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Hallo ihr Lieben,
möchte euch mal von einer Klinikerfahrung berichten.
Ich persönlich kann einen stationären Aufenthalt nicht hervorheben.
Ich war 2 Wochen in einer Klinik in Südhessen, für mich im Nachhinein eher ein Auffanglager.
Ich wurde dorthin befördert wegen einer Panikattacke die ich hatte, das zuständige Krankenhaus konnte nichts finden wollte mich wieder entlassen
ich konnte dies aber nicht wahrnehmen und habe mich in eine Klinik fahren lassen, Dort angekommen landete ich am ersten Tag in der geschlossenen
zur Erstversorgung, mir war dass zu diesem Zeitpunkt aber relativ wurscht. Hauptsache ich schaffe dies dort zu überleben.
Nach einer Tavor und paar Stunden Schlaf war ich dann wieder ganz gut drauf und kam auf die offene Station, dort angekommen
habe ich letztendlich ca. 10 Tage eine schöne Zeit, bis mir Antidepressiva verabreicht werden sollte, dies habe ich abgelehnt und bekam die nächste
Panikattacke, bekam auch ein anderes Medikament und hatte zum Glück sehr nette Mitpatienten um mich rum die mich sehr gestärkt haben.
Ein Tag lief es noch gut und dann genau nach 2 Wochen habe ich mich selbst entlassen, dass ich die Nebenwirkungen des Antidepressivum nicht ertragen konnte,
meine Eltern haben mich noch an dem Tag it nach Hause genommen.
Zu Hause angekommen war ich erstmal gerrädert und derartig verwirrt aber habe es dann nach wenigen Tagen etwas geschafft.
Leider kamen zuhause einige Ängste vermehrt wieder zurück z.b. die Angst vor Krankheiten die in der Klinik etwas betäubt wurden,
auf der Suche nach einer geeigneten Tagesklinik und fast 4 Wochen wieder zu Hause und Arztsuche etc. habe ich dann eine mehr oder wenige erfolgreiche Zeit hier
gehabt konnte mich aber nicht zwingen irgendwie wieder nach Hause zu gehen. Schließlich habe ich dann auch noch zwischendurch eine Klinik hier in der Nähe aufgesucht wo ich genau
1 Tag geblieben bin, weil ich als Angstpatient mit einem Alk. auf dem Zimmer gelegt wurde, der alle 2 Stunden gemessen wurde und fürchterlich geschnarcht hat.
Eine Zimmerumlegung wollte mir diese Klinik nicht gewähren, somit habe ich mich hier selbst entlassen. Dann also wieder nach Hause, weiter warten auf eine Tagesklinik
mit mehr oder wenigem Erfolg. Dann hatte ich mich zurück errinert dass die erste Klinik doch gar nicht so wirklich schlecht war und habe einen weiteren Einstieg gewagt und bin dann dorthin gegangen,
nach 4 Tagen hatte ich dort auch wieder einen Patz, mit kleiner Freude dachte ich, beendest du dies dort was du vorgehabt hast und gibst dem ganzen eine Chance.
Dort angekommen war ich dann doch sehr skeptisch und habe mich auf Anhieb nicht wirklich wohl gefühlt. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl die Woche davor, aber am Abend vor der Klinik
war mir doch sehr mulmig, dass ich dies alles wieder nochmal starten sollte. Nunja dort angekommen wollte ich direkt wieder nach Hause. Konnte nix essen, habe nur geheult.
Meine Eltern mussten am Abend nochmal kommen und haben gesagt ich soll da bleiben ich bräuchte Hilfe.
Habe dann gefragt was sie im Angebot hatten, dann hatten die doch tatsächlich Tablettensorten aufgezählt zum beruhigen anstatt mir irgendwelche Therapien anzubieten.
Ich hab dann noch mehr geheult und habe mich drauf eingelassen. Fazit ich war jetzt 6 Tage dort und bin gestern wieder raus. Genau 120 Minuten Gruppengespräch, kein Einzelgespräch.
Essen, Trinken, Langeweile. Nettes Personal, aber überhaupt keine Fortschritte sondern nur Schritte die nach hinten losgehen. Eine Auffangklinik zum runterkommen sehr gut geeignet
aber nicht auf Dauer. Ich habe mir viel angehört, auch Leute die schon 7-8 mal da waren. Meine Angst wurde nochmehr gesteigert und ich habe nun noch ein paar mehr Symptome als ich reingekommen bin,
Für Leute die wirklich große Krisen haben, eignet sich so ein Aufenthalt vielleicht Prima aber mit einer Panikattacke so ein großen Aufwand ist dies nicht wert.
Ich möchte keine KLinik denunzieren, deswegen auf PN Anfrage gebe ich gerne eine Antwort und den Namen der Klinik.
Wer Fragen hat kann sich gern melden, ich kann ausführlich berichten.
Freue mich auf eine Resonanz.
lg Alex

11.09.2017 14:30 • 11.09.2017 #1


2 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von alexwi29:
Ich persönlich kann einen stationären Aufenthalt nicht hervorheben.
Ich war 2 Wochen in einer Klinik in Südhessen, für mich im Nachhinein eher ein Auffanglager.


Das war aber dann eine psychiatrische Klinik. Das kannst du nicht mit einem stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik und schon gar nicht mit einer Rehaklinik vergleichen.

Hier wird immer wieder der Fehler gemacht alle stationären Aufenthalte in einer Klinik über einen Kamm zu schneren.

11.09.2017 15:13 • #2


Richtig ja.... Eine psychiatrische Klinik.
Ich habe auch negative Erfahrungen mit einer psychosomatischen Kur gemacht.

11.09.2017 15:17 • #3