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brokenheart1302
Hallo, ich habe mich hier angemeldet weil ich niemand habe mit dem ich über meine Probleme und Sorgen reden kann Die Rentenversicherung hat mir für Anfang August einen Klinikplatz für eine Langzeit Rehabilitation in der Salus Klinik Hürth zugewiesen (26 Wochen ) Hinter dieser Therapie steht das Jobcenter da meine Erwerbsfähigkeit geprüft wird bzw. zwecks gewünschter Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Ich bin Langzeitarbeitslos und seit etwa Mitte 2017 durchgehend AU geschrieben (von unterschiedlichen Ärzten), es müsste Frühjahr 2018 gewesen sein glaube ich, als die DRV und das JC eine Überprüfung meiner Erwerbsunfähigkeit/Erwerbsminderung in Auftrag gegeben haben - die Feststellung von fast vollständiger (6-8 h) Arbeitsfähigkeit war das niederschmetternde und völlig willkürliche Ergebnis es wurde überwiegend nach Aktenlage entschieden und etwa jeweils 5min. sehr oberflächliche, wenig aaussagekräftige Untersuchungen haben zur Ablehnung der EU Rente oder zumindest einer Erwerbsminderung geführt. habe sofort Widerspruch eingelegt der nach einiger Zeit abgelehnt wurde. Ich selbst, mein Psychotherapeut und Hausarzt sehen mich derzeit nicht erwerbsfähig. Seitdem haben sich meine gesundheitlichen, vor allem psychischen Probleme massiv ausgeweitet und verstärkt. Die Diagnosen im einzelnen: ADS mit allen starken Symptomen, starke Depressionen, SVV mit Verdacht BPS, Amphetamin Abhängigkeit, so gut wie nicht belastbar, soziale Kompetenz Störung, Ängste sowie die körperlichen Krankheiten starkes Asthma, Neurodermitis, Allergien und LWS Syndrom. Leider habe ich erst durch puren Zufall Ende letzten Jahres einen spezialisierten Facharzt (Psychologe) für ADHS/ADS gefunden nachdem verschiedene Psychotherapeuten, vermeintliche "Fachärzte" und Neurologen und eine 3 Jährige Fehlbehandlung in einer Psychiatrischen Institutambulanz mir sehr zugesetzt haben. Meine psychische Verfassung war kritisch und ich war hoffnungslos am Boden als mir endlich die ADS Diagnose gestellt wurde und die ambulante Therapie beginnen konnte. Vermutet hatte ich das schon länger bzw. Verdacht auf chronisches Erschöpfungssyndrom da eines der belastenden Symptome eine sehr starke Erschöpfung, permanente Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, fehlende Konzentration war. Deshalb und weil keines der verordneten AD's die den Antrieb stärken sollten wirkte (NW bei ecitalopram, Citalopram, Fluoxetin und anderen SSRI) und vor allem weil meine psychische Verfassung komplett ignoriert wurde von den damals behandelnden Ärzten - fing ich mit Amph an weil das genau das richtige zu diesem Zeitpunkt war. seitdem hab ich fast jeden Monat konsumiert, nie mehr als 4-5 g jedoch. Seit ich Medikinet bzw jetzt Ritalin erwachsen bekomme ist es etwas weniger geworden aber ganz weg davon bin ich nicht. .

Ich bezeichne mich als sehr sozial distanziert, kontaktscheu, introvertiert, Einzelgänger und mittlerweile manifestieren sich gewisse Ängste und eine Vermeidungshaltung der Aussenwelt gegenüber. Phobie würde ich noch nicht sagen aber es geht vermutlich in diese Richtung Deshalb nehme ich seit kurzem Tavor 1 mg/Tag und weil sich Panikattacken und SVV verstärkten. Seitdem geht es einigermaßen, vertrage das Lorazepam sehr gut und die schlimmen Ängste sind zumindest momentan im Griff - bis ich den Bescheid über die Langzeit Reha in der Salus Klinik erhalten habe seitdem hab ich starke Beklemmungsgefühle, Zittern, Herzrasen usw mit jedem Tag der August näher kommt. Die Klinik hat online nicht wirklich die besten Bewertungen und der Fokus liegt in der Sporttherapie womit ich ein Problem habe. die Trennung von meinem gewohntem, sichern Umfeld, meiner Routine, dem schützenden Raum in den ich mich zurück gezogen habe macht mir furchtbare Angst! Wenn es möglich wäre eine andere Klinik auszusuchen die meiner Vorstellung von einer erfolgreichen, Angstfreien und machbaren Therapie näher kommt, macht es Sinn die DRV darum zu bitten? Mein "Traum" ist eine Reha mit Tiergestützter Therapie und Naturnahen Behandlungskonzept ( z.b. die Reha Park Klinik in Altenkirchen) allerdings behandeln die kein ADS :-/ und das sollte ja im Vordergrund stehen. Wie hoch schätzt ihr die Chancen dennoch ein, eine andere Reha Klinik auszuwählen?

Zu mir: Ich lebe seit dem traumatischen Verlust meiner Seelenhündin im Februar d. J. fast komplett zurück gezogen, isoliere mich freiwillig und hab mir in meiner kleinen Wohnung eine Schutzblase vor der Aussenwelt errichtet. So war ich vorher nie! Eigentlich hatte ich zumindest Zeitweise mit meiner Hündin ein Sozialleben, nahm täglich an der Gesellschaft teil, hatte einige nette Bekanntschaften mit Hund, war mehr draußen als in der Wohnung. Ihr Tod hat mir den Boden weg gerissen und mich psychisch extrem und hart getroffen. Sie war alles für mich, meine Stütze, meine Stärke, meine Freundin. langsam ist es erträglich geworden ganz alleine zu sein. aber dennoch fehlt sie mir unendlich jeden Tag! Hunde, insgesamt alle Tiere, spielen immer schon eine wesentliche Rolle in meinem Leben, mehr als Menschen. Gerade zu Hunden habe ich eine besondere Bindung und der Spaziergang, das tägliche Gassigehen in der Natur haben eine heilsame, entspannende und beruhigende Wirkung, ich bin alles andere als sportlich, kann nicht Fahrrad fahren durch einen Unfall in der Kindheit, hasse allgemein Sport regelrecht vermutlich durch negative Erfahrungen. Aber mit meinem Hund konnte ich stundenlang wandern gehen, meist alleine aber gelegentlich auch mit anderen Hundehaltern. Das fehlt mir unendlich und die Erinnerungen an diese wunderschöne Zeit schmerzt sehr Mein Therapeut empfiehlt mir auch dringend, wieder einen Hund zu adoptieren - leider- und das macht mir sehr viel Angst - verbietet meine Vermieterin inzwischen die Hundehaltung. meine Hündin war jahrelang mündlich geduldet und akzeptiert, es gab nie Klagen oder Beschwerden, im Gegenteil, sie war sehr beliebt und hatte einen guten Ruf aber mündlich untersagte die VM weitere Hundehaltung ohne Begründung. Im Haus lebt noch ein weitere Hund der ebenfalls nur mündlich geduldet wird und allgemein war es immer selbstverständlich das Hunde im Haus leben. Habe einen freundlichen, sehr netten Brief bezüglich der Erlaubnis zur Hundehaltung verfasst, mein Therapeut hat ebenfalls noch seine ärztliche Empfehlung beigetragen. Bislang jedoch keine Antwort darauf. umziehen kann ich mir absolut nicht vorstellen, zahle eine sehr geringe Miete, es gibt für ALG 2 Empfänger kaum bezahlbare Wohnungen, zudem ist es fast unmöglich überhaupt mit H4 einen verständnisvollen VM zu finden. auch hab ich erst vor kurzem die Wohnung renoviert so das die Wohnqualität sehr verbessert wurde. Ausziehen kommt nicht infrage aber die Vorstellung nie mehr einen Hund zu haben ist kaum zu ertragen:-( Hatte eigentlich vor nach der Reha auf die Suche zu gehen aber ohne schriftliches Ok vom VM unmöglich.

30.05.2020 19:13 • 09.07.2020 #1


14 Antworten ↓


brokenheart1302
Mein Wunsch war ein sehr kleiner, junger und ruhiger Mischling aus dem Tierschutz, max. 35 cm und nicht mehr als 6/7 kg. Meine Hündin kam auch von einem Tierschutz Verein. Weiß echt nicht wie es ohne Hund weitergehen soll, vor allem da hier im Ort fast jeder einen oder mehrere Hunde hat:-( das ist u.a. auch ein Grund weshalb das rausgehen oft traurig und deprimierend ist. Spätestens im Herbst und Winter wird das alleine sein unerträglich werden da ich in diesen Jahreszeiten stark melancholisch und oft niedergeschlagen bin. Natürlich setze ich einiges an Hoffnung in die Reha, zumindest was soziale Kontakte knüpfen angeht. Aber dazu muß das Therapiekonzept zu mir passen und es sollte ein positives Gefühl geben. Ich war in den letzten 10/12 Jahren in keiner stationären Behandlung, hauptsächlich durch meinen Hund und meinem relativ gutem Allgemeinbefinden sowie verschiedener ambulanter Behandlungen die einzig auf Medikamentöser Therapie ruhten aber wenig bis gar nicht halfen. Hatte natürlich immer Mal wieder "Downs" und auch Tiefpunkte die auf Überforderung und massivem Druck des JC zurück zu führen waren. Es ging mir relativ gut bis sehr gut, hatte auch Jobs als Haushaltshilfe und durch Pflichtbewerbungen vom JC ein paar kurze Beschäftigungen als Regalservice, Zeitung austragen und Reinigungskraft. Konnte aber nie länger als 6 Wochen in den Jobs arbeiten da meine Gesundheit nicht mit gespielt hat. Gelernt habe ich kfm Bürokraft, allerdings nie in dem Beruf gearbeitet.

30.05.2020 19:50 • #2



Verzweifelt, Angst vor stationärer Reha & Kummer

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Cati
Hallo.
Herzlich Willkommen im Forum.
Hier kannst du dir immer alles von der Seele schreiben.
Tut mir sehr leid, daß du deinen Hund nicht mehr an deiner Seite hast.
Kopf hoch. Gib nicht auf.

Liebe Grüße.

31.05.2020 02:02 • x 2 #3


brokenheart1302
Danke cati mir geht es auch um Erfahrungen die jemand mit der Salus Klinik gemacht hat und auch wie hoch die Chancen stehen eine EU-Rente zu bekommen, habe vor nochmals einen Antrag zu stellen mit den aktuellen ärztlichen Gutachten und Diagnosen. Damals wurde ja so gut wie gar nicht auf meinen Gesundheitszustand eingegangen Außerdem möchte ich gerne wissen ob es möglich ist, die Reha Klinik zu wechseln? bin wirklich psychisch sehr labil, kaum belastbar, habe eine Anpassungsstörung und komme mit Druck, Stress überhaupt nicht zurecht

Wünsche euch schöne Pfingsten

31.05.2020 11:10 • x 1 #4


Calima
Zitat von brokenheart1302:
Weiß echt nicht wie es ohne Hund weitergehen soll,


Wenn ein Hund dir so viel bedeutet, hast du die Option, deine Lebensumstände so zu verändern, dass du einen halten kannst. Du bist nicht dazu verdammt, ohne Hund zu leben, nur weil deine jetzige Wohnsituation es nicht erlaubt.

Wiegt aber schwerer, dass du die Wohnung behalten möchtest, hilft es nicht, einem Hund nachzutrauern. Das verstärkt nur die schlechten Gefühle, verändert aber nichts.

Was steht denn in deinem Mietvertrag? Wenn dort nichts zur Tierhaltung steht, Kleintierhaltung oder gar Tierhaltung insgesamt erlaubt ist, darfst du zumindest eine Katze halten. Mit der kann man zwar nicht spazieren gehen, aber sie würde u.U. deiner Einsamkeit entgegenwirken. Es gibt Katzenrassen, die sich stärker an den Menschen anschließen als andere. Eine Maine Coon gilt beispielsweise als "Hund unter den Katzen", und ich kann das aus eigener Erfahrung mit 3 Vertretern dieser Rasse bestätigen.

Zur Klinik kann ich leider nichts sagen.

31.05.2020 11:21 • x 1 #5


brokenheart1302
@calima, danke für deinen Beitrag. Das Thema ist quasi die ganze Zeit präsent und meine Gedanken drehen sich sehr oft darum...wie es mit dem großen Wunsch der Hundehaltung weitergeht... Das ganze hat ja Auswirkungen auf meine Lebenssituation, meine psychische und körperliche Gesundheit. Seit Februar wo meine Maus über die Regenbogenbrücke gegangen ist ziehe ich mich immer mehr und mehr aus dem normalen Alltag zurück, bisherige Sozialkontakte, sei es in den sozialen Medien (Facebook, Instagram) oder echte Kontakte, sind fast komplett eingestellt. Habe einfach nicht mehr die Kraft und Konzentration, Geduld und Ausgeglichenheit dafür, jede Art der Kommunikation raubt Energie die eh kaum da ist, nervt und belastet mich auch wenn es richtig und wichtig wäre mit ein paar Menschen weiterhin in Kontakt zu bleiben denn ihnen habe ich viel zu verdanken bzw meine Hündin aber selbst hier in einem anonymen Forum zu posten hat Stunden gedauert bis ich mich aufraffen kann zu antworten und um in meinem zerstreuen Kopf die richtigen Worte zu finden....es strengt sehr an. Vor dem Tod meines Hundes war alles anders, habe täglich auf FB und Instagram gepostet, viel Kontakt zu FB Freunden und auch im Ort gab es einige Kontakte und oberflächliche Freundschaften, allerdings nur wegen und durch meine Hündin hab mich immer Mal wieder mit anderen Hundehaltern getroffen oder per WhatsApp und Messenger teilweise stundenlang gechattet. Das kommt mir jetzt vor wie ein ganz anderes, fremdes leben das mit mir jetzt aktuell gar nichts mehr zu tun hat bin auch so gut wie gar nicht mehr auf FB obwohl ich für meine Hündin eine eigene Seite erstellt habe, momentan ist es nicht auszuhalten meine FB oder Instagram Seite aufzurufen. Allgemein vermeide ich die sozialen Medien und bin lieber auf diversen Internetseiten, Foren unterwegs wo ich meistens nur lese. Selten Bring ich die Energie und Konzentration auf einen sinnvollen Beitrag zu verfassen. Auch gibt es eine Art "Zwangsstörung" was die Daten von Forenbeiträgen angeht - alles was kurz vor oder kurz nach dem Tag der Einschläferung geschrieben wurde triggert mich total, weil die Erinnerungen sofort da sind, ansonsten gelingt es mir relativ gut das Thema zu verdrängen und auszublenden. Hatte aber auch schon Rückfälle in SVV (seit Jahren frei davon), Suizidgedanken, Heulkrämpfe, pure Verzweiflung, Panikgefühle und hoffnungslose Gedanken durch tavor hab ich es soweit im Griff aber unter der Oberfläche hat sich extrem viel angestaut, schwere Schuldgefühle, Einsamkeit, Verlust und Trauer....Versuche das mit permanentem TV und Internetkonsum sowie Amph zu betäuben und zu unterdrücken. Auch mein Alk. hat seitdem zugenommen, nicht das ich öfters besoffen wäre- aber früher hab ich Mal 1-2 B. oder Mixgetränke (nix hochprozentiges) in der Woche getrunken, oft wochenlang gar keinen Alk. weil keinen Bock drauf, mittlerweile bin ich auf ca. 10 B. + in der Woche....manchmal auch so Liköre oder mixe selbst einen Cocktail. Es ist hauptsächlich um die Gedanken zu unterdrücken und auch viel Langeweile....da ich arbeitsunfähig bin und ich mich selbst auch als nicht arbeitsfähig einschätze (geringste Belastungen und Stress lösen Panikgefühle, Angst und Verzweiflung bis hin zu Suizidgedanken aus) gibt es außer dem Haushalt machen und einkaufen nicht viel zu tun. Ein paar Mal hab ich es geschafft draussen ein paar Runden zu drehen aber die Begegnung mit anderen Hundehaltern, vor allem wenn die meinen Hund kannten, löst starkes, unkontrolliertes weinen, Zittern, Herzrasen usw. aus. Zwischendurch klappt es mal einen kleinen Spaziergang zu machen aber alles im ort ist mit den Erinnerungen verknüpft und sehr schmerzhaft und retraumatisierend schlimmstenfalls.

Eine katze kann und werde ich nicht holen denn es geht mir ja in erster Linie um das rausgehen, die Bewegung im der Natur, Sozialkontakte mit anderen Hundehaltern, und grundsätzlich bin ich eher der Hunde-als Katzenmensch. Hatte schon Katzen gehabt vor meiner Hündin aber alle hatten einen sehr starken Freiheitsdrang und wollten raus, leider ist direkt vorm haus eine Hauptstraße auch finde ich meine Wohnung zu klein und ungeeignet für Katzen. Auch andere Wohnungstüre wie Kaninchen etc. sind keine Alternative da nur ein Hund mich aus meiner Erkrankung rausreißen kann, Hunde waren für mich schon immer die besten Sozialpartner und Freunde. Selbst wenn ich das okay von der VM hätte (die sich bislang nicht zum Brief gemeldet hat) durch die Reha kommt es derzeit eh nicht infrage...auch wenn die Zeit ohne hund immer schwerer und unerträglicher wird, um das zu ertragen steigt mein Konsum und die Stimmung wird negativer....denke das ein "Therapie hund" für mich ideal wäre auch wenn nur an einigen Tagen in der Woche als Ersatz für eine Psychotherapie - aber das gibt es ja nicht hier.

Wünsche einen schönen Pfingstmontag

01.06.2020 09:06 • x 1 #6


Bevor du an einen neuen Hund denkst, solltest du zuerst einmal deinen Klinikaufenthalt antreten. Dort kannst du dann auch diese Thematik ansprechen. Ich bin mir rechtlich nicht sicher, aber soweit ich mich erinnere gilt folgendes: Wenn Tiere stillschweigend erlaubt waren, gilt das auch weiterhin. Aber wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher.

Zu den anderen Fragen kann ich leider nichts beitragen. Trotzdem alles Gute dir!

01.06.2020 14:03 • x 1 #7


brokenheart1302
Das mit einem neuen Hund wollte ich sowieso erst nach der Reha angehen momentan fehlen mir auch die finanziellen Mittel und mein Verstand sagt auch das es besser ist zur Zeit keine zusätzliche Verantwortung zu tragen und auch die Trauerbewältigung und traumatische Ereignisse im Zusammenhang mit meiner Hündin müssen aufgearbeitet und abgeschlossen werden. Die letzten 2 Jahre waren sehr hart und sowohl psychisch als auch physisch unfassbar anstrengend, da gibt es einiges was mich extrem belastet

Dennoch blockiert mein Kopf an den Gedanken der Langzeit Reha, habe echt Angstgefühle, vor allem das ich meinen persönlichen Schutzraum, meine Wohnung, so lange verlassen muss, alles was mir derzeit Sicherheit gibt ist dort nicht mehr da. Ich weiß das es sein muss und der Abstand vom gewohntem Alltag ist auch notwendig dennoch....die Dauer der Therapie macht mir auch zu schaffen, eigentlich wollte ich max. 8 Wochen und jetzt sind es 6 Monate... War mit 15 Jahren das letzte Mal so lange in einer Klinik und die Zeit war die Hölle Auch das ich das Tavor vorher absetzen muss bzw einen 10 tägigen Entzug im KH machen muss macht mich total fertig.... mittlerweile kann ich ohne tavor nicht mehr schlafen und der Drang zur SVV ist damit im Griff. Muss mich wohl oder übel an den Gedanken gewöhnen die Reha anzutreten hab aber kein gutes Gefühl dabei....

01.06.2020 17:57 • #8


Ich kann deine Sorgen und Ängste schon verstehen, aber bitte sehe das alles nicht ganz so negativ. Es könnte auch eine Chance auf ein neues Leben ohne div. Süchte sein.

Die jetzige Reha solltest du nicht mit deinen Erfahrungen als Jugendlicher vergleichen. Mit 15 J. länger von zu Hause weg ist echt heftig.

02.06.2020 15:14 • x 1 #9


Lokalrunde
Eine Überprüfung der Erwerbsunfähigkeit/Erwerbsminderung durch die RV, oh mein Gott. Das sind irgendwelche niedergelassene Ärzte die nur so etwas machen, war die Praxis leer als du deinen Termin hattest, diese Ärzte haben natürlich kaum Interesse irgend jemanden für Erwerbslos zu attestieren würden die dann ja keine Aufträge mehr von der RV erhalten, ein absolut abgekartetes und schmutziges Geschäft. Da kann man noch so viel Berichte von Ärzten vorlegen aber gegen diese sogenannten Gutachter kommt man nur ganz selten an, dass Sozialgericht wird meist denen das Recht zusprechen. Wichtige und ernst zunehmende Berichte deiner Ärzte werden nicht mal gelesen oder schnell als unwichtig weg dementiert. Da muss man schon verdammtes Glück haben oder Vitamin B besitzen, wem und warum es einigen gelingt ist mir noch nicht ganz klar geworden. Ich würde dir ganz dringend nahe legen den Aufenthalt in dieser Klinik dafür zu nutzen, ich war 1998 in der Klinik Rastede 10 Wochen Stationär in Reha, mein damaliger Arzt und Psychotherapeut dort fragte mich mal spontan ob ich noch weiter Arbeiten gehen möchte, ich war damals 36 und bejahte, er sagte es wäre mit seiner Hilfe und die der Klinik ein leichtes raus zu kommen. Leider habe ich damals nicht weiter hinterfragt was ich heute bedauer, nicht weil ich nicht mehr arbeiten kann/möchte sondern weil mich die Neugier plagt. Ein ganz großes Thema bestimmt für einige hier im Forum. Dir alles gute und Kopf hoch.-

02.06.2020 15:50 • x 1 #10


Gorilla
@brokenheart1302 habe gelesen das du in die Salus Klinik in Hürth gehst. Wohne nicht weit weg von Hürth. Komme also auch aus dem Rhein-Erft-Kreis. Fühle dich gedrückt.

11.06.2020 22:09 • x 1 #11


brokenheart1302
@lokalrunde, danke für deinen Erfahrungsbericht trotzdem kann ich die Angst und negativen Gefühle +Gedanken wegen der Reha nicht abschalten war diese Woche bei meiner sozialen Beratungsstelle die zuständig für die Rehabilitation ist und wichtige Unterstützung im Bereich Sucht/Abhängigkeit sowie psychologische Hilfe. Die Beraterin hatte leider wenig Zeit, wegen Coronavirus sind auch viele Termine weggefallen während des recht kurzen Gesprächstermin teilte ich ihr meine Panik, Ängste und Unwohlsein im Bezug auf die Langzeit-Reha mit, sie hatte schon Verständnis und versteht meine Bedenken - dennoch muss die Therapie sein, vor allem da das JC mir im Nacken sitzt überhaupt resultieren meine psychischen Belastungen, Ängste, Verzweiflung der letzten Jahre auch aus dem großen Druck den das JC ausübt....die immer vorhandene Panik durch Sanktionen, Zwangsmaßnahmen und ständige Forderungen jeden ****Job annehmen zu müssen haben mich erst richtig kaputt gemacht

Deshalb ist die Hoffnung das während der Reha eine realistische, alle Erkrankungen berücksichtigende Einschätzung meiner Arbeitsfähigkeit stattfindet. Ich selbst wünsche mir ein oder zwei Jahre Zeitrente um vom JC wegzukommen und um ohne Zwang und Druck meinen eigenen Weg zu finden

Die Zeit wird es zeigen, hoffe das beste. Ach ja, meine Vermieterin hat inzwischen schriftlich erlaubt das ich mir einen kleinen Hund holen darf natürlich erst nach der Therapie, Versuche möglichst Facebook + Kleinanzeigen zu meiden um nicht spontan auf eine Vermittlungsanzeige zu reagieren...

11.06.2020 22:21 • x 1 #12


brokenheart1302
Zitat von Gorilla:
@brokenheart1302 habe gelesen das du in die Salus Klinik in Hürth gehst. Wohne nicht weit weg von Hürth. Komme also auch aus dem Rhein-Erft-Kreis. Fühle dich gedrückt.
cool, ich kenne mich dort überhaupt nicht aus, bin seit zig Jahren aus meiner Heimatstadt nicht heraus gekommen vielleicht können wir uns treffen im August?

Eigentlich nehme ich die Therapie vor allem als Chance und große Hoffnung an um mit dem Trauma, der Trauer wegen dem Verlust meiner Seelenhündin klar zu kommen da gibt es viel aufzuarbeiten, die Schuldgefühle die durch falsche Entscheidungen immer präsent sind versuche ich zu verdrängen - muss mich aber meinem versagen stellen um damit irgendwann abschließen zu können leider kommt es durch meine Erkrankungen in besonders belastenden Situationen, bei großem Stress zu impulsiven, negativen Verhaltensweisen die mich innerlich kaputt machen.... ich weiß das irgendetwas in der Vergangenheit passiert ist das so einen psychischen Knacks verursacht hat das es nicht möglich ist damit alleine klar zu kommen Mobbing in der Schule, gewalttätige Beziehungen in der Vergangenheit.... hatte niemals ein normales Sozialleben mit Freunden, meine Mutter ist seit Jahren psychisch krank mit Suizidversuch in der Vergangenheit, Zwillingsschwester Heroinabhängig..... Tja, viel seelischer Ballast der nie wirklich aufgearbeitet wurde.....

11.06.2020 23:04 • #13


Cati
Zitat von brokenheart1302:
Ach ja, meine Vermieterin hat inzwischen schriftlich erlaubt das ich mir einen kleinen Hund holen darf

Das ist doch sehr erfreulich.

Alles Gute.

11.06.2020 23:24 • x 1 #14


brokenheart1302
Hallo habe mich jetzt lange nicht gemeldet obwohl mir sehr oft danach war "mich auszukotzen" es liegt wahrscheinlich an meiner zunehmenden Depression, da hab ich eine Art Blockade im Kopf, hab die letzte Zeit auch kaum Kontakte zu Bekannten und Familie gesucht, war und ist mir momentan alles zuviel leider gab es auch Rückfälle mit D**** und Alk. sowie damit verbunden SVV..... Mache mir immer noch zuviel Gedanken um die Reha obwohl ich mich langsam damit abfinde, die Wartezeit bis dahin (05.08.) macht mir halt zu schaffen, die Aufgabe ist jetzt bis dahin komplett Abstinent zu bleiben (hab schon den Kontakt zu bestimmten toxischen Personen abgebrochen) und clean die Reha beginnen zu können. Die Dr**** haben mir in der letzten Zeit bewusst gemacht das es so nicht weiter gehen kann, mir ging es sehr schlecht damit, teilweise war es wirklich aus der "Langeweile" und dem Nichtstun heraus das ich wieder zugegriffen habe.... gesundheitlich hat es mir mehr geschadet als das ich mich damit besser gefühlt habe. Auch der massive Druck der durch den Zwang in eine Langzeittherapie gehen zu müssen (bei mir hängt das Jobcenter und die DRV mit drin) und die Reha-Klinik nicht selbst auswählen zu können führte zu extrem negativen Gedanken. Aber mit dem Konsum hab ich innerlich abgeschlossen auch wenn es schwer fällt, ich versuche stark zu bleiben
Allerdings lassen mich die Trauergefühle, Schuldgefühle meiner Hündin gegenüber nicht los, zur Zeit unterdrücke ich die starken Emotionen bis zum Therapiebeginn weil ich einfach damit nicht umgehen kann Sie fehlt mir immer noch so schrecklich auch wenn die vergangenen 2 Jahre mit ihr alles andere als einfach waren aber wenigstens war immer jemand da, ich wurde gebraucht und der Alltag war abwechslungsreich und mehr oder weniger strukturiert. Mittlerweile kostet es viel Überwindung, überhaupt vor die Tür zu gehen, ein normaler Alltag ist derzeit nicht vorstellbar.
Die Hoffnung, nach der Reha wieder einen Hund aufnehmen zu können und wieder soziale Kontakte zu knüpfen ist das einzige was für die Zukunft zählt

So langsam beginne ich auch, die ersten Sachen schon zusammen zu packen (wenn jemand eine gute Liste kennt was man alles für einen langen Klinikaufenthalt mitnehmen sollte freue ich mich darüber ) Es ist mir absolut bewusst, dass es so nicht weitergehen kann und eine längere stationäre Therapie notwendig ist um mit mir selbst wieder klar zu kommen, dennoch, durch die Sozialphobie und lange Zeit alleine ohne soziale Kontakte bleibt eine gewisse Angst damit überfordert zu sein

09.07.2020 13:12 • x 1 #15



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf