Hallo, ich habe mich hier angemeldet weil ich niemand habe mit dem ich über meine Probleme und Sorgen reden kann

Die Rentenversicherung hat mir für Anfang August einen Klinikplatz für eine Langzeit Rehabilitation in der Salus Klinik Hürth zugewiesen (26 Wochen

) Hinter dieser Therapie steht das Jobcenter da meine Erwerbsfähigkeit geprüft wird bzw. zwecks gewünschter Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Ich bin Langzeitarbeitslos und seit etwa Mitte 2017 durchgehend AU geschrieben (von unterschiedlichen Ärzten), es müsste Frühjahr 2018 gewesen sein glaube ich, als die DRV und das JC eine Überprüfung meiner Erwerbsunfähigkeit/Erwerbsminderung in Auftrag gegeben haben - die Feststellung von fast vollständiger (6-8 h) Arbeitsfähigkeit war das niederschmetternde und völlig willkürliche Ergebnis

es wurde überwiegend nach Aktenlage entschieden und etwa jeweils 5min. sehr oberflächliche, wenig aaussagekräftige Untersuchungen haben zur Ablehnung der EU Rente oder zumindest einer Erwerbsminderung geführt. habe sofort Widerspruch eingelegt der nach einiger Zeit abgelehnt wurde. Ich selbst, mein Psychotherapeut und Hausarzt sehen mich derzeit nicht erwerbsfähig. Seitdem haben sich meine gesundheitlichen, vor allem psychischen Probleme massiv ausgeweitet und verstärkt. Die Diagnosen im einzelnen: ADS mit allen starken Symptomen, starke Depressionen, SVV mit Verdacht BPS, Amphetamin Abhängigkeit, so gut wie nicht belastbar, soziale Kompetenz Störung, Ängste sowie die körperlichen Krankheiten starkes Asthma, Neurodermitis, Allergien und LWS Syndrom. Leider habe ich erst durch puren Zufall Ende letzten Jahres einen spezialisierten Facharzt (Psychologe) für ADHS/ADS gefunden nachdem verschiedene Psychotherapeuten, vermeintliche "Fachärzte" und Neurologen und eine 3 Jährige Fehlbehandlung in einer Psychiatrischen Institutambulanz mir sehr zugesetzt haben. Meine psychische Verfassung war kritisch und ich war hoffnungslos am Boden als mir endlich die ADS Diagnose gestellt wurde und die ambulante Therapie beginnen konnte. Vermutet hatte ich das schon länger bzw. Verdacht auf chronisches Erschöpfungssyndrom da eines der belastenden Symptome eine sehr starke Erschöpfung, permanente Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, fehlende Konzentration war. Deshalb und weil keines der verordneten AD's die den Antrieb stärken sollten wirkte (NW bei ecitalopram, Citalopram, Fluoxetin und anderen SSRI) und vor allem weil meine psychische Verfassung komplett ignoriert wurde von den damals behandelnden Ärzten - fing ich mit Amph an weil das genau das richtige zu diesem Zeitpunkt war. seitdem hab ich fast jeden Monat konsumiert, nie mehr als 4-5 g jedoch. Seit ich Medikinet bzw jetzt Ritalin erwachsen bekomme ist es etwas weniger geworden aber ganz weg davon bin ich nicht. .
Ich bezeichne mich als sehr sozial distanziert, kontaktscheu, introvertiert, Einzelgänger und mittlerweile manifestieren sich gewisse Ängste und eine Vermeidungshaltung der Aussenwelt gegenüber. Phobie würde ich noch nicht sagen aber es geht vermutlich in diese Richtung

Deshalb nehme ich seit kurzem Tavor 1 mg/Tag und weil sich Panikattacken und SVV verstärkten. Seitdem geht es einigermaßen, vertrage das Lorazepam sehr gut und die schlimmen Ängste sind zumindest momentan im Griff - bis ich den Bescheid über die Langzeit Reha in der Salus Klinik erhalten habe

seitdem hab ich starke Beklemmungsgefühle, Zittern, Herzrasen usw mit jedem Tag der August näher kommt. Die Klinik hat online nicht wirklich die besten Bewertungen und der Fokus liegt in der Sporttherapie womit ich ein Problem habe. die Trennung von meinem gewohntem, sichern Umfeld, meiner Routine, dem schützenden Raum in den ich mich zurück gezogen habe macht mir furchtbare Angst! Wenn es möglich wäre eine andere Klinik auszusuchen die meiner Vorstellung von einer erfolgreichen, Angstfreien und machbaren Therapie näher kommt, macht es Sinn die DRV darum zu bitten? Mein "Traum" ist eine Reha mit Tiergestützter Therapie und Naturnahen Behandlungskonzept ( z.b. die Reha Park Klinik in Altenkirchen) allerdings behandeln die kein ADS :-/ und das sollte ja im Vordergrund stehen. Wie hoch schätzt ihr die Chancen dennoch ein, eine andere Reha Klinik auszuwählen?
Zu mir: Ich lebe seit dem traumatischen Verlust meiner Seelenhündin im Februar d. J.

fast komplett zurück gezogen, isoliere mich freiwillig und hab mir in meiner kleinen Wohnung eine Schutzblase vor der Aussenwelt errichtet. So war ich vorher nie! Eigentlich hatte ich zumindest Zeitweise mit meiner Hündin ein Sozialleben, nahm täglich an der Gesellschaft teil, hatte einige nette Bekanntschaften mit Hund, war mehr draußen als in der Wohnung. Ihr Tod hat mir den Boden weg gerissen und mich psychisch extrem und hart getroffen. Sie war alles für mich, meine Stütze, meine Stärke, meine Freundin. langsam ist es erträglich geworden ganz alleine zu sein. aber dennoch fehlt sie mir unendlich jeden Tag! Hunde, insgesamt alle Tiere, spielen immer schon eine wesentliche Rolle in meinem Leben, mehr als Menschen. Gerade zu Hunden habe ich eine besondere Bindung und der Spaziergang, das tägliche Gassigehen in der Natur haben eine heilsame, entspannende und beruhigende Wirkung, ich bin alles andere als sportlich, kann nicht Fahrrad fahren durch einen Unfall in der Kindheit, hasse allgemein Sport regelrecht vermutlich durch negative Erfahrungen. Aber mit meinem Hund konnte ich stundenlang wandern gehen, meist alleine aber gelegentlich auch mit anderen Hundehaltern. Das fehlt mir unendlich und die Erinnerungen an diese wunderschöne Zeit schmerzt sehr

Mein Therapeut empfiehlt mir auch dringend, wieder einen Hund zu adoptieren - leider- und das macht mir sehr viel Angst - verbietet meine Vermieterin inzwischen die Hundehaltung. meine Hündin war jahrelang mündlich geduldet und akzeptiert, es gab nie Klagen oder Beschwerden, im Gegenteil, sie war sehr beliebt und hatte einen guten Ruf

aber mündlich untersagte die VM weitere Hundehaltung ohne Begründung. Im Haus lebt noch ein weitere Hund der ebenfalls nur mündlich geduldet wird und allgemein war es immer selbstverständlich das Hunde im Haus leben. Habe einen freundlichen, sehr netten Brief bezüglich der Erlaubnis zur Hundehaltung verfasst, mein Therapeut hat ebenfalls noch seine ärztliche Empfehlung beigetragen. Bislang jedoch keine Antwort darauf. umziehen kann ich mir absolut nicht vorstellen, zahle eine sehr geringe Miete, es gibt für ALG 2 Empfänger kaum bezahlbare Wohnungen, zudem ist es fast unmöglich überhaupt mit H4 einen verständnisvollen VM zu finden. auch hab ich erst vor kurzem die Wohnung renoviert so das die Wohnqualität sehr verbessert wurde. Ausziehen kommt nicht infrage aber die Vorstellung nie mehr einen Hund zu haben ist kaum zu ertragen:-( Hatte eigentlich vor nach der Reha auf die Suche zu gehen aber ohne schriftliches Ok vom VM unmöglich.