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psychomum
Hallo an alle aus dem Forum,

irgendwie zweifel ich an mir bzw. meinen Krankheiten und an den Behandlern.

Vorab ich leide an rezidivierenden Depressionen, PTBS, Traumafolgestörungen (Dissoziative Störung) Hab auch mit Panik, Zwängen, Ängsten, Gefühlsschwankunkung, Intrusionen, Flashbacks und Dismorphophobie zu kämpfen.

So: Nun hatte ich in den letzten Jahren ziemlich die Hölle auf Erden durchgemacht und alle anderen Traumata brachen auf und nun bin ich in meiner Einfrauhölle gefangen und habe noch meinen Sohn "verloren".

Ich war seit 2015 4 mal in Behandlung. 2 mal Tagesklinik, 1 mal stationär aber nur 4 Wochen. 1 mal psychosomatische Reha und nun die aktuelle Reha, weil ich aufgrund meiner Lage anfing zu trinken. achja und eine ambulante Therapie brach ich ab, weil es zwischenmenschlich nicht passte.

Jedesmal steckte ich in privaten schlammasseln fest und die Therapien waren irgendwie nicht greifbar für mich, da ich privat kämpfen musste.

Was mir aber oft vorgeworfen wurde war, dass ich mich nicht öffnen kann, auch bei einer Therapeutin Jahre davor. Ich schleif mich aber immer in die Stunden und hab oft kaum Energie für irgendwas, bin Dissoziiert oder sonstiges und das wird mir dann auch noch halbwegs vorheworfen. also nicht bei allen, aber bei vielen.

Ich muss auch immer erst grübeln bevor ich antworte und wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, oder nicht ernstgenommen, rede ich gar nicht mehr. Ich habe eh nach dem Aufbruch der Traumata nicht mehr sprechen können, ich habe jetzt auch noch oft diese Blockade und die Therapeuten beziehen das oft auf sich und denken man will nicht oder es passt nicht, was Quatsch ist, ich KANN manchmal einfach nicht.

Ich brauche ewig um Vertrauen aufzubauen, irgendwie bin ich einfach sooooo misstrauisch und bin sogar für Therapien zu gestört. ich weiß es nicht. heutzutage geht es nur schnell, schnell zack, zack. mit den chronischen Depressionen kann niemand was anfangen.

Ich überlege was mir nun noch helfen kann?

Ich werde mir Bücher kaufen für die Selbsttherapie, und versuch Traumatherapie zu machen, ich überlege nur ob ambulant oder stationär?

Ich habe viele Traumatas erlebt für die ich nichts kann, fühl mich aber wie ein Behandlungsschmarotzer.

Dann wäre noch EKT, ansonsten geb ich es bald auf, ich möchte nur Leben ohne Leiden. mehr nicht.

gibt es hier ähnliche "Fälle" oder Tipps?

Danke und viele Grüße

09.08.2021 22:08 • 16.08.2021 #1


11 Antworten ↓


cube_melon
Bei dem was Du beschreibst, kann ich mir es weniger vorstellen das Du selbst, ohne begleitende Therapie das so überwinden kannst, das du brauchbar therapiert bist.

Das was Du an Symptomen beschreibst, ist schon eine breit gefächerte Herausforderung.
Hat man bei dir jemals einen Diagnostik bezüglich einer kPTBS gemacht? Weil das einen erheblichen Unterschied in der Therapie macht.

Therapie ist nicht Therapie. Es gibt viele unterschiedliche Traumatherapieverfahren. DBT-PTBS, PITT, TRIMP, IRRT, Somatic Experiance, Zen, EMDR etc..
Es ist halt die Frage zu welchen dieser Dinge Du einen einen emotionalen Zugang zulassen kannst.
Da ist jeder unterschiedlich.

Was ich für elementar halte ist das man über die grundlegende Funktionsweise eines aus dem Gleichgewicht geratenen Angstzentrum und Filtermechanismus erlernt. Ebenso wie die Kompensation von so Dingen wie einem evtl. fehlenden Urvertrauen, diffusem Angstgefühl und der inneren/äußeren Grenzen.

Da heraus kann man den Umgang mit sich und der Symptomatik so weit verändern das eine erhebliche Entlastung stattfindet. Mit einer so ausgeprägten Symptomatik ist das in meinem Augen unabdingbar. Ebenso wie eine Therapiestrategie.

In Baden-Württemberg kenne ich vier hoch spezialisierte Kliniken für Traumafolgestörungen. Eine davon ist eine Privatklinik und eher für die Berufsgruppen Rettungskräfte, Polizei und Militär geeignet.
An den drei anderen Kliniken wird geforscht. Sie sind in D mit führend.

Früher gab es das alles nicht. Keine DBT, EMDR oder sonst etwas. Habe mir das alles fast selbst erarbeitet.
Einen riesen Schub vorwärts gab es bei einer sehr sehr kompetenten und multibel ausgebildeten Traumatherapeutin. Und ich bin dankbar das diese Frau mich behandelt hat.

Long story short - man kann sich zum teil selbst den Grundstock beibringen. Aus meiner Sicht der längere Weg.
Nach dem Grundstock kann man das selbst hinbekommen, bzw. es ist ein Therapieziel eine eigene Strategie/Umgang sich zu erarbeiten.

09.08.2021 23:21 • x 2 #2



Untherapierbar? Falsche Therapie? Und nun?

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psychomum
@cube_melon Danke für deine ausführliche Antwort. Das klingt für mich alles sehr einleuchtend, ich frag mich warum mir das niemand von den Behandlern sagt....und das macht mich langsam traurig und wütend zugleich.

Nein, bei mir wurde noch keine kptbs Diagnostik gemacht... ich hatte mir von diesem Klinikaufenthalt soviel zur Diagnostik und Co. gewünscht... aber hier geht es haiptsächlich um Sucht... es wurde aber angepriesen sie behandeln "alles" mit...nunja...

Ich weiß nur nicht wie ich weitermachen soll jetzt?

Wenn ich nach Hause komme habe ich wieder NICHTS.

Ich habe einen Psychiater der mir sagt ich soll einfach mal auf dem Jacobsweg entlang gehen, das ist doch alles ein schlechter Witz irgendwie.

Hier wurde jetzt gesagt ich soll mir eine Traumatherapeutin suchen, allerdings weiß ich ja nichtmal wo ich hinziehen werde, wegen meinem Sohn... Alles schwierig.

Viele Grüße

10.08.2021 08:12 • #3


Ich habe jetzt schon mehrfach angefangen einen Beitrag zu verfassen und es jedes mal wieder verworfen. Aber irgendwie wills jetzt dann doch raus auch auf die Gefahr hin, dass du es falsch verstehst oder dich angegriffen fühlst.
Du hast eine lange Liste an Problemen und Diagnosen momentan bist du in der Therapie aufgrund deines Alk. ( das aus deiner Sicht ja gar nicht wirklich besteht ) somit erstmal grundsätzlich in einer Klinik mit dem "falschen" Schwerpunkt. Diese Klinik hast du gewählt weil sie dir die Möglichkeit bietet deinen Sohn zu sehen und nicht weil sie für deine Probleme die optimale Klinik ist.
Ganz oft kann man in deinen Beiträgen lesen dass sich viele Dinge um deinen Sohn drehen und du um ihn kämpfen willst. Das finde ich gut aber trotzdem den falschen Ansatz wenn du kämpfst dann für dich und nicht für jemand anderen egal für wen. Wenn du gesund werden willst dann für dich und nicht für jemand anderen. Wenn du deine Probleme in den Griff bekommen willst dann für dich und nicht für jemand anderen. Ich hab immer den Eindruck ich mach jetzt dies und das und dann kann ich mein Kind wiedersehen. Aber sollte es nicht in erster Linie darum gehen, dass es dir besser geht?
In einer Klinik, egal ob der aktuellen oder einer anderen, hast du ja verschiedenste Möglichkeiten an deinen Traumata und Problemen zu arbeiten grade wenn du Phasen hast in denen zu nicht darüber sprechen kannst sei es Malen, Gestalten, Musik, Bewegung all das bietet dir auch die Möglichkeit dich auszudrücken und damit zu arbeiten. Aber du musst dazu bereit sein all die Therapien bringen gar nichts solange du für dich nicht zulassen kannst an die Punkte zu kommen die wirklich schmerzhaft sind und alte Wunden aufzureissen damit sie heilen können und vor allem solange du es nicht aus tiefster Überzeugung für dich selber willst sondern um deinen Chancen zu verbessern deinen Jungen wieder zu sehen.

10.08.2021 11:05 • x 6 #4


cube_melon
Zitat von psychomum:
Das klingt für mich alles sehr einleuchtend, ich frag mich warum mir das niemand von den Behandlern sagt....und das macht mich langsam traurig und wütend zugleich.

Auf Traumafolgestörungen spezialisierte Therapeuten sagen eine so etwas in der Regel.

Zitat von psychomum:
aber hier geht es haiptsächlich um Sucht

Wenn ich fragen darf - besteht bei dir eine Substanzmittelsucht? Weil das für eine teil- oder vollstationärer Klinikaufenthalt eine erhebliche Rolle spielt, was die Auswahl an Kliniken betrifft.

Zitat von psychomum:
Ich habe einen Psychiater der mir sagt ich soll einfach mal auf dem Jacobsweg entlang gehen, das ist doch alles ein schlechter Witz irgendwie.

Klingt für mich aus seltsam.

Zitat von psychomum:
Hier wurde jetzt gesagt ich soll mir eine Traumatherapeutin suchen, allerdings weiß ich ja nichtmal wo ich hinziehen werde, wegen meinem Sohn... Alles schwierig.

Wenn Du eine Traumatherapie haben willst, dann sind so Dinge wie Wohnungs- und Jobwechsel ein KO-Kriterium.
Weil Du für die Therapie ein brauchbar stabiles Umfeld benötigst. Jeder kompetente Traumatherapeut würde dir eine Absage erteilen.

10.08.2021 14:13 • x 2 #5


psychomum
@Emelieerdbeer

Hallo, alles gut...

Also ich habe damals nach der Gewalt, dem Stalking und den ganzen Gerichtsterminen eine "Alk." von 4 Monaten gehabt.

Ich war daraufhin in der Entgiftung und dort sagte man mir immer und immer wieder icv muss in eine Alk., gut ich habe dies beantragt.

Nun zum Thema Ich und Sohn. Die Klinik in der ich mich befinde ist eine reine Frauenklinik (in diesem Gebäude ist es tatsächlich nur teilweise so leider), es wurde angepriesen dass Trauma und Sucht behandelt werden... dies geschieht leider nicht so wie erhofft, in Bezug auf meinen Sohn dachte ich, es ist alles perfekt, ich bin so dicht bei ihm und könnte parallel Kontakt aufbauen und gesund werden.... eigentlich hat dies bisher auch super geklappt muss ich sagen mir geht es ja auch schon viel besser, ich habe nur Angst was nun kommen wird und wie es weitergeht. Ich habe Angst, dass es mir Zuhause wieder schlechter geht und dass ich allgmein den Kontakt zu meinem Sohn wieder verliere....ABER nur wegen der Distanz von 700 km

Ich habe auch das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht...ich habe KEINERLEI Auflagen oder Ähnliches...

Es hängt jetzt alles von Samstag ab, wie es weitergehen wird...

Ich möchte für meinen Sohn da sein, er setzte ja letztens den Hilferuf ab...Ohne meinen Sohn werd ich nicht mehr glücklich und er braucht seine Mutter und ich möchte für ihn da sein....für mich tu ich schon lange was und deshalb habe ich ja die obrige Frage gestellt

Viele Grüße

10.08.2021 18:09 • #6


psychomum
@cube_melon Hallo

wie meinst du das, dass ein Wohnungswechsel k.o. Kriterien für eine Traumatherapie sind?


Mit dem Umfeld ist es schwierig...ich hatte in meinem Leben noch nie ein voll funktionierendes Umfeld, und möchte mir auch kein großes aufbauen.... Arbeit, Sohn und ein paar Freundinnen reichen mir soweit, dann meine Mutter und Schwester...

Substanzmittelabhängigkeit bestand über ca. 4 Monate durch eine Lebenskrise in Form von Alk..

Leider haben hier kaum Therapeuten eine Traumaausbildung bzw. meine Therapeutin nicht...

viele Grüße

10.08.2021 18:16 • x 1 #7


silverleaf
Hallo Psychomum,

ich kenne es ähnlich, wie @cube_melon es sagt: In Lebensphasen, in denen es starke äußere Veränderungen gibt, wird keine intensive (sprich: konfrontative) Traumatherapie nach speziellen Trauma-Verfahren gemacht. Alle Traumatherapeuten, die ich kenne, machen das so. Der Grund: Wenn Du anfängst, Dich direkt mit Deinem Trauma zu konfrontieren (also in ein solches Verfahren wie z.B. EMDR einsteigst), brauchst Du dafür alle Kraft, die Du hast. Diese Verfahren wirken so gut wie immer destabilisierend, darum machen viele Patienten konfrontative Traumaverfahren auch nur stationär, weil sie da aufgefangen werden können, wenn es ganz schlimm wird. Dir werden in der Konfrontation ja die schlimmsten Erinnerungen nochmal vor Augen geführt.
Du brauchst nicht unbedingt ein voll funktionierendes soziales Umfeld, ich glaube, das haben tatsächlich sehr wenige Menschen. Aber Du brauchst Alltags-Stabilität im Sinne von:
- eine Wohnung, die Du kennst, in einer Stadt, die Du halbwegs kennst (also weißt, wo Supermarkt und Apotheke sind), einfach wissen, wo alles ist, gute örtliche Orientierung
- keinen Täterkontakt, das ist für konfrontative Trauma-Verfahren ein fast 100%iges Ausschlusskriterium
- einen Plan für den Fall, dass es Dir nach der Therapie schlecht geht, also Bedarfsmedikation und/oder eine eingespeicherte Handy-Nummer, die Du anrufen kannst, das muss kein Freund oder Familie sein (ist manchmal sogar besser, sich damit an "professionelle" Hilfe zu wenden), das kann auch einfach die Seelsorge o.ä. sein
- nicht gerade den Beruf wechseln oder wichtige Prüfungen haben
- nicht gerade mitten in einer Trennung stehen
- keine akute Substanzmittelmissbrauchsproblematik
- ...

Du hast in der Zeit der Trauma-Konfrontation einfach nicht die Ressourcen (weder mental noch emotional), Dich um irgendwelche zusätzlichen Dinge zu kümmern, die über die absoluten Alltags-Notwendigkeiten hinausgehen. Alleine diese aufrechtzuerhalten wird oftmals schon schwierig genug in dieser Zeit.

Aber:
Nicht alle Traumverfahren sind so intensiv und gehen so in die Tiefe, aber die meisten meinen die intensiveren Verfahren, wenn sie von Traumatherapie sprechen.
Man kann sich auch in "normaler" Gesprächstherapie vorsichtig den traumatischen Erinnerungen nähern, ohne dass es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesen führen muss. Das können auch die "normalen" Therapeuten machen, die sind ja alle dafür ausgebildet, mit Leuten über schwierige Lebenserfahrungen zu sprechen. Wenn man von Traumatherapeuten spricht, sind das oftmals die, die eine gesonderte Ausbildung für speziellere Verfahren gemacht haben. Über die Qualität der Therapeuten sagt das noch nicht viel aus.
Was ich damit meine: Wenn Du Deiner Therapeutin vertraust, kannst Du auch mit ihr über Deine schwierigen Lebenserfahrungen sprechen. Das Vertrauen in den Therapeuten und die zwischenmenschlich gute Chemie sind oftmals sehr viel wichtiger als die Zusatzqualifikationen. Ein Grundwissen zum Thema Trauma hat ja jeder Therapeut.
Ich habe Traumatherapeuten kennengelernt, die richtig schlecht waren, die einfach keine Empathie hatten, kein Händchen für Gesprächsführung, die halt nur eine Zusatzausbildung gemacht hatten und dort gelernt haben, wie man ein bestimmtes Verfahren anwendet, aber das hat sie nicht zu guten Therapeuten gemacht.
Und ich habe Therapeuten kennengelernt, die sich offiziell nicht Traumatherapeuten nennen durften (weil: keine entsprechende Zusatzausbildung) , die aber einfach genial waren, begabt für den Beruf, sehr emphatisch, tolle Gesprächsführung.
Natürlich auch andersherum. Therapeuten sind halt alle individuelle Charaktere. Was ich damit meine: Ob man mit einem Therapeuten gut und effektiv arbeiten kann, hängt nicht unbedingt von seiner Qualifikation ab. Wenn Du mit Deiner Therapeutin zurechtkommst, ist das schonmal viel wert, dann kann es auch nebensächlich sein, welche Zusatzausbildung sie gemacht hat.

Du brauchst Dir keine Gedanken darüber machen, dass bei Dir keine Diagnostik in Richtig kPTBS gemacht wurde. Aktuell gibt es diese Diagnose offiziell noch gar nicht. Wir werden noch nach dem ICD 10 diagnostiziert, und da gibt es nur die Diagnose PTBS, egal ob komplex oder nicht, es ist alles eine Diagnoseziffer. Vielleicht wird mal ein Zusatz gemacht (so stand es bei mir mal in einem Bericht: F43.1 PTBS (komplex)), aber offiziell gibt es diese Diagnose noch nicht. Erst wenn das ICD 11 zur Anwendung kommt (so weit ich weiß ab 01.01.2022), kann man die Diagnose offiziell vergeben. Und auch erst dann kann eine Klinik offizielle Diagnostik in diese Richtung machen, da dafür ja auch zugelassene Diagnoseverfahren zur Anwendung kommen müssen, was aktuell rein praktisch noch gar nicht möglich ist.
Damit will ich jetzt auf keinen Fall die Versäumnisse Deiner aktuellen Klinik rechtfertigen oder verteidigen, auf gar keinen Fall!
Ich wollte Dir nur erklären, wie das eventuell zustandegekommen ist und das die Klinik eigentlich gar nicht die Möglichkeit hat, eine kPTBS zu diagnostizieren. (Es gibt trotzdem spezialisierte Traumakliniken, die diese Unterscheidung trotzdem auch jetzt schon berücksichtigen, auch wenn das quasi nur "inoffiziell" geht.) Bei allen Versäumnissen und Merkwürdigkeiten Deiner Reha-Klinik: In diesem Punkt hat die Klinik weitgehend nur in Übereinstimmung mit den offiziellen Diagnosemöglichkeiten gehandelt.

Lass' Dich nicht unterkriegen und kämpfe weiter für Dich und Deinen Sohn! Und wie Du ja auch schon an anderer Stelle geschrieben hast: Trotz allem fühlst Du Dich in der Reha schon etwas stabiler.
Ich wünsche Dir sehr, dass Du es weiterhin schaffst, auch positive Erfahrungen in der Reha zu machen (trotz aller Probleme), weiter Zeit mit Deinem Sohn verbringen zu können und die kleinen Lichtblicke, die es gibt, auch weiterhin sehen zu können!

LG Silver

13.08.2021 18:23 • x 2 #8


psychomum
@silverleaf Danke für die lange Erklärung , dann besteht bei mir doch noch Hoffnung

Meine Therapeutin war sehr nett und sympathisch, aber irgendwas hat auxh da nicht gepasst, als Freundin hätte ich sie gerne, aber so...ich weiß nicht.

Jedenfalls hat sie heute die Klinik verlassen und arbeitet jetzt woanders.

Nächste Woche habe ich meine ganzen Therapien nicht auf dem Plan...kein Einzelgespräch und manchmal gar nichts am Tag... nun gut.... ich habe ja noch nette Mitpazientinnen ein Glück.

Morgen steht das Gespräch an. Ich hoffe es wird gut.

Vielen Dank fürs Mutmachen.

Viele Grüße

13.08.2021 21:18 • x 1 #9


silverleaf
Hallo Psychomum,

ich hoffe, das Gespräch am Wochenende ist gut verlaufen! Wie war es denn?

Zitat von psychomum:
Vielen Dank fürs Mutmachen


Habe ich gerne gemacht !

Ich hoffe sehr für Dich, dass sich Dein Therapieplan für diese Woche noch füllt!
Auf jeden Fall wünsche ich Dir einen guten Start in die Woche!

LG Silver

16.08.2021 06:33 • x 2 #10


psychomum
@silverleaf Hallo,

ich habe das schon in meinem Tagebuch gepostet

Das Gespräch fand fast gar nicht richtig statr leider...mein Exmann wollte meinen Sohn mit einbeziehen, sagte dass dieser das wollte und mein Sohn meinte er will das gar nicht und machte komplett dicht erstmal leider...

wir sind jetzt so verblieben, dass ich meinen Sohn besuche, aber nur wenn dieser das auch möchte...ich will mich nicht aufdrängen, aber mache mir doch Sorgen.

Ich habe meinem Exmann nun aber doch von meinem Sohn und seinen Schwierigkeiten erzählt...also mit dem Kleber und der Psyche zuerst belächelte dieser das aber seit heute nimmt er es dann doch etwas ernster.

Ich habe heute mit der Familienberatungsstelle telefoniert und die Dame schlug vor, dass ich und mein Sohn oder mein Sohn alleine oder wir alle 3 noch zu einem Gespräch kommen könnten.

Ich schrieb das meinem Exmann aber er weiß auch nicht, ob es Sinn macht und warum mein Sohn so "dicht" macht. ich habe ihm dann doch den Chatverlauf mit den Hilferufen gesendet als Beweis und nun nimmt mein Exmann dies auch ernst. Ich fühle mich zwar als hätte ich meinen Sohn verraten, aber anders kann ihm nicht geholfen werden. Er möchte ja auch von sich aus zum Psychologen.

Mein Exmann hat ihn heute gefragt ob alles in Ordnung ist und mein Sohn meinte natürlich ja...

hmmm ich bin irgendwie damit überfordert, denn ich bin nur noch 2 Wochen hier...

und weiß nicht was der nächste Schritt ist.

mir gehts nicht so gut, ich bin total erkältet und habe mal wieder mit meiner Nebenhöhlenentzündung zu tun und fühle mich totkrank...ich hab mich vom sport abgemeldet und die Therapeutin war nicht so begeistert, ich wollte ja mitmachen, weil wir sonst immer leichte Sportspiele gemacht haben...heute wollte sie Leistungstraining machen und das draußen, ich meinte dass meine Ohrenschmerzen dann noch schlimmer werden, wegen dem starken wind...ich fühl mich gerade wie so eine erbärmliche Simulantin...aber mir gehts nicht gut und jetzt denke ich wieder, ich kann niemals wieder arbeiten als körperliches Wrack und das zieht mich runter....

nunja die neue Therapeutin ist doch ganz gut

ich habe auch schon einen kleinen Plan wie es hier nach eventuell weitergehen könnte.

Viele Grüße

16.08.2021 16:41 • x 1 #11


psychomum
Ich habe heute mal überlegt und glaube ich leide an einer generalisierten Angststörung oder frei flottierender Angst...ich hoffe wenn ich Traumatherapie mache, kann das auch mitbehandelt werden...

Oder liegt es an meinem Lebensumständen? ich denke nicht...diese Ängste habe ich, seitdem ich Mutter bin...komisch alles...

16.08.2021 18:47 • #12



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf