe aktuell null Kraft oder Motivation um meinen psychischen Zustand zu ändern.
Ich brauche eine Weile um wieder etwas voran kommen zu wollen. Kann nur nicht voraussehen wie lange.

Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann bzw soll ohne Konsequenzen.

War jemand in so einer Situation?

(Ich habe Depressionen, Ängste und Soziale Phobie)

LG

28.09.2025 #1


60 Antworten ↓
Korval

Korval
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Zitat von Bibi_Blocksberg:
Ich bin aktuell in der Situation, dass ich keine Therapie mache will, obwohl ich muss ( das weiß ich auch selber).
Ich möchtest aktuell keine Veränderungen oder irgendein Gequatsche von Therapeuten.
Ich möchte nur das man mich in Ruhe lässt.

Psychische Erkrankungen sind in dieser leistungsorientierten Gesellschaft der Supergau. Bist du so am Boden das du dich nichtmal mehr um dich selbst kümmern kannst wird der Fuß auf deinem Rücken abgestellt und Druck ausgeübt. Willkommen im Leben, Willkommen in der Realität. Aber tröste dich, so wie dir geht es vielen, blöd nur das sich um diese Leute kaum einer schert- warum auch, sind ja nicht "wirtschaftlich".

Zitat von Bibi_Blocksberg:
Ich möchte mich nicht auf dem Bürgergeld ausruhen, aber ich habe aktuell null Kraft oder Motivation um meinen psychischen Zustand zu ändern.

Ich verstehe was du meinst, an dem Punkt bin ich leider auch mal gewesen.

Zitat von Bibi_Blocksberg:
Ich brauche eine Weile um wieder etwas voran kommen zu wollen. Kann nur nicht voraussehen wie lange.

Das ist das Problem. Zeit ist Geld, im wahrsten Sinne des Wortes. Und weil du eben nicht sagen kannst wielange du brauchst um wieder fit zu werden wird dir Druck gemacht damit es voran geht. Blöd nur: Dem inneren Heilungsprozess hilft das leider nicht.

Zitat von Bibi_Blocksberg:
Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann bzw soll ohne Konsequenzen.

Es gibt spezielle Reha-Verfahren wo du sozusagen erstmal wieder soweit aufgerichtet wirst das eine Therapie überhaupt Sinn macht und möglich wird. Vielleicht solltest du das alles mal mit deinem Arzt oder Psychologen/Psychiater besprechen. Das du therapiemüde bist, dass du aktuell keine Energie mehr hast dafür. Und vielleicht leitet der dann was in die Wege. Sag am besten nach deinen Ausführungen so etwas wie "Ich fühle mich im Moment therapieunfähig". Aber tun musst du etwas, da führt kein Weg dran vorbei.

Zitat von Bibi_Blocksberg:
War jemand in so einer Situation?

Wie erwähnt, ja. Und mittlerweile beiße ich mich durch den größten Teil selber durch weil ich einfach die Nase voll habe ständig neue Therapeuten zu suchen weil ich bei dort wo ich war wegen unglücklicher Umstände aufhören musste (eine wurde schwanger, die andere hatte einen schweren Sportunfall und ist seitdem gelähmt und da sie mit dem Schicksal nicht klar kommt selbst in Therapie, bei zwei weiteren hat es einfach menschlich nicht gepasst- soll ja auch vorkommen...). Letztlich: Der Therapeut richtet dich wenn möglich etwas auf und gibt dir die Werkzeuge in die Hand damit du dein Leben wieder bestreiten kannst, aber nutzen musst du diese Werkzeuge selber. Es ist DEIN Leben. Mach was drauß. Nicht wegen Jobcenter oder sonstwelchen blöden Institutionen, sondern FÜR DICH!

14.04.2025 09:22 • x 7 #37


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was tun, wenn man aktuell keine Therapie machen will?

x 3


sandracookie

sandracookie
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Der Rest wird jetzt vielleicht etwas offtopic, aber ich muss mich dazu äußern:
Bei den politischen Themen/Ansichten hier steige ich nämlich aus:
Wir haben ein Gesundheitssystem, wo man pausenlos mit sehr sehr langen Wartezeiten "ab gefrühstückt" wird und von Ärzten nicht ernst genommen wird, weshalb bei mir Sachen erst viel zu spät erkannt/behandelt worden - und dann soll man sich bspw. eine lange Krankschreibung zum Vorwurf machen lassen?
Vllt wäre ich längst wieder arbeitsfähig, wenn die Behandlungen schneller möglich wären?
Aber ich mache alles, was ich tue für mich, für mein eigenes Leben, nicht als Rechtfertigung für staatliche Unterstützungen/Hilfe.
Es gibt da immer zwei Seiten und ich kenne den Frust zu gut, keinen Bock mehr auf Arzttermine und Therapiesuche zu haben und auch kenne ich die Phasen in meiner Depression, die so heftig sind
Trigger

dass es zu Zeitpunkt x überhaupt nicht möglich ist sich irgendwie um irgendwas zu kümmern und es nur ums (über)leben geht, weil man jegliche Hoffnungen schlichtweg nicht mehr sehen kann




Ich tue mich deswegen schwer mit den Unterscheidungen a la
"wenn ich den Eindruck habe, jemand bemüht sich/jemand tut etwas für die Besserung, dann ist auch staatliche Hilfe okay"
und
"wenn sich jemand scheinbar nicht bemüht/nichts tun will, hätte er auch kein Recht auf staatliche Hilfe oder generell finanzielle Unterstützung"

Das sind teils sehr starke Vorwürfe/Anschuldigungen, die von der eigenen subjektiven Wahrnehmung geprägt sind und mich stört auch, dass viele Denken nur sie selbst hätten es schwer und andere bekämen alles geschenkt - mag sein, dass nicht immer alles gerecht ist, aber jeder Mensch hat sein eigenes Schicksal und seine eigenen Hindernisse durchstehen müssen und an diesem Punkt muss man sich mit den Menschen ehrlich austauschen, um zu sehen, ob jemand nur etwas zu seinen Gunsten ausnutzt oder wirklich dankbar ist für das, was ihm gegeben wurde (und sei es einfach nur eine Chance für einen Neuanfang) eines Tages in anderer Form zurück geben kann.

Ein bisschen mehr Mitgefühl, statt Missgunst und Neid täte unserer Gesellschaft insgesamt gut. Keiner möchte das Gefühl haben, alleine da zu stehen und nur weil viel zu viele dieses Gefühl haben, mit ihren Sorgen allein gelassen zu werden, ist unsere Gesellschaft so geworden, wie sie gerade ist.
Aber wie viele schon gesagt haben, man muss selbst was tun und aktiv werden, nicht auf Leute warten (egal ob Coaches, Politiker oder sonst wer), die einem das blaue vom Himmel und die eine einfache Lösung versprechen, denn die wird es niemals geben...

28.09.2025 09:43 • x 2 #61


Zum Beitrag im Thema ↓


Greta__
Nun ja, ohne Therapie wird sich aber nichts verändern. Angelehnt an deinen Nick; es gibt keine Bibi Blocksberg die "HexHex" macht und alles ist gut.

Ich denke das Jobcenter und dein Berater werden das ohne Konsequenzen für dich nicht akzeptieren.

x 1 #2


B
@Greta__

Bibi blocksberg hab ich nur genommen weil alles andere weg war und ich keine Kombinationen mehr probieren wollte.
Und das nicht von Zauberhand passiert ist mir auch klar.

Ich habe damals eine Therapie machen müssen, obwohl ich absolut nicht dazu bereit war, deswegen weiß ich, dass, wenn ich jetzt eine anfangen würde, es nichts bringen würde.
Ich muss schon voll dabei sein und das wäre ich aktuell nicht.

Außerdem habe ich ja geschrieben das ich aktuell keine Veränderungen möchte.

#3


Idefix13
Wie wäre es vielleicht mit einer Gesprächstherapie mit dem SPDi.
Da geht es mehr um dich und deine Situation und weniger um die Ängste und Symptome der weiteren Erkrankungen und das Jobcenter sieht, dass du nicht auf der faulen Haut ausruhst..
Daumen hoch

#4


Schlaflose
Zitat von Bibi_Blocksberg:
Ich habe damals eine Therapie machen müssen, obwohl ich absolut nicht dazu bereit war, deswegen weiß ich, dass, wenn ich jetzt eine anfangen würde, es nichts bringen würde.

Ich habe meinen Rehaaufenthalt und meine letzte Therapie auch nur gemacht, um meinen Arbeitgeber und die Krankenkasse wegen längerer Krankschreibung zu besänftigen. Mir war von vornherein klar, dass es nichts bringen würde, wie die Therapien, die ich vorher freiwillig gemacht hatte. Wenn man aber Leistungen erhalten will, muss man in den sauren Apfel beißen.

#5


D
Du willst also nicht arbeiten, auch nicht an dir arbeiten.

Aber Geld bekommen willst du trotzdem.

Merkst du selbst, dass das nicht zusammen passt? Ich denke, die Gesellschaft kann vor dir schon erwarten, dass du Hilfsangebote annimmst, um mittelfristig selbst wieder arbeitsfähig zu sein. Oder siehst du das anders?

x 2 #6


Greta__
Zitat von Bibi_Blocksberg:
@Greta__ Bibi blocksberg hab ich nur genommen weil alles andere weg war und ich keine Kombinationen mehr probieren wollte. Und das nicht von ...

Du willst keine Veränderung, aber wirst nicht drum herum kommen. Jobcenter = Geld = Erwartungen an dich. Insbesondere jetzt wo die neue Regierung kommt werden Jobcenter genauer hinschauen und Sanktionen verteilen.

Keine Ahnung warum du keine Therapie machen willst, aber ich denke, außer du bist reich und nicht aufs Geld vom Steuerzahler angewiesen, wird dir nichts anderes übrig bleiben.

Sozialpsychiatrische Dienst wurde bereits vorgeschlagen. Eine gute Sache, darum würde ich mich an die wenden.

x 1 #7


J
Es hat noch nie wer gesagt das Therapie und an sich selbst arbeiten leicht ist… und in altem Schmu umeinander zu kramen. Aber wenn nicht jetzt wann dann?

Das is in etwa wie Menschen die jammern sie hätten Zuviel Speck (weil sie sich falsch ernähren und zu bequem sind) aber nichts ändern wollen.. da geht auch nur entweder oder 🤷🏻‍♀

x 1 #8


Greta__
Zitat von Junika2906:
Es hat noch nie wer gesagt das Therapie und an sich selbst arbeiten leicht ist… und in altem Schmu umeinander zu kramen. Aber wenn nicht jetzt wann ...

Letzten Endes ist jeder für sein Leben selbst verantwortlich, egal um was es geht.

Was mir aufstößt ist, das nicht selbst für den Lebensunterhalt gesorgt wird, sondern der Steuerzahler. Das ist aber mein persönliches Empfinden, da ich arbeiten gehe und auch mit meiner Psyche zu tun habe, wie viele andere auch.

x 1 #9


D
Du schreibst, du möchtest dich nicht auf dem Bürgergeld ausruhen. Doch, genau das möchtest du. Das schreibst du doch ganz klar.

x 1 #10


Z
Ich kann mich da nur meinen Vorrednern anschliessen.Entweder man will etwas ändern oder man will nichts ändern .Du hast vor ein paar Monaten auch schon mal einen Beitrag geschrieben wo du erklärtest das es im Moment nicht möglich sei etwas zu verändern.
Wann ist denn der Moment wo du etwas verändern möchtest, je länger du wartest um so länger dauert es auch damit sich was tut.
Du machst alles aus Angst nicht, dir scheint es wichtiger zu sein deiner Angst weiterhin die Macht zu geben
Das ist schade

#11


B
Ich hab doch geschrieben das ich aktuell keine Kraft habe. Ich will garantiert nicht dauerhaft BG bekommen und auch ganz sicher gesund werden. Aber im Moment fehlt es mir einfach an Kraft.
Um das noch zu erklären, müsste ich meine gesamte Lebensgeschichte erzählen, weil alles zusammenhängt und immer wieder zusammen kommt.


Ich dachte, das man wenigstens hier verstanden wird. Aber Fehlanzeige.

Bitte keine weiteren Kommentare

#12


B
@Zaubermond dann vielleicht meinen alten Beitrag nochmal lesen. Ich habe nicht geschrieben das ich gar nichts ändern will, sondern nur, das ich an der sozialen Phobie nichts ändern möchte. An den Ängsten und Depressionen schon.

#13


E
Zitat von Delinah:
Ich hoffe wirklich, dass es mit der neuen Regierung Leuten wie dir endlich mal an den Kragen geht.

Menschen, denen es offensichtlich psychisch nicht gut geht? Dann hoffe ich mal für dich, dass es dir nie so geht.

x 5 #14


J
Zitat von Greta__:
Letzten Endes ist jeder für sein Leben selbst verantwortlich, egal um was es geht. Was mir aufstößt ist, das nicht selbst für den Lebensunterhalt ...

Wenn du arbeiten gehen kannst is das ja schön für dich, das meine ich auch genau so…

es gibt Leute die können es nicht. Und wenn diese die letzen 15-20 Jahre eingezahlt haben sehe ich da auch kein Problem das mal in Anspruch zu nehmen. Sei es via Krankengeld oder mal via Arbeitslosengeld…

Habe ich ebenso gemacht… Nur ist der Unterschied das ich schon vorher mich um Therapie bemüht habe- ich im Job krank wurde- und mein alter Arbeitgeber über 40 Leute entlassen hat und nun seit August 2024 sich in Insolvenz befindet. Ich will zb wieder arbeiten- aber krieg nichts. Bin glaub schon bei über 150 Bewerbungen seit November zwinkern

Denke da muss man sich genau ansehen wie die Konstellation hier ist.

Ich finde es halt etwas kontraproduktiv zu jammern aber nichts ändern zu wollen.

x 2 #15


J
@Bibi_Blocksberg der Therapeut hilft dir aber. Kraft hin oder her. Glaube es gibt hier genug die Sch.. durch haben.

Und dennoch noch ein Mü Kraft gefunden haben zu jemandem zu gehen der ihnen hilft, weil allein schaffst du es ja scheinbar nicht,

Und dann darum zu bitten keine Kommentare mehr zu hinterlassen… Ich weiß nicht, wer in den Wald hinein schreit muss auch mit dem Echo klar kommen. Das ist nicht böse gemeint, das ist Kritikfähigkeit.

#16


D
Wer psychisch krank ist, nicht arbeiten kann und Geld von der Allgemeinheit will, der muss alles tun, um wieder gesund und arbeitsfähig zu werden. Das ist die Mindestanforderung.

Es geht darum, dass man sich nicht über Monate oder Jahre zurücklehnen darf.

Auch scheint mir nicht klar, worauf hier gewartet werden soll.

#17

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E
Bei Depressionen ist es nicht so einfach, alles für seine Gesundheit zu tun.
Das ist mitunter ja ein Symptom von Depressionen 🤷‍♀

x 4 #18


D
Das ist mir bekannt.

Aber wie soll die Gesellschaft damit umgehen? Irgendwann füttern ein paar wenige den ganzen Rest durch, der eine der zahlreichen Diagnosen hat, die ihn vom Arbeiten abhalten.

Anders gefragt: Was wäre von der Depression übrig, wenn sie einfach arbeiten müsste, weil sonst morgen nichts mehr im Kühlschrank wäre? Was würde sie dann tun?

#19


Sonja77
Sie hat doch gesagt das sie im Moment nicht die Kraft dazu hat
Das ist eben so bei Depressionen da funktioniert man nicht mehr wie man müsste oder es andere von einem verlangen

x 6 #20


A


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Prof. Dr. med. Thomas Hillemacher
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